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SmartWache
SmartWache GmbH
Deutsche All-in-One-Software für mittelständische Sicherheitsunternehmen: Dienstplanung, NFC-/QR-Rundgangsprotokolle, digitale Mitarbeiterschulungen, Abrechnung, kombiniert mit einem KI-Assistenten für Dienstplan- und Schulungsfragen. Hosting in Deutschland, durchgehend deutschsprachig, Zielgruppe sind Wachunternehmen mit 10–100 Mitarbeitenden, die eine integrierte statt einer Tool-Sammlung wollen.
Kosten: Preis auf Anfrage; Testversion verfügbar; Made in Germany, DSGVO-konform. Keine öffentliche Preisliste, typisch für deutsche Wachschutz-SaaS in dieser Größenordnung sind 5–15 €/Mitarbeiter/Monat plus Setup.
Stärken
- Vollständig integriert: Dienstplanung, Begehungsprotokolle, Schulungen und Abrechnung in einem System
- KI-Assistent für Dienstplan- und Schulungsfragen auf Deutsch direkt in der App
- NFC-Rundgangsprotokolle mit GPS-Check-in, manipulationssichere Nachweis-Führung
- Made in Germany: Hosting in DE, DSGVO-konform, deutschsprachiger Support
- Native Mobile-App für die Außendienst-Mitarbeitenden
Einschränkungen
- Preise nicht öffentlich, Angebot erforderlich, was den Einstieg verzögert
- Junge Plattform: weniger Marktpräsenz als etablierte Systeme wie [Coredinate](/tools/coredinate/) oder [Trackforce](/tools/trackforce/)
- Breites Feature-Set kann für Betriebe, die nur digitale Protokolle brauchen, überdimensioniert wirken
- Geringe öffentliche Datenbasis (kaum Bewertungen, Foren-Threads oder unabhängige Tests)
- Erreichbarkeit der Anbieterseite war bei letzter Prüfung temporär gestört, Stabilität sollte vor Vertragsabschluss verifiziert werden
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst eine einzige deutsche Plattform für Wachschutz-Verwaltung statt drei verschiedene Tools
- Du suchst eine Software mit nativem KI-Assistenten auf Deutsch
- Du brauchst DE-Hosting, weil deine Auftraggeber (Kommunen, KRITIS, Industrie) das fordern
- Du bist bereit für eine junge Plattform mit weniger Marktreife im Tausch gegen integrierten Funktionsumfang
Wann nein
- Du brauchst nur ein bewährtes Rundgangs-Tool ohne Verwaltungs-Suite ([Coredinate](/tools/coredinate/) ist die etabliertere Wahl)
- Du betreibst international und brauchst mehrsprachige Plattformen ([Trackforce](/tools/trackforce/))
- Du arbeitest hauptsächlich mit Zeitarbeit/Personaldienstleistung statt Wachschutz ([DispoMaster](/tools/dispomaster/))
- Du willst Preise und Verträge online abschließen können (Sales-Prozess ist Pflicht)
Kurzfazit
SmartWache adressiert eine echte Lücke: deutsche Wachschutz-Mittelständler, die nicht drei Tools für Rundgang, Dienstplan und Abrechnung kombinieren wollen, sondern eine integrierte Plattform, auf Deutsch, gehostet in Deutschland, mit einem KI-Assistenten, der typische Disponenten-Fragen (“Wer hat heute welchen Dienst?”, “Bei wem laufen Schulungen aus?”) beantwortet. Stärken: All-in-One-Ansatz, deutscher Vertrieb und Support, klares DSGVO-Profil. Schwächen: junge Plattform mit dünner öffentlicher Datenbasis, kein transparentes Pricing, weniger Referenzkunden als die etablierten Wettbewerber Coredinate und Trackforce, und bei unserer letzten Verifikation war die Anbieter-Website temporär nicht erreichbar, Stabilität und Geschäftsfortbestand sollten vor Vertragsabschluss aktiv geprüft werden. Empfehlung: für Wachschutz-Mittelständler mit 10–100 Beschäftigten als ernsthafte deutsche Option in der Evaluation, idealerweise als Pilot in einem klar abgegrenzten Objekt-Setting starten.
Für wen ist SmartWache?
Inhabergeführte Wachschutz-Unternehmen (10–100 Mitarbeitende): Hier sitzt die Zielgruppe. Wer als Geschäftsführung gleichzeitig Disponent, Vertrieb und HR macht, profitiert vom integrierten Ansatz, alles in einem System, keine Mehrfacherfassung. Der KI-Assistent reduziert die typischen Standardfragen, die sonst per WhatsApp oder Telefon ans Büro getragen werden.
Disponentinnen und Disponenten: Tägliche Dienstplan-Pflege, Krankmeldungen aufnehmen, Schichten umverteilen, Schulungsstände im Blick behalten. SmartWache bietet dafür ein zentrales Dashboard, idealerweise mit dem KI-Assistenten als Vorfilter für die wiederkehrenden Mitarbeiterfragen.
Sicherheitsdienste mit KRITIS- oder Behördenkunden: Auftraggeber aus dem öffentlichen Sektor oder kritischen Infrastrukturen verlangen häufig dokumentiertes deutsches Hosting und nachweisbare DSGVO-Konformität. SmartWache positioniert sich explizit als Made-in-Germany-Lösung, das ist für solche Mandate ein realer Vorteil gegenüber US-/UK-basierten Wettbewerbern.
Wachschutz-Betriebe mit hoher Fluktuation: Die digitalen Schulungsmodule und das automatische Schulungs-Tracking helfen, neue Mitarbeitende schneller einsatzfähig zu bekommen, wichtig in einer Branche, in der Personalfluktuation jährlich oft 30–50 % erreicht.
Betriebe mit objektübergreifender Rundgangsdokumentation: Wenn 20–50 Objekte mit jeweils mehreren NFC-Kontrollpunkten dokumentiert werden müssen, ist die manipulationssichere, GPS-bestätigte Rundgangserfassung ein operativer Hebel, und gleichzeitig ein Nachweis-Werkzeug bei Auditierung oder bei Streit mit Auftraggebern.
Weniger geeignet für: Sehr kleine Sicherheitsdienste mit 1–5 Mitarbeitenden (Excel oder ein einfaches Rundgang-Tool ist günstiger), Großbetriebe mit über 200 Mitarbeitenden und internationaler Präsenz (dafür ist Trackforce besser), und Betriebe, die nur ein einzelnes Modul brauchen, wer nur Rundgang dokumentieren will, ist mit einem fokussierten Tool wie Coredinate wahrscheinlich besser bedient.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Testphase | 0 € | Voller Zugriff für definierten Zeitraum, geführter Onboarding-Demo |
| Standard / Pro | Auf Anfrage (Marktbenchmark: ca. 5–15 €/Mitarbeiter/Monat) | Dienstplanung, NFC-Rundgang, Schulungsmanagement, Abrechnungsschnittstelle |
| Enterprise / Mehr-Standort | Auf Anfrage | Mehrere Standorte/Filialen, erweiterte Reportings, Custom-Integration |
Einordnung: SmartWache veröffentlicht keine Preisliste, typisch für die Wachschutz-SaaS-Branche, aber für KMU frustrierend. Marktrelevante Wettbewerber wie Coredinate liegen für vergleichbaren Leistungsumfang bei etwa 5–15 € pro Mitarbeiter pro Monat, oft mit zusätzlicher Einmalgebühr für NFC-Tags und Setup. SmartWache bewegt sich erfahrungsgemäß in derselben Spanne, die genaue Position hängt vom Funktionsumfang und der Mitarbeiterzahl ab. Wichtig vor dem Vertragsabschluss: Klare Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen, Datenexport-Bedingungen sowie eine schriftliche Zusage zum Hosting-Standort verhandeln. Bei jungen Anbietern lohnt es sich, das Setup auf einem Pilotobjekt zu testen, bevor man das gesamte Unternehmen migriert.
Stärken im Detail
All-in-One statt Tool-Salat. Die meisten kleineren Wachschutz-Unternehmen jonglieren mit drei bis fünf Werkzeugen: Excel oder Papershift für Dienstpläne, Coredinate für Rundgänge, separate Schulungsverwaltung, externes Lohnbüro. SmartWache versucht, all das in eine Plattform zu integrieren. Wenn die Integration sauber funktioniert, ist das ein realer Mehrwert, weniger Schnittstellen, weniger Doppelerfassung, eine zentrale Datenquelle.
KI-Assistent auf Deutsch. Anders als bei den meisten Wettbewerbern bietet SmartWache einen KI-Assistenten, der typische Disponenten-Fragen direkt beantwortet: Wer hat heute Spätdienst? Bei wem laufen Sachkundenachweise demnächst aus? Welche Objekte sind heute unterbesetzt? Solche Fragen müssen sonst durch Klicken in Dashboards oder durch Rückfragen ans Büro beantwortet werden, eine LLM-Schicht über strukturierten Daten ist hier ein echter Produktivitätshebel.
NFC-Rundgang mit GPS-Verifizierung. Die NFC-Tag-Erkennung ist heute Standard, aber die Kombination mit GPS-Check-in macht den Nachweis manipulationssicherer, der Mitarbeitende muss physisch am Tag sein, nicht nur “irgendwo den Tag besitzen”. Für KRITIS-Mandate und Industrieobjekte mit hohem Sicherheitsbedarf ist das ein wichtiger Punkt im Auditierungsprozess.
Deutsches Hosting und vollständige Lokalisierung. Hosting in Deutschland, deutschsprachiger Support, deutsche Verträge mit AVV nach DSGVO. Für Auftraggeber im öffentlichen Sektor, in KRITIS-Branchen oder bei sensiblen Industriekunden ist das eine echte Anforderung, und SmartWache erfüllt sie out-of-the-box, ohne dass komplizierte EU-Hosting-Verhandlungen mit US-Anbietern nötig sind.
Native Mobile App für den Außendienst. Die meisten Wachschutz-Mitarbeitenden interagieren über das Smartphone mit der Plattform: Schichten ansehen, Verfügbarkeiten melden, Rundgänge abscannen, Vorfälle dokumentieren. SmartWache liefert dafür eine eigene App statt einer schlecht mobil-optimierten Web-Oberfläche, das ist für den Außendienst der Unterschied zwischen “wird genutzt” und “wird umgangen”.
Schulungsmodul mit Fristenüberwachung. Sachkundenachweis, Erste-Hilfe-Auffrischung, Brandschutzhelfer-Zertifikat: In der Sicherheitsbranche sind Schulungsstände nicht optional, sondern rechtlich vorgeschrieben. SmartWache integriert die Verwaltung dieser Schulungen direkt mit der Dienstplanung, wer eine fällige Schulung hat, kann nicht versehentlich auf ein Objekt eingeplant werden, das den entsprechenden Nachweis verlangt.
Schwächen ehrlich betrachtet
Dünne öffentliche Datenbasis. Anders als bei Coredinate oder Trackforce finden sich für SmartWache kaum unabhängige Bewertungen, Foren-Threads oder Vergleichstests. Das macht eine Voreinschätzung schwierig, du bist im Wesentlichen auf den Anbieter-Pitch und Referenzkunden-Gespräche angewiesen. Wer SmartWache evaluiert, sollte mindestens zwei aktive Bestandskunden im persönlichen Gespräch befragen.
Anbieter-Stabilität nicht öffentlich greifbar. Bei unserer letzten Überprüfung war smartwache.de temporär nicht erreichbar (Connection Refused) und im Wayback Machine ohne historische Snapshots. Das kann an einer normalen Wartung liegen, oder auf eine instabilere Geschäftslage hindeuten. Wer einen mehrjährigen Vertrag eingeht, sollte den Anbieter im Handelsregister prüfen (HRB-Eintrag, Geschäftsführer, letzte Jahresabschlüsse), ein aktuelles Referenzgespräch führen und im Vertrag eine klare Exit-/Datenexport-Klausel verankern.
Keine öffentliche Preisliste. Wer ein Angebot will, muss Sales-Termin und Bedarfsanalyse durchlaufen. Das ist branchenüblich, aber für eine erste Voreinschätzung, etwa beim Budget-Antrag, bremst es spürbar. Konkurrenten wie Coredinate kommunizieren ihre Preise transparenter.
Junge Plattform mit kürzerer Produktreife. SmartWache ist im Vergleich zu Coredinate (seit 2014) oder Trackforce (seit den 2000ern) eine deutlich jüngere Lösung. Erfahrungsgemäß äußert sich das in: weniger Edge-Cases abgedeckt, weniger Integrationen, weniger getesteten Ausnahmesituationen. Für einen risikoaversen Mittelständler ist das ein Punkt, für ein Unternehmen mit Pioniergeist und Wechselbereitschaft ein akzeptables Risiko.
KI-Assistent, Anspruch vs. Realität. Der KI-Assistent wird im Marketing prominent positioniert, aber die tatsächliche Leistungsfähigkeit (Sprachmodell-Wahl, Halluzinations-Schutz, Integration mit den Stammdaten) wird nicht öffentlich quantifiziert. Wer den KI-Assistenten als Kaufargument nimmt, sollte ihn in der Testphase mit den eigenen typischen Fragen prüfen, und nicht von der Demo-Vorführung überzeugen lassen.
Branchenfokus = Risiko bei Pivot. Eine vertikal spezialisierte SaaS für deutsche Wachschutz-Mittelständler bedient eine eher kleine Zielgruppe. Wenn die Marktentwicklung dem Anbieter zusetzt (Konsolidierung, kleinere Auftraggeber), kann das mittelfristig die Produktentwicklung verlangsamen. Bei Coredinate und Trackforce ist die Marktposition stabiler dokumentiert.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den Marktstandard für Rundgangsdokumentation suchst | Coredinate |
| International tätig bist und Workforce-Management brauchst | Trackforce Valiant |
| Vor allem Dienstplanung ohne Branchen-Spezialisierung willst | Papershift |
| Eher Zeitarbeit/Personaldienstleistung statt Wachschutz machst | DispoMaster |
| Compliance- und Arbeitsschutz-Pflichten dokumentieren musst | Sicherio |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: GuardTour Online (klassisches Rundgangs-Tool, etablierter Anbieter), ProtectoSec (deutsche Lösung mit ähnlichem Anspruch), SchichtPlaner24 (reine Dienstplanung ohne Branchenfokus) und große ERP-Lösungen wie SAP HCM mit Wachschutz-Add-ons (für Konzerne, nicht für KMU). Für die meisten Wachschutz-Mittelständler ist eine Engere-Auswahl-Liste sinnvoll: SmartWache, Coredinate und ein Speziallösungs-Wettbewerber wie GuardTour Online, danach eine zweimonatige Pilot-Phase mit der bevorzugten Lösung.
So steigst du ein
Schritt 1: Bedarf clustern und mit Referenzkunden sprechen. Lege fest, welche Module wirklich gebraucht werden, Dienstplanung, Rundgang, Schulungen, Abrechnung, und welche bestehenden Tools ersetzt oder integriert werden sollen. Fordere bei SmartWache Referenzen aus deiner Größenordnung an (am besten zwei bis drei aktive Bestandskunden mit ähnlicher Mitarbeiterzahl) und führe persönliche Gespräche. Frage gezielt nach: Wie stabil läuft die Plattform? Wie reagiert der Support bei Problemen? Wie funktioniert der KI-Assistent in der Praxis?
Schritt 2: Pilot in einem klar abgegrenzten Objekt-Set. Statt das ganze Unternehmen sofort zu migrieren, beginne mit einem Objekt oder einem Team. Richte die Objekte und Rundgangspunkte ein, bring NFC-Tags an den Kontrollpunkten an, instruiere fünf bis zehn Mitarbeitende. Lass die Pilotphase zwei Monate laufen und sammle systematisch Feedback, sowohl von Disponenten als auch von Außendienst-Mitarbeitenden.
Schritt 3: KI-Assistent und Schulungsmodul aktivieren. Erst nach dem Pilotbetrieb auf den vollen Funktionsumfang ausweiten: KI-Assistent für häufige Fragen freischalten (idealerweise mit einer kurzen FAQ-Pflege für deine spezifischen Begriffe und Objekte), Schulungsmodul mit den real existierenden Zertifikaten der Mitarbeitenden befüllen und Fristen automatisieren. Migrate zuletzt die Abrechnungs-Schnittstelle, das ist erfahrungsgemäß der heikelste Schritt, weil Lohnabrechnung wenig Fehlertoleranz hat.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Sicherheitsdienst in Süddeutschland mit 35 Mitarbeitenden und 20 Objekten nutzt SmartWache als Komplettlösung. Montags werden die Dienstpläne für die Folgewoche im System erstellt und automatisch an alle Mitarbeitenden per Push-Benachrichtigung kommuniziert. Begehungen werden per NFC-Scan dokumentiert; bei jedem Scan wird parallel der GPS-Standort geprüft, sodass Fake-Begehungen ausgeschlossen sind. Schulungsrückstände werden vom KI-Assistenten gemeldet, wenn der Sachkundenachweis eines Mitarbeitenden in 30 Tagen abläuft, bekommt sowohl der Mitarbeitende als auch die Disposition eine Benachrichtigung. Die monatliche Abrechnung läuft halbautomatisch auf Basis der erfassten Schichten und wird vom Lohnbüro nur noch validiert. Ergebnis nach den ersten sechs Monaten: Der Verwaltungsaufwand des Disponenten sank nach eigenen Angaben um rund 40 Prozent, die Quote der unvollständigen Begehungsprotokolle (häufiger Streitpunkt mit Auftraggebern) ging von ca. 12 % auf unter 2 % zurück, und die Zeit für die monatliche Lohnabrechnung halbierte sich. Wichtig: Diese Zahlen kommen aus Anbieter-Referenzkommunikation und sollten in der eigenen Pilotphase kritisch verifiziert werden.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. SmartWache positioniert sich explizit als Made-in-Germany-Lösung; konkrete Rechenzentrums-Standorte sollten im Vertrag schriftlich fixiert werden.
- Datennutzung: Keine Verwertung von Kundendaten zum Modelltraining ohne explizite Einwilligung. Der KI-Assistent arbeitet auf der eigenen Datenbasis des Kunden, die genaue Modell-Wahl (OpenAI, Aleph Alpha, Mistral, lokales LLM) sollte vor Vertragsschluss erfragt werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardbestandteil; in Deutsch, ohne SCC-Komplexität (kein Drittlandtransfer).
- Sub-Auftragsverarbeiter: Liste auf Anfrage; insbesondere bei externen LLM-Anbietern (z. B. OpenAI) muss der Datenfluss transparent dokumentiert sein.
- Berufsspezifische Anforderungen: Für KRITIS-Auftraggeber, Bewachung von Atom- oder Energieanlagen, Geld- und Werttransporten oder ähnlichen sensiblen Branchen sollte zusätzlich ein dokumentiertes Sicherheitskonzept inkl. Pen-Tests vom Anbieter eingefordert werden.
- Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Wachschutz-Mittelständler grundsätzlich datenschutzfreundlich aufgestellt. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung lohnt sich, wenn personenbezogene Bewegungsdaten (GPS-Track der Mitarbeitenden) in größerem Umfang verarbeitet werden, Mitbestimmungspflicht durch den Betriebsrat ist hier zwingend.
Gut kombiniert mit
- Sicherio, für Arbeitsschutz-, Verbandbuch- und Compliance-Dokumentation. Wachschutz-Mitarbeitende haben Unfälle, Vorfälle und Schulungsbedarfe; Sicherio deckt den arbeitsschutzrechtlichen Teil ab, SmartWache den operativen Wachschutz.
- Papershift, als reine Schichtplan-Backup-Option, wenn SmartWache an einzelnen Stellen Lücken hat. Manche Betriebe nutzen Papershift parallel als zweite Plattform für Auswertungen und Berichte.
- Lohnbüro/DATEV, die Schnittstelle zur Lohnabrechnung ist der wichtigste externe Touchpoint. SmartWache sollte einen DATEV- oder Steuerberater-Export bieten; wenn nicht, ist eine Zwischenlösung wie Personio nötig.
Unser Testurteil
SmartWache verdient 3 von 5 Sternen. Das Konzept ist genau richtig für den Zielmarkt: deutsche Wachschutz-Mittelständler, integrierter Funktionsumfang, KI-Assistent, deutsches Hosting. Das macht SmartWache zu einer ernsthaften Option in der Evaluation. Sterne kostet die Plattform: 1) die dünne öffentliche Datenbasis, die Voreinschätzung schwer macht, 2) die fragile Anbieter-Sichtbarkeit (smartwache.de war bei unserer letzten Verifikation temporär nicht erreichbar), 3) die fehlende Pricing-Transparenz, 4) der weniger ausgereifte Wettbewerbsstand gegenüber Coredinate und Trackforce, und 5) der noch nicht öffentlich validierte KI-Assistent-Nutzen. Für Risikoaverse ist Coredinate die sichere Wahl; für Pionierorientierte mit Bereitschaft zum Pilot ist SmartWache eine interessante deutsche Alternative.
Was wir bemerkt haben
- April 2026, Bei unserer letzten Überprüfung war die Website smartwache.de temporär nicht erreichbar (Connection Refused), und im Wayback Machine sind keine archivierten Snapshots verfügbar. Das ist für eine kommerzielle SaaS-Plattform ungewöhnlich und sollte vor jeder Vertragsanbahnung aktiv mit dem Anbieter geklärt werden, möglicherweise Wartungsfenster, möglicherweise ein strukturelleres Problem.
- 2024–2026, Der deutsche Wachschutz-SaaS-Markt konsolidiert sich. Coredinate und Trackforce dominieren die Mid-Market-Position. Neue Anbieter wie SmartWache müssen sich entweder über einen klaren USP (in diesem Fall: KI-Assistent + All-in-One-Integration) oder über aggressives Pricing differenzieren, die Wettbewerbsbedingungen sind anspruchsvoll.
- 2025, KI-Assistenten in Branchen-SaaS sind zu einer Standard-Erwartung geworden. SmartWache nutzt diese Positionierung gezielt, muss aber die tatsächliche Modellqualität und den Halluzinations-Schutz in regulierten Branchenkontexten beweisen, gerade wenn der Assistent operativ relevante Aussagen zu Dienstplänen oder Compliance-Fristen macht.
- Mai 2026, Eine öffentliche Preisliste, transparente Referenzkundenliste oder unabhängige Testberichte stehen weiterhin aus. Für Käufer in regulierten Branchen ist das ein klarer Punkt im Risiko-Check; vor Vertragsschluss empfehlen wir zwingend ein Handelsregister-Check, mindestens zwei Referenzkundengespräche und eine schriftliche Datenexport-Klausel im Vertrag.
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