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Coredinate

Coredinate GmbH

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Deutsches Wächterkontrollsystem für Sicherheitsdienstleister: NFC-, GPS- und Beacon-Checkpoints, digitales Wachbuch, Einzelarbeitsschutz nach DIN VDE V0825-11, automatische Kundenberichte und Dienstplanung, alles in einer App mit Datenhaltung in Deutschland. Über 1.300 Kunden, darunter Miele, BioNTech und der Flughafen Berlin. KI-Komponenten sind heute punktuell (automatische Berichterstellung, Sprachnotizen-Transkription), nicht der Kern des Produkts.

Kosten: Basic 32 €/Gerät/Monat (24-Monats-Laufzeit), Flex 52 €/Gerät/Monat (monatlich kündbar). Add-ons: Flexible Forms 10 €/Monat, Dienstplanung 4 €/Gerät/Monat, erweiterter Filemanager 29 €/Monat. 14-Tage-Testpaket inklusive NFC-Tags per Post.

Stärken

  • Made in Germany: DSGVO-konform, deutschsprachig, geo-redundante Datenhaltung in Deutschland
  • NFC-, Beacon- und GPS-Checkpoints: manipulationssichere Nachweis-Führung für Begehungen
  • Automatische Kundenberichte: Protokolle werden ohne Nacharbeit direkt aus dem System erzeugt
  • Einzelarbeitsschutz (Totmann-Alarm nach DIN VDE V0825-11) ab Basislizenz integriert
  • 15 Kernfunktionen ab Basisplan, Dienstplan, Zeiterfassung, Schlüssel-Management, Geofencing, Ticketing
  • Offline-fähig: Funktioniert ohne Netz, synchronisiert nach
  • Etablierte Referenzen: Miele, BioNTech, Flughafen BER, große Krankenhäuser

Einschränkungen

  • Basislizenz mit 24-Monats-Bindung, wer flexibel bleiben will, zahlt im Flex-Tarif fast das Doppelte (52 € statt 32 €)
  • Flexible Forms (eigene Erfassungsmasken und Checklisten) sind Add-on, nicht inkludiert
  • Pro Gerät-Abrechnung, bei vielen Mitarbeitenden mit eigenem Smartphone wird es schnell teuer
  • Keine echte KI-Auswertung der Begehungsdaten, Mustererkennung über mehrere Objekte hinweg fehlt
  • Für sehr große Sicherheitsdienste (500+ Mitarbeitende) bietet Trackforce Valiant mehr Enterprise-Tiefe

Passt gut zu

Kleine bis mittelgroße Sicherheitsdienste mit 2–150 Mitarbeitenden Unternehmen, die handschriftliche Wachbücher DSGVO-konform digitalisieren wollen Sicherheitsdienstleister, die Kundenberichte automatisch erzeugen wollen Werkschutz-Teams in Industriebetrieben (Miele, BioNTech-Typ) Facility-Management-Anbieter, die Begehungsnachweise rechtssicher führen müssen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst rechtssichere, manipulationsfreie Begehungsnachweise
  • Du willst Kundenberichte ohne manuelle Nacharbeit erzeugen
  • DSGVO und Datenhaltung in Deutschland sind für dich verpflichtend
  • Du brauchst Einzelarbeitsschutz nach DIN VDE V0825-11 ohne zusätzliches System

Wann nein

  • Du suchst ein KI-Tool, das aus Begehungsdaten Risikomuster ableitet
  • Dein Sicherheitsdienst hat mehrere Hundert Mitarbeitende und braucht Enterprise-Workflows
  • Du willst eine kostenlose Lösung, Coredinate kostet ab 32 €/Gerät/Monat aufwärts
  • Du brauchst Integrationen in komplexe SAP- oder Salesforce-Welten

Kurzfazit

Coredinate ist das deutsche Standardwerkzeug für digitale Wächterkontrolle, und in dieser Rolle ein solides, ausgereiftes Produkt. NFC-Checkpoints, GPS-Tracking, automatische Kundenberichte und Einzelarbeitsschutz nach DIN-Norm laufen aus einer App heraus, die Datenhaltung liegt komplett in Deutschland. Für Sicherheitsdienste mit 5 bis 150 Mitarbeitenden ist es eine offensichtliche Wahl, gerade wenn DSGVO und Made-in-Germany im Vergabeverfahren zählen. Die KI-Komponente ist allerdings dünn: Coredinate ist primär ein Automatisierungs- und Dokumentationstool, keine Analytik-Plattform. Wer aus seinen Begehungsdaten Risikomuster ableiten oder Anomalien automatisch erkannt haben will, bekommt das mit Coredinate nicht, dazu fehlen ML-getriebene Auswertungen.

Für wen ist Coredinate?

Kleine und mittelgroße Sicherheitsdienstleister: 5 bis 150 Mitarbeitende, mehrere Kundenobjekte, regelmäßige Begehungen, das ist der Sweetspot. Coredinate ersetzt handschriftliche Wachbücher, GPS-Logger und separate Einzelarbeitsschutz-Systeme durch eine integrierte Lösung. Die Schwelle, von Papier auf digital umzustellen, sinkt erheblich.

Werkschutz und Inhouse-Sicherheit in Industriebetrieben: Miele, BioNTech und der Flughafen BER sind als Referenzen genannt, das deutet auf einen klaren Industrie-Werkschutz-Use-Case hin. Für Standorte mit mehreren Hundert Hektar Fläche, regelmäßigen Sicherheitsrundgängen und Compliance-Pflichten ist Coredinate eine bewährte Wahl.

Facility-Management-Anbieter: Wer für mehrere Kunden Begehungen, Schließrunden oder Technikkontrollen durchführt, profitiert von der automatischen Berichts-Generierung. Statt am Monatsende Stunden für die Kundenberichte aufzuwenden, läuft das im Hintergrund.

Sicherheitsverantwortliche in Veranstaltungen: Kurz- und mittelfristige Events brauchen flexible Lizenzmodelle, der Flex-Tarif mit monatlicher Kündigung passt hier besser als die 24-Monats-Bindung des Basis-Plans. Geofencing für Veranstaltungsareale, Einzelarbeitsschutz für Nachtschichten und einfache Bedienung machen es zur praktikablen Lösung.

Krankenhäuser und größere Kliniken: Sicherheitsdienste in Kliniken brauchen rechtssichere Dokumentation von Rundgängen, oft kombiniert mit Brandschutz- und Technikkontrollen. Coredinate deckt das mit Flexible Forms ab, wenn auch zu Aufpreis.

Weniger geeignet für: Sehr große Sicherheitskonzerne mit komplexen internationalen Strukturen (Trackforce Valiant oder GuardTek sind dort tiefer), Unternehmen, die KI-gestützte Mustererkennung erwarten (das gibt Coredinate nicht her), reine Solo-Selbstständige, für die schon der Basispreis von 32 € pro Gerät spürbar ist, und alle, die in einer einheitlichen SaaS-Plattform mit Sicherheit plus z. B. Wartung und Reinigung arbeiten wollen.

Preise im Detail

PlanPreis pro GerätWas du bekommst
Basic32 €/Monat (24 Mo. Laufzeit)Alle 15 Kernfunktionen: NFC/GPS/Beacon-Checkpoints, digitales Wachbuch, Einzelarbeitsschutz, Zeiterfassung, Schlüssel-Management, Geofencing, Rollen, Dashboard
Flex52 €/Monat (monatlich kündbar)Identische Funktionen wie Basic, ohne Vertragsbindung
Flexible Forms (Add-on)10 €/MonatEigene Checklisten, Erfassungsmasken, Protokolle digitalisieren
Dienstplanung (Add-on)4 €/Gerät/MonatSchichtplanung mit Auto-Verknüpfung zur Zeiterfassung
Erweiterter Filemanager29 €/MonatVolumen von 100 auf 300 Dokumente erweitert
Ticketing-SystemAuf AnfrageVorfallsmanagement für komplexe Operationen

Einordnung: Die Pro-Gerät-Abrechnung ist marktüblich, aber summiert sich schnell, ein Sicherheitsdienst mit 30 Mitarbeitenden im Basis-Tarif zahlt 960 €/Monat (~11.520 €/Jahr). Bei monatlicher Kündbarkeit (Flex) sind es 1.560 €/Monat (~18.720 €/Jahr). Wer planbar wächst, wählt Basic und spart pro Gerät 240 €/Jahr gegenüber Flex, aber bei Personalfluktuation oder saisonalen Schwankungen kann Flex unterm Strich günstiger sein. Flexible Forms ist für ernsthafte Nutzung praktisch unverzichtbar, wer auf eigene Checklisten verzichtet, schöpft das System nicht aus. Die Dienstplanung mit 4 €/Gerät/Monat ist fair bepreist, ersetzt aber keine vollständige Personalplanungssoftware mit Lohn- und Tarifautomatik.

Stärken im Detail

Made-in-Germany-Compliance. Coredinate wird komplett in Deutschland entwickelt und betrieben. Server stehen geo-redundant in deutschen Rechenzentren, der Vertrag wird mit der Coredinate GmbH geschlossen, die Datenschutzhinweise sind nach BDSG und DSGVO formuliert. Für öffentliche Auftraggeber, regulierte Branchen oder Großkunden mit strengem Datenschutz-Pflichtenheft ist das oft das entscheidende Argument gegen US-amerikanische Alternativen.

Manipulationsfreie Begehungsnachweise. NFC-Tags am Checkpoint, Beacon-Trigger an strategischen Punkten und GPS-Position des Mitarbeitenden ergeben zusammen einen Datensatz, der nachträglich nicht manipulierbar ist. Für rechtssichere Kundenberichte, insbesondere bei Streitfällen über vermeintlich nicht durchgeführte Begehungen, ist das ein erheblicher Vorteil gegenüber handschriftlichen Wachbüchern.

Einzelarbeitsschutz nach DIN VDE V0825-11. Der Totmann-Alarm ist ab dem Basis-Tarif inkludiert, kein separates System nötig. Wenn ein Mitarbeitender im Alleingang einen Sturz erleidet oder die Bewegung über eine definierte Zeit ausbleibt, wird automatisch Alarm ausgelöst. Diese Funktion war früher eine Premium-Sonderlösung, heute ist sie Standard.

Automatische Kundenberichte. Statt am Monatsende Stunden mit Excel- oder Word-Berichten zu verbringen, generiert Coredinate PDF-Reports mit einem Klick. Inhalte: Liste aller durchgeführten Rundgänge, georeferenzierte Checkpoints, dokumentierte Auffälligkeiten mit Fotos, Auswertungen. Reports können automatisch per E-Mail an den Kunden gehen.

Offline-Fähigkeit. Die App funktioniert ohne Netz, wichtig in Tiefgaragen, Kellerräumen oder ländlichen Werkschutz-Situationen. Sobald wieder Konnektivität besteht, synchronisieren die Daten. Das ist nicht selbstverständlich; viele Cloud-only-Lösungen versagen genau in diesen Edge-Cases.

Etablierte Referenzen. Miele, BioNTech und der Flughafen Berlin sind als Kunden genannt, das spricht für Reife und Skalierbarkeit. Bei Verkaufsgesprächen mit konservativen Auftraggebern hilft so eine Liste deutlich, weil es das „Sind die seriös?”-Risiko spürbar senkt.

Punktuelle Automatisierung. Aufgaben können beim Scan eines Checkpoints automatisch ausgelöst werden, Geofencing-Verletzungen erzeugen Alarme, das Wachbuch dokumentiert revisionssicher. Das sind keine KI-Features im engeren Sinne, aber smarte Automatisierung, die die Tagesarbeit deutlich vereinfacht. Sprachnotizen werden in Text umgewandelt, was die Dokumentationsschwelle weiter senkt.

Schwächen ehrlich betrachtet

Pro-Gerät-Kosten skalieren ungemütlich. Bei 30 Mitarbeitenden in Basic sind das schon ~11.500 €/Jahr; bei 100 Mitarbeitenden im Flex-Tarif rund 62.000 €/Jahr. Das ist kein kleiner Betrag, und Coredinate verzichtet bewusst auf Mengenrabatte in der Standard-Preisliste. Wer skaliert, sollte aktiv über Konditionen verhandeln.

24-Monats-Bindung im Basic-Tarif. Der Sparvorteil von 240 €/Gerät/Jahr gegenüber Flex ist real, aber zwei Jahre sind im Personalgeschäft eine lange Zeit. Bei Personalumbau, Auftragsverlust oder strategischer Umorientierung sitzt man fest. Wer Flexibilität braucht, zahlt die fast doppelten Flex-Preise.

Keine echte KI-Analytik. Coredinate dokumentiert hervorragend, leitet aber keine Muster ab. Welche Objekte haben häufiger nächtliche Auffälligkeiten? Wo sind statistische Anomalien in Begehungszeiten? Welche Routen sind suboptimal? Diese Fragen müsste der Anwender manuell aus den Reports ableiten, das System hilft dabei nicht. Wer hier KI erwartet, wird enttäuscht.

Flexible Forms als Add-on. Eigene Checklisten und Erfassungsmasken sind in der Praxis fast immer nötig, wer ohne sie arbeitet, nutzt nur ein Drittel des Systems. Dass diese Funktion 10 €/Monat extra kostet, wirkt wie ein Pricing-Trick, sollte eigentlich Standard sein.

Begrenzte Integrationen. Es gibt eine API, aber die Integration in größere ERP-, HR- oder Kunden-Portale ist nicht plug-and-play. Wer Coredinate-Daten in SAP oder Salesforce einbinden will, muss eigene Integrationsarbeit leisten.

Filemanager-Limit eng gesetzt. Standardmäßig 100 Dokumente, bei mehreren Objekten mit Plänen, Notfallanweisungen und Objektbeschreibungen schnell erreicht. Die Erweiterung auf 300 Dokumente kostet weitere 29 €/Monat, was unverhältnismäßig wirkt für reinen Speicherplatz.

Keine direkte Lohn- und Tarifautomatik in der Dienstplanung. Die Schichtplanung ist solide, aber sie ersetzt keine spezialisierte Personalplanungssoftware mit deutscher Tarifautomatik (Sicherheits-Tarifverträge). Wer das braucht, kombiniert Coredinate mit einem dedizierten Tool, und zahlt damit insgesamt mehr.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine sehr große Enterprise-Lösung mit internationaler Tiefe brauchstTrackforce Valiant (kein Tool-Eintrag, kommerziell)
KI-gestützte Sicherheitsanalytik willstSpezialisierte VMS-Plattformen wie Genetec oder Milestone

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: GuardTek (in Deutschland weniger verbreitet, aber im Mittelstand eine Option), PatrolPoint (günstiger, aber funktional schmaler), Mobile Round Manager (eher Nischenanbieter), Skedda für Schichtplanung in Kombination. Im DACH-Raum ist Coredinate eines der zwei oder drei Standardprodukte für Wächterkontrolle, vergleichbare Reife und deutsche Datenhaltung bietet im Mittelstandssegment kaum ein Wettbewerber. Wer auf Internationalität und KI-Analytik setzt, geht meist zu US-Anbietern; wer DACH-Compliance und Mittelstands-Funktionalität priorisiert, landet bei Coredinate.

So steigst du ein

Schritt 1: Fordere auf coredinate.de das kostenlose Testpaket an, du bekommst NFC-Tags per Post zugeschickt und Zugang zur Cloud-Plattform für 14 Tage. In dieser Zeit kannst du ein erstes Objekt vollständig aufsetzen, ohne dass Kosten entstehen. Die Lieferung der Tags dauert wenige Werktage.

Schritt 2: Klebe die NFC-Tags an den Kontrollpunkten im Objekt, Eingangstür, Treppenhaus, Technikraum, Brandschutztür, kritische Bereiche. Konfiguriere im Backend für jeden Tag, was geprüft werden soll: „Tür gesichert?”, „Beleuchtung funktionsfähig?”, „Auffälligkeiten notiert?”. Pro Objekt rechne mit 30 bis 60 Minuten Setup-Zeit. Lege Stammdaten und Ansprechpartner pro Kundenobjekt an.

Schritt 3: Weise deinen Mitarbeitenden das Objekt in der Coredinate-App zu. Sie können sofort Begehungen starten, NFC-Tags scannen, Ereignisse mit Foto dokumentieren und Sprachnotizen aufnehmen. In der Webanwendung siehst du in Echtzeit, wer wann wo war. Aktiviere die automatische Kundenbericht-Erzeugung, der erste Monatsbericht geht dann ohne Nacharbeit per E-Mail an den Kunden.

Schritt 4 (optional): Wenn die ersten 14 Tage gut laufen, buche Flexible Forms dazu (10 €/Monat) und gestalte eigene Checklisten, die meisten Kunden brauchen Custom-Felder für brandschutzspezifische oder technische Kontrollen. Prüfe vor dem Übergang in den Basic-Tarif (24 Monate Bindung), ob die Mitarbeitenden- und Objektzahl stabil ist; wenn nicht, lieber Flex.

Ein konkretes Beispiel

Ein Frankfurter Sicherheitsdienstleister mit 18 Mitarbeitenden betreut 12 Gewerbeobjekte im Rhein-Main-Gebiet. Vor Coredinate: Handschriftliche Wachbücher, die einmal im Monat beim Kunden abgeholt wurden, bei drei Kunden gab es im Jahr regelmäßig Beschwerden wegen unleserlicher oder fehlender Einträge. Eskalation in zwei Fällen bis zur Kündigung des Sicherheitsvertrags. Nach der Coredinate-Einführung (Rollout in drei Wochen, Basic-Tarif für 18 Geräte = 576 €/Monat plus Flexible Forms 10 €/Monat): Alle Begehungen werden mit NFC-Scan und GPS zeitgestempelt, Auffälligkeiten direkt fotografiert. Der Monatsbericht für jeden Kunden wird automatisch erzeugt und per E-Mail zugestellt. Die drei vormaligen Beschwerdeführer erhalten den Bericht seither automatisch, keine einzige Rückfrage mehr in den ersten sechs Monaten. Erfolg messbar: Vertragskündigungen wegen Dokumentationsmängeln verschwanden vollständig, Aufwand für Berichterstellung sank von ca. 12 Stunden pro Monat auf 0 Stunden. Die Kostenbelastung (~7.000 €/Jahr) amortisierte sich durch einen einzigen zusätzlichen 30.000-€-Vertragsabschluss, der ohne die saubere Nachweis-Führung nicht zustande gekommen wäre.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Deutschland, geo-redundant. Coredinate gibt explizit an, dass keine Daten ins außereuropäische Ausland fließen.
  • Anbieter: Coredinate GmbH (Deutschland), Vertrag wird in deutschem Recht geschlossen.
  • GPS-Tracking der Mitarbeitenden: Standortdaten werden während aktiver Dienste erfasst. Hier ist eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat (sofern vorhanden) zwingend, weil es sich um eine Mitarbeitenden-Überwachung im Sinne des § 87 BetrVG handeln kann. Die DSGVO verlangt eine klare Zweckbindung.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard-AVV verfügbar und in Verkaufsgesprächen routiniert verhandelt.
  • Datenlöschung: Daten werden gemäß vertraglich vereinbarten Aufbewahrungsfristen automatisch gelöscht. Sicherheitsdienste haben oft branchenspezifische Aufbewahrungspflichten (z. B. 1–3 Jahre für Begehungsnachweise), die im System konfigurierbar sind.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor Einführung Betriebsvereinbarung formulieren (GPS-Tracking, Sprachnotizen, Einzelarbeitsschutz). Mitarbeitende transparent informieren, was wie lange gespeichert wird. Datenschutz-Folgenabschätzung ist bei systematischer Mitarbeitenden-Überwachung empfohlen.

Gut kombiniert mit

  • Spezialisierte Personalplanungssoftware (z. B. Personizer, AnyDesk Workforce), wenn die Schichtplanung mit Tarifautomatik, Lohnabrechnung und gesetzlichen Regeln im DACH-Sicherheits-Tarifvertrag tiefer integriert werden muss, ergänzt eine spezialisierte Software die Coredinate-Dienstplanung.
  • ChatGPT oder Claude, für die Auswertung der monatlichen Reports. Coredinate liefert solide PDF-Berichte, aber Mustererkennung über Monate hinweg passiert nicht automatisch. Ein LLM kann mehrere Berichte vergleichen und Auffälligkeiten in Texten zusammenfassen.
  • Klassische CRM-Systeme (HubSpot, Pipedrive), für die Kundenkommunikation rund um Vertragsabschlüsse, Angebote und Folgegeschäft. Coredinate ist Operations-Tool, kein Vertriebs-Tool.

Unser Testurteil

Coredinate verdient 4 von 5 Sternen. Es ist das deutsche Standardprodukt für digitale Wächterkontrolle im Mittelstand, ausgereift, DSGVO-konform, deutsch in Sprache und Server, mit klar dokumentierter Funktionalität und einer Referenzliste, die Vertrauen schafft. Für Sicherheitsdienstleister mit 5 bis 150 Mitarbeitenden ist es die offensichtliche Wahl, gerade wenn rechtssichere Dokumentation und automatische Kundenberichte gefragt sind. Den fünften Stern verfehlt es durch drei Punkte: erstens die fehlende echte KI-Analytik (Mustererkennung über Begehungsdaten, Risiko-Scoring), zweitens die schnell summierenden Pro-Gerät-Kosten ohne öffentliche Mengenrabatte, drittens die 24-Monats-Bindung, die in einer volatileren Branche unangenehm sein kann. Wer mit den richtigen Erwartungen einsteigt, Automatisierung und Dokumentation, nicht KI-Analytik, bekommt ein verlässliches, gut bedienbares System mit klarer Marktpositionierung. Im KI-Sinne ist Coredinate eher ein „Smart Automation”-Tool als ein KI-Produkt.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025, Coredinate hat den Funktionsumfang im Basis-Tarif spürbar erweitert: Zeiterfassung, Geofencing und Schlüssel-Management sind jetzt inkludiert, die früher Add-ons waren. Pricing pro Gerät ist stabil geblieben, gute Nachricht für Bestandskunden, die mit den Vertragslaufzeiten arbeiten.
  • 2025, Punktuelle KI-Funktionen wie Sprach-zu-Text für Notizen wurden ergänzt. Echte KI-Auswertung der Begehungsdaten (Anomalieerkennung, Risikomuster) ist aber weiterhin nicht Teil des Produkts. Wer hier eine Roadmap erwartet, sollte vor dem Vertragsabschluss direkt nachfragen.
  • 2025–2026, Die Referenzliste (Miele, BioNTech, Flughafen Berlin) wurde prominent in der Außendarstellung verankert. Das signalisiert, dass Coredinate verstärkt Industriekunden und größere Inhouse-Sicherheitsdienste adressiert, der Mittelstands-Sicherheitsdienst bleibt aber Kerngeschäft.
  • Mai 2026, Die Pricing-Struktur ist transparent und stabil: Basic 32 €/Gerät/Monat (24 Mo. Laufzeit), Flex 52 €/Gerät/Monat (monatlich kündbar). Es gibt keine öffentlichen Mengenrabatte, größere Sicherheitsdienste sollten aktiv über Konditionen verhandeln.
  • Mai 2026, Eine deutsche oder europäische Alternative auf Augenhöhe gibt es im KMU-Segment nicht in nennenswerter Verbreitung. Die größten internationalen Wettbewerber (Trackforce Valiant, GuardTek) richten sich an Großunternehmen und sind in der deutschen Datenhaltung schwächer aufgestellt.

Quellen

  1. Coredinate – Preisübersicht. https://coredinate.de/preise/ (abgerufen am 2026-06-13). Basic 32 €/Gerät/Monat (24 Mo. Laufzeit), Flex 52 €/Gerät/Monat (monatlich kündbar), Add-ons Flexible Forms 10 €/Monat, Dienstplanung 4 €/Gerät/Monat, erweiterter Filemanager 29 €/Monat, 15 Kernfunktionen in beiden Tarifen, 14-Tage-Test gratis ohne Kreditkarte.
  2. Coredinate – Produktübersicht. https://coredinate.de/ (abgerufen am 2026-06-13). NFC/GPS/Beacon-Checkpoints, digitales Wachbuch, Totmannalarm nach DIN V VDE V0825-11, Sprach-zu-Text-Transkription, automatische Kundenberichte, Offline-Fähigkeit, Datenhaltung ausschließlich in Deutschland (geo-redundant), über 1.300 Kunden inkl. Miele, BioNTech, Flughafen BER, Klüh Security, Universitätsklinikum Freiburg.

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