MEDA3
Olmerics GmbH
MEDA3 ist eine Controlling- und Abrechnungsoptimierungs-Software für niedergelassene Ärzte und MVZ in Deutschland. Das System wertet KV-Abrechnungsdaten mit einem regelbasierten Algorithmus-Apparat (laut Anbieter über 2 Mio. Regeln) auf Honorarpotenziale, Plausibilitätsauffälligkeiten und Fachgruppenvergleiche aus, mit Fokus auf wirtschaftliche Steuerung über mehrere Quartale. Keine KI im Sinne von maschinellem Lernen oder generativen Modellen, sondern ein deterministisches Expertensystem.
Kosten: Monatliche Nutzungsgebühr je BSNR (inkl. 2 Nebenstandorte und 1 Arzt/LANR) + Aufschlag je weiterem Arzt; einmalige Praxislizenz je Hauptstandort; Client-Software ohne Installationslimit. Preise nur über Konfigurator/Anfrage. 14-Tage-Testlauf gratis, mindestens ein Quartal Laufzeit, danach quartalsweise kündbar.
Kategorien
Stärken
- Umfassendes Praxiscontrolling: Abrechnungsanalyse, Wirtschaftlichkeit, Fachgruppenvergleich über mehrere Quartale
- Automatische Plausibilitätsprüfung vor KV-Abgabe, reduziert Auffälligkeiten und Regressrisiko
- Erkennt Zeitprofilüberschreitungen und Fachgruppenabweichungen frühzeitig
- Daten bleiben lokal in der Praxis (Server-Client-Anwendung), keine Patientendaten in der Cloud
- Quartalsweise kündbar nach Mindestlaufzeit, kein mehrjähriger Vertrag
Einschränkungen
- Keine echte KI, deterministisches Regelwerk; wer lernende Modelle oder KI-Chats erwartet, ist hier falsch
- Preise nicht öffentlich, nur über Konfigurator und Angebot, kein Sofort-Einstieg
- Server-Client-Installation statt reiner Web-App, etwas mehr IT-Aufwand als bei Cloud-Tools
- Stärker auf Controlling und Steuerung ausgelegt als auf granulare Einzelfall-Optimierung
- Primär für mittelgroße Praxen und MVZ konzipiert, Solo-Praxen zahlen anteilig oft überproportional
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du führst eine Gemeinschaftspraxis oder ein MVZ und willst Abrechnung über mehrere Ärzte hinweg steuern
- Du hast eine KV-Plausibilitätsprüfung hinter dir und willst Auffälligkeiten systematisch senken
- Du willst wirtschaftliche Kennzahlen über mehrere Quartale vergleichen statt nur Einzelziffern prüfen
- Dir ist wichtig, dass Patientendaten die Praxis nicht verlassen
Wann nein
- Du erwartest eine lernende KI, die selbst optimiert oder Diagnosen vorschlägt, das ist nicht der Anspruch
- Du betreibst eine reine Privatpraxis und rechnest ausschließlich nach GOÄ ab
- Du willst transparente Preise vorab vergleichen, ohne ein Angebot anzufragen
- Du hast unter ~500 Fälle/Quartal, die Lizenzkosten amortisieren sich dann selten
Kurzfazit
MEDA3 ist eine solide, in Deutschland entwickelte Controlling-Software für die KV-Abrechnung von Praxen und MVZ. Sie wertet deine Abrechnungsdaten über mehrere Quartale aus, prüft sie auf Plausibilität, vergleicht dich mit deiner Fachgruppe und macht Honorarpotenziale sichtbar, alles lokal in der Praxis, ohne dass Patientendaten in eine Cloud wandern. Wichtig zur Einordnung: MEDA3 ist trotz des Werbeversprechens “über 2 Millionen Algorithmen” keine KI im engeren Sinn. Es handelt sich um ein deterministisches, regelbasiertes Expertensystem ohne maschinelles Lernen oder generative Modelle, die Datenschutzerklärung bestätigt sogar ausdrücklich den Verzicht auf automatisierte Entscheidungsfindung. Wer ein verlässliches Steuerungswerkzeug fürs Praxiscontrolling sucht, ist gut bedient. Wer “KI für die Abrechnung” erwartet, sollte die Erwartung nüchtern justieren.
Für wen ist MEDA3?
Gemeinschaftspraxen und MVZ: Der klare Kernanwendungsfall. Sobald mehrere Ärzte unter einer oder mehreren BSNR abrechnen, wird die übergreifende Steuerung komplex. MEDA3 bündelt die Auswertung mehrerer LANR in einem Controlling und macht sichtbar, wo einzelne Ärzte von der Fachgruppe abweichen.
Praxen nach einer KV-Prüfung: Wer einen Plausibilitätsbescheid oder eine Beanstandung erhalten hat, braucht ein System, das Auffälligkeiten vor der nächsten Abgabe erkennt. MEDA3 prüft Zeitprofile und Fachgruppenabweichungen und hilft, das Regressrisiko strukturiert zu senken.
Praxismanager und kaufmännische Leitung: Die Dashboards und Quartalsberichte sind als Steuerungsgrundlage gedacht, für Abrechnungsbesprechungen, Wirtschaftlichkeitsvergleiche und die Frage, wo nicht ausgeschöpfte Ziffern liegen. Das ist eher Controlling-Sicht als ärztliche Einzelfallarbeit.
Inhaber mit Mehrquartals-Blick: Wer nicht nur ein Quartal optimieren, sondern Entwicklungen über Zeit verfolgen will (Honorarverlauf, Fallzahlen, Strukturveränderungen), bekommt mit MEDA3 die nötige Historie und Vergleichbarkeit.
Weniger geeignet für: Reine Privatpraxen mit GOÄ-Abrechnung, sehr kleine Solo-Praxen unter ~500 Fällen pro Quartal (die Lizenzkosten amortisieren sich selten), und alle, die eine lernende KI erwarten, die selbstständig optimiert oder Behandlungsentscheidungen vorschlägt, das leistet MEDA3 bewusst nicht.
Preise im Detail
| Komponente | Preis | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Monatliche Nutzungsgebühr | ab * € / Monat je BSNR | Hauptstandort inkl. 2 Nebenstandorte und 1 Arzt (LANR) |
| Je weiterer Arzt | + * € / Monat je LANR | Aufschlag pro zusätzlichem Facharzt-LANR |
| Praxislizenz (einmalig) | einmalig * € je Hauptstandort | Inkl. Referenzdaten und Einrichtungsunterstützung |
| Client-Software | * € ohne Anzahllimit | Beliebig viele Arbeitsplatz-Installationen |
| Beratung | auf Anfrage | Optionale Begleitung über die Software hinaus |
Einordnung: MEDA3 veröffentlicht keine konkreten Eurobeträge, alle Posten sind im Online-Konfigurator mit Sternchen verdeckt, und für die echten Zahlen musst du ein Angebot anfragen. Das ist der größte praktische Nachteil: Du kannst die Kosten nicht vorab gegen Wettbewerber stellen, ohne in den Vertriebsprozess einzusteigen. Der Preis skaliert über die Zahl der Ärzte (LANR), Hauptstandorte (BSNR) und Nebenstandorte (NBSNR), das passt gut zu MVZ und Gemeinschaftspraxen, macht Solo-Praxen aber tendenziell teuer. Positiv: Es gibt einen 14-tägigen Gratis-Testlauf, die Mindestlaufzeit beträgt nur ein Quartal und danach ist quartalsweise kündbar. Du gehst also keine mehrjährige Bindung ein. Wer Wert auf vorab transparente, vergleichbare Preise legt, findet beim direkten Wettbewerber Arzt Dashboard (ab 99 €/Monat öffentlich ausgewiesen) die klarere Kalkulationsgrundlage.
Stärken im Detail
Echtes Praxiscontrolling statt nur Ziffernprüfung. MEDA3 ist nicht nur ein Plausibilitäts-Checker, sondern ein Steuerungswerkzeug. Es verbindet Abrechnungsanalyse, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Fachgruppenvergleich über mehrere Quartale. Damit beantwortet es nicht nur “Welche Ziffer fehlt?”, sondern auch “Wie entwickelt sich meine Praxis wirtschaftlich, und wo stehe ich im Vergleich zur Fachgruppe?”.
Plausibilitätsprüfung vor der KV-Abgabe. Das System prüft die Abrechnung gegen ein umfangreiches Regelwerk, bevor sie an die Kassenärztliche Vereinigung geht. Auffälligkeiten, die später zu Rückfragen oder Regressen führen könnten, werden früh sichtbar. Für Praxen, die schon eine Prüfung hinter sich haben, ist das der spürbarste Nutzen.
Zeitprofil- und Fachgruppenabweichungen im Blick. Überschreitungen beim Tages- und Quartalszeitprofil sowie Abweichungen vom Fachgruppendurchschnitt sind klassische Prüfungsauslöser der KV. MEDA3 macht diese Kennzahlen transparent, sodass du gegensteuern kannst, bevor sie zum Problem werden.
Daten bleiben in der Praxis. MEDA3 ist als Server-Client-Anwendung im Praxisnetz konzipiert, die personenbezogenen Abrechnungsdaten bleiben lokal und verlassen die Praxis nicht in eine externe Cloud. Für eine Berufsgruppe unter Schweigepflicht ist das ein gewichtiges Argument und datenschutzrechtlich der saubere Weg.
Faire Vertragskonditionen. 14 Tage gratis testen, Mindestlaufzeit ein Quartal, danach quartalsweise kündbar: Das Anbieterrisiko ist gering, wenn das System in der Praxis nicht den erhofften Mehrwert bringt. Kein mehrjähriges Lock-in.
Schwächen ehrlich betrachtet
Es ist keine KI. MEDA3 wirbt mit “über 2 Millionen Algorithmen”, aber das ist ein großes, fest programmiertes Regelwerk, kein maschinelles Lernen, kein generatives Modell, keine adaptive Optimierung. Die Datenschutzerklärung bestätigt sogar ausdrücklich, dass auf automatisierte Entscheidungsfindung und Profiling verzichtet wird. Das ist kein Mangel an sich (ein deterministisches System ist für Abrechnung sogar nachvollziehbarer), aber wer durch das Marketing “KI” erwartet, wird die Erwartung korrigieren müssen. Wir führen MEDA3 hier als etabliertes Werkzeug, weisen die fehlende KI-Komponente aber klar aus.
Intransparente Preise. Ohne Angebot bekommst du keine echte Zahl. Das verhindert einen schnellen Vergleich und zwingt dich in einen Vertriebskontakt, bevor du überhaupt weißt, ob das Budget passt. Workaround: 14-Tage-Test starten, parallel Angebot einholen und gegen den öffentlich kalkulierbaren Wettbewerber rechnen.
Server-Client-Setup statt reiner Web-App. Der lokale Datenschutz hat seinen Preis: Es ist eine zu installierende Anwendung im Praxisnetz, kein Browser-Login von überall. Der Anbieter unterstützt bei der Einrichtung und stellt Installationsanleitungen und Video-Hilfen bereit, aber etwas IT-Vorbereitung ist nötig. Wer einen reinen Cloud-Login erwartet, sollte das vorher wissen.
Controlling-Tiefe braucht Einarbeitung. Die Dashboards liefern viel, Wirtschaftlichkeit, Fachgruppenvergleiche, Zeitprofile, Mehrquartals-Verläufe. Diese Tiefe ist der Wert, aber sie muss man auch lesen und interpretieren können. Ohne jemanden im Team, der die Kennzahlen versteht, bleibt Potenzial liegen.
Auf mittlere und größere Praxen zugeschnitten. Das Preismodell je BSNR/LANR und die Controlling-Ausrichtung lohnen sich vor allem bei Mehrbehandler-Strukturen. Eine kleine Solo-Praxis zahlt oft überproportional und nutzt nur einen Bruchteil der Steuerungsfunktionen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Transparente, öffentlich kalkulierbare Preise und einen direkten EBM/HZV-Vergleich willst | Arzt Dashboard |
| Eher medizinische Recherche und Dokumentation als Abrechnungscontrolling brauchst | ArztGPT |
Arzt Dashboard ist der direkteste Wettbewerber: ebenfalls ein regelbasiertes Expertensystem für die KV-Abrechnung, ebenfalls mit lokaler Datenhaltung, aber mit öffentlich ausgewiesenen Preisen (ab 99 €/Monat) und einem von Ärzten gepflegten Regelwerk. Wer reine Plausibilitätsprüfung und Optimierungsvorschläge sucht, findet dort den transparenteren Einstieg; MEDA3 spielt seine Stärke eher beim mehrquartalsübergreifenden Controlling aus. Erwähnenswert ohne direkte Vergleichbarkeit sind außerdem die in viele Praxisverwaltungssysteme (PVS) eingebauten Abrechnungsprüfungen sowie klassische Abrechnungsberatungen durch Steuerberater und KV-Berater, beide decken Teilaspekte ab, ersetzen aber kein kontinuierliches Controlling. MEDA3 ist kein Allround-Praxistool, sondern ein Spezialist fürs wirtschaftliche Steuern der Abrechnung, entsprechend gezielt solltest du es einsetzen.
So steigst du ein
Schritt 1: Auf meda3.de den 14-Tage-Testlauf starten und einen Demo-Termin vereinbaren. MEDA3 wird typischerweise durch den Anbieter eingerichtet, Installationsanleitungen und Video-Hilfen stehen bereit, und der Hersteller unterstützt bei der Einrichtung im Praxisnetz. Plane etwas IT-Vorlauf ein, weil es eine lokale Server-Client-Anwendung ist.
Schritt 2: Im ersten Quartals-Review die historischen Abrechnungsdaten der letzten vier Quartale einlesen. Das System zeigt sofort, wo Abweichungen zur Fachgruppe bestehen, wo Zeitprofile überschritten werden und welche Honorarpotenziale plausibel vorhanden sind. Nimm dir Zeit, die Dashboards mit jemandem durchzugehen, der die KV-Logik versteht.
Schritt 3: Controlling-Dashboard fest in den Praxisalltag einbauen, Monats- und Quartalsberichte als Grundlage für Abrechnungsbesprechungen nutzen. Der Wert entsteht nicht durch die einmalige Auswertung, sondern durch das wiederkehrende Steuern: Maßnahmen ableiten, im nächsten Quartal prüfen, ob sie gewirkt haben.
Ein konkretes Beispiel
Ein internistisches MVZ mit fünf Ärzten in Hamburg nutzt MEDA3 nach einer KV-Plausibilitätsprüfung. Das System zeigt innerhalb des ersten Quartals: Zwei Ärzte liegen in bestimmten Leistungsbereichen rund 30 % über dem Fachgruppendurchschnitt, ein klares Signal für erhöhtes Prüfungsrisiko. Das MVZ-Management passt daraufhin die Dokumentationsprozesse an und senkt die Auffälligkeitsrate im Folgequartal messbar. Gleichzeitig identifiziert das Controlling in zwei anderen Bereichen systematisch nicht abgerechnete Ziffern, die die tatsächlich erbrachten Leistungen vollständiger abbilden. Wichtig: Jeder Vorschlag wird ärztlich geprüft, bevor er in die Abrechnung einfließt, MEDA3 liefert die Hinweise, die fachliche Entscheidung bleibt beim Arzt. Effekt nach zwei Quartalen: geringeres Regressrisiko durch reduzierte Auffälligkeiten und ein vollständigeres Honorar bei korrekt erbrachten Leistungen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhaltung: Server-Client-Anwendung im Praxisnetz, die personenbezogenen Abrechnungsdaten bleiben lokal in der Praxis und verlassen sie nicht in eine externe Cloud. Verantwortlich ist die Olmerics GmbH, Albert-Einstein-Str. 1, 49076 Osnabrück.
- Übertragung: Wo Daten übertragen werden (z. B. Update- oder Online-Bereich), kommt SSL/TLS-Verschlüsselung zum Einsatz. Personenbezogene Daten werden laut Datenschutzerklärung nicht ohne Einwilligung weitergegeben.
- Keine automatisierte Entscheidungsfindung: Die Datenschutzerklärung weist ausdrücklich darauf hin, dass auf automatische Entscheidungsfindung und Profiling verzichtet wird, konsistent damit, dass MEDA3 ein deterministisches Regelwerk und keine lernende KI ist.
- Auftragsverarbeitung (AVV): In der öffentlichen Datenschutzerklärung nicht explizit dokumentiert. Da es sich um eine lokale Installation handelt, ist die Konstellation eine andere als bei Cloud-Diensten, kläre dennoch vor Einsatz konkret, ob und in welchem Umfang ein AVV nötig und verfügbar ist (z. B. für Support-Fernzugriffe oder Referenzdaten-Updates).
- Empfehlung für Praxen: Vor dem Produktiveinsatz die genaue Datenflusslage (Support-Zugriffe, Update-Mechanismus, Referenzdaten) mit dem Anbieter schriftlich klären und im Verarbeitungsverzeichnis dokumentieren. Die lokale Datenhaltung ist ein starkes Argument, ersetzt aber nicht die eigene datenschutzrechtliche Prüfung.
Gut kombiniert mit
- Arzt Dashboard, als zweite Meinung bei der reinen EBM-/HZV-Ziffernoptimierung. Während MEDA3 das mehrquartalsübergreifende Controlling abdeckt, liefert Arzt Dashboard ein transparent kalkulierbares, ärztlich gepflegtes Regelwerk für die Einzelfall-Prüfung.
- ArztGPT, für die medizinische Recherche und Dokumentationsunterstützung, die MEDA3 bewusst nicht abdeckt. So trennst du das wirtschaftliche Steuern (MEDA3) sauber von der inhaltlich-medizinischen Arbeit.
- Die eigene Praxisverwaltungssoftware (PVS), MEDA3 lebt von den Abrechnungsdaten, die deine PVS exportiert. Ein sauberer, regelmäßiger Datenexport ist die Voraussetzung dafür, dass das Controlling überhaupt aktuelle Zahlen sieht.
Unser Testurteil
MEDA3 verdient 3 von 5 Sternen. Es ist ein durchdachtes, in Deutschland entwickeltes Controlling-Werkzeug für die KV-Abrechnung, das mit lokaler Datenhaltung, fairen Kündigungsfristen und echtem Mehrquartals-Controlling punktet, besonders für MVZ und Gemeinschaftspraxen. Zwei Sterne kostet es vor allem die intransparente Preisgestaltung (kein Vergleich ohne Vertriebskontakt) und der Umstand, dass das beworbene “über 2 Millionen Algorithmen” eben kein KI-System ist, sondern ein deterministisches Regelwerk, was wir als KI-Resource ehrlich kennzeichnen. Hinzu kommen der etwas höhere IT-Aufwand der Server-Client-Installation und die Ausrichtung auf mittlere bis große Praxen. Für seine Zielgruppe ist MEDA3 ein solides Steuerungsinstrument; wer Preistransparenz und einen schlanken Einstieg priorisiert, sollte den direkten Wettbewerber Arzt Dashboard parallel evaluieren.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Trotz der Werbung mit “über 2 Millionen Algorithmen” findet sich auf der gesamten Website, in der Preis- und der Datenschutzseite kein einziger Hinweis auf KI, maschinelles Lernen oder generative Modelle. Die Datenschutzerklärung bestätigt sogar explizit den Verzicht auf automatisierte Entscheidungsfindung und Profiling. MEDA3 ist damit ein klassisches regelbasiertes Expertensystem, wir führen es als etabliertes Branchenwerkzeug, weisen die fehlende KI-Komponente aber transparent aus.
- Mai 2026, Die Preise sind weiterhin vollständig hinter einem Konfigurator mit Sternchen-Platzhaltern verborgen. Ein direkter Preisvergleich ist ohne Angebotsanfrage nicht möglich, im Unterschied zum Wettbewerber Arzt Dashboard, der ab 99 €/Monat öffentlich kalkulierbar ist.
- Mai 2026, MEDA3 setzt konsequent auf lokale Datenhaltung im Praxisnetz (Server-Client) statt auf Cloud. Das ist datenschutzrechtlich ein Pluspunkt für eine Berufsgruppe unter Schweigepflicht, bedeutet aber etwas mehr IT-Aufwand als ein reines Browser-Tool.
Quellen
- MEDA3 – Preisseite. https://www.meda3.de/preis/ (abgerufen am 2026-06-20). Preise werden nicht öffentlich ausgewiesen; alle Komponenten (monatliche Nutzungsgebühr je BSNR, Aufschlag je weiterem Arzt/LANR, einmalige Praxislizenz) sind nur per Angebot erhältlich. Mindestlaufzeit ein Quartal, danach quartalsweise kündbar. 14-Tage-Testlauf kostenfrei..
- MEDA3 – Datenschutzerklärung. https://www.meda3.de/datenschutz/ (abgerufen am 2026-06-20). Verantwortlicher ist die Olmerics GmbH, Albert-Einstein-Str. 1, 49076 Osnabrück. Die Datenschutzerklärung bestätigt ausdrücklich: 'Als verantwortungsbewusstes Unternehmen verzichten wir auf eine automatische Entscheidungsfindung oder ein Profiling.' Datenverarbeitung erfolgt gemäß DSGVO..
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