DURAG D-EMS 2020
DURAG GROUP
DURAG D-EMS 2020 ist ein zertifiziertes Datenmanagementsystem für die kontinuierliche Emissionsüberwachung (DAHS). Das System erfasst, berechnet, archiviert und übermittelt Emissionsdaten gemäß TA Luft, 44. BImSchV und TEHG, zertifiziert nach DIN EN 17255 und zugelassen vom Umweltbundesamt. Eines der wenigen deutschen DAHS-Systeme mit behördlicher Zulassung für die Fernübertragung an Umweltbehörden.
Kosten: Preise ausschließlich auf Anfrage; Implementierungsrahmen typischerweise 15.000–80.000 EUR einmalig je nach Anlagenanzahl und Konfigurationsumfang; laufende Lizenz- und Wartungsgebühren abhängig vom Vertrag.
Kategorien
Stärken
- Behördlich zugelassen: Zertifizierung nach DIN EN 17255, TÜV-Rheinland-geprüft, UBA-anerkannt
- Abdeckt alle deutschen Berichtspflichten: TA Luft, 44. BImSchV, TEHG/EU-ETS, 13. BImSchV
- Emissionsdaten-Fernübertragung (EFÜ) direkt aus dem System an die Landesbehörden
- Automatische Grenzwertüberwachung mit Alarmierung bei Überschreitungen
- Modularer Aufbau: skalierbar von Einzelanlage bis zu Mehranlagen-Betrieb
- Deutsches Produkt, deutschsprachiger Support, Datenhaltung vor Ort oder in Deutschland
Einschränkungen
- Keine öffentlichen Listenpreise, Implementierungsprojekte individuell kalkuliert
- Integration mit externen Prozessleitsystemen erfordert Projektierung durch DURAG oder Systemintegratoren
- KI-basierte Anomalieerkennung nicht im Standard enthalten, erfordert Kopplung mit Historian-Systemen
- Primär für größere genehmigungsbedürftige Anlagen (§ 29b BImSchG) ausgelegt, für kleine Anlagen überdimensioniert
- Implementierung und behördliche Abnahme dauern typischerweise 4–12 Wochen
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Deine Anlage unterliegt der kontinuierlichen Emissionsmessungspflicht nach 44. BImSchV oder TA Luft
- Du brauchst die Fernübertragung (EFÜ) an die Landesbehörde aus einem zertifizierten System
- EU-ETS-Berichtspflicht erfordert revisionssichere Emissionsdaten mit behördlicher Anerkennung
- Deutschsprachiger Support und On-Premise-Datenhaltung sind für dein Compliance-Team Pflicht
Wann nein
- Deine Anlage ist nicht genehmigungspflichtig nach BImSchG, dann ist D-EMS 2020 überdimensioniert
- Du suchst eine schlüsselfertige SaaS-Lösung ohne lokale Implementierung, das Modell ist projektbasiert
- Dein Budget liegt unter 15.000 EUR, dann deckt D-EMS 2020 den Minimalfall nicht ab
- Du brauchst primär KI-gestützte Prozessoptimierung statt regulatorische Datenerfassung
Kurzfazit
DURAG D-EMS 2020 ist das Referenzsystem für genehmigungsbedürftige Anlagen in Deutschland, die kontinuierliche Emissionsmessungspflichten nach 44. BImSchV, TA Luft oder TEHG erfüllen müssen. Die Stärke liegt in der behördlichen Zulassung: zertifiziert nach DIN EN 17255, TÜV-Rheinland-geprüft, Umweltbundesamt-anerkannt, und damit ohne den Eigennachweis, den alternative Lösungen erfordern würden. Die automatische Fernübertragung (EFÜ) an Landesbehörden und der EU-ETS-konforme Emissionsbericht sind Kernanforderungen, die das System out of the box erfüllt. Die Grenzen liegen in der Zugänglichkeit: Preistransparenz fehlt, die Implementierung ist ein Projekt und kein SaaS-Abonnement, und KI-gestützte Prozessoptimierung ist kein Standardbestandteil. Für die Kernanforderung, revisionssichere, behördlich anerkannte Emissionsdatenerfassung, gibt es in Deutschland wenige gleichwertige Alternativen.
Für wen ist DURAG D-EMS 2020?
Betreiber genehmigungspflichtiger Industrieanlagen: Kraftwerke, Chemieanlagen, Zementwerke, Müllverbrennungsanlagen und alle anderen Betriebe, die unter § 29b BImSchG fallen und kontinuierliche Emissionsmessung (CEMS) betreiben müssen, sind die primäre Zielgruppe. Für diese Betriebe ist ein behördlich anerkanntes DAHS keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht.
Umweltbeauftragte und Compliance-Teams: Wer täglich Emissionsdaten validiert, Grenzwertüberschreitungen dokumentiert und jährliche EU-ETS-Berichte einreicht, braucht eine Software, die diese Aufgaben revisionssicher und prüffähig abbildet. D-EMS 2020 nimmt dem Umweltbeauftragten die manuelle Datenzusammenführung ab und halbiert in vielen Betrieben den Aufwand für den EU-ETS-Jahresbericht.
EU-ETS-Teilnehmer mit Mehranlagen-Betrieb: Industriekonzerne mit mehreren genehmigungspflichtigen Standorten brauchen ein System, das alle Anlagen in einem Dashboard konsolidiert. D-EMS 2020 ist modular skalierbar und kann mehrere Standorte in einer Oberfläche verwalten, mit individuellen Grenzwerten, Messkomponentenprofilen und Berichtskonfigurationen je Anlage.
Energieversorger und kommunale Betriebe: Kraftwerke, Müllheizkraftwerke und Kläranlagen (teilweise mit Verbrennungsanlagen) stehen unter Dauerüberwachungspflicht. D-EMS 2020 ist für dieses Segment explizit zertifiziert und deckt die spezifischen Anforderungen der 13. BImSchV (Großfeuerungsanlagen) und 17. BImSchV (Abfallverbrennungsanlagen) ab.
Weniger geeignet für: Betriebe ohne Emissionsmessungspflicht, die nur gelegentliche Stichprobenmessungen durchführen, dort ist D-EMS 2020 eine teure Lösung für ein kleines Problem. Auch Unternehmen, die primär Energieeffizienz-KPIs verfolgen (ohne Behörden-Reporting), finden in Tvarit Industrial AI einen passenderen Ansatz.
Preise im Detail
| Komponente | Kosten (Schätzung) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Basisinstallation | 15.000–25.000 EUR | Einzelanlage, einfache Konfiguration, Standard-Messkomponenten |
| Mittelgroße Installation | 25.000–50.000 EUR | 3–5 Anlagen, Leitsystemanbindung, EFÜ-Setup, Schulung |
| Komplexe Implementierung | 50.000–80.000 EUR+ | Mehrstansort, proprietäre Analyzeranbindungen, Integration SCADA/DCS |
| Laufende Lizenz- und Wartung | Auf Anfrage | Jährlich, abhängig von Vertragsumfang und Benutzerzahl |
Einordnung: DURAG veröffentlicht keine öffentlichen Listenpreise. Die oben genannten Spannen basieren auf Marktinformationen und sind Richtwerte. Der entscheidende Punkt: D-EMS 2020 ist kein Abonnement-Produkt, sondern ein Implementierungsprojekt mit einmaligen Kosten und laufender Wartungsvereinbarung. Für Betriebe, die gesetzlich zur CEMS-Dauerüberwachung verpflichtet sind, ist die Kostenfrage weniger “ob” als “mit welchem System”, und ein behördlich zugelassenes System vermeidet den aufwändigen Eigennachweis, der bei alternativen Lösungen anfallen würde. Für Investitionsentscheidungen ist frühzeitig ein Beratungsgespräch mit DURAG zu empfehlen.
Stärken im Detail
Behördliche Zulassung ist die Kernstärke. DIN EN 17255 (europäische Norm für DAHS), TÜV-Rheinland-Prüfung und UBA-Anerkennung bedeuten: Das System ist von den zuständigen deutschen Behörden akzeptiert. Betreiber müssen nicht nachweisen, dass ihr eigenes System die Normen erfüllt, D-EMS 2020 bringt diesen Nachweis mit. Das spart erheblichen Dokumentationsaufwand bei behördlichen Abnahmen und Revisionen.
Emissionsfernübertragung (EFÜ) ohne Nachbau. Genehmigte Anlagen müssen Emissionsdaten elektronisch an die Landesbehörde übertragen. D-EMS 2020 hat die EFÜ-Schnittstelle bereits integriert, Anbindung, Formatierung und Übertragungsprotokoll sind vorkonfiguriert. Das eliminiert ein technisches Projekt, das ansonsten individuell entwickelt werden müsste.
Vollständige Berichtspflichten-Abdeckung. TA Luft (Halbstundenmittelwerte, Tagesmittelwerte, Jahresbilanzen), 44. BImSchV (kontinuierliche Messanforderungen), TEHG/EU-ETS (verifizierbare Emissionsmengen) und die verschiedenen BImSchV-Verordnungen je Anlagentyp, das System kennt alle deutschen Anforderungen und berechnet automatisch die richtigen Kenngrößen. Manuelle Nachberechnungen für behördliche Berichte entfallen weitgehend.
Automatische Grenzwertüberwachung in Echtzeit. Jede Messkomponente hat konfigurierbare Grenzwerte. Bei Überschreitung löst D-EMS 2020 automatisch Alarme aus, per E-Mail, SMS oder in der Leitwarte. Für den Umweltbeauftragten bedeutet das: keine manuelle Durchsicht von Rohdaten auf Überschreitungen, kein Risiko, eine meldepflichtige Überschreitung zu übersehen.
Modularität für komplexe Anlagen. Das System kann von einer Einzelanlage mit wenigen Messkomponenten bis zu einem Mehrstansort-Verbund mit Hunderten von Kanälen skalieren. Der modulare Aufbau erlaubt schrittweise Erweiterung: Start mit einer Anlage, Integration weiterer Standorte ohne Systemwechsel. Für Industriekonzerne mit mehreren Standorten ist das ein erheblicher Vorteil gegenüber Einzellösungen.
On-Premise-Fähigkeit für sicherheitskritische Betriebe. Kraftwerke und Chemieanlagen haben oft strikte Anforderungen an Netzwerksicherheit und Datenhaltung. D-EMS 2020 kann vollständig on-premise betrieben werden, keine Cloud-Abhängigkeit, keine externen Datenflüsse, maximale Kontrolle über den Datenstandort.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine öffentlichen Preise, Investitionsgespräch ist Pflicht. Wer eine Budgetentscheidung vorbereitet, muss einen Sales-Prozess anstoßen, bevor auch nur ein Preisindikator vorliegt. Das ist in klassischen Industrieunternehmen normal, aber für Budgetplanungen ohne DURAG-Vorkontakt ein Unsicherheitsfaktor.
KI-basierte Analytik ist nicht im Standard. D-EMS 2020 erfasst und archiviert Emissionsdaten, aber es analysiert nicht, ob Emissionswerte auf Prozessanomalien hindeuten, die optimiert werden könnten. Wer über die Compliance hinaus KI-gestützte Energieoptimierung oder Anomalieerkennung will, braucht eine zusätzliche Lösung (z. B. Integration mit einem Historian-System wie OSIsoft PI oder einem KI-Tool wie Tvarit). Das erhöht die Systemkomplexität.
Implementierung ist ein Projekt, kein Produktkauf. Die OPC-UA- oder Modbus-Anbindung an Analysatoren und Leitsysteme, die Grenzwertkonfiguration je Anlage und die behördliche Abnahme dauern in der Realität 4–12 Wochen, mit DURAG-Projektteam oder einem Systemintegrator. Für IT-Teams ohne Erfahrung mit Prozessleitsystemanbindungen ist das eine echte Hürde.
Nicht für nicht-genehmigungspflichtige Anlagen. Betriebe ohne CEMS-Pflicht finden in D-EMS 2020 kein wirtschaftliches System. Der Overhead (Zertifizierung, EFÜ, Grenzwertüberwachung) ist für Betriebe, die nur interne Umweltkennzahlen erfassen wollen, deutlich zu groß. Hier sind leichtere Historian-Systeme oder Energy-Management-Lösungen besser geeignet.
Lange Implementierungszeiten. Behördliche Abnahmen sind prozessual nicht beschleunigbar, sie folgen dem Rhythmus der zuständigen Landesbehörde. Für Neuinstallationen oder bei Behördenauflagen unter Fristdruck kann das zum Engpass werden. Frühzeitige Einbeziehung der Behörde in den Planungsprozess ist deshalb dringend zu empfehlen.
Alternativen im Vergleich
Direkte DAHS-Alternativen mit eigener Tool-Seite gibt es in unserem Katalog nicht. Wettbewerber ohne eigene Seite: Siemens SIMATIC PCS 7 mit AMS 2020 (DAHS-Modul im Siemens-Leitsystem-Ökosystem), ABB Ability Asset Vista (industrielles Monitoring, breiter aufgestellt), ENVICON Environnement (französisch, EU-Markt), Enviro Software (internationaler DAHS-Anbieter). Für verwandte, aber nicht identische Anforderungen:
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| KI-gestützte Prozessoptimierung und Energieeinsparung suchst | Tvarit Industrial AI |
| Edge-Computing-Lösung für die Produktionsstätte brauchst | Siemens Industrial Edge |
D-EMS 2020 ist kein KI-Tool im engeren Sinne, sondern ein Compliance-System, es gibt keine direkten Alternativen mit Behördenzulassung für den deutschen Markt in dieser Spezialisierung. Wettbewerbssituation ist daher weniger durch Tool-Vergleiche als durch Ausschreibungsanforderungen geprägt.
So steigst du ein
Schritt 1: Anforderungsprofil klären, welche Anlagen unterliegen welchen Berichtspflichten (TA Luft, 44. BImSchV, TEHG)? DURAG bietet Beratungsgespräche zur Systemauslegung an. Für die Angebotsanfrage sind Anlagenanzahl, Messkomponentenanzahl, bestehende Leitsystemanbindungen und EFÜ-Anforderungen der zuständigen Behörde relevant.
Schritt 2: Pilotinstallation für eine Anlage, D-EMS 2020 verbindet sich über Standard-Schnittstellen (OPC-UA, Modbus, proprietäre Analyzerinterfaces) mit den vorhandenen Messgeräten und Leitsystemen. Die erste Konfiguration, Grenzwerteingabe und Validierung dauert je nach Komplexität 4–12 Wochen. Zuständige Landesbehörde frühzeitig einbeziehen.
Schritt 3: Behördliche Abnahme und EFÜ-Anbindung, nach Inbetriebnahme prüft die zuständige Behörde die Konfiguration und Grenzwertzuordnung. Die Fernübertragungsverbindung (EFÜ) zur Landesbehörde wird eingerichtet und getestet. Erst nach behördlicher Freigabe gilt das System offiziell als in Betrieb.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständisches Chemiewerk in Nordrhein-Westfalen mit drei Produktionsanlagen (TA-Luft-pflichtig, EU-ETS-Teilnehmer) setzt D-EMS 2020 als zentrales DAHS ein. Das System erfasst alle 20 Sekunden Messwerte von 48 Messkomponenten (NOx, SO₂, CO, Staub, HCl), berechnet Halbstunden- und Tagesmittelwerte, prüft automatisch gegen TA-Luft-Grenzwerte und überträgt validierte Daten täglich an die Bezirksregierung. Eine Grenzwertüberschreitung an Anlage 2 (CO-Spitze durch Brennerstörung) wird sofort als Alert an den Umweltbeauftragten und die Leitwarte gemeldet, statt erst beim nächsten Tagesabschluss aufzufallen. Der jährliche EU-ETS-Emissionsbericht wird auf Basis der historisierten Daten halbautomatisch erstellt: Der Umweltbeauftragte braucht noch etwa zwei Tage für Validierung und Einreichung statt früher drei Wochen manueller Datenzusammenführung.
DSGVO & Datenschutz
- Dateninhalt: D-EMS 2020 verarbeitet Prozess- und Emissionsdaten, keine personenbezogenen Daten im DSGVO-Sinne. Regulatorisch relevant sind industrie-spezifische Datenschutzanforderungen (NIS-2, OT-Sicherheit).
- Datenhosting: On-Premise als Standard, die Emissionsdaten bleiben auf den Servern des Anlagenbetreibers. Cloud-Deployment ist möglich, aber nicht der typische Pfad für regulierte Industrieanlagen.
- Datensicherheit OT/IT: Der Zugriff auf D-EMS 2020 sollte netzwerktechnisch vom IT-Netz getrennt sein (OT-Segmentierung). Für Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) gelten verschärfte Anforderungen nach BSI-Grundschutz und NIS-2-Richtlinie.
- Aufbewahrungsfristen: Emissionsdaten sind gemäß § 29 BImSchG und den jeweiligen Verordnungen über bestimmte Zeiträume revisionssicher zu archivieren (typischerweise 5 Jahre). D-EMS 2020 erfüllt diese Archivierungsanforderungen.
- Empfehlung: IT-Sicherheitsverantwortliche sollten vor Einführung eine OT-spezifische Risikoanalyse durchführen, insbesondere wenn D-EMS 2020 an ein SCADA-System oder übergeordnete Netzwerke angebunden wird.
Gut kombiniert mit
- Tvarit Industrial AI, D-EMS 2020 erfüllt die Compliance-Pflicht, Tvarit analysiert die zugrundeliegenden Prozesse auf Optimierungspotenzial. Kombination: Emissionsdaten aus D-EMS in Tvarit als Input für KI-basierte Effizienzmodelle, Compliance und Optimierung aus einem Datenstamm.
- Siemens Industrial Edge, wenn Emissionsdaten direkt aus Edge-Geräten in der Produktionsstätte vor der Übertragung an D-EMS 2020 vorverarbeitet werden sollen, ist Siemens Industrial Edge eine mögliche Ergänzungsschicht für dezentrale Anlagen.
- Historian-Systeme (OSIsoft PI, Aveva Historian), D-EMS 2020 ist auf regulatorische Berichterstattung spezialisiert; für tiefe Langzeitanalysen und Prozessoptimierung jenseits der Compliance werden Historian-Systeme als komplementäre Datenbasis eingesetzt.
Unser Testurteil
DURAG D-EMS 2020 verdient 4 von 5 Sternen für sein spezifisches Einsatzsegment. Für Betreiber genehmigungspflichtiger Anlagen in Deutschland ist es eines der wenigen behördlich anerkannten DAHS-Systeme mit vollständiger TA-Luft- und EU-ETS-Abdeckung, das ist der entscheidende Unterschied zu generischen Datenerfassungslösungen, die denselben Nachweis nicht mitbringen. Den fünften Stern kostet die fehlende Preistransparenz, die begrenzte KI-Funktionalität im Standard und der projekthafte Implementierungscharakter, der für Unternehmen ohne Industrieautomations-Erfahrung eine echte Hürde darstellt. Wer unter Berichtspflicht steht, findet in D-EMS 2020 einen zuverlässigen, gesetzeskonformen Partner, kein KI-Showpiece, sondern solide Compliance-Infrastruktur.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Die Produktseite des D-EMS 2020 ist auf der DURAG-Website schwer zu finden; der Hersteller kommuniziert Produktdetails primär über direkte Vertriebskontakte statt über öffentliche Webpräsenz. Das spiegelt den typischen B2B-Vertriebsweg im Industrieanlagesegment, macht aber Recherche und Vergleich für Einkäufer aufwändiger.
- 2024, Die EU-ETS-Berichtspflichten wurden durch die Reform des Emissionshandelssystems (EU-ETS 2, Ausdehnung auf weitere Sektoren) erweitert. Das vergrößert den potenziellen Kundenkreis für DAHS-Systeme wie D-EMS 2020, Betriebe, die bisher keine kontinuierliche Emissionsmessung brauchten, fallen ab 2027 schrittweise unter neue Anforderungen.
- Laufend, D-EMS 2020 ist nicht primär als KI-System konzipiert. Die Kategorie “Emissionsüberwachung/DAHS” ist ein regulatorisch getriebenes Segment, in dem Compliance-Zulassung wichtiger ist als KI-Innovation. Wer KI-gestützte Anomalieerkennung in Emissionsdaten möchte, benötigt zusätzliche Systeme über die DAHS-Funktion hinaus.
Quellen
- DURAG GROUP – D-EMS 2020 Produktseite. https://www.durag.com/en/product-filter-837.htm?productID=D-EMS+2020 (abgerufen am 2026-06-13). Modularer Aufbau, Standalone- und Client-Server-Betrieb, On-Premise mit bis zu 1.024 analogen Ein-/Ausgängen je Server, Schnittstellen OPC UA/Modbus/Profibus/Profinet, LDAP(S), Module für GHG/QAL3/Backup, keine öffentlichen Preise.
- DURAG GROUP – D-EMS 2020 Zertifizierungen und Vorschriften. https://www.durag.com/en/product-filter-837.htm?productID=D-EMS+2020 (abgerufen am 2026-06-13). Zertifizierung nach EN 17255 (Stand Dezember 2024), EN 15267 (QAL1) und MCERTS, TÜV-Rheinland-Statusschreiben; Abdeckung von TA Luft, BImSchV, DIN EN 14181, IED (2010/75/EU) und MCP (2015/2193).
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