agorum core
agorum Software GmbH
Deutsches DMS/ECM-System aus Ostfildern mit integrierter KI (ALBERT) für automatische Dokumentenklassifikation, Feldextraktion und Workflow-Steuerung. Besonders stark bei Recycling-, Entsorgungs- und Metallverarbeitungsunternehmen, die Wiegescheine, Entsorgungsnachweise und Zertifikate automatisch verarbeiten und revisionssicher archivieren müssen. Wahlweise als Open-Source-Edition, On-Premise oder Managed Cloud in Deutschland/Schweiz.
Kosten: agorum core open (Open Source, kostenlos, Community-Support); agorum core pro: Preis auf Anfrage, richtet sich nach Nutzeranzahl, Modulen und Supportpaket; agorum core pro cloud (Managed Service, Server in DE/CH) verfügbar
Kategorien
Stärken
- ALBERT AI klassifiziert und extrahiert Daten aus Wiegescheinen, Lieferscheinen und Entsorgungsnachweisen ohne Vortraining
- Deutsches Unternehmen, deutsche Rechtslage (GoBD, NachwV, KrWG, EU AI Act) im Produktfokus
- On-Premise oder Managed Cloud, Datenhaltung vollständig in Deutschland oder der Schweiz möglich
- Revisionssichere Archivierung mit vollständigem Audit-Trail für Behördenprüfungen
- Open-Source-Edition (agorum core open) als kostenloser Einstieg, nahtloses Upgrade auf pro
- Multi-LLM-fähig: ALBERT bindet wahlweise verschiedene Sprachmodelle ein, kein Vendor-Lock-in
- Etablierte Branchenmodule für Recycling und Entsorgung out of the box
Einschränkungen
- Keine öffentliche Preisliste, Demo-Gespräch und individuelles Angebot erforderlich
- Einrichtung und Anpassung erfordern in der Regel einen agorum-Partner oder -Dienstleister
- Stärken liegen in der Dokumentenverarbeitung, nicht in ESG-Bilanzierung oder CSRD-Reporting
- Bedienoberfläche wirkt klassisch, kein schlankes SaaS-Design wie bei modernen Cloud-DMS
- Außerhalb der DACH-Region kaum verbreitet, internationale Niederlassungen profitieren wenig
- ALBERT AI ist erst seit 2025 produktiv verfügbar, Reifegrad noch unter etablierten KI-Extraktoren
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst ein DMS mit deutschem Hosting und Anbieter in Deutschland
- Du verarbeitest viele halbstrukturierte Dokumente (Wiegescheine, Lieferscheine, Nachweise)
- Du musst GoBD-, NachwV- oder KrWG-konform archivieren
- Du willst KI-Extraktion in eine bestehende On-Premise-Infrastruktur integrieren
Wann nein
- Du brauchst ein SaaS-DMS, das ohne IT-Partner einsatzbereit ist
- Du suchst primär ein ESG- oder CSRD-Reporting-Tool
- Dein Unternehmen ist international aufgestellt mit Schwerpunkt außerhalb der DACH-Region
- Du erwartest transparente Listenpreise und Self-Service-Onboarding
Kurzfazit
agorum core ist ein deutsches DMS/ECM-System mit ernstzunehmender KI-Erweiterung, und für Branchen mit hoher Dokumentenlast und strengen Nachweispflichten eine der seltenen Lösungen, die rechtskonform, on-premise und KI-gestützt zugleich funktioniert. Der Hersteller agorum Software GmbH aus Ostfildern entwickelt das System seit 2002, die Open-Source-Edition agorum core open existiert seit 2008. Die 2025 produktiv eingeführte KI-Schicht ALBERT klassifiziert und extrahiert Daten aus Wiegescheinen, Lieferscheinen oder Entsorgungsnachweisen, der Kernnutzen für Recycling-, Entsorgungs- und Metallverarbeitungsbetriebe. Schwächen: keine öffentliche Preisliste, klassisch wirkende Bedienoberfläche, und die KI-Schicht ist im Vergleich zu spezialisierten Extraktionstools noch jung.
Für wen ist agorum core?
Recycling- und Schrotthandelsbetriebe: Wer täglich Dutzende oder Hunderte Wiegescheine, Entsorgungszertifikate und Materialnachweise verarbeitet, findet hier eine der wenigen Lösungen mit branchenspezifischen Extraktionsmodulen. agorum versteht die Dokumentenlogik von KrWG, NachwV und elektronischer Entsorgernachweisführung.
Metallverarbeiter und Industrie mit Nachweispflichten: Analysezertifikate, Werkstoffprüfungen, Lieferscheine, agorum kann diese halbstrukturierten Dokumente klassifizieren, Felder extrahieren und an SAP, Microsoft Dynamics oder andere ERP-Systeme übergeben. Audit-Trail und revisionssichere Archivierung sind Pflichtprogramm, nicht Beiwerk.
DSGVO-sensitive Mittelständler: Anwälte, Steuerberater, Personaldienstleister, Gesundheitsbetriebe, alle Branchen, in denen Daten das Haus nicht verlassen dürfen. agorum core pro lässt sich on-premise betreiben, agorum core pro cloud hostet wahlweise in Deutschland oder der Schweiz. Beides ist seltener geworden, als man denken würde.
IT-affine Macher in KMU: Wer bereits eine eigene Server-Infrastruktur betreibt und die Hoheit über seine Daten behalten will, findet mit der Open-Source-Edition einen kostenfreien Einstieg. Der Upgrade-Pfad zu agorum core pro funktioniert ohne Neuinstallation, das senkt die Hürde für ein späteres Skalieren.
Weniger geeignet für: Unternehmen, die ein modernes SaaS-DMS mit Self-Service-Onboarding erwarten (dafür sind
Preise im Detail
| Edition | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| agorum core open | 0 € (Open Source) | Voller DMS-Kern, Community-Support, kostenlose Video-Tutorials, nahtloser Upgrade-Pfad zu pro |
| agorum core pro | Auf Anfrage | Komplette ECM-Plattform, modular, On-Premise, Wartung, Support, alle Branchenmodule |
| agorum core pro cloud | Auf Anfrage | Pro-Funktionalität als Managed Service, Server in DE/CH, automatische Updates |
| ALBERT AI | Auf Anfrage (Add-on) | KI-Layer mit Chat, Agenten, MCP-Integration, Multi-LLM-Fähigkeit |
| NORA 360° | Auf Anfrage (Add-on) | Beziehungs- und Kontextintelligenz für komplexe Organisationen |
Einordnung: Die fehlende öffentliche Preisliste ist der wundeste Punkt von agorum, wer schnell vergleichen will, muss durch einen Sales-Prozess. Erfahrungsgemäß bewegen sich die Kosten für agorum core pro im klassischen ECM-Mittelfeld (mittlerer vierstelliger Bereich an Einrichtung, danach laufende Wartungs- und Lizenzkosten nach Nutzeranzahl). Der wirkliche Preis hängt stark von Modulen, Anpassungen und benötigten Branchenextraktoren ab, ein Recyclingbetrieb mit fünf Sachbearbeitern landet bei einem anderen Angebot als eine Anwaltskanzlei mit 80 Nutzern. Die Open-Source-Edition ist mehr als ein Showroom: Wer IT-Know-how mitbringt, kann damit produktiv ein vollwertiges DMS betreiben. ALBERT AI ist ein eigenständiges, kostenpflichtiges Add-on, die Preise dafür werden im Rahmen des Gesamtpakets verhandelt.
Stärken im Detail
ALBERT AI verarbeitet halbstrukturierte Dokumente zuverlässig. Der Kernnutzen liegt nicht in OCR (das beherrschen viele Tools), sondern in der Klassifikation und Feldextraktion ohne aufwendiges Vortraining. Ein Wiegeschein von Anbieter A sieht anders aus als der von Anbieter B, ALBERT erkennt trotzdem Gewicht, Materialcode und Entsorgernummer und übergibt sie strukturiert ans ERP. Für Branchen mit hoher Dokumentvielfalt ist das der entscheidende Hebel.
Deutsche Rechtslage ist Produktfokus, nicht Übersetzung. GoBD, NachwV, KrWG, EU AI Act, diese Begriffe stehen im Marketing nicht nur als Marketing-Tags, sondern bestimmen die Architektur. Revisionssichere Archivierung, vollständiger Audit-Trail, dokumentierte Aufbewahrungsfristen sind Standardfunktionalität. Bei einer Steuer- oder Behördenprüfung gibst du nicht panisch Excel-Tabellen ab.
Datenhoheit kompromisslos. On-Premise oder Managed Cloud, in beiden Fällen liegen die Daten in Deutschland oder der Schweiz. Es gibt keinen versteckten US-Cloud-Anteil, keine Telemetrie, die die Datenhaltung aushöhlt. Für DSGVO-sensitive Branchen oder Berufsgeheimnisträger ist das einer der wenigen sauberen Pfade am Markt.
Multi-LLM-Strategie verhindert Lock-in. ALBERT bindet verschiedene Sprachmodelle ein, wahlweise OpenAI, Anthropic, Mistral oder lokal gehostete Modelle. Wer aus Datenschutzgründen kein US-Modell einsetzen will, kann auf europäische oder selbst gehostete Open-Source-Modelle wechseln, ohne das DMS auszutauschen. Diese Architekturentscheidung ist 2026 zukunftsfest.
MCP-Integration ist Industriestandard. ALBERT unterstützt das Model Context Protocol, das Anthropic 2024 veröffentlicht hat und das inzwischen breit adoptiert wird. Damit lässt sich agorum als Werkzeug an externe KI-Agenten anbinden, etwa um Daten aus dem DMS in einen Claude- oder ChatGPT-Workflow zu ziehen, ohne eigene Integrationen zu bauen.
Open-Source-Edition als echter Einstieg. agorum core open ist nicht nur eine Marketing-Demo, die Edition läuft produktiv, hat eine aktive Community und einen klaren Upgrade-Pfad. Wer mit fünf Nutzern startet und in zwei Jahren auf 50 wächst, muss nicht das System wechseln, sondern auf pro upgraden.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine öffentliche Preisliste. Das mag im Enterprise-ECM-Markt üblich sein, ist aber im 2026er Vergleich zu modernen Cloud-DMS ein echter Reibungspunkt. Wer drei Anbieter parallel evaluieren will, muss bei agorum durch ein Demo-Gespräch, statt online vergleichen zu können. Das verschiebt die Auswahl tendenziell zu Lösungen mit transparenten Preisen, auch wenn agorum am Ende günstiger gewesen wäre.
Einrichtung ohne Partner praktisch nicht machbar. Auch wenn agorum als low-code positioniert ist, brauchen die meisten Kunden einen agorum-Partner oder erfahrenen Dienstleister für Workflow-Definition, Extraktorkonfiguration und ERP-Anbindung. Das ist normales ECM-Vorgehen, erhöht aber die Einstiegshürde, ein einzelner IT-Verantwortlicher in einem 30-Mitarbeiter-Betrieb wird das Projekt nicht nebenbei stemmen.
Bedienoberfläche wirkt klassisch. Wer SaaS-Maßstäbe gewohnt ist (Notion, Confluence, moderne Cloud-DMS), wird die agorum-UI als old-school empfinden. Funktional ist das in Ordnung, ästhetisch zeitgemäß ist es nicht. Bei der Mitarbeiterakzeptanz kann das ein Reibungspunkt sein, gerade in jüngeren Teams.
ALBERT AI ist noch jung. Produktiv verfügbar erst seit 2025. In direkten Vergleichen mit spezialisierten KI-Extraktoren (z. B. Rossum, Hypatos für Rechnungen) zeigt ALBERT bei seltenen Dokumentvarianten noch Schwächen. Wer schon heute auf höchste Extraktionsgenauigkeit angewiesen ist und nicht in Konfiguration investieren will, sollte das in der Evaluierung berücksichtigen.
Kein ESG- oder CSRD-Tool. agorum verwaltet Dokumente, es bilanziert keine Emissionen, baut keine doppelte Wesentlichkeitsanalyse und erstellt keine ESRS-Reports. Wer beides braucht, ergänzt mit einer Plattform wie Tanso oder Plan A.
Außerhalb DACH wenig verbreitet. Konzerne mit internationaler Aufstellung finden Partnernetz und Marktpräsenz vor allem im deutschsprachigen Raum. Wer dieselbe Software in zehn Ländern ausrollen will, muss Support und Lokalisierung explizit verhandeln.
Hersteller-Klage zu Nutzerzahlen. agorum-Marketing nennt teils “über 2,5 Millionen Nutzer”, diese Zahl mischt vermutlich Open-Source-Downloads, Endnutzer in installierten Systemen und historische Lizenzen. Für eine harte Marktposition-Aussage wäre eine differenzierte Zahl hilfreich. Die etablierte Position im DACH-ECM-Mittelstand ist aber unbestritten.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Microsoft-Ökosystem voll integriert nutzen willst | |
| Eine spezialisierte ESG-/CSRD-Reporting-Plattform brauchst | |
| Ein dokumentenverstehendes LLM für interne Wissensbestände suchst | |
| Eine deutsche/europäische Foundation-Model-Alternative für Eigenintegration brauchst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: DocuWare (deutscher Wettbewerber mit ähnlichem Branchenfokus, klarer Cloud-Strategie), ELO Digital Office (Stuttgarter ECM-Anbieter, etabliert im Mittelstand), d.velop (große Lösung mit eigenem Partner-Ökosystem), Rossum und Hypatos (spezialisierte KI-Extraktoren ohne DMS-Kern). agorum core ist eine Nischenlösung mit Stärken, wer Recycling-, Entsorgungs- oder dokumentenintensive Industrieprozesse fährt und deutsches Hosting braucht, findet wenige Alternativen mit dieser Tiefe. Wer ein generisches DMS sucht, hat mehr Auswahl.
So steigst du ein
Schritt 1: Teste agorum core open. Die Open-Source-Edition ist auf einem eigenen Server in ein bis zwei Stunden installiert. Lade ein paar typische Dokumente hoch, lege einen einfachen Workflow an und prüfe die Bedienlogik. So weißt du vor dem ersten Sales-Termin, ob die UI für dein Team passt.
Schritt 2: Buche eine Demo auf agorum.com und beschreibe konkret, welche Dokumententypen automatisiert werden sollen, Wiegescheine, Entsorgungsnachweise, Lieferscheine, Analysezertifikate. Bestehe darauf, dass die Demo-Umgebung ALBERT AI direkt an deinen Dokumenttypen zeigt, nicht an einem Standardbeispiel. Erfrage Referenzkunden in deiner Branche.
Schritt 3: Starte mit dem passenden Branchenmodul. agorum hat vorkonfigurierte Extraktorprofile für typische Entsorgungs- und Wiegedokumente, diese reduzieren den initialen Einrichtungsaufwand erheblich. Lass den agorum-Partner dein häufigstes Dokumentformat als erstes konfigurieren und mit echten Dokumenten der letzten drei Monate trainieren.
Schritt 4: Richte den revisionssicheren Archivierungspfad ein und teste den produktiven Workflow im Schatten, sprich, die Mitarbeitenden bearbeiten Dokumente weiter manuell, aber agorum extrahiert parallel und du vergleichst Ergebnisse. So erkennst du früh, welche Dokumentvarianten der Extraktor noch nicht sicher erkennt, bevor du den Echtbetrieb umstellst.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Metallrecycler aus Baden-Württemberg (ca. 120 Mitarbeitende) verarbeitet täglich 50 bis 80 Wiegescheine von verschiedenen Anlieferern in unterschiedlichen Formaten. Vor agorum: Zwei Mitarbeitende übertragen Gewichte, Materialcodes und Entsorgerwege manuell ins ERP, rund 3 Stunden täglich, zuzüglich Rückfragen bei unklaren Belegen. Nach der Einführung: ALBERT AI klassifiziert jeden Wiegeschein automatisch, extrahiert Gewicht, Materialfraktion und Entsorgernummer und übergibt die Daten strukturiert ans ERP. Review nur noch für Dokumente mit niedrigem Confidence-Score, ca. 10 % der Vorgänge. Zeitersparnis: ca. 2 Stunden täglich, das entspricht 40 Personenstunden pro Monat. Zusatznutzen: vollständiger Audit-Trail für die nächste Behördenprüfung nach KrWG. Die Lizenzkosten amortisieren sich nach Aussage des IT-Leiters innerhalb von sechs bis neun Monaten, vorausgesetzt, die Extraktorprofile sind sauber konfiguriert.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting On-Premise: agorum core pro läuft komplett auf eigener Infrastruktur, keine Daten verlassen das Unternehmensnetzwerk.
- Datenhosting Cloud: agorum core pro cloud betreibt Server in Deutschland und der Schweiz. Anbieter ist agorum Software GmbH, Ostfildern (DE).
- Datenverarbeitung in ALBERT AI: Die KI-Schicht ist Multi-LLM-fähig, Anfragen können wahlweise an OpenAI, Anthropic, Mistral oder ein selbst gehostetes Modell weitergeleitet werden. Wer kein US-Modell einsetzen darf, konfiguriert ein europäisches oder On-Premise-Modell.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Bei der Managed Cloud verfügbar und Standard im Vertragsangebot. Im On-Premise-Betrieb entfällt der AVV-Bedarf, da kein externer Verarbeiter beteiligt ist.
- Revisionssicherheit: Erfüllt GoBD-Anforderungen (unveränderbare Speicherung, vollständiger Audit-Trail, dokumentierte Aufbewahrungsfristen). Branchenspezifische Pflichten nach KrWG, NachwV und elektronischer Nachweisführung werden adressiert.
- EU AI Act: agorum positioniert ALBERT explizit als EU-AI-Act-konform, durch transparente Datengrundlage, rechtebasierte Zugriffe und dokumentierte Modellnutzung.
- Empfehlung für Unternehmen: Für Berufsgeheimnisträger und DSGVO-sensible Branchen ist der On-Premise-Pfad die sauberste Lösung. Bei Cloud-Nutzung sollte die Modellwahl in ALBERT explizit auf EU-gehostete oder lokal betriebene Modelle eingeschränkt werden.
Gut kombiniert mit
Microsoft 365 Copilot , agorum verwaltet die Dokumente revisionssicher, Microsoft 365 dient als Office-Frontend für Bearbeitung und Zusammenarbeit. Die Integration ist klassisch (CMIS, WebDAV), aber stabil und etabliert.Tanso , für Unternehmen, die zusätzlich CSRD-Reporting brauchen. agorum archiviert Rohdokumente (Lieferscheine, Energiebezugsnachweise) revisionssicher, Tanso bilanziert daraus die Emissionen. Beide Tools überschneiden sich nicht, sondern ergänzen sich.NotebookLM , als externes Werkzeug für tiefe Analyse einzelner Dokumentenbestände. agorum hält den revisionssicheren Original-Bestand, NotebookLM erlaubt explorative Fragen an ausgewählte Inhalte ohne Eingriff in den Archiv-Workflow.
Unser Testurteil
agorum core verdient 3 von 5 Sternen. Die Lösung ist in ihrer Nische, DMS mit deutscher Datenhoheit und KI-Extraktion für dokumentenintensive Branchen, eine der wenigen ernstzunehmenden Optionen am Markt. Die strikte EU-/DACH-Datenhaltung, die Multi-LLM-Strategie und die echte Open-Source-Edition sind Pluspunkte, die viele moderne SaaS-Wettbewerber nicht bieten können. Was an Sternen fehlt: die intransparente Preisgestaltung, die unvermeidliche Partner-Abhängigkeit, die klassisch wirkende Bedienoberfläche und der Reifegrad von ALBERT AI, das erst seit 2025 produktiv ist. Wer in einer der Kernbranchen (Recycling, Entsorgung, Metallverarbeitung) arbeitet und ein DMS mit Datenhoheit sucht, sollte agorum core zwingend evaluieren. Für alle anderen gibt es modernere Alternativen mit transparenteren Preisen, solange DSGVO und Branchenrecht keine harten Hürden bauen.
Was wir bemerkt haben
- 2025, ALBERT AI wurde produktiv eingeführt. Damit positioniert sich agorum als KI-gestütztes ECM und nicht mehr als reines DMS. Die Multi-LLM-Architektur (kein Vendor-Lock-in auf OpenAI oder Anthropic) ist eine bemerkenswerte Designentscheidung, und vermutlich der Grund, warum auch DSGVO-sensible Branchen die Lösung ernsthaft prüfen.
- 2025, agorum nennt EU-AI-Act-Konformität als Produktmerkmal. Das ist 2025/26 noch selten, viele DMS-Anbieter haben den AI Act bislang nur als Compliance-Risiko, nicht als Produktversprechen verarbeitet.
- 2024, Die Adoption des Model Context Protocol (MCP) erfolgte früh. Damit lassen sich externe KI-Agenten (Claude, ChatGPT-Plugins) auf agorum-Dokumente zugreifen, ohne eigene Integrationen zu bauen.
- 2019, Cloud-Infrastruktur wurde ausgebaut, agorum core pro cloud mit Servern in Deutschland und der Schweiz eingeführt. Damit ist die Lösung auch für Unternehmen ohne eigene IT-Mannschaft realistisch.
- 2008, agorum core open (Open-Source-Edition) veröffentlicht. Diese Entscheidung war vor 15+ Jahren ungewöhnlich für deutsche Mittelstands-Softwarehäuser und ist ein Grund, warum agorum heute eine aktive Community hat.
- Mai 2026, Die öffentliche Preisliste fehlt weiterhin. Anders als bei vielen Wettbewerbern (DocuWare, ELO mit zumindest Indikatoren) verlangt agorum für jede Preisinformation den Sales-Kontakt. Das bleibt der wundeste Punkt der Lösung im 2026er Marktvergleich.
Quellen
- agorum core: Die KI-basierte DMS-Plattform (agorum.com). https://www.agorum.com/agorum-core/software/dms-ecm-software-agorum-core (abgerufen am 2026-06-12). Produkteditionen (open, pro, pro cloud), Standort Ostfildern, Datenhaltung DE/CH, kein öffentlicher Listenpreis.
- 25 Jahre agorum: Unsere Reise durch Innovation und Beständigkeit (agorum.com). https://www.agorum.com/blog/25-jahre-agorum-software-gmbh/ (abgerufen am 2026-06-12). Unternehmen 1998 gegründet, agorum core seit 2002, Open-Source-Edition seit 2008, Cloud seit 2019.
- Albert AI, die KI von agorum als Alternative zu Joule von SAP (ChannelPartner). https://www.channelpartner.de/article/4041997/albert-ai-die-ki-von-agorum-als-alternative-zu-joule-von-sap.html (abgerufen am 2026-06-12). ALBERT AI am 25. Juni 2025 eingeführt, automatisiert Dokumentenklassifikation und -extraktion im DMS.
- agorum core Erfahrungen (Capterra Deutschland). https://www.capterra.com.de/software/198004/agorum-core (abgerufen am 2026-06-12). Nutzerzahl-Angabe: über 2,5 Millionen User in vielen Branchen im Einsatz (Herstellerangabe via Capterra).
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