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ChatGPT

OpenAI

4/5
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Der meistgenutzte KI-Assistent weltweit. Stark für Textarbeit, Code, Analyse und Recherche, mit dem breitesten Modell- und Feature-Spektrum am Markt. Für DSGVO-sensible Unternehmen gilt: in den Business-Plänen werden Eingaben laut OpenAI nicht zum Training genutzt, ein AVV/DPA ist verfügbar, das Hosting läuft auf Azure-Infrastruktur.

Kosten: Kostenlos (GPT-5.5 mit Limits, in den USA seit 2026 mit Werbung für eingeloggte erwachsene Nutzer), Go (günstiger Einstieg, Preis je nach Land), Plus 20 USD/Monat, Pro 200 USD/Monat, Team und Business pro Nutzer (aktuelle Preise auf openai.com), Enterprise auf Anfrage

Kategorien

Stärken

  • Breitestes Einsatzspektrum, Texte, Code, Recherche, Bild, Daten, Sprache
  • GPT-5.5 als aktuelles Standardmodell mit Router zwischen schnellen und denkenden Varianten
  • Custom GPTs und Projects bündeln Dateien, Anweisungen und Verläufe je Aufgabe
  • Deep Research erstellt mehrstufige, quellenbelegte Berichte in Minuten
  • Operator und ChatGPT Agent führen Aufgaben im Browser eigenständig aus
  • Memory speichert Präferenzen über Gespräche hinweg, Canvas erlaubt direktes Bearbeiten

Einschränkungen

  • Halluziniert weiterhin bei Faktenangaben, strukturelles Modellproblem, kein Bug
  • In den Consumer-Plänen (Free, Plus, Pro) werden Eingaben standardmäßig zum Training genutzt, Opt-out muss aktiv vorgenommen werden
  • Standard-Hosting auf US-Azure-Infrastruktur, EU-spezifische Datenresidenz ist nicht für alle Pläne dokumentiert
  • Modellauswahl und Plan-Tiers sind unübersichtlich geworden, Router macht es nicht transparenter
  • Sora-App wurde im April 2026 eingestellt, Produktroadmap ist sprunghaft

Passt gut zu

Einsteiger KMU Textarbeit Entwickler Brainstorming Recherche

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Texte, E-Mails oder Zusammenfassungen schnell und in hoher Qualität erstellen
  • Du suchst einen vielseitigen KI-Assistenten ohne technisches Vorwissen
  • Du brauchst KI-Unterstützung für Code, Datenanalyse, Bild und Recherche in einem Tool
  • Du willst Custom GPTs oder Projects für wiederkehrende Aufgaben einrichten

Wann nein

  • Du verarbeitest sensible Mandanten- oder Patientendaten ohne Business- oder Enterprise-Plan
  • Du brauchst garantiert quellenbasierte Fakten ohne Halluzinationsrisiko
  • Du willst Daten zwingend in der EU halten (kläre die Datenresidenz vorab mit OpenAI)
  • Du analysierst primär sehr lange Dokumente (NotebookLM oder Claude sind dort stärker)

Kurzfazit

ChatGPT ist der meistgenutzte KI-Assistent weltweit und für die meisten Alltagsaufgaben die naheliegende erste Wahl: Texte schreiben, E-Mails formulieren, Code debuggen, Recherchen aufsetzen. Mit GPT-5 hat OpenAI seit August 2025 einen Router-Ansatz eingeführt, du wählst nicht mehr manuell zwischen Modellen, das System entscheidet. Das ist bequem, aber nicht immer transparent. Wer professionell und datenschutzbewusst mit ChatGPT arbeitet, sollte einen Business-Plan wählen: dort werden Eingaben laut OpenAI nicht für das Training genutzt. Für quellenbasierte Faktenrecherche bleibt Perplexity die bessere Wahl, für lange Dokumente und kritische Schreibarbeit Claude.

Für wen ist ChatGPT?

Einsteiger: ChatGPT ist der einfachste Einstieg in die KI-Welt. Die Oberfläche ist intuitiv, der Account in Minuten eingerichtet, und der kostenlose Plan liefert mit GPT-5 sofort brauchbare Ergebnisse. Kein anderes Tool hat eine so flache Lernkurve.

Schreibende und Content-Teams: Für Texterstellung, Entwürfe, Umformulierungen, Social-Media-Posts und Newsletter ist ChatGPT die Standardlösung. Custom GPTs und Projects erlauben es, einen Markenstil oder Schreibstil dauerhaft zu hinterlegen, inklusive hochgeladener Beispieltexte und Tonalitätsleitfaden.

Entwickler: Code schreiben, debuggen, erklären lassen, ChatGPT ist im Entwickleralltag etabliert. Codex, der agentische Coding-Modus, übernimmt ganze Aufgaben in einer isolierten Sandbox. Canvas erlaubt das direkte Bearbeiten von Code im Chat. Für reine IDE-Integration sind aber Cursor oder GitHub Copilot näher dran.

KMU und Teams: Ab dem Team- und Business-Plan steht ein abgesicherter Workspace zur Verfügung, bei dem Eingaben laut OpenAI nicht für Training genutzt werden. SSO, Admin-Konsole und geteilte Custom GPTs machen das Team-Management praktikabel. Business ergänzt erweiterte Sicherheits- und Compliance-Optionen sowie zusätzliche App-Integrationen.

Analysten und Forscher: Deep Research durchsucht das Netz tiefgehend und erstellt strukturierte Berichte mit Quellenangaben. Datenanalyse mit Datei-Upload (CSV, Excel, PDF) erlaubt direkte Auswertung im Chat. Für M&A-Vorabprüfungen, Marktanalysen und Wettbewerbsbeobachtung ist das ein echter Produktivitätshebel.

Weniger geeignet für: Wer quellenbelegte Recherche braucht (Perplexity), wer mit langen Verträgen oder Akten arbeitet (Claude oder NotebookLM), wer eine reine IDE-Coding-Integration sucht (Cursor, Copilot), und wer in einer DSGVO-strengen Branche ohne Enterprise-Budget arbeitet.

Preise im Detail

PlanPreis (USD/Monat)Was du bekommst
Free0GPT-5.5 mit engem Nachrichtenlimit, Suche, Canvas, Bildgenerierung (begrenzt), Memory, eingeschränktes Datei-Upload. In den USA wird seit 2026 Werbung für eingeloggte erwachsene Nutzer getestet
Gogünstiger Einstieg, Preis je nach LandHöhere Limits als Free, Datei-Upload, Bildgenerierung. Funktional unterhalb von Plus, lässt Premium-Features wie Deep Research weg. Den genauen Preis und Funktionsumfang in deinem Land bitte auf openai.com prüfen
Plus20Höhere Limits, GPT-5.5 inkl. Thinking-Modus, Deep Research, Custom GPTs erstellen, Projects, Tasks, Codex (begrenzt), werbefrei, früher Zugang zu neuen Features
Pro200GPT-5.5 Pro, praktisch unbegrenzte Nutzung, höchste Limits für Codex, Deep Research und Agent, frühe Research-Previews
Teampro Nutzer (Preis auf openai.com)Alles aus Plus + geteilter Workspace, Admin-Konsole, kein Training auf Team-Daten, SSO, geteilte Custom GPTs
Businesspro Nutzer (Preis auf openai.com)Alles aus Team + erweitertes Connector-Spektrum, zusätzliche Compliance-Optionen, dedizierter Workspace
EnterpriseAuf AnfrageAlles aus Business + erweiterte Sicherheits- und Compliance-Optionen, Audit-Logs, höhere Limits, dediziertes SLA, AVV/DPA
APInach VerbrauchToken-basierte Abrechnung; laut OpenAI werden API-Eingaben standardmäßig nicht für Training genutzt

Einordnung: Der Free-Plan ist mit GPT-5.5 erstaunlich leistungsfähig und für gelegentliche Nutzung ausreichend, in den USA wird darin seit 2026 allerdings Werbung getestet. Der Go-Plan hebt vor allem die Limits an, sein Preis und Funktionsumfang unterscheiden sich je nach Land, prüfe das vor dem Abschluss auf der offiziellen Seite. Plus für 20 USD ist der Sweetspot für Einzelnutzer, sobald du täglich arbeitest oder Deep Research, Projects und Codex regelmäßig brauchst. Pro für 200 USD lohnt sich nur, wenn du wirklich stundenlang täglich produktiv mit ChatGPT arbeitest und GPT-5.5 Pro brauchst, sonst überdimensioniert. Team und Business sind die richtige Wahl für Unternehmen, vor allem weil Eingaben dort laut OpenAI nicht für Training genutzt werden. Die genauen Pro-Nutzer-Preise und der Funktionsumfang dieser Pläne ändern sich häufig, die Preisseite auf openai.com bleibt die verlässliche Quelle.

Stärken im Detail

Das breiteste Einsatzspektrum aller KI-Tools. ChatGPT ist kein Spezialist, und das ist seine Stärke. Texte schreiben, Code generieren, Bilder erstellen, Daten analysieren, im Web suchen, Aufgaben automatisieren, Sprachgespräche führen: alles in einer Oberfläche. Für Teams, die mit einem einzigen Tool den größten Teil ihrer KI-Bedürfnisse abdecken wollen, ist das ein realer Vorteil gegenüber dem Werkzeugkasten aus fünf Spezialwerkzeugen.

Custom GPTs und Projects bündeln Kontext. Mit Custom GPTs konfigurierst du einmalig einen GPT mit Briefkopf, Markenstil und Beispielaufgaben, und startest ihn mit einem Klick, ohne den Kontext jedes Mal neu einzugeben. Projects gehen einen Schritt weiter: Du legst einen Arbeitsbereich an, lädst Dateien hoch, hinterlegst Anweisungen und alle Konversationen darin teilen sich diesen Kontext. Für „Mandant Müller”, „Produktrelaunch Q3” oder „Vertriebsangebote” ist das praktischer als Custom GPTs.

Deep Research geht tiefer als normale Suche. Statt eine Frage zu beantworten, führt Deep Research mehrere Recherche-Runden durch, wertet Dutzende Quellen aus und erstellt einen strukturierten Bericht mit Quellenangaben. Praktisch für Marktanalysen, Technologie-Scans, regulatorische Recherche oder Due-Diligence-Vorbereitungen. Im Pro-Plan sind die Limits deutlich höher.

ChatGPT Agent, Browser-Automatisierung. Der ChatGPT Agent kann Webseiten eigenständig bedienen: Formulare ausfüllen, Recherchen durchführen, Buchungen vorbereiten. In der Praxis noch holprig, aber bei klar definierten, repetitiven Aufgaben (Lieferantenpreise vergleichen, Termine abstimmen) bereits nützlich. Für Pro-Nutzer mit hohen Limits am ehesten produktiv einsetzbar.

Memory und Canvas verbessern den Alltag. Memory merkt sich auf Wunsch dauerhaft Präferenzen, Schreibstil, Kontext zur Branche und Rolle, und reduziert damit den Wiederhol-Aufwand pro Konversation erheblich. Canvas öffnet längere Texte und Code in einem zweispaltigen Editor neben dem Chat, sodass du gezielt Absätze markieren und überarbeiten kannst, statt den ganzen Text neu zu generieren.

GPT-5 mit Router-System. Mit GPT-5 (veröffentlicht im August 2025) entscheidet das System selbst, ob eine Frage mit dem schnellen oder dem denkenden Modell beantwortet wird, und ob Tools wie Web-Suche, Code-Interpreter oder Bildgenerierung genutzt werden. Aktuelles Standardmodell ist seit April 2026 GPT-5.5 (plus GPT-5.5 Pro in den höheren Plänen). Für Einsteiger ein klarer Vorteil, kein Modell-Wirrwarr mehr. Power-User können im Plus- und Pro-Plan weiterhin explizit „Thinking” oder „Pro” wählen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Halluzinationen sind das Grundproblem, und bleiben es. ChatGPT kann Fakten falsch angeben, Zitate erfinden oder Gesetze fehlinterpretieren, und das mit voller Überzeugung. Das ist kein Fehler, der in Zukunft vollständig verschwindet, sondern ein strukturelles Merkmal von Sprachmodellen. GPT-5 mit Router und Thinking-Modus reduziert die Häufigkeit, eliminiert sie aber nicht. Für alles, was Faktengenauigkeit erfordert (Recht, Medizin, Buchhaltung, Steuerberatung), gilt: immer selbst prüfen oder Perplexity ergänzend nutzen.

Datenschutz in den Consumer-Plänen unbefriedigend. In Free-, Plus- und Pro-Plänen werden Eingaben standardmäßig für das Modell-Training genutzt, ein Opt-out ist möglich, aber nicht der Default. Wer vertrauliche Unternehmensdaten, Mandanteninformationen oder personenbezogene Daten eingibt, sollte vorher die Datenschutzeinstellungen prüfen. In den Business-Plänen (Team, Business, Enterprise) werden Eingaben laut OpenAI nicht zum Training genutzt. Das ist eine Hürde, die andere Anbieter (Anthropic, Mistral) aggressiver gelöst haben.

US-Hosting als Standard. Die Infrastruktur läuft laut OpenAIs Trust-Portal auf Azure, GDPR-Compliance ist unter den Zertifizierungen gelistet und ein AVV/DPA verfügbar. Eine garantierte EU-Datenresidenz ist allerdings nicht für alle Pläne öffentlich dokumentiert, wer zwingend EU-Hosting braucht, sollte das vor dem Rollout direkt mit OpenAI klären. Für Branchen unter besonderem Datenschutz (Gesundheit, Recht, Finanzen, Behörden) ist das ein Punkt, den ein Drei-Mann-Büro nicht eben nebenbei abschließt.

Modellauswahl und Plan-Tiers sind unübersichtlich geworden. Free, Go, Plus, Pro, Team, Business, Enterprise, und dazu eine sich ständig ändernde Modellpalette mit GPT-5, GPT-5 Thinking, GPT-5 Pro und älteren Modellen im Auswahl-Menü. Selbst aktive Nutzer verlieren den Überblick, was im aktuellen Plan tatsächlich enthalten ist. Der Router von GPT-5 verbessert das für Einsteiger, macht aber für Power-User intransparenter, welches Modell gerade antwortet.

Produktroadmap ist sprunghaft. Die Sora-App wurde am 26. April 2026 eingestellt, die zugehörige API soll im September 2026 folgen. Einzelne Features tauchen auf und verschwinden wieder, der Umfang von Plänen ändert sich teils ohne klare Ankündigung. Wer eine geschäftskritische Workflow-Architektur auf einem ChatGPT-Feature aufbaut, sollte einkalkulieren, dass es nicht garantiert dauerhaft existiert.

Spezialdisziplinen sind nicht die Kernstärke. Für hochkomplexe Logikprobleme, sehr lange Dokumentenanalysen oder differenziertes literarisches Schreiben sind spezialisierte Tools (Claude für Analyse und Schreibqualität, Copilot/Cursor für IDE-Coding, Perplexity für quellenbasierte Recherche) oft besser. Die breite Aufstellung bedeutet auch: nirgendwo der allerbeste, sondern überall sehr solide.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Recherche mit nachprüfbaren Quellen brauchstPerplexity
Lange Dokumente und differenzierte Texte verarbeitestClaude
Tiefe Quellen-Analyse einer festen Dokumentenmenge brauchstNotebookLM
Code-fokussiert in einer IDE arbeitestCursor oder GitHub Copilot
Microsoft-365-Integration brauchstMicrosoft 365 Copilot

Erwähnenswert ohne eigenes direktes Pendant: Gemini für tiefe Google-Workspace- und YouTube-Integration, Mistral als europäische Foundation-Alternative, DeepSeek mit aggressivem Open-Source-Preis-Leistungs-Verhältnis. ChatGPT bleibt der Allrounder mit dem breitesten Feature-Spektrum, die Spezialisten sind in ihrer Disziplin oft besser, aber kaum eines der Tools deckt so viele Anwendungen unter einer Oberfläche ab.

So steigst du ein

Schritt 1: Auf chatgpt.com einsteigen und Custom Instructions hinterlegen. Geh auf chatgpt.com und richte unter Einstellungen → Personalisierung deine Custom Instructions ein. Hinterlege einmalig deine Branche, Rolle und Präferenzen, z. B. „Ich bin Steuerberater in einer 10-Personen-Kanzlei in München. Antworte präzise, formell und mit Verweis auf relevante Paragrafen, sofern bekannt.” Das verbessert jede Konversation, ohne dass du den Kontext jedes Mal neu eingeben musst.

Schritt 2: Projects statt Einzelchats nutzen. Lege für jeden wiederkehrenden Kontext (Mandanten, Produkte, laufende Recherchen) ein Project an. Lade relevante Dateien hoch, hinterlege spezifische Anweisungen, alle Chats darin teilen diesen Kontext. Das ist der Hebel, mit dem ChatGPT vom Spielzeug zum Werkzeug wird. Custom GPTs sind ergänzend nützlich, wenn du einen wiederkehrenden Workflow auch mit Kollegen teilen willst.

Schritt 3: Deep Research und Codex gezielt einsetzen. Statt eine schnelle Frage zu stellen, formuliere bei komplexen Recherchen explizit „Mach eine Deep-Research-Recherche zu …”, du bekommst nach 5 bis 15 Minuten einen mehrseitigen Bericht mit Quellen. Für Entwickler lohnt der Blick auf Codex (im Plus-Plan begrenzt, im Pro-Plan großzügig): Statt Code-Snippets zu kopieren, gibst du eine Aufgabe in eine Sandbox und lässt sie autonom abschließen.

Schritt 4 für Unternehmen: Datenschutz vor Rollout klären. Wenn mehrere Mitarbeitende ChatGPT nutzen sollen, ist Plus die falsche Wahl, auch für KMU. Geh direkt auf Team oder Business, in diesen Plänen werden Eingaben laut OpenAI nicht zum Training genutzt, und schließe einen AVV/DPA ab (über das Trust-Portal von OpenAI verfügbar). Für DSGVO-strenge Branchen mit zwingender EU-Datenresidenz die Möglichkeiten direkt mit OpenAI klären oder Alternativen (Claude, Mistral) gegenrechnen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Vertriebsleiter in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen aus Stuttgart (45 Mitarbeitende) nutzt ChatGPT Team täglich für Angebotskommunikation. Er hat ein Project „Angebotsentwürfe” eingerichtet, in das Produktdatenblätter, Preisliste, Standardklauseln und Beispielangebote der letzten zwölf Monate hochgeladen sind. Wenn ein Interessent anfrägt, fügt er die Kerninformationen ein, und bekommt in 30 Sekunden einen professionellen Angebotsentwurf, der zu 80 Prozent fertig ist. Das Anpassen und Versenden dauert weitere fünf bis zehn Minuten. Vorher: 30 Minuten pro Angebot. Heute: zehn Minuten. Bei rund 60 Angeboten pro Monat sind das gut 20 Stunden Zeitersparnis. Sensible Kundendaten gehen über den Team-Plan, der das Training auf Eingaben deaktiviert hat, vor dem Wechsel von Plus auf Team war das ein klares Compliance-Problem.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Laut OpenAIs Trust-Portal läuft die Infrastruktur auf Microsoft Azure. Eine garantierte EU-Datenresidenz ist nicht für alle Pläne öffentlich dokumentiert, kläre den genauen Speicherort bei Bedarf direkt mit OpenAI.
  • Compliance: GDPR-Compliance ist unter den Zertifizierungen des Trust-Portals gelistet, ein Data Processing Agreement (AVV/DPA) sowie eine Liste der Sub-Prozessoren stehen als Dokumente bereit.
  • Datennutzung Free, Plus, Pro: Eingaben werden standardmäßig für das Modell-Training genutzt. Ein Opt-out ist möglich (Einstellungen → Datenkontrollen), muss aber aktiv vorgenommen werden.
  • Datennutzung Team, Business, Enterprise: Eingaben werden laut OpenAI grundsätzlich nicht für Training genutzt.
  • API: API-Eingaben werden laut OpenAI standardmäßig nicht für Training genutzt. Die genauen Aufbewahrungsfristen bitte in den aktuellen OpenAI-Bedingungen prüfen.
  • Datenlöschung: Über die Kontoeinstellungen möglich; eine Exportfunktion für die eigenen Konversationsdaten ist vorhanden.
  • Memory: Kann deaktiviert werden, Inhalte sind über die Memory-Verwaltung einsehbar und löschbar.
  • Empfehlung für Unternehmen: Ab Team-Plan für alle Anwendungen mit Unternehmensdaten, dort wird laut OpenAI nicht auf Eingaben trainiert. Für Mandanten-, Patienten- oder anderweitig besonders schutzwürdige Daten die EU-Datenresidenz vorab mit OpenAI klären oder eine Alternative mit dokumentiertem EU-Hosting prüfen.

Gut kombiniert mit

  • Perplexity, Perplexity recherchiert mit Quellen, ChatGPT verarbeitet die Ergebnisse zu Texten, Präsentationen oder Berichten weiter. Die Stärken ergänzen sich, ohne dass eines der Tools überflüssig wird.
  • Make.com, Automatisiert ChatGPT-Aufrufe in Workflows: eingehende E-Mails klassifizieren, automatische Antwortentwürfe generieren, Daten aus Formularen verarbeiten. Über die OpenAI-API in Make.com lässt sich vieles ohne Code erschlagen.
  • Canva, ChatGPT schreibt den Text, Canva setzt ihn visuell um, für Social Posts, Präsentationen oder Marketingmaterial. Für Bildgenerierung im Markenkontext oft praktischer als ChatGPTs eingebaute Bildfunktion.

Unser Testurteil

ChatGPT verdient 4 von 5 Sternen. Als vielseitigster KI-Assistent ist er für die meisten Anwender die logische erste Wahl, mit echter Tiefe in Textarbeit, Recherche, Code und Datenanalyse. Den fünften Stern verliert er durch das Halluzinationsproblem (strukturell nicht lösbar), durch das US-Standardhosting ohne durchgängig dokumentierte EU-Datenresidenz, durch das Training-Opt-out, das in den Consumer-Plänen erst aktiv ausgeschaltet werden muss, und durch die zunehmend unübersichtliche Plan- und Modell-Landschaft. Wer ChatGPT professionell und datenschutzbewusst einsetzen will, kommt um den Team- oder Business-Plan nicht herum, denn dort wird laut OpenAI nicht auf Eingaben trainiert. Für DSGVO-strenge Branchen mit zwingender EU-Datenresidenz sind die Optionen vorab mit OpenAI zu klären oder eine Alternative mit dokumentiertem EU-Hosting zu prüfen.

Was wir bemerkt haben

  • Februar 2023, ChatGPT Plus für 20 USD/Monat eingeführt. Bis heute der Sweetspot-Tarif für Einzelnutzer.
  • Dezember 2024, Pro-Plan für 200 USD/Monat eingeführt, zusammen mit den ersten Reasoning-Modellen. Erste klar zweistufige Premium-Stufe oberhalb von Plus.
  • August 2025, GPT-5 veröffentlicht mit Router-System: Das System wählt automatisch zwischen schnellem und denkendem Modell. Für Einsteiger einfacher, für Power-User intransparenter, weil nicht immer sichtbar ist, welche Variante gerade antwortet.
  • 2025, ChatGPT Go als günstigerer Plan eingeführt, zunächst in Indien (₹399/Monat). Hebt vor allem die Limits gegenüber dem Free-Plan an, lässt aber Premium-Features wie Deep Research weg. Preis und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land, der genaue Funktionsumfang ist regional verschieden.
  • Januar 2026, Werbung im Free-Plan als Test gestartet (zunächst eingeloggte erwachsene Nutzer in den USA, breiterer Ausspielung im Lauf des Frühjahrs 2026). Ein Bruch mit der bisherigen werbefreien Linie, bezahlte Pläne bleiben werbefrei.
  • April 2026, GPT-5.5 veröffentlicht und als aktuelles Standardmodell ausgerollt (dazu GPT-5.5 Pro in den höheren Plänen).
  • April 2026, Sora-App eingestellt (26. April). Die App wurde geschlossen, die zugehörige API soll am 24. September 2026 folgen. Erinnert daran, dass nicht jedes OpenAI-Feature dauerhaft Bestand hat, geschäftskritische Workflows sollten das einkalkulieren.
  • Laufend, OpenAI passt Plan-Inhalte, Preise, Limits und Modellverfügbarkeiten häufig an, ohne das immer eindeutig zu kommunizieren. Die offizielle Pricing- und Release-Notes-Seite auf openai.com bleibt die einzige verlässliche Quelle, selbst aktive Nutzer verlieren sonst den Überblick.

Quellen

  1. Wikipedia: ChatGPT (Pläne, Modelle, Werbung). https://en.wikipedia.org/wiki/ChatGPT (abgerufen am 2026-06-11). Plus 20 USD/Monat (seit Februar 2023), Pro 200 USD/Monat (seit Dezember 2024), GPT-5 veröffentlicht August 2025, GPT-5.5 veröffentlicht April 2026 als aktuelles Modell, ChatGPT Go als günstigerer Plan (Start in Indien August 2025), Werbe-Test im kostenlosen Plan ab Januar 2026 für eingeloggte erwachsene US-Nutzer.
  2. OpenAI Trust Portal. https://trust.openai.com/ (abgerufen am 2026-06-11). Infrastruktur auf Azure, GDPR-Compliance unter den Zertifizierungen, Data Processing Agreement (DPA/AVV) und Liste der Sub-Prozessoren als Dokumente verfügbar.
  3. Wikipedia: Sora (Status der App). https://en.wikipedia.org/wiki/Sora_(text-to-video_model) (abgerufen am 2026-06-11). Sora-App am 26. April 2026 eingestellt, API-Abschaltung für den 24. September 2026 angekündigt.

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