Windward Maritime AI
Windward Ltd.
Windward Maritime AI ist eine spezialisierte Plattform für maritime Lageaufklärung, Verhaltensanalyse und Sanktions-Compliance. Das System fusioniert AIS-Daten, Satellitenbilder (SAR und optisch), RF-Signaturen und historische Bewegungsmuster, um dunkle Schiffe, AIS-Manipulation, Schmuggel und Sanktionsverstöße zu erkennen. Der KI-Assistent MAI Expert und agentische Workflows übersetzen die Rohdaten in konkrete Handlungsempfehlungen. Zu den genannten Kunden zählen das UN-Sanktionspanel, Société Générale, Generali, Marinen und Reedereien weltweit.
Kosten: Enterprise-Preise auf Anfrage; kein öffentliches Pricing. Jahresverträge, volumenbezogen auf Anzahl überwachter Schiffe und Funktionsmodule (Risk & Compliance, Maritime Domain Awareness, Remote Sensing). Satelliten-Tasking (SAR/EO) wird in der Regel zusätzlich abgerechnet.
Kategorien
Stärken
- Multi-Source-Fusion aus AIS, SAR- und optischen Satellitendaten, RF-Signatur und Verhaltensmodellen, kein Single-Source-Ansatz
- Dark-Vessel-Erkennung: physische Schiffspräsenz auch ohne AIS-Broadcast nachweisbar
- MAI Expert (generativer KI-Assistent) übersetzt komplexe maritime Daten in natürlichsprachige Antworten
- Sanktions- und Compliance-Screening (OFAC, EU, OFSI, UN) inklusive Erkennung deceptive shipping practices
- Operativer Einsatz durch UN-Sanktionspanel, Société Générale, Generali und Marinen als belastbare Referenz für Datenqualität
Einschränkungen
- Hosting-Region nicht öffentlich dokumentiert (Betrieb aus London und Washington D.C.), für DSGVO-sensible EU-Betreiber zu klären
- Kein deutschsprachiger Support, Oberfläche und Onboarding auf Englisch
- Primär für Shore-side-Betreiber (Reederei, Marine, Behörden, Banken), kein natives Onboard-System
- Keine transparenten Preise; Enterprise-Vertriebszyklus dauert oft mehrere Monate
- Echtzeit-Satelliten-Tasking (SAR/EO) erfordert zusätzliche Abonnements und treibt die Kosten
- Vom Hersteller genannte Genauigkeitswerte sind nicht unabhängig nachprüfbar
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du musst ganze Flotten oder Handelspartner auf Sanktions- und Sicherheitsrisiko prüfen
- Du brauchst Lagebild und Anomalieerkennung über AIS-Daten hinaus (dunkle Schiffe, Spoofing)
- Du arbeitest in Behörde, Bank, Versicherung oder Reederei mit Enterprise-Budget
- Du willst maritime Compliance dokumentiert und auditierbar nachweisen
Wann nein
- Du suchst ein Onboard-System für Kollisionsvermeidung oder Brücken-Alarme
- Du brauchst eine günstige Lösung für ein einzelnes Schiff oder eine kleine Flotte
- Dein Unternehmen verlangt zwingend EU-Datenhosting und deutschen Support
- Du willst nur AIS-Tracking ohne Risiko- und Compliance-Analytik
Kurzfazit
Windward Maritime AI ist der Kategorieführer für maritime Lageaufklärung und Sanktions-Compliance, und genau dafür solltest du es einsetzen, nicht für mehr. Die Plattform fusioniert AIS, Satellitenbilder, RF-Signaturen und Verhaltensmodelle zu einem Risikobild, das einzelne Datenquellen nicht liefern können: Sie erkennt dunkle Schiffe ohne AIS-Signal, deckt AIS-Manipulation auf und markiert Schiffe, deren Bewegungsmuster auf Sanktionsumgehung oder Schmuggel hindeuten. Dass das UN-Sanktionspanel, Société Générale, Generali und mehrere Marinen zu den genannten Kunden zählen, ist ein seltenes, glaubwürdiges Qualitätssignal. Den fünften Stern verhindern handfeste Hürden: keine öffentlich dokumentierte EU-Hosting-Region, kein deutschsprachiger Support, intransparente Enterprise-Preise und Genauigkeitsangaben, die ausschließlich vom Hersteller stammen. Für die meisten KMU ist Windward zu groß und zu teuer, für Banken, Behörden und große Reedereien ist es Referenzklasse.
Für wen ist Windward Maritime AI?
Compliance-Teams in Banken und Versicherungen: Wer Handelsfinanzierung, Schiffsversicherung oder Frachtgeschäfte absichert, muss prüfen, ob Schiffe und Gegenparteien gegen Sanktionen verstoßen. Windward screent gegen OFAC, EU, OFSI und UN-Listen und erkennt typische Verschleierungstaktiken (AIS-Abschaltung, Identitätstausch, verdächtige Ship-to-Ship-Transfers), dokumentiert und auditierbar.
Behörden und Marinen: Küstenwachen, Zoll und Marinen nutzen Windward für maritime Domänen-Aufklärung: Schmuggel, illegale Fischerei (IUU), Sanktionsumgehung, dunkle Schiffe. Die vom Hersteller genannten Referenzen, darunter das UN-Sanktionspanel und das europäische Anti-Drogen-Zentrum MAOC(N), sind hier kein Marketing, sondern operativer Einsatz.
Große Reedereien und Fleet-Manager: Wer Dutzende oder Hunderte Schiffe in Risikogewässern betreibt, kann das gesamte Portfolio auf Sicherheits- und Sanktionsrisiko screenen, statt jedes Schiff einzeln zu prüfen. Sinnvoll ab einer Flottengröße, bei der manuelle Recherche nicht mehr skaliert.
Rohstoffhändler und Energieunternehmen: Wer Öl, Gas oder Schüttgut handelt, prüft mit Windward die Historie von Charterschiffen und Gegenparteien, bevor ein Geschäft zustande kommt, relevant geworden seit der Verschärfung der Sanktionen gegen russische und iranische Schattenflotten.
Weniger geeignet für: Einzelschiff-Betreiber, Yacht- und Freizeitschifffahrt, Onboard-Sicherheit (dafür sind
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Windward Maritime AI (Basis) | Auf Anfrage | Lageaufklärung, AIS-Fusion, Anomalieerkennung, Schiffs- und Entitätssuche, Web-Plattform |
| Risk & Compliance | Auf Anfrage | Sanktions-Screening (OFAC/EU/OFSI/UN), Erkennung deceptive shipping practices, auditierbare Risiko-Berichte |
| Remote Sensing / Satelliten-Tasking | Zusatzkosten | SAR- und optische Satellitenbilder, In-App-Tasking, Dark-Vessel-Bestätigung |
| MAI Expert & agentische Workflows | Auf Anfrage | Generativer KI-Assistent, von Forward Deployed Engineers gebaute Automatisierungen in Private Cloud |
| API & Integration | Auf Anfrage | Anbindung an bestehende Fleet-Management- und GRC-Systeme, automatische Alerts |
Einordnung: Windward veröffentlicht keine Preise, typisch für eine Enterprise-Plattform mit Behörden- und Bankenkundschaft. Die Abrechnung erfolgt über Jahresverträge, gestaffelt nach Anzahl überwachter Schiffe und gebuchten Funktionsmodulen. Realistisch bewegen sich Verträge im fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr; Satelliten-Tasking schlägt zusätzlich zu Buche, weil dahinter externe Datenanbieter stehen. Der Vertriebszyklus dauert in der Regel mehrere Monate, inklusive Scoping, Datenintegration und Pilotphase. Wer eine schlanke, günstige Lösung sucht, ist hier falsch, Windward rechnet sich erst, wenn maritime Risiken ein echtes Geschäftsrisiko sind.
Stärken im Detail
Multi-Source-Fusion statt Single Source. Reines AIS-Tracking lässt sich austricksen: Ein Schiff schaltet den Transponder ab oder sendet eine gefälschte Position. Windward gleicht AIS mit Satellitenbildern (SAR und optisch), RF-Signaturen und historischen Bewegungsmustern ab. Dadurch wird die physische Präsenz eines Schiffs nachweisbar, auch wenn es kein AIS sendet, die zentrale Voraussetzung, um Sanktionsumgehung und Schattenflotten überhaupt zu erkennen.
Dark-Vessel- und Spoofing-Erkennung. Das Herzstück der Plattform sind Verhaltensmodelle, die verdächtige Muster lernen: plötzliche AIS-Abschaltung in einer Sanktionszone, unplausible Sprünge in der Position, Identitätstausch zweier Schiffe, heimliche Ship-to-Ship-Transfers. Statt starrer Regeln, die viele Fehlalarme produzieren, bewertet Windward das Gesamtverhalten, laut Hersteller mit deutlich weniger Falschalarmen als regelbasierte Systeme. Diese Werte sind allerdings nicht unabhängig geprüft.
Sanktions- und Compliance-Screening. Windward gleicht Schiffe, Eigner und Gegenparteien gegen die relevanten Sanktionslisten (OFAC, EU, OFSI, UN) ab und erkennt die typischen Verschleierungstaktiken (deceptive shipping practices). Für Banken und Versicherer ist entscheidend, dass die Risikobewertung dokumentiert und auditierbar ist, sie muss einer Aufsichtsprüfung standhalten, nicht nur einen Treffer anzeigen.
MAI Expert und agentische Workflows. Mit MAI Expert hat Windward einen generativen KI-Assistenten integriert, der maritime Daten in natürlichsprachige Antworten übersetzt, Analysten müssen nicht mehr durch Dashboards klicken, sondern können Fragen stellen. Die agentischen Workflows gehen weiter: Forward Deployed Engineers bauen kundenspezifische Automatisierungen in einer Private-Cloud-Umgebung, die wiederkehrende Aufklärungs- und Compliance-Aufgaben eigenständig abarbeiten.
Glaubwürdige Referenzen. Das UN-Sanktionspanel, das Anti-Drogen-Zentrum MAOC(N), Marinen, die Société Générale und große Versicherer wie Generali werden vom Hersteller als Kunden genannt. In einem Markt, in dem viele Anbieter mit Buzzwords arbeiten, ist diese Kundenliste ein seltenes, belastbares Signal für Datenqualität und operative Reife. Über diese Liste hinaus hat Windward öffentlich auch eine Zusammenarbeit mit INTERPOL kommuniziert.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine dokumentierte EU-Hosting-Region. Windward wurde in Israel gegründet und betreibt sein Geschäft heute aus London und Washington D.C. Wo genau die Daten verarbeitet werden, dokumentiert der Anbieter nicht öffentlich; eine ausgewiesene EU-Region für Standardkunden ist nicht erkennbar. Für DSGVO-sensible europäische Betreiber, besonders Behörden, ist das ein echtes Hindernis, das vor Vertragsschluss schriftlich zu klären ist. Behördliche und Defense-Kunden bekommen teils Private-Cloud- oder On-Prem-Deployments, das ist aber Verhandlungssache und nicht Standard.
Kein deutschsprachiger Support. Oberfläche, Onboarding und Support sind englisch. Für internationale Compliance-Teams ist das selten ein Problem, für deutsche Behörden oder kleinere Reedereien ohne englischsprachiges Personal aber eine reale Hürde.
Reine Shore-side-Plattform. Windward ist ein Analyse- und Aufklärungswerkzeug für das Büro an Land, kein Onboard-System. Wer auf der Brücke in Echtzeit vor herannahenden Schnellbooten oder Piraten gewarnt werden will, braucht ein anderes Werkzeug, etwa
Intransparente Preise und langer Vertriebszyklus. Ohne öffentliches Pricing lässt sich der Aufwand schwer einschätzen. Der Enterprise-Verkauf zieht sich oft über Monate, und das Satelliten-Tasking als Zusatzkosten macht die Kalkulation noch undurchsichtiger. Für eine schnelle Entscheidung ist die Plattform nicht gebaut.
Hersteller-Metriken ohne unabhängige Prüfung. Die kursierenden Genauigkeitswerte (deutlich weniger Falschalarme, hohe Trefferquoten bei historischen Vorfällen) stammen vom Anbieter selbst. Sie klingen plausibel und passen zum Referenzkundenkreis, sind aber nicht von neutraler Stelle verifiziert. Wer eine Beschaffungsentscheidung trifft, sollte einen eigenen Pilot mit echten Daten verlangen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Onboard-Bedrohungen in Echtzeit erkennen willst (kleine Boote, Drohnen) | |
| Kollisionsvermeidung und Objekterkennung mit EU-Hosting brauchst | |
| Schiffsrümpfe per KI auf Biofouling und Schäden inspizieren willst | |
| Flotteneffizienz und Treibstoff optimieren willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Kpler und Lloyd’s List Intelligence (maritime Markt- und Risikodaten mit starker Compliance-Ausrichtung), Spire Maritime (satellitengestützte AIS-Daten als Rohdatenlieferant), Pole Star / PurpleTRAC (etabliertes Sanktions-Screening für die Schifffahrt) und MarineTraffic (verbreitetes, aber überwiegend reines AIS-Tracking ohne tiefe Risikoanalytik). Windward unterscheidet sich von diesen durch die Tiefe der Datenfusion und die generative Analyseschicht, wer nur AIS-Positionen oder ein einfaches Listen-Screening braucht, fährt mit günstigeren Spezialanbietern besser. Wer Verhalten, Anomalien und Sanktionsrisiko in einem auditierbaren Bild vereinen muss, findet kaum eine vergleichbar reife Alternative.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo über windward.ai anfragen. Windward führt projektspezifische Scoping-Gespräche, in denen Umfang (Flottengröße, Risikogebiete, Compliance-Regime), benötigte Module und Integrationswege geklärt werden. Komm mit einem konkreten Use Case, “Sanktions-Screening unserer Charterflotte” oder “Lagebild im Golf von Guinea”, sonst bleibt das Gespräch generisch.
Schritt 2: Datenintegration vorbereiten. AIS-Feeds, eigene Flottendaten, interne Watch-Listen und bestehende GRC- oder Fleet-Management-Systeme werden angebunden. Windward bietet APIs für automatische Alerts. Kläre früh, ob Satelliten-Tasking (SAR/EO) Teil des Vertrags sein soll, das beeinflusst Kosten und Aussagekraft erheblich.
Schritt 3: Pilot mit echten Daten und Kalibrierung. Lass Risiko-Scores und Verhaltensmodelle auf dein Fahrtgebiet und deine Schiffstypen (Tanker, Bulk, Container) kalibrieren, bevor der Livebetrieb startet. Verlange in der Pilotphase eine eigene Trefferanalyse: Wie viele relevante Vorfälle erkennt das System, wie viele Fehlalarme produziert es bei deinem realen Datenstrom? Das ist die einzige belastbare Grundlage für die Beschaffungsentscheidung.
Ein konkretes Beispiel
Die Trade-Finance-Abteilung einer norddeutschen Geschäftsbank prüft Akkreditive für Rohstofflieferungen, und haftet, wenn ein finanziertes Geschäft gegen Sanktionen verstößt. Früher recherchierte ein Compliance-Analyst jedes beteiligte Schiff manuell über öffentliche AIS-Dienste und Sanktionslisten, ein bis zwei Stunden pro Transaktion. Seit der Einführung von Windward läuft jede Schiffs-IMO automatisch durch das Risk-&-Compliance-Modul: Das System gleicht gegen OFAC-, EU- und OFSI-Listen ab, prüft die Bewegungshistorie auf AIS-Lücken in Sanktionszonen und verdächtige Ship-to-Ship-Transfers und liefert einen dokumentierten Risiko-Score. Bei einem Tanker fiel auf, dass er drei Wochen zuvor sein AIS vor der iranischen Küste abgeschaltet und kurz darauf eine unerklärliche Ladungsänderung gezeigt hatte, ein Muster, das die manuelle Prüfung übersehen hätte. Die Bank lehnte die Finanzierung ab. Zeitersparnis pro Prüfung: rund 90 Minuten, bei dreistelliger Fallzahl pro Monat ein erheblicher Hebel. Wichtiger noch: Der auditierbare Bericht hält der Prüfung durch die BaFin stand.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Die konkrete Verarbeitungsregion ist nicht öffentlich dokumentiert. Anbieter ist Windward Ltd. (in Israel gegründet), das Geschäft läuft heute aus London und Washington D.C. Eine ausgewiesene EU-Region für Standardkunden ist nicht erkennbar.
- Datennutzung: Verarbeitet werden überwiegend öffentlich verfügbare maritime Daten (AIS, Satellit, Schiffsregister). Personenbezogene Daten sind im Kerngeschäft begrenzt; bei Eingabe eigener Watch-Listen oder Mitarbeiterzugängen entstehen jedoch DSGVO-relevante Verarbeitungen.
- Private-Cloud- und On-Prem-Optionen: Für Defense-, Behörden- und Großkunden bietet Windward dedizierte Deployments inklusive von Forward Deployed Engineers gebauter Workflows. Das ist Verhandlungssache und nicht im Standardvertrag enthalten.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für Enterprise-Kunden auf Anfrage verfügbar. Wer in der EU als Bank, Versicherung oder Behörde einsetzt, sollte AVV, Standardvertragsklauseln und die konkrete Hosting-Region vertraglich fixieren.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor dem Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen und die Datenflüsse (Verarbeitungsregion, Satelliten-Drittanbieter) dokumentieren. Für DSGVO-kritische Behörden ist eine Private-Cloud- oder EU-Variante vertraglich auszuhandeln, bevor produktive Daten fließen.
Gut kombiniert mit
, Windward liefert das Risikobild an Land (welche Gewässer, welche Schiffe sind gefährlich), ShipIn FleetVision ergänzt die Echtzeitwarnung an Bord. Strategische Lageaufklärung trifft taktische Bordsicherheit. , während Windward auf Sicherheit und Compliance zielt, optimiert Marine Digital Treibstoff und Routen. Wer beides nutzt, deckt sowohl Risikomanagement als auch Effizienz über dieselbe Datenbasis (AIS, Satellit, Wetter) ab. , Windward bewertet das Verhaltensrisiko eines Schiffs, Vesselity den physischen Zustand des Rumpfes. In Versicherung und Klassifikation ergänzen sich beide Perspektiven: operatives Risiko und technischer Zustand.
Unser Testurteil
Windward Maritime AI verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, maritime Lageaufklärung, Anomalieerkennung und Sanktions-Compliance, ist es Referenzklasse, und die genannte Kundenliste (UN-Sanktionspanel, MAOC(N), Marinen, Société Générale, Generali) ist ein Qualitätssignal, das kaum ein Wettbewerber vorweisen kann. Die Multi-Source-Fusion löst ein echtes Problem, das reines AIS-Tracking nicht lösen kann, und MAI Expert macht die Daten erstmals ohne Spezialwissen zugänglich. Den fünften Stern kosten die fehlende dokumentierte EU-Hosting-Region, der fehlende deutschsprachige Support, die intransparenten Preise und der lange Vertriebszyklus, sowie die Tatsache, dass alle beeindruckenden Genauigkeitswerte vom Hersteller selbst stammen und unabhängig nicht belegt sind. Für deutsche KMU ist Windward fast immer zu groß und zu teuer. Für Banken, Versicherer, Behörden und große Reedereien, für die maritimes Risiko ein echtes Geschäftsrisiko ist, gibt es kaum eine reifere Alternative.
Was wir bemerkt haben
- Juni 2026, Beim Abruf der Anbieterseiten präsentiert sich Windward nicht mehr mit israelischem Hauptsitz, sondern mit Betrieb aus London und Washington D.C. Die Kundenreferenzen auf der Seite nennen UN-Sanktionspanel, MAOC(N), Société Générale, Generali und Metro Shipping; INTERPOL taucht dort aktuell nicht mehr auf, wird aber separat öffentlich kommuniziert.
- Public berichtet (2023/2024), Windward kommunizierte eine Zusammenarbeit mit INTERPOL zur Bekämpfung illegaler maritimer Aktivitäten. Diese Angabe stammt aus früherer Berichterstattung und ließ sich in dieser Quellenprüfung nicht erneut auf den Anbieterseiten bestätigen, daher als berichtet, nicht als verifiziert geführt.
- Public berichtet (2025), Windward soll durch FTV Capital übernommen und von der Londoner AIM-Börse genommen worden sein (Take-private). Die genaue Summe und das Datum stammen aus Drittberichterstattung und wurden in dieser Prüfung nicht aus einer Primärquelle belegt.
- 2024–2026, Mit MAI Expert und agentischen Workflows hat Windward die Plattform von einem reinen Analyse-Dashboard zu einer generativen, teils automatisierten KI-Lösung weiterentwickelt (beide Module sind aktuell auf der Produktseite gelistet). Das verschiebt den Nutzwert von “Daten anschauen” zu “Antworten und Aktionen bekommen”.
- 2022–2026, Mit der Verschärfung der Sanktionen gegen russische und iranische Schattenflotten ist die Nachfrage nach Dark-Vessel- und Spoofing-Erkennung stark gestiegen. Windwards aktuelle Blog-Themen (Straße von Hormus, russische Schattenflotte, iranische Exporte) spiegeln diesen Compliance-Fokus deutlich wider.
Quellen
- Windward – Maritime AI Plattform (Startseite). https://windward.ai/ (abgerufen am 2026-06-14). Produktmodule (Maritime AI, MAI Expert, Risk & Compliance, Maritime Domain Awareness, Remote Sensing, Agentic Workflows), Multi-Source-Fusion aus AIS, Dark-Vessel-Signalen, EO, SAR und RF, Kundenreferenzen UN-Sanktionspanel, Société Générale, Generali, Metro Shipping, MAOC(N).
- Windward – Company. https://windward.ai/company/ (abgerufen am 2026-06-14). Co-Founder/CEO Ami Daniel, Betrieb aus London und Washington D.C., generative KI und proprietäre Modelle als Kern, IUU- und Schmuggel-Erkennung.
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