Everllence CEON (ehemals MAN CEON)
Everllence (ehemals MAN Energy Solutions)
Everllence CEON (bis 2025 MAN CEON) ist die OEM-eigene Condition-Monitoring-Plattform für MAN B&W-Zweitakt- und MAN-Viertakt-Schiffsmotoren. Hunderte Sensoren liefern Echtzeit-Betriebsdaten, die per Machine-Learning und KI-Algorithmen auf Anomalien analysiert werden. PrimeServ Assist kombiniert diese automatische Datenanalyse mit 24/7-Expertenüberwachung durch MAN-Ingenieure.
Kosten: Preise auf Anfrage; Teil eines MAN PrimeServ Assist-Vertrags. Jahresverträge, Preisgestaltung abhängig von Motortyp und Überwachungsumfang.
Kategorien
Stärken
- OEM-Plattform für MAN B&W-Motoren, Algorithmen auf Basis tausender MAN-Motordatensätze trainiert
- Abdeckung von Zweitakt- (ME/MC-Typen) und Viertakt-Motoren sowie Turbolader und Kompressoren
- 70% der Motoranomalien im Schmieröl erkennbar, Lube-Oil-Analyse als ergänzender Sensor
- 24/7 PrimeServ Assist: MAN-Experten überwachen aktiv und kontaktieren Reederei proaktiv
- EU-Datenhaltung möglich, Daten bleiben in europäischen Rechenzentren
Einschränkungen
- Nur für MAN-Motoren, keine Unterstützung für Wärtsilä, Caterpillar oder andere Hersteller
- Preise nicht öffentlich, Budgetplanung nur über MAN/Everllence-Vertrieb möglich
- MAN Energy Solutions hat 2025 das Marine-Servicegeschäft unter der Marke Everllence neu organisiert, Übergangszeitraum mit Markenverunsicherung
- Setzt Satellitenkonnektivität voraus, auf Routen mit schlechter Abdeckung (Arktis, Tiefsee-Pazifik) eingeschränkt
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Deine Flotte fährt überwiegend mit MAN-B&W-Zweitakt- oder MAN-Viertaktmotoren
- Du willst ungeplante Maschinenausfälle vermeiden und Werftaufenthalte vorausplanen
- Dir fehlt ein eigenes Condition-Monitoring-Team und du willst 24/7-Expertenüberwachung einkaufen
- Du strebst eine zustandsbasierte Wartung (DNV CBM) statt fixer Wartungsintervalle an
Wann nein
- Deine Flotte fährt mit Wärtsilä-, Caterpillar- oder anderen Fremdmotoren
- Du brauchst eine herstellerunabhängige Plattform für eine gemischte Flotte
- Du willst transparente, öffentlich kalkulierbare Lizenzpreise ohne Vertriebsgespräch
- Deine Schiffe fahren dauerhaft in Regionen ohne verlässliche Satellitenanbindung
Kurzfazit
Everllence CEON (bis Juni 2025 MAN CEON) ist die beste Wahl, wenn deine Flotte mit MAN-B&W-Motoren fährt und du Maschinenausfälle vermeiden willst, bevor sie passieren. Als OEM-Plattform sitzt Everllence an der Quelle: Die Anomalie-Algorithmen sind auf den Betriebsdaten tausender baugleicher MAN-Motoren trainiert, diese Datentiefe kann keine herstellerunabhängige Lösung bieten. In Kombination mit PrimeServ Assist überwacht ein 24/7-Expertennetz die Daten aktiv und meldet sich proaktiv, bevor die Crew den Alarm überhaupt sieht. Der Preis dieser Tiefe ist die Bindung: CEON funktioniert ausschließlich für MAN-Maschinen, die Preise stehen nicht öffentlich, und die Marke befindet sich seit der Umbenennung in einem Übergang. Für eine reine MAN-Flotte ist es trotzdem die naheliegendste Lösung.
Für wen ist Everllence CEON?
Reedereien mit MAN-B&W-Zweitaktflotte: Wer Containerschiffe, Massengutfrachter oder Tanker mit MAN-B&W-Hauptantrieben (ME-B, ME-C, MC-C oder die neuen ME-GI-, ME-LGIM-Methanol- und kommenden ME-LGIA-Ammoniak-Motoren) betreibt, bekommt hier die exakt auf den eigenen Motortyp kalibrierte Überwachung. Die OEM-Datenbasis ist der entscheidende Hebel.
Schiffseigner ohne eigenes Monitoring-Team: Wer keine Maschinendaten-Spezialisten an Bord oder im technischen Management hat, kauft mit PrimeServ Assist faktisch ein Expertenteam ein. Die 24/7-Überwachung durch Everllence-Ingenieure ersetzt das fehlende Inhouse-Know-how.
Technische Flottenmanager: Wer Werftaufenthalte und Ersatzteilbeschaffung vorausplanen muss, profitiert vom Frühwarnsystem. Ein erkannter Trend sechs Wochen vor dem Schaden bedeutet, dass das Ersatzteil zum nächsten ohnehin geplanten Hafenstopp bereitliegt, statt zu einem ungeplanten Stillstand auf hoher See.
Betreiber mit CBM-Ambitionen: Wer die zustandsbasierte Wartungsnotation der Klassifikationsgesellschaften (etwa DNV CBM) für den Hauptantrieb anstrebt, braucht eine dokumentierte, kontinuierliche Zustandsüberwachung. CEON liefert die dafür nötige Datengrundlage und Historie.
Weniger geeignet für: Reedereien mit gemischter oder Fremdmotorenflotte (Wärtsilä, Caterpillar, MaK), für sie ist CEON nutzlos. Ebenso ungeeignet für kleine Betreiber, die eine günstige, selbst administrierbare Standardlösung suchen, und für Schiffe, die dauerhaft in Regionen ohne Satellitenabdeckung verkehren.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| CEON-Konnektivität | Auf Anfrage | Datenanbindung des Motors, Zugang zum CEON-Dashboard mit Trendkurven und Anomalie-Erkennung |
| PrimeServ Assist | Auf Anfrage (Jahresvertrag) | CEON plus 24/7-Überwachung durch Everllence-Experten, proaktive Benachrichtigung, Live-Chat (Video/Audio), Handlungsempfehlungen |
| Erweiterungen | Projektabhängig | Lube-Oil-Analyse, Turbolader- und Kompressorüberwachung, Integration in Trockendock-Planung |
Einordnung: Es gibt keine öffentliche Preisliste, das ist branchenüblich im Marinegeschäft, aber für die Budgetplanung lästig. Die Kosten richten sich nach Motortyp, Überwachungsumfang und Flottengröße und werden im Rahmen eines PrimeServ-Servicevertrags ausgehandelt. Für neuere MAN-ME-Motoren ist die CEON-Hardware oft bereits ab Werk verbaut, sodass primär die Service- und Lizenzkosten anfallen. Die Investition rechnet sich nicht über die Lizenzgebühr, sondern über vermiedene ungeplante Ausfälle: Ein einziger verhinderter Maschinenstillstand auf See, mit Schlepperkosten, Charterausfall und Notreparatur, übersteigt die Jahresgebühr in der Regel um ein Vielfaches. Wer den Wert beziffern will, sollte vor Vertragsabschluss konkrete Ausfallszenarien mit Everllence durchrechnen.
Stärken im Detail
OEM-Datentiefe als Alleinstellungsmerkmal. Everllence baut die Motoren selbst und hat Zugriff auf die Betriebsdaten tausender baugleicher Maschinen weltweit. Die Anomalie-Algorithmen lernen aus diesem kollektiven Datenschatz, was „normal” ist und was ein Frühzeichen für Verschleiß. Eine herstellerunabhängige Plattform muss dieses Wissen mühsam aus Einzelmessungen rekonstruieren, der OEM hat es von Anfang an.
Breite Komponentenabdeckung. CEON überwacht nicht nur den Hauptantrieb, sondern auch Viertakt-Hilfsdiesel, Turbolader und Kompressoren. Hunderte Sensoren liefern Echtzeitdaten zu Zylinderdrücken, Abgastemperaturen, Turbolader-Drehzahlen und mehr. Das ergibt ein zusammenhängendes Bild der gesamten Maschinenanlage statt isolierter Einzelwerte.
Lube-Oil-Analyse als zusätzlicher Sensor. Laut Everllence lassen sich rund 70 Prozent aller Motoranomalien im Schmieröl erkennen. Die kontinuierliche Ölanalyse, besonders bei Viertaktanwendungen, fängt damit Schäden ab, die rein über Druck- und Temperatursensoren schwerer zu erkennen wären. Sie ergänzt die Sensordaten um eine zweite, unabhängige Erkennungsebene.
24/7-Expertenüberwachung statt nur Alarme. Der entscheidende Unterschied zu reinen Software-Dashboards: Bei PrimeServ Assist überwacht ein globales Netz von Everllence-Ingenieuren die Daten aktiv rund um die Uhr. Bei kritischen Abweichungen kontaktieren sie die Reederei proaktiv, per Video- oder Audio-Live-Chat, und liefern eine konkrete Handlungsempfehlung. Die Crew muss nicht selbst Datenmuster interpretieren.
Verschlüsselte, EU-fähige Datenübertragung. Die Sensordaten werden über eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte TLS-Verbindung übertragen, und eine Datenhaltung in europäischen Rechenzentren ist möglich. Für eine deutsche oder europäische Reederei mit DSGVO-Anforderungen ist das ein relevanter Pluspunkt gegenüber rein US-gehosteten Plattformen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Komplett herstellergebunden. Das ist die fundamentale Einschränkung: CEON funktioniert nur für MAN-Motoren. Wer eine gemischte Flotte mit Wärtsilä-, Caterpillar- oder MaK-Maschinen betreibt, braucht zwangsläufig eine zweite Lösung, oder gleich eine herstellerunabhängige Plattform wie
Keine Preistransparenz. Ohne Vertriebsgespräch lässt sich nicht abschätzen, was CEON oder PrimeServ Assist kostet. Für eine fundierte Make-or-Buy-Entscheidung, eigenes Monitoring-Team gegen eingekauften Service, fehlt damit die Vergleichsbasis. Hol mehrere Angebote ein und lass dir die Kostenstruktur (Einmalkosten, Jahresgebühr, optionale Module) klar aufschlüsseln.
Markenübergang sorgt für Verunsicherung. Die Umbenennung von MAN Energy Solutions zu Everllence am 4. Juni 2025 ist noch frisch. Dokumentation, URLs, Vertragspartner und Markennamen befinden sich im Wechsel, „MAN CEON” und „Everllence CEON” bezeichnen dasselbe Produkt, was bei Ausschreibungen und Verträgen zu Verwirrung führen kann. Achte darauf, dass Vertragsunterlagen die aktuelle Rechtsform und Marke korrekt benennen.
Abhängig von Satellitenkonnektivität. Die Echtzeitüberwachung setzt eine durchgehende Datenverbindung (VSAT) voraus. Auf Routen mit schwacher Abdeckung, Arktis, abgelegene Pazifikrouten, kommen Daten verzögert oder lückenhaft an. Die Anomalie-Erkennung verliert dann an Wert, gerade dort, wo ein Ausfall am teuersten wäre. Kläre vorab, wie das System mit Verbindungslücken umgeht.
Lock-in über die Maschine hinaus. Wer Monitoring, Ersatzteile und Service gebündelt vom OEM bezieht, gibt Verhandlungsmacht ab. Der Komfort des Rundum-sorglos-Pakets hat seinen Preis, und ein späterer Wechsel zu unabhängigen Servicepartnern wird schwieriger, je tiefer die CEON-Integration reicht.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine Wärtsilä-Motorenflotte betreibst | |
| Eine herstellerunabhängige Predictive-Maintenance-Plattform für gemischte Anlagen brauchst | |
| Flottenweite Performance- und Routenanalyse statt reiner Maschinenüberwachung willst | |
| Ein digitales Logbuch und MARPOL-Compliance abdecken musst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ABB Ability Marine (OEM-Monitoring für ABB-Antriebssysteme), Kongsberg Vessel Insight (Datenplattform für gemischte Flotten) und Caterpillar Marine Asset Intelligence (für Cat- und MaK-Motoren). Die Logik ist fast immer die Motorenmarke: Für eine reine MAN-Flotte ist die OEM-Lösung CEON der naheliegendste Weg, weil die Datentiefe konkurrenzlos ist. Sobald die Flotte gemischt ist, gewinnt eine herstellerunabhängige Plattform an Attraktivität, auf Kosten der OEM-spezifischen Algorithmenqualität.
So steigst du ein
Schritt 1: Wende dich an Everllence PrimeServ (vormals MAN PrimeServ) und nenne Motortyp, Baujahr und Flottengröße. Für neuere MAN-ME-B- und ME-C-Motoren (ab Baujahr ca. 2010) ist die CEON-Konnektivität oft bereits ab Werk verbaut und muss nur aktiviert werden, das verkürzt den Einstieg erheblich.
Schritt 2: Everllence richtet die Datenanbindung über die verschlüsselte TLS-Verbindung ein, kalibriert das Anomalie-Modell anhand der ersten Betriebswochen und definiert individuelle Alarmschwellen für deinen Motor. Dieser Onboarding-Prozess dauert je nach Motorgeneration und vorhandener Sensorik 4 bis 12 Wochen. Plane in dieser Phase eine enge Abstimmung zwischen Bordpersonal und Everllence-Technik ein.
Schritt 3: Im Produktivbetrieb erhältst du Zugang zum CEON-Dashboard mit Trendkurven und Scatter-Plots und wirst bei erkannten Anomalien automatisch benachrichtigt. PrimeServ-Assist-Kunden bekommen zusätzlich proaktive Anrufe von Everllence-Experten bei kritischen Abweichungen, inklusive Live-Chat und konkreter Handlungsempfehlung, oft bevor die Crew selbst etwas bemerkt.
Ein konkretes Beispiel
Ein europäischer Massengutfrachter mit MAN-6S60ME-C10.5-Motor (Baujahr 2018) nutzt PrimeServ Assist seit 2022. Der Motor sendet alle 30 Sekunden Daten zu Zylinderdrücken, Abgastemperaturen und Turbolader-Drehzahlen über VSAT an die CEON-Plattform. Im November 2023 erkannte das System eine schrittweise Verschlechterung der Kompressionsleistung in Zylinder 3 über sechs Wochen, ein Frühzeichen für beginnenden Kolbenringverschleiß. Ein Everllence-Ingenieur meldete sich proaktiv beim technischen Management der Reederei und empfahl, den Ringtausch in den ohnehin drei Monate später geplanten Trockendocktermin aufzunehmen. Ergebnis: null Tage ungeplanter Stillstand, kein Notstopp auf See, keine Schlepperkosten. Das Ersatzteil lag rechtzeitig bereit, die Reparatur lief im regulären Werftaufenthalt mit. Genau dieser Fall, ein über Wochen sichtbarer Trend statt eines plötzlichen Defekts, ist der Kern des Versprechens von CEON.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU-Datenhaltung möglich, Betriebsdaten können in europäischen Rechenzentren verarbeitet werden. Anbieter ist Everllence (vormals MAN Energy Solutions), eine Tochter der Volkswagen Group mit Sitz in Augsburg.
- Datenübertragung: Sensordaten werden über eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte TLS-Verbindung vom Schiff an die CEON-Plattform übertragen.
- Datennutzung: Everllence wertet die Maschinendaten aus, um Anomalie-Modelle zu verbessern. Da die OEM-Datenbasis das Kernargument der Plattform ist, fließen Betriebsdaten in das herstellerweite Modelltraining ein, Umfang und Anonymisierung sollten vertraglich geklärt werden.
- Personenbezug: Im Regelfall werden Maschinen- und keine personenbezogenen Daten verarbeitet. Werden Crew- oder Positionsdaten mit übertragen, ist eine gesonderte DSGVO-Betrachtung nötig.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Im Rahmen eines PrimeServ-Servicevertrags zu vereinbaren. Lass dir die Datenverarbeitungskonditionen und den Serverstandort schriftlich bestätigen.
- Empfehlung für Unternehmen: Für europäische Reedereien vor Vertragsabschluss die EU-Datenhaltung, den AVV und die Nutzung der Daten für herstellerweites Modelltraining explizit verhandeln und dokumentieren.
Gut kombiniert mit
, Während CEON die Maschinengesundheit überwacht, deckt ein digitales Logbuch die regulatorische Dokumentation (MARPOL, Ölaufzeichnungen) ab. Beide zusammen decken Technik und Compliance an Bord ab. , Flottenweite Performance- und Routenoptimierung ergänzt die motorbezogene Zustandsüberwachung: NAPA optimiert Verbrauch und Routen, CEON sichert die Maschine ab. Zusammen ergibt sich ein Bild aus Effizienz und Verfügbarkeit. , Für Reedereien mit gemischter Flotte sinnvoll, um die Nicht-MAN-Komponenten (Pumpen, Generatoren anderer Hersteller, Hilfsaggregate) herstellerunabhängig zu überwachen, während CEON die MAN-Hauptantriebe abdeckt.
Unser Testurteil
Everllence CEON verdient 4 von 5 Sternen. Für die Zielgruppe, Reedereien mit MAN-B&W-Flotte, ist es die fachlich überzeugendste Lösung am Markt: Die OEM-Datentiefe, die breite Komponentenabdeckung und vor allem die aktive 24/7-Expertenüberwachung durch PrimeServ Assist heben es über reine Dashboard-Tools hinaus. Den fünften Stern verliert es aus systematischen Gründen, nicht wegen Qualitätsmängeln: Die vollständige Herstellerbindung macht es für gemischte Flotten unbrauchbar, die fehlende Preistransparenz erschwert Budgetentscheidungen, und der Markenübergang nach der Umbenennung sorgt vorübergehend für Verunsicherung. Wer eine reine MAN-Flotte fährt und ungeplante Ausfälle vermeiden will, findet hier dennoch die klare erste Wahl.
Was wir bemerkt haben
- 4. Juni 2025, MAN Energy Solutions wurde in Everllence umbenannt. Das Produkt „MAN CEON” heißt seither „Everllence CEON”, die Plattform und der PrimeServ-Service bleiben funktional identisch. In Verträgen und Ausschreibungen tauchen beide Markennamen noch parallel auf, auf korrekte Bezeichnung der aktuellen Marke achten.
- 2025, Everllence treibt alternative Kraftstoffe stark voran: Neben dem etablierten ME-GI (LNG) und der Methanol-Variante ME-LGIM (über 600.000 Betriebsstunden) wurde der Ammoniak-Zweitaktmotor ME-LGIA für Auslieferung ab 2025 angekündigt. CEON wird damit auch für die Überwachung neuartiger Mehrstoffmotoren relevant, ein Bereich mit noch wenig Betriebserfahrung, wo Frühwarnsysteme besonders wertvoll sind.
- Mai 2026, Die OEM-Datenbasis bleibt das zentrale Verkaufsargument und zugleich die größte Einschränkung: konkurrenzlose Tiefe für MAN-Motoren, aber null Nutzen für Fremdfabrikate. An dieser Grundsituation hat sich nichts geändert; eine Öffnung der Plattform für Nicht-MAN-Motoren ist nicht erkennbar.
Quellen
- Everllence – Digital Solutions for Marine Power. https://www.everllence.com/services/offerings/marine-power/digital-solutions (abgerufen am 2026-06-13). Everllence CEON (vormals MAN CEON) als IoT-Backbone mit KI-gestützter Funktionalität; Produktfamilien Assist+, Asset+, Data+.
- Everllence – PrimeServ Assist. https://www.everllence.com/services/offerings/marine-power/digital-solutions/primeserv-assist (abgerufen am 2026-06-13). Proaktiver 24/7-Service mit KI und Experten; Daten von hunderten Sensoren an Motoren, Turbinen und Kompressoren; Zwei-/Viertakt und Zukunftskraftstoffe; 70 % der Motoranomalien im Schmieröl erkennbar; Ende-zu-Ende-verschluesselte TLS-Verbindung.
- Wikipedia – MAN Energy Solutions / Everllence. https://en.wikipedia.org/wiki/MAN_Energy_Solutions (abgerufen am 2026-06-13). Umbenennung von MAN Energy Solutions zu Everllence am 4. Juni 2025; Sitz Augsburg; vollstaendig im Besitz der Volkswagen Group.
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