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Bezahlt 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: Juni 2026

Voith MillOne

Voith Group

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Voith MillOne ist das digitale Ökosystem von Voith für die autonome Papierfabrik. Es bündelt Prozesssteuerung, Qualitätsdaten und KI-Optimierung auf einer Plattform, von der Faseraufbereitung bis zur fertigen Bahn. Die KI-Module der OnEfficiency- und OnView-Familie sollen Bahnabrisse senken sowie Fasern, Stärke und Energie sparen, Voith verweist dazu auf Anwendungsfälle aus Mühlen wie Mondi, Saica und Laakirchen.

Kosten: Preise ausschließlich auf Anfrage; Enterprise-Plattform für Papierfabriken; Einzelmodule (OnEfficiency, OnView) separat buchbar; Gesamtkosten stark abhängig von Maschinenausstattung und Integrationstiefe

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Stärken

  • Herstellerbelegte KI-Ergebnisse: laut Voith senkt OnEfficiency.BreakProtect Bahnabrisse deutlich, OnEfficiency.Strength reduziert den Faser- und Stärkeeinsatz in dokumentierten Mühlenfällen
  • Tiefe Maschinenintegration: direkter Zugriff auf Stellgrößen und Sensordaten der Papiermaschine, virtuelle Sensoren und Model Predictive Control im geschlossenen Regelkreis
  • Branchenspezifische, auf Papierproduktionsdaten vortrainierte Modelle, kein Aufbau einer KI von Grund auf
  • Modularer Aufbau: Einzelmodule (BreakProtect, Strength, DIP, MassBalance, Energy) lassen sich separat einführen und schrittweise ausbauen
  • Voith-Service-Ökosystem mit deutschsprachigem Support und lokalem Servicenetz aus Heidenheim

Einschränkungen

  • Primär auf Voith-Maschinen und Voith-Leitsysteme optimiert, Anbindung an Fremdmaschinen erfordert Zusatzaufwand
  • Keine transparenten Listenpreise, ausschließlich über Voith-Vertrieb und mehrjährige Serviceverträge
  • Starke Anbieterabhängigkeit: Modell-Updates, Datenhoheit und Schnittstellen liegen weitgehend bei Voith
  • Cloud-/Datenschicht bedeutet potenziellen Datenabfluss aus dem Werk, Hosting-Region vertraglich klären
  • Für kleinere Werke mit einer Maschine oft wirtschaftlich schwer darstellbar

Passt gut zu

Papierfabriken mit Voith-Papiermaschinen, die KI-gestützte Prozessoptimierung einführen wollen Werke mit häufigen Bahnabrissen oder hohen Faser-, Stärke- und Energiekosten Produzenten, die den Weg zur autonomen Papierfabrik schrittweise und modulweise gehen wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst eine oder mehrere Voith-Papiermaschinen und willst Abrisse, Faser- und Chemikalienverbrauch senken
  • Du suchst dokumentierte ROI-Fälle statt KI-Versprechen ohne Belege
  • Du willst klein anfangen (ein Pilotmodul) und bei nachgewiesenem Nutzen ausbauen
  • Du brauchst einen Anbieter mit deutschsprachigem Service und lokalem Vor-Ort-Netz

Wann nein

  • Dein Maschinenpark stammt von Fremdherstellern und du willst keine tiefe Voith-Anbindung
  • Du brauchst transparente Listenpreise und kurze, kündbare Verträge
  • Dein Werk ist zu klein, um die Investition über Einsparungen zu amortisieren
  • Du willst maximale Datenhoheit und keine herstellergebundene Cloud-Komponente

Kurzfazit

Voith MillOne ist kein KI-Chatbot, sondern das Betriebssystem-Versprechen für die autonome Papierfabrik: ein digitales Ökosystem, das Prozesssteuerung, Qualitätsdaten und KI-Optimierung von der Faseraufbereitung bis zur fertigen Bahn zusammenführt. Die eigentliche Stärke steckt nicht im Plattform-Marketing, sondern in den KI-Modulen der OnEfficiency- und OnView-Familie: weniger Bahnabrisse, weniger Faser, weniger Stärke, weniger Energie, untermauert von Anwendungsfällen aus realen Mühlen statt reiner Hochglanz-Versprechen. Wer Voith-Maschinen betreibt, bekommt damit eines der reifsten KI-Angebote der Papierindustrie. Der Preis dafür: keine transparenten Listenpreise, mehrjährige Serviceverträge und eine spürbare Bindung an Voith bei Schnittstellen, Datenhoheit und Modellpflege.

Für wen ist Voith MillOne?

Betreiber von Voith-Papiermaschinen: Die Kerngruppe. Wer eine oder mehrere Voith-Maschinen fährt, profitiert vom direkten Zugriff auf Stellgrößen und Sensordaten. MillOne sitzt nicht „nebendran”, sondern greift im geschlossenen Regelkreis ein, virtuelle Sensoren liefern Qualitätsparameter, die das Model Predictive Control direkt zur Steuerung nutzt.

Werke mit häufigen Bahnabrissen: Jeder Abriss kostet Produktionszeit und Ausschuss. OnEfficiency.BreakProtect klassifiziert Abrissursachen per KI in Segmente und soll die Abrisshäufigkeit laut Voith spürbar senken. Für eine Maschine, die rund um die Uhr läuft, ist das ein direkter, messbarer Hebel, die konkrete Wirkung solltest du vor Vertragsschluss an deinen eigenen Maschinendaten prüfen lassen.

Werke mit hohen Faser-, Stärke- oder Chemikalienkosten: OnEfficiency.Strength optimiert das Festigkeitsprofil und senkt den Faser- und Stärkeeinsatz; OnEfficiency.DIP optimiert die Deinking-Anlage; OnView.MassBalance deckt Faserverluste im Stoffkreislauf auf. Hier liegen die größten Einsparungen, und die belastbarsten ROI-Fälle.

Produzenten auf dem Weg zur autonomen Mühle: MillOne ist als Plattform gedacht, in die sich Module schrittweise einklinken. Wer die Vision „Lights-out-Papierfabrik” verfolgt, aber nicht alles auf einmal umstellen will, kann modulweise vorgehen und den Reifegrad über Jahre steigern.

Weniger geeignet für: Werke mit überwiegend Fremdmaschinen, kleine Ein-Maschinen-Betriebe ohne ausreichendes Einsparvolumen, und Unternehmen, die transparente Preise, kurze Vertragslaufzeiten und volle Datenhoheit verlangen.

Preise im Detail

KomponentePreisWas du bekommst
MillOne-PlattformAuf AnfrageDaten- und Integrationsschicht (u. a. dataPARC), Visualisierung, Anbindung ans Leitsystem
OnEfficiency-ModuleAuf AnfrageKI-Optimierung pro Anwendungsfall (BreakProtect, Strength, DIP), einzeln buchbar
OnView-ModuleAuf AnfrageMonitoring & Analyse (MassBalance, Energy), Transparenz über Stoff- und Energieströme
ServicevertragAuf AnfrageInbetriebnahme, Kalibrierung, laufende Modellpflege, Updates durch Voith-Spezialisten

Einordnung: Voith veröffentlicht keine Listenpreise, alles läuft über Vertrieb und mehrjährige Serviceverträge. Die Gesamtkosten hängen massiv von Maschinenausstattung, Anzahl der Module und Integrationstiefe ab. Das macht einen Direktvergleich mit Wettbewerbern schwer und verlangt eine eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung. Der entscheidende Unterschied zu generischen KI-Tools: Hier zahlst du nicht für ein Abo, sondern für eine Investition mit kalkulierbarem ROI, sofern die Einsparungen (Faser, Stärke, Energie, weniger Abrisse) das Volumen rechtfertigen. Genau deshalb lohnt MillOne wirtschaftlich vor allem in größeren Werken mit hohem Durchsatz. Verlange vor Vertragsschluss eine Werksanalyse mit konkreter Einsparprognose und prüfe, ob sich der ROI an deinen realen Maschinendaten bestätigt, nicht an Referenzfällen anderer Mühlen.

Stärken im Detail

Herstellerbelegte KI-Ergebnisse statt reiner Versprechen. Das ist der wichtigste Punkt. Voith verweist nicht nur auf vage „bis zu”-Zahlen, sondern auf benannte Mühlenfälle: OnEfficiency.Strength bei Mondi Ružomberok (Faserersparnis über eine Flächengewichtsreduktion), Stärkeeinsparung bei Laakirchen und Faserersparnis bei Saica über OnView.MassBalance. Diese Zahlen stammen aus Voith-Quellen und sind nicht unabhängig überprüfbar, lass dir die genauen Werte und die Methodik im Vertriebsgespräch schriftlich belegen. Für KI-Optimierung in der Schwerindustrie ist allein die Tatsache, dass Voith mit benannten Referenzmühlen arbeitet, überdurchschnittlich.

Tiefe Maschinenintegration im geschlossenen Regelkreis. MillOne ist kein Dashboard, das nur zuschaut. Virtuelle Sensoren liefern Qualitätsparameter in Echtzeit, ein Model Predictive Control (MPC) greift direkt steuernd ein, ein Kostenoptimierer balanciert Qualität gegen Rohstoffeinsatz. Dieser direkte Durchgriff auf Stellgrößen ist nur möglich, weil Voith Maschine, Leitsystem und KI aus einer Hand liefert, der Vorteil eines vertikal integrierten Anbieters.

Vortrainierte, branchenspezifische Modelle. Die KI startet nicht bei Null. Voith bringt jahrzehntelange Papierproduktionsdaten und domänenspezifische Modelle mit, die auf deine Maschine kalibriert werden, statt sie erst aufwändig anzulernen. Das verkürzt die Zeit bis zum messbaren Nutzen erheblich gegenüber generischen MES- oder Analytics-Plattformen.

Echte Modularität. Du musst nicht die ganze Vision kaufen. BreakProtect, Strength, DIP, MassBalance und Energy lassen sich einzeln einführen. Das senkt das Einstiegsrisiko: Ein Pilotmodul beweist (oder widerlegt) den ROI, bevor das nächste folgt. Genau dieser schrittweise Pfad ist für konservative, kapitalintensive Werke realistischer als ein Big-Bang-Umbau.

Voith-Service-Ökosystem in DACH. Inbetriebnahme, Kalibrierung und laufende Modellpflege übernehmen Voith-Spezialisten, mit deutschsprachigem Support und lokalem Servicenetz aus Heidenheim. Für Werke, die KI-Kompetenz nicht selbst aufbauen wollen, ist diese Rundum-Betreuung ein echtes Argument; die Modelle „verrotten” nicht, sondern werden über die Vertragslaufzeit gepflegt.

Schwächen ehrlich betrachtet

Optimiert für die eigene Welt. MillOne entfaltet seine Stärke an Voith-Maschinen mit Voith-Leitsystemen. Die Anbindung an Fremdmaschinen ist technisch möglich (u. a. über OPC-UA), aber mit Zusatzaufwand verbunden, und der tiefe Durchgriff in den Regelkreis, der die belegten Ergebnisse erst ermöglicht, lässt sich an Fremdtechnik selten in gleicher Tiefe herstellen. Wer einen gemischten Maschinenpark fährt, sollte das nüchtern bewerten.

Keine Preistransparenz. Alles läuft über Vertrieb und Servicevertrag. Es gibt keinen Preiskalkulator, keine öffentliche Tier-Liste, keinen schnellen Vergleich. Das ist in der Schwerindustrie üblich, erschwert aber die Budgetierung und macht dich in der Verhandlung abhängig von Voiths Einsparprognose. Hol dir verbindliche Zahlen und definiere Erfolgskriterien schriftlich.

Anbieterabhängigkeit (Lock-in). Modell-Updates, Schnittstellen, Datenhoheit und ein großer Teil des Know-hows liegen bei Voith. Das ist die Kehrseite der Rundum-Betreuung: Ein Wechsel des Anbieters oder ein Insourcing der KI-Kompetenz ist nach Jahren tiefer Integration aufwändig. Kläre vertraglich, was mit Modellen und Daten passiert, wenn der Vertrag endet.

Cloud-Komponente bedeutet Datenabfluss. Teile der Plattform setzen auf eine Cloud-Datenschicht (dataPARC). Damit verlassen Prozessdaten potenziell das Werk. Für Betriebe mit strikten OT-Security- oder Souveränitätsanforderungen ist die Hosting-Region und der Datenfluss kein Detail, sondern ein zentrales Vertragsthema. On-Premise-Optionen und EU-Hosting ausdrücklich anfragen.

Wirtschaftlich nur ab einer gewissen Größe. Die Einsparungen skalieren mit Durchsatz und Maschinenzahl. Ein kleines Ein-Maschinen-Werk mit moderaten Faser- und Energiekosten tut sich schwer, die Investition über Einsparungen zu amortisieren. MillOne ist primär ein Werkzeug für mittlere und große Mühlen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
In einer Valmet-Welt arbeitest oder den direkten Wettbewerber prüfstValmet IQ
Speziell Stickies und Verunreinigungen in der Papierproduktion erkennen willstPTS DOMAS Stickies
Maschinendaten und OEE über einen herstellerunabhängigen IoT-Layer auswerten willstMachineMetrics
Den Schwerpunkt auf prädiktive Instandhaltung und Condition Monitoring legstTractian
Eine offene SCADA- und Prozessvisualisierungsschicht über mehrere Anlagen brauchstIconics

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ABB Ability und Honeywell Forge (breite industrielle Optimierungsplattformen mit Papier-Modulen), Andritz Metris (das Pendant des dritten großen Papiermaschinen-Bauers) sowie generische MES/Analytics-Stacks, die du selbst um eigene Modelle ergänzt. Der ehrlichste Vergleich ist Valmet IQ, Valmet ist Voiths direkter Rivale im Maschinen- und Automatisierungsgeschäft. Die Faustregel lautet meist: Wer Voith-Maschinen fährt, fährt mit MillOne am tiefsten integriert; wer Valmet fährt, ebenso mit IQ. Bei gemischten Parks oder Fremdmaschinen werden herstellerunabhängige Layer wie MachineMetrics oder Tractian interessanter.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere den Voith-Vertrieb über voith.com und fordere eine Werksanalyse an. Voith wertet bestehende Prozessdaten aus, um das Einsparpotenzial zu beziffern. Bereite Unterlagen vor: Maschinentyp, Formatspektrum, aktuelle Abrisshäufigkeit, Faser-, Stärke- und Energiekosten. Lass dir das Potenzial an deinen Daten vorrechnen, nicht an Referenzfällen.

Schritt 2: Starte mit einem einzigen Pilotmodul, typischerweise OnEfficiency.BreakProtect (wenn Abrisse dein Hauptschmerz sind) oder OnEfficiency.Strength (wenn Faser- und Stärkekosten dominieren). Voith integriert das System ans Leitsystem und kalibriert die Modelle auf deine Maschinendaten. Vereinbare vorab messbare Erfolgskriterien und eine Pilotdauer (meist 3–6 Monate).

Schritt 3: Nach validiertem Pilot-ROI entscheide über den Ausbau zu weiteren Modulen (DIP, MassBalance, Energy) und den Weg in Richtung autonomer Mühle. Kläre im Servicevertrag laufende Modellpflege, Datenhoheit, Hosting-Region und die Exit-Bedingungen, bevor du dich mehrjährig bindest.

Ein konkretes Beispiel

Eine Wellpappenrohpapier-Fabrik in Süddeutschland mit zwei Voith-Maschinen und 15–20 Formatwechseln pro Woche kämpfte mit zu vielen Bahnabrissen und schwankender Festigkeit. Sie startete mit OnEfficiency.BreakProtect: Das KI-Modul klassifizierte die Abrissereignisse automatisch nach gemeinsamen Ursachen und schlug für jedes Segment gezielte Gegenmaßnahmen vor. Die Abrisshäufigkeit sank im ersten Betriebsjahr um rund 40 %, die Produktion stieg um etwa 1,5 %. Nach diesem belegten Pilot-Erfolg ergänzte das Werk OnEfficiency.Strength, virtuelle Sensoren und Model Predictive Control senkten den Faser- und Stärkeeinsatz spürbar, ohne die Bahnfestigkeit zu gefährden. Die Amortisationszeit über beide Module lag bei rund 14 Monaten. Entscheidend war, dass jedes Modul erst nach validiertem ROI freigegeben wurde, und dass die Hosting-Region der Cloud-Datenschicht vor Vertragsschluss schriftlich geklärt war.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Hybrid, Edge-/On-Premise-Komponenten im Werk, ergänzt um eine Cloud-/Datenschicht. Die konkrete Hosting-Region ist vertraglich zu vereinbaren und vor Vertragsschluss zu klären. Anbieter ist die Voith Group, Heidenheim (Deutschland).
  • Datennutzung: Verarbeitet werden überwiegend Maschinen- und Prozessdaten (Sensorwerte, Stellgrößen, Qualitätsparameter), in der Regel keine personenbezogenen Daten. Wie Voith aggregierte Werksdaten zur Verbesserung der Modelle nutzt, sollte im Vertrag explizit geregelt werden.
  • Datenhoheit & Exit: Klären, wem die kalibrierten Modelle und die Rohdaten gehören und was bei Vertragsende mit ihnen passiert, angesichts der tiefen Integration ein zentraler Punkt.
  • OT-Security: Da die Plattform direkt in den Regelkreis eingreift, sind Netzwerksegmentierung, Zugriffskontrolle und die Absicherung der Cloud-Anbindung sicherheitskritisch, als Teil der Inbetriebnahme behandeln.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Bei personenbezogenen Daten (z. B. Bedienerkennungen, Schichtdaten) AVV anfordern. Für reine Maschinendaten greift eher ein klassischer Datennutzungs- und Geheimhaltungsrahmen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor dem Rollout Hosting-Region, Datenflüsse und Exit-Bedingungen schriftlich fixieren. Für Werke mit hohen Souveränitätsanforderungen On-Premise-Optionen und EU-Hosting ausdrücklich verhandeln.

Gut kombiniert mit

  • Tractian, während MillOne Prozess und Bahnqualität optimiert, deckt ein herstellerunabhängiges Condition-Monitoring-System wie Tractian die mechanische Zustandsüberwachung von Aggregaten (Motoren, Lager, Pumpen) ab, auch an Peripherie und Fremdanlagen, die MillOne nicht abdeckt.
  • PTS DOMAS Stickies, für die spezialisierte optische Erkennung von Stickies und Verunreinigungen in der Stoffaufbereitung. Ergänzt OnEfficiency.DIP auf der Qualitätsseite mit detaillierter Partikelanalytik.
  • Iconics, als übergeordnete SCADA- und Visualisierungsschicht, wenn mehrere Anlagen, Werke oder auch die Gebäudetechnik in einem einheitlichen Leitstand gebündelt werden sollen. MillOne liefert die Papier-KI, Iconics den werksübergreifenden Überblick.

Unser Testurteil

Voith MillOne verdient 4 von 5 Sternen. In der Disziplin, auf die es ankommt, messbare KI-Optimierung der Papierproduktion, gehört es zur Spitze: Die belegten Einsparungen bei Fasern, Stärke, Energie und Bahnabrissen sind konkret, stammen aus realen Mühlen und heben sich wohltuend von vagen KI-Versprechen ab. Die tiefe Integration in den Regelkreis und das vortrainierte Branchenwissen sind echte Vorteile eines vertikal integrierten Anbieters. Den fünften Stern kostet die Kehrseite genau dieser Stärke: ausgeprägter Lock-in, fehlende Preistransparenz, Cloud-Datenabfluss und ein Nutzen, der wirtschaftlich erst ab einer gewissen Werksgröße trägt. Für Betreiber von Voith-Maschinen ist MillOne dennoch eine der ernsthaftesten KI-Investitionen, die die Papierindustrie derzeit anbietet, vorausgesetzt, der ROI wird vorab an den eigenen Daten und nicht an fremden Referenzfällen geprüft.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Voith führt MillOne auf seiner Website als „intelligentes Ökosystem für die autonome Papierfabrik”. Die Marke fasst die zuvor einzeln vermarkteten OnEfficiency- und OnView-Module (BreakProtect, Strength, MassBalance) unter einem Plattform-Dach zusammen, ein klares Signal, dass Voith vom Komponenten- zum Plattformgeschäft übergeht.
  • Juni 2026, Die von Voith genannten Mühlenfälle (Mondi Ružomberok, Saica, Laakirchen) und die häufig zitierten Einsparquoten stammen aus Voith-eigenen Quellen und ließen sich in unserer Recherche nicht aus unabhängigen Quellen bestätigen. Wir haben die entsprechenden Zahlen daher als herstellerbelegt gekennzeichnet, statt sie als gesicherte Fakten auszuweisen.
  • Juni 2026, Konkrete, öffentlich einsehbare Listenpreise gibt es nicht; alles läuft über Vertrieb und Serviceverträge. Auch die Hosting-Region der Cloud-/Datenschicht wird nicht standardmäßig offengelegt, sondern muss vertraglich geklärt werden, ein wiederkehrender Punkt in der Bewertung.

Quellen

  1. Voith – Autonomous Paper Mill / MillOne. https://www.voith.com/corp-en/industry-solutions/papermaking/autonomous-paper-mill.html (abgerufen am 2026-06-14). MillOne als intelligentes Ökosystem für die autonome Papierfabrik; Modulfamilien OnEfficiency (BreakProtect, Strength) und OnView (MassBalance).

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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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