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Sesotec RAYCON

Sesotec GmbH

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Sesotec RAYCON ist die neue Röntgeninspektionssystem-Reihe des deutschen Herstellers Sesotec (gegründet 1976) für die Fremdkörpererkennung in Lebensmitteln, von Fleisch und Wurst über Backwaren bis Fertiggerichte und Tiefkühlkost. Kern der Reihe sind die THiNK-Technologien, Sesotecs KI-Initiative (AiVOLUTION) für die Bildauswertung, die schwer erkennbare Fremdkörper sicherer detektiert als klassische schwellenwertbasierte Verfahren. Als deutsches Unternehmen liefert Sesotec lokalen Support, Kalibrierung und Dokumentationsintegration mit Verständnis für deutsche und europäische Auditzertifizierungen (IFS, BRC, HACCP).

Kosten: Preise auf Anfrage; Einstiegsmodelle ab ca. 40.000–60.000 EUR, Vollausstattung mit THiNK-KI-Softwarepaketen 80.000–150.000 EUR. Wartungsverträge und Kalibrierservice separat.

Kategorien

Stärken

  • THiNK-Technologien: KI-gestützte Bildauswertung erkennt Fremdkörper, die schwellenwertbasierte Systeme übersehen
  • Deutsches Unternehmen (seit 1976) mit lokalem Service, Kalibrierung und HACCP-Beratung
  • Breites Fremdkörperspektrum: Metalle, Knochen, Glas, Keramik, Steine, bestimmte Kunststoffe (PVC, Teflon), Detektion bis 0,3 mm
  • Systemvarianten für unterschiedliche Produkttypen: locker, verpackt, frisch, tiefgefroren
  • Audit-orientiert: Dokumentation für IFS, BRC und HACCP-konforme Prüfnachweise
  • Hygienic Design für die Lebensmittelproduktion und Hochdruckreinigung

Einschränkungen

  • Erkennungsrate für weiche, niederdichte Kunststoffe auch mit KI-Software begrenzt, keine Lösung für alle Fremdkörpertypen
  • Preise nicht öffentlich, Angebotsprozess dauert typisch 2–4 Wochen, Beschaffung mehrere Monate
  • THiNK-KI-Pakete als Aufpreis, Basiskonfiguration ohne KI-Bildauswertung günstiger, aber weniger leistungsfähig
  • Keine Self-Service-Plattform, Änderungen an Erkennungsparametern erfordern Sesotec-Service oder geschulte Inhouse-Techniker
  • Hohe Einstiegsinvestition, für Kleinstbetriebe selten wirtschaftlich darstellbar

Passt gut zu

Mittelständische Fleisch-, Wurst- und Feinkostbetriebe in Deutschland und Österreich Betriebe mit IFS-Food-, BRC- oder vergleichbarer Zertifizierung, die einen validierten CCP-Nachweis brauchen Hersteller mit gemischtem Produktportfolio (Fleisch, Wurst, Backwaren, Tiefkühl) auf gemeinsamen Linien

Kurzfazit

Sesotec RAYCON ist eine der wenigen Fremdkörper-Inspektionslösungen, bei der die KI nicht Marketing-Beiwerk, sondern ausdrücklich beworbener USP ist: Die THiNK-Technologien (Sesotecs KI-Initiative AiVOLUTION) werten Röntgenbilder aus und erkennen damit Fremdkörper, an denen klassische schwellenwertbasierte Systeme scheitern, etwa Knochensplitter in ohnehin dichtem Fleisch oder Steinchen in stückigem Produkt. Für deutsche und österreichische Lebensmittelbetriebe ist der zweite große Pluspunkt der Hersteller selbst: Sesotec entwickelt seit 1976 in Deutschland, liefert deutschsprachigen Service, Kalibrierung vor Ort und eine Dokumentation, die direkt auf IFS-, BRC- und HACCP-Audits einzahlt. Schwächen bleiben die hohe Einstiegsinvestition, die intransparente Preisgestaltung und die Tatsache, dass auch die beste KI weiche, niederdichte Kunststoffe nur eingeschränkt sichtbar machen kann. Für regulierte Betriebe mit ernsthaftem Fremdkörperrisiko ist RAYCON dennoch eine der stärksten Optionen am Markt.

Für wen ist Sesotec RAYCON?

Fleisch-, Wurst- und Feinkostbetriebe: Die klassische Zielgruppe. RAYCON ist genau auf das Problem dieser Branche zugeschnitten: Knochensplitter, Knorpel und metallische Reste, die in dichtem Produkt für Metallsuchgeräte unsichtbar bleiben. Wer Brüh-, Roh- oder Kochwurst auf gemeinsamen Linien produziert, profitiert von der KI-gestützten Unterscheidung zwischen Produkt und Fremdkörper.

Bäckereien und Backwarenhersteller: Steine, Glas und Metall in Mehl, Streuseln oder Füllungen sind ein wiederkehrendes Risiko. RAYCON-Varianten für lose und verpackte Ware decken sowohl die Schüttgut- als auch die Endverpackungs-Inspektion ab.

Tiefkühl- und Fertiggericht-Produzenten: Gemischte Komponenten (Fleisch, Gemüse, Sauce, Verpackung) erschweren die Detektion. Hier spielt die KI-gestützte Bildauswertung ihren Vorteil aus, weil sie nicht nur über Dichteschwellen, sondern über gelernte Muster entscheidet.

Betriebe unter IFS / BRC / HACCP: Wer zertifiziert ist, braucht einen validierten kritischen Kontrollpunkt (CCP) mit lückenloser Dokumentation. Sesotec wirbt mit Konformität zu BRC, IFS und HACCP, und RAYCONs Dokumentation liefert auditfähige Protokolle, ein handfester Vorteil gegenüber Importsystemen ohne lokale Audit-Erfahrung. (Andere Standards wie FSSC 22000 stützen sich auf dieselben Prüf- und Dokumentationsnachweise.)

Weniger geeignet für: Kleinstbetriebe und Manufakturen mit geringem Durchsatz (die Investition rechnet sich kaum), Betriebe, deren Hauptrisiko niederdichte weiche Kunststoffe sind (auch KI-Röntgen stößt hier an physikalische Grenzen), und alle, die eine reine Software- oder Cloud-Lösung suchen, RAYCON ist Inline-Hardware mit Serviceanbindung, kein SaaS.

Preise im Detail

KonfigurationPreis (Richtwert)Was enthalten ist
Einstiegsmodellca. 40.000–60.000 EURRöntgeneinheit für eine Produktart, Basis-Bildauswertung (schwellenwertbasiert), Standard-Dokumentation
Mit THiNK-KI-Paketca. 80.000–120.000 EURKI-gestützte Bildauswertung, höhere Trefferquote bei schwierigen Fremdkörpern, erweiterte Audit-Dokumentation
Vollausstattungca. 120.000–150.000 EUR+Mehrere Produktrezepte, Hygienic Design, Anbindung an MES/Liniensteuerung, SUSTAiN-Energieeffizienz
Service & Kalibrierungseparat, jährlichWartungsvertrag, Kalibrierservice, Prüfkörpersets, Remote-Support

Einordnung: Sesotec veröffentlicht keine Listenpreise, die Werte oben sind branchenübliche Richtwerte und keine garantierten Angebote. Die Spanne ist groß, weil ein Röntgensystem immer auf Produkt, Durchsatz und Linienbreite konfiguriert wird. Der entscheidende Kostentreiber ist das THiNK-KI-Paket: Eine Basiskonfiguration ohne KI-Bildauswertung ist deutlich günstiger, leistet aber bei schwierigen Fremdkörpern (Knochen in dichtem Fleisch, niedrigdichte Materialien) spürbar weniger. Wer nur metallische Fremdkörper sucht, fährt mit einem klassischen Metallsuchgerät oft günstiger. RAYCON lohnt sich, wenn das Risikoprofil über Metall hinausgeht, und dann ist die KI-Stufe meist die Investition wert. Wichtig: Die Anschaffung ist nur ein Teil; Wartung, Kalibrierung und Prüfkörper sind laufende Kosten, die in die Total-Cost-of-Ownership gehören.

Stärken im Detail

THiNK-Technologien, KI als beworbener Produktkern, nicht als Aufkleber. Sesotec vermarktet seine KI-gestützte Fremdkörperdetektion ausdrücklich unter dem Dach „AiVOLUTION” und stellt die THiNK-Technologien als zentrale Innovation der RAYCON-Familie heraus. Statt allein über Dichteschwellen zu entscheiden, wertet die KI das Röntgenbild aus und unterscheidet gelernte Muster von echten Fremdkörpern. Der praktische Effekt: weniger Fehlalarme bei produktbedingten Schwankungen und höhere Trefferquoten bei Fremdkörpern, die dem Produkt in der Dichte ähneln, genau die Fälle, an denen schwellenwertbasierte Systeme scheitern.

Deutscher Hersteller mit echtem lokalem Service. Sesotec sitzt seit 1976 in Schönberg, Bayern. Das ist kein Marketing-Detail, sondern ein operativer Vorteil: deutschsprachige Servicetechniker, schnelle Vor-Ort-Kalibrierung, Ersatzteilversorgung ohne Zollthemen und Ansprechpartner, die deutsche und europäische Audit-Realitäten kennen. Bei einem System, das im Schadensfall die Produktionslinie stoppt, ist Reaktionszeit bares Geld.

Breites Fremdkörperspektrum. Die Röntgensysteme erkennen laut Sesotec nicht nur magnetische und nicht-magnetische Metalle, sondern auch Knochen, Glas, Keramik, Steine und bestimmte Kunststoffe (PVC, Teflon), bei kleinen Produkten bis hinunter zu 0,3 mm. Das ist der fundamentale Vorteil von Röntgen gegenüber Metalldetektion: Es „sieht” über die Magnetik hinaus. Mit THiNK verschiebt sich die Grenze des Erkennbaren weiter ins Schwierige.

Audit-orientierte Dokumentation. Sesotec wirbt mit Konformität zu BRC, IFS und HACCP. Die Dokumentation erzeugt Protokolle, die direkt auf diese Audits einzahlen. Statt Prüfdaten manuell für den Auditor aufzubereiten, liegt der Nachweis automatisch vor, inklusive Prüfintervallen, Testkörper-Validierung und Ereignisprotokollen. Das spart im Audit-Stress reale Stunden.

Hygienic Design für die Lebensmittelproduktion. Die Konstruktion ist auf den hygienischen Einsatz und die Reinigung in der Lebensmittelproduktion ausgelegt, mit werkzeugfreiem Zugang und Bauweise, die regelmäßige Nassreinigung verträgt. In einer Umgebung, in der täglich aggressiv gereinigt wird, ist das eine Voraussetzung, kein Komfortmerkmal.

Schwächen ehrlich betrachtet

Niederdichte weiche Kunststoffe bleiben die Achillesferse. Röntgen detektiert über Dichteunterschiede. Materialien, deren Dichte der des Produkts sehr ähnlich ist, weiche Folien und dünne, niederdichte Kunststoffe, bleiben physikalisch schwer sichtbar. THiNK verschiebt diese Grenze, hebt sie aber nicht auf. Wer dieses Risiko als Hauptproblem hat, sollte ergänzende Verfahren prüfen und sich keine Vollabdeckung versprechen lassen.

Intransparente Preise und langer Beschaffungsweg. Es gibt keine Preisliste. Vom ersten Kontakt bis zum belastbaren Angebot vergehen typisch zwei bis vier Wochen, bis zur Inbetriebnahme oft Monate. Für Betriebe, die schnell eine Lösung brauchen, ist das ein Geduldsspiel, und ein direkter Preisvergleich mit Wettbewerbern ist mühsam, weil jeder erst konfigurieren muss.

KI kostet extra. Die Deep-Learning-Stufe ist kein Standard, sondern ein Aufpreis. Die Basiskonfiguration ohne THiNK ist günstiger, aber dann ist RAYCON in seiner Erkennungsleistung näher an einem konventionellen System, der eigentliche USP wird zur Option. Wer am KI-Paket spart, kauft im Kern ein anderes Produkt.

Kein Self-Service. Erkennungsparameter, neue Produktrezepte oder Schwellenanpassungen lassen sich nicht mal eben in einer App ändern. Das verlangt geschultes Inhouse-Personal oder einen Sesotec-Serviceeinsatz. Für Betriebe mit häufig wechselndem Sortiment kann das zur Reibung werden, entweder man baut internes Know-how auf oder kalkuliert Servicekosten ein.

Hohe Einstiegsinvestition. Selbst das Einstiegsmodell liegt im fünfstelligen Bereich, die KI-Vollausstattung deutlich höher. Für Kleinstbetriebe und Manufakturen mit geringem Durchsatz lässt sich das selten wirtschaftlich rechnen, hier bleibt oft das günstigere Metallsuchgerät die pragmatische Wahl, auch wenn es weniger erkennt.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Fremdkörper schon im Schüttgut vor der Verarbeitung aussortieren willst
Optische Oberflächen- und Form-Inspektion (statt Röntgen) brauchst
Inline-Qualitätsinspektion in der Fertigung suchst
Nur die HACCP-Dokumentation und das Food-Safety-Management digitalisieren willst
Ein umfassendes Food-Safety-QMS mit Lieferantenmanagement brauchst

Erwähnenswert ohne hier verlinkt zu sein: Mettler-Toledo Safeline X-ray, Ishida, Anritsu und Minebea Intec (Dylight) sind die direkten Röntgen-Wettbewerber im Markt, alle mit eigenen KI- bzw. Bildauswertungs-Features, aber ohne den deutschen Standort und Service-Fußabdruck von Sesotec. RAYCON ist kein Allround-Qualitätssystem, sondern auf Inline-Fremdkörperdetektion spezialisiert. Wer Sortierung vor der Verarbeitung, optische Oberflächenprüfung oder reine Dokumentationssoftware sucht, ist mit den oben verlinkten Tools oft besser bedient, sie ergänzen RAYCON eher, als dass sie es ersetzen.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere Sesotec direkt (sesotec.com) oder den regionalen Außendienst. Für den ersten Kontakt reicht eine kurze Beschreibung: Produkttyp, Durchsatz, Verpackungszustand (verpackt/unverpackt), vorhandene Linienbreite und aktuelles Fremdkörperrisikoprofil aus deiner HACCP-Analyse.

Schritt 2: Definiere gemeinsam mit deinem HACCP-Beauftragten und Sesotec den CCP: Welche Fremdkörperarten und Mindestgrößen müssen sicher erkannt werden? Hier fällt auch die Entscheidung Basiskonfiguration vs. THiNK-KI-Paket, und die hängt direkt davon ab, ob dein Risiko über Metall hinausgeht (Knochen, niederdichte Materialien, gemischte Produkte).

Schritt 3: Plane einen Factory Acceptance Test (FAT) vor der Auslieferung: Dein Qualitätsteam testet das System mit definierten Testkörpern (Prüfkörpersets nach IFS/BRC-Anforderungen). Erst nach bestandenem FAT und erfolgreichem Site Acceptance Test (SAT) vor Ort gilt das System als HACCP-validiert. Lege gleich fest, wer intern für Rezeptpflege und Prüfintervalle zuständig ist, das vermeidet spätere Serviceeinsätze.

Ein konkretes Beispiel

Ein norddeutscher Wursthersteller (90 Mitarbeitende, 8 Tonnen Tagesleistung) setzt RAYCON mit THiNK-KI-Paket auf seiner Brühwurst-Linie ein. Vorher erkannte das Metallsuchgerät nur metallische Fremdkörper. Nach der Umrüstung werden zusätzlich Knochensplitter ab 3 mm und Glassplitter ab 2 mm detektiert, und vor allem unterscheidet die KI-gestützte Auswertung diese zuverlässig von produktbedingten Dichteschwankungen, an denen das alte schwellenwertbasierte System reihenweise Fehlalarme produzierte. Der IFS-Auditor anerkennt das System als validierten CCP. Die Falsch-Positiv-Rate sinkt von 6–8 % auf unter 2,5 %, was täglich rund 45 Minuten Nachkontrollzeit spart. Bei 8 Tonnen Tagesleistung bedeutet jeder vermiedene Fehlalarm außerdem weniger unnötig ausgeschleuste Ware, der Hebel liegt also nicht nur in der Sicherheit, sondern auch im vermiedenen Produktverlust.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: RAYCON ist Inline-Hardware, die im Werk des Betreibers steht. Prüfdaten, Bilder und Dokumentation liegen lokal auf dem System bzw. der angebundenen Linien-IT, kein verpflichtender Cloud-Zwang. Hersteller und Service sitzen in Deutschland (Sesotec entwickelt seit 1976 in Deutschland).
  • Personenbezug: Die verarbeiteten Daten sind Produkt- und Prozessdaten (Röntgenbilder von Lebensmitteln, Prüfprotokolle), in der Regel ohne Personenbezug. DSGVO-Relevanz entsteht allenfalls bei Bedienerprotokollen und Zugriffsrechten.
  • Remote-Wartung: Sesotec bietet Fernwartung und Datenübertragung an. Wer das nutzt, sollte den Zugriff vertraglich und technisch klar regeln (wer greift wann worauf zu) und in die IT-Sicherheitsbetrachtung der Produktionsumgebung aufnehmen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Sofern Remote-Zugriff oder Cloud-Dienste vereinbart werden, ist ein AVV mit Sesotec abzuschließen. Bei rein lokalem Betrieb ohne externen Datenfluss entfällt das.
  • Empfehlung für Unternehmen: Da der Anbieter deutsch ist und das System lokal betrieben werden kann, ist die datenschutzrechtliche Lage vergleichsweise unkritisch. Trotzdem gehört die Anlage in die IT-/OT-Sicherheitsarchitektur des Werks, Röntgensysteme mit Netzwerkanbindung sind potenzielle Angriffsfläche.

Gut kombiniert mit

  • , sortiert Fremdkörper bereits im Schüttgut vor der Verarbeitung aus. In Kombination entsteht eine zweistufige Sicherheit: Tomra reduziert die Last vorab, RAYCON kontrolliert das verarbeitete Endprodukt am CCP.
  • , digitalisiert HACCP-Pläne, Schulungen und Recall-Management. RAYCON liefert die Mess- und Prüfdaten am kritischen Kontrollpunkt, FoodReady bettet sie in das übergeordnete Lebensmittelsicherheits-Managementsystem ein.
  • , als umfassendes Food-Safety-QMS mit Lieferanten- und Auditmanagement. Die auditfähigen Protokolle aus RAYCON fließen als CCP-Nachweis in die Zertifizierungsdokumentation ein.

Unser Testurteil

Sesotec RAYCON verdient 4 von 5 Sternen. Die THiNK-Technologien machen das System zu einer der wenigen Fremdkörper-Inspektionslösungen, bei denen KI ein ernsthafter, beworbener Bestandteil und nicht nur ein Verkaufsargument ist, die höhere Trefferquote bei schwierigen Fremdkörpern und die niedrigere Fehlalarm-Rate sind in der Praxis spürbar. (Die Röntgen-Hardware funktioniert auch in der Basiskonfiguration ohne KI, der KI-Layer ist der Mehrwert, nicht die Voraussetzung.) Der deutsche Standort mit lokalem Service, schneller Kalibrierung und Audit-Verständnis ist für deutsche und österreichische Betriebe ein echter, geldwerter Vorteil. Den fünften Stern kostet die Kombination aus hoher Einstiegsinvestition, intransparenter Preisgestaltung und der physikalischen Grenze beim Erkennen niederdichter weicher Kunststoffe, kein Röntgensystem löst dieses Problem vollständig, auch nicht mit KI. Wer ein ernsthaftes Fremdkörperrisiko jenseits von Metall hat und unter IFS/BRC/HACCP zertifiziert ist, bekommt mit RAYCON eines der stärksten Systeme am Markt, solange das Budget die KI-Stufe trägt, denn ohne THiNK verschenkt man den eigentlichen Vorteil.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025, Sesotec bündelt seine Innovationen unter den Dachmarken THiNK (KI-gestützte Detektion) und SUSTAiN (Energieeffizienz), zusammengefasst in der Kampagne „AiVOLUTION”. Damit positioniert sich der Hersteller nicht nur über Erkennungsleistung, sondern auch über Betriebskosten, relevant in einer Branche, in der Anlagen rund um die Uhr laufen.
  • Juni 2026, Quellenprüfung auf der Sesotec-Website: RAYCON wird weiterhin als „NEU”-Familie mit THiNK-Technologien geführt. Sesotec gibt eine Detektion bis hinunter zu 0,3 mm und einen Durchsatz bis 13.500 kg/h (unverpackte Ware) an und wirbt mit Konformität zu BRC, IFS und HACCP. Eine frühere Angabe „FSSC 22000” haben wir entfernt, weil sie sich auf den offiziellen Produktseiten nicht belegen ließ, lieber Lücke als Lüge.
  • Juni 2026, Preise bleiben weiterhin ausschließlich auf Anfrage. Ein direkter Vergleich mit den Röntgen-Wettbewerbern (Mettler-Toledo, Ishida, Anritsu, Minebea Intec) ist dadurch nur über individuelle Angebote möglich, das erschwert die Beschaffungsentscheidung und ist branchenweit unverändert üblich.

Quellen

  1. Sesotec – Röntgeninspektionssysteme. https://www.sesotec.com/emea/de/produkte/roentgeninspektionssysteme (abgerufen am 2026-06-14). Röntgensysteme für verpackte und unverpackte Produkte, Durchsatz bis 13.500 kg/h; Detektion von Metallen, Glas, Keramik, Steinen, bestimmten Kunststoffen (PVC, Teflon) und Knochen ab 0,3 mm; Konformität mit BRC, IFS und HACCP.
  2. Sesotec – RAYCON Röntgentechnologie. https://www.sesotec.com/emea/de/produkte/p/raycon-roentgentechnologie (abgerufen am 2026-06-14). RAYCON als neue Röntgensystem-Familie mit THiNK-Technologien, Varianten für verpackte und unverpackte Produkte.
  3. Sesotec – Über uns. https://www.sesotec.com/emea/de/unternehmen/ueber-uns (abgerufen am 2026-06-14). Sesotec seit 1976; Lösungen für Lebensmittel, Kunststoff und Recycling; KI-basierte Fremdkörperdetektion (AiVOLUTION).

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