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reduco.ai

Reduco UG (haftungsbeschränkt)

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KI-Plattform aus Berlin für energetische Sanierungsplanung, die jedes Gebäude in Deutschland binnen Minuten analysiert, ohne Vor-Ort-Termin. Reduco kombiniert öffentliche Datenquellen (3D-LiDAR-/LoD2-Daten, Katasterdaten, Zensus) mit Machine Learning, erzeugt einen digitalen Zwilling (BIM-Modell) und rechnet mehrere Sanierungsvarianten nach DIN V 18599 durch, inklusive Kostenschätzung, Energieeinsparpotenzial und BEG-Fördermittel-Check. Eines der vielversprechendsten deutschen PropTech-KI-Tools für ESG-Screening, Voranalyse und Fachberater-Vorbereitung, mit einem Wermutstropfen beim Datenhosting.

Kosten: Free: 10 Gebäudeansichten/Monat, 1 Projekt, kostenlos; Light: 50 Ansichten/Monat, 3 Projekte, PV-Analyse, Preis auf Anfrage; Basic: unbegrenzte Ansichten, 20 Projekte/Monat, Datenexporte, Preis auf Anfrage; Pro: unbegrenzte Projekte, Portfolio-Management, Priority-Support, Preis auf Anfrage. Abwicklung über Paddle.

Stärken

  • Deutschlandweite Gebäudeabdeckung, jedes Gebäude per Adresseingabe sofort analysierbar
  • Automatische Datenaggregation aus öffentlichen Quellen, kein manuelles Eingeben von Baujahr, Fläche, Geometrie
  • Digitaler Zwilling (3D-BIM-Modell aus LoD2-Daten) in unter 5 Minuten pro Gebäude
  • Mehrere Sanierungsvarianten im direkten Vergleich nach DIN V 18599 (Kosten, Einsparung, CO₂, Fördermittel)
  • Photovoltaik-Potenzialanalyse (ab Light-Tarif) auf Basis Dachgeometrie und Verschattung
  • Deutsches Unternehmen aus Berlin, deutschsprachiger Support
  • Free-Tier mit 10 Gebäudeansichten pro Monat, echter risikofreier Einstieg ohne Kreditkarte

Einschränkungen

  • Datenhosting nicht in Deutschland: Vercel und Supabase als Infrastruktur, OpenAI als KI-Sub-Prozessor, Verarbeitung auch außerhalb der EU (USA) möglich
  • Ersetzt keinen zertifizierten Energieberater, BEG-Förderanträge brauchen weiterhin einen Energieeffizienz-Experten (EEE)
  • Kostenschätzungen sind Orientierungswerte (±10–20 %), keine Grundlage für verbindliche Handwerker-Angebote
  • Pricing für bezahlte Tarife intransparent, nur Free-Tier öffentlich beziffert
  • Datenqualität hängt von öffentlichen Quellen ab, bei Umbauten und Sonderausstattung manuell prüfen
  • Sehr junges Unternehmen (UG, Sitz Berlin), Langzeit-Stabilität noch nicht erprobt

Passt gut zu

Energieberater zur Vorbereitung von Beratungsgesprächen Hausverwaltungen und Immobilienportfolios für ESG-Erstscreening Handwerker zur Ersteinschätzung beim Kundentermin Banken und Makler für Wertgutachten mit ESG-Komponente

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst eine schnelle Voranalyse ohne Vor-Ort-Termin
  • Du screenst mehrere Gebäude in einem Portfolio (ESG, Sanierungsstau)
  • Du willst Fördermittel-Potenzial vor dem ersten Beratungsgespräch grob abschätzen
  • Du arbeitest als Energieberater und willst dein Onboarding-Tempo erhöhen

Wann nein

  • Du brauchst eine prüffähige BEG-Förderdokumentation (das macht der zertifizierte Energieberater)
  • Dein Gebäude weicht stark von Standard-Typen ab (Industriebau, Denkmalschutz, Sonderbauten)
  • Du erwartest verbindliche Kostenschätzungen für Handwerker-Aufträge
  • Du arbeitest mit Bestandsgebäuden außerhalb Deutschlands (Datenbasis ist DE)

Kurzfazit

reduco.ai ist eines der klügsten deutschen PropTech-KI-Produkte der letzten Jahre: Adresse eingeben, fünf Minuten warten, und ein digitaler Zwilling des Gebäudes mit Sanierungsvarianten, Kostenschätzungen und Fördermittel-Check liegt vor. Die Plattform aggregiert öffentliche Datenquellen (LiDAR-/LoD2-Daten, Katasterdaten, Zensus), die seit 2020 in zunehmender Vollständigkeit vorliegen, kombiniert sie mit Machine Learning für Gebäudegeometrie, Baujahr-Erkennung und Energiebedarfsabschätzung und rechnet die Varianten nach DIN V 18599 durch. Damit ersetzt reduco.ai keinen zertifizierten Energieberater, aber es ersetzt das, was bisher zwei bis drei Wochen manuelle Vorarbeit gekostet hat. Für Hausverwaltungen, Energieberater, Banken und Makler ist die Plattform ein echter Produktivitäts-Hebel. Der Free-Tier mit 10 Gebäudeansichten pro Monat macht den Test risikofrei. Einen Dämpfer gibt es trotz Berliner Firmensitz beim Datenhosting: die Infrastruktur läuft über Vercel und Supabase, KI-Verarbeitung über OpenAI, eine Verarbeitung außerhalb der EU ist laut Datenschutzerklärung möglich. Das relativiert das oft erwartete „deutsche KI-Tool ohne DSGVO-Sorgen” deutlich.

Für wen ist reduco.ai?

Energieberater und Planer: Wer als zertifizierter Energieeffizienz-Experte (EEE) täglich Beratungsgespräche führt, kann mit reduco.ai jeden Termin technisch vorbereiten. Statt mit leerer Akte ins Gespräch zu gehen, liegt ein Vorab-Dossier mit Gebäudegeometrie, Baujahr, vermuteter Heizungstechnik und ersten Sanierungsvarianten vor, die Diskussion startet auf einem ganz anderen Niveau. Das spart pro Termin 30 bis 60 Minuten Vorarbeit.

Hausverwaltungen und Immobilienportfolios: ESG-Screening für 50, 200 oder 1.000 Gebäude ist manuell nicht leistbar. Reduco erlaubt es, das gesamte Portfolio in Stunden zu analysieren und nach Sanierungsdringlichkeit, Fördervolumen oder CO₂-Reduktionspotenzial zu priorisieren. Das ist die Grundlage für strategische Sanierungs-Roadmaps, die früher nur Konzerne mit eigenen Bauingenieuren leisten konnten.

Handwerksbetriebe (SHK, Dachdecker, Maler): Beim Kundentermin schnell zeigen, was an einem Gebäude möglich ist, Wärmepumpe sinnvoll? Dämmung lohnt sich? PV-Potenzial? Reduco liefert die Datenbasis in Minuten und macht aus einem unverbindlichen Vor-Ort-Termin eine konkrete Sanierungs-Roadmap. Für Handwerker, die sich vom reinen Ausführer zum Berater entwickeln wollen, ist das eine echte Profilierungschance.

Banken und Sparkassen mit Immobilienportfolios: ESG-Risikobewertung für Hypothekenportfolios wird durch EU-Taxonomie und nationale Vorgaben zur Pflicht. Reduco liefert die Datenbasis für Stranded-Asset-Bewertungen, ohne dass jede Immobilie einzeln begutachtet werden muss.

Immobilienmakler: Bei Verkaufsgesprächen das Sanierungspotenzial transparent zeigen, das schafft Vertrauen und kann Preisdifferenzen rechtfertigen oder Käufern als Argumentationshilfe dienen. ESG-bewusste Käufer wollen zunehmend wissen, was ein Gebäude in den nächsten fünf bis zehn Jahren kosten wird.

Weniger geeignet für: Anwender, die eine prüffähige BEG-Förderdokumentation erstellen wollen (das geht nur über einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten), Eigentümer von Sonderbauten (Denkmäler, Industriegebäude, atypische Gewerbebauten, die Datenbasis ist auf Standard-Wohngebäude optimiert), Anwender, die verbindliche Kostenangebote brauchen (Reduco liefert Orientierungswerte, nicht Handwerker-Angebote), und alle Anwendungsfälle außerhalb Deutschlands.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 €10 Gebäudeansichten/Monat, 1 Projekt, Basis-Datenzugriff, keine Kreditkarte nötig
LightAuf Anfrage50 Ansichten/Monat, 3 Projekte, PV-Analyse, Daten-Anpassung
BasicAuf AnfrageUnbegrenzte Ansichten, 20 Projekte/Monat, vollständige Datenexporte
ProAuf AnfrageUnbegrenzte Projekte, Portfolio-Management, Priority-Support

Einordnung: Der Free-Tier mit 10 Gebäudeansichten pro Monat (1 Projekt) ist überraschend großzügig, für einen Einzeleigentümer, der sein Haus prüfen will, reicht das langfristig. Für Energieberater, Hausverwaltungen oder Handwerker mit regelmäßigem Bedarf führt der Weg in einen bezahlten Tarif (Light, Basic, Pro), deren Preise Reduco ausschließlich auf Anfrage nennt. Dass es keine öffentliche Preisliste für die bezahlten Stufen gibt, ist die nervigste Eigenheit der Plattform, Vergleichbarkeit mit Wettbewerbern (Hottgenroth, ENVISIONenergy, klassische Energieberater-Software) wird so künstlich erschwert. Konkrete Eurobeträge für Light, Basic und Pro nennen wir hier bewusst nicht, weil sie nicht öffentlich belegt sind. Die Zahlungsabwicklung läuft über Paddle als Merchant of Record. Für einen ersten Test reicht der Free-Tier ohne Verpflichtung.

Stärken im Detail

Datenaggregation, die manuell unbezahlbar wäre. Reduco zieht aus über 30 öffentlichen Datenquellen automatisch zusammen, was ein Energieberater sonst manuell aus Bauunterlagen, Katasterauszug, Geoportal und Zensus zusammensuchen müsste, Baujahr (geschätzt aus Quartiers-Daten), Gebäudegeometrie (aus LiDAR-Punktwolken), Geschosszahl, Wohnfläche, Heizungstyp (statistisch wahrscheinlich für Region und Baujahr), Dachausrichtung, Verschattung durch Nachbarbebauung. Das ist eine Form von „angewandter KI”, die wirklich nur durch ML möglich wird, Pattern Matching auf Riesendatenmengen.

Digitaler Zwilling als BIM-Modell. Statt einer Excel-Tabelle bekommst du ein 3D-Modell des Gebäudes auf Basis von LoD2-LiDAR-Daten, mit Geometrie, Hülle und ungefährer Innenaufteilung. Das ist nicht nur visuell überlegen, sondern liefert die Grundlage für die normative Energiebilanzierung nach DIN V 18599, der Energieberater oder Architekt kann direkt mit den Kennwerten weiterarbeiten, ohne sie neu erfassen zu müssen.

Sanierungsvarianten mit echtem Vergleich. Reduco zeigt nicht „ein Vorschlag”, sondern mehrere Pfade von der reinen Instandhaltung bis zur maximalen Effizienz: „nur Dämmung”, „Dämmung plus Wärmepumpe”, „Komplettsanierung mit PV”. Pro Variante: Investitionskosten (Orientierung), jährliche Energieersparnis, CO₂-Reduktion, voraussichtliche Fördermittel (KfW/BAFA, BEG). Dazu eine 20-Jahres-Wirtschaftlichkeitsprojektion je Objekt. Das ist die Grundlage für rationale Entscheidung, statt Bauchgefühl.

Photovoltaik-Potenzial integriert. Ab dem Light-Tarif berechnet Reduco das PV-Potenzial direkt mit, Dachgeometrie, Ausrichtung, Verschattung und ungefähre Ertragsprognose. Damit lässt sich der „Sanierung plus PV”-Pfad realistisch durchrechnen, was Eigentümer-Entscheidungen oft kippt.

Deutscher Anbieter aus Berlin. Hinter reduco.ai steht die Reduco UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Berlin (Geschäftsführer Hendrik Stotz, Amtsgericht Charlottenburg HRB 281793 B). Deutschsprachiger Support und ein deutscher Vertragspartner sind ein Pluspunkt, gerade für deutsche Hausverwaltungen und Energieberater. Wichtig zu wissen: Anbieter-Sitz heißt nicht deutsches Datenhosting, die technische Infrastruktur läuft über US-nahe Dienste (siehe Schwächen und DSGVO).

Geschwindigkeit als USP. Was bisher zwei bis drei Wochen Vorarbeit kostete (Bauunterlagen anfordern, Katasterauszug bestellen, Vor-Ort-Termin koordinieren, Erstanalyse erstellen), komprimiert reduco.ai auf fünf Minuten. Das ändert Wertschöpfungsketten, Energieberater können das Zehnfache an Erstgesprächen führen, Banken können Hypotheken-Portfolios in Tagen statt Monaten screenen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Datenhosting nicht in Deutschland. Das ist die für die Zielgruppe wichtigste Einschränkung. Trotz Berliner Firmensitz läuft die Plattform technisch über Vercel (Hosting), Supabase (Datenbank und Backend) und OpenAI (KI-Verarbeitung), Zahlungen über Paddle, Analytics teils über Google. Laut Datenschutzerklärung kann eine Verarbeitung „auch außerhalb der EU/des EWR (insbesondere USA)” stattfinden, abgesichert über Standardvertragsklauseln und Data Privacy Framework. Lediglich das Produkt-Analytics (PostHog) wird ausdrücklich in der EU (Frankfurt) gehostet. Wer das Tool für ein Bank- oder Konzern-Portfolio mit strengen DSGVO-Vorgaben einsetzen will, muss diese Sub-Prozessoren im Verarbeitungsverzeichnis führen und die Drittlandübermittlung bewerten, ein „rein deutsches” KI-Tool ist Reduco bei aller Berliner Herkunft nicht.

Kein Ersatz für einen zertifizierten Energieberater. Wer BEG-Fördermittel (KfW, BAFA) beantragen will, braucht einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE) aus der dena-Liste, der den Antrag begleitet. Reduco liefert die Vorabanalyse, nicht die Förderbescheinigung. Diese Trennung wird zwar von Reduco selbst kommuniziert, aber Anwender erwarten manchmal zu viel, das Tool ersetzt Vorrecherche, nicht die fachliche Verantwortung.

Kostenschätzungen sind Orientierungswerte. ±10–20 % Genauigkeit ist gut für die Erstplanung, aber unzureichend für verbindliche Auftragsvergaben an Handwerker. Wer aus den Reduco-Zahlen direkt Angebote ableitet, läuft in Überraschungen. Die echte Preisermittlung passiert weiterhin über Ortstermin, Aufmaß und Handwerker-Angebot.

Pricing intransparent. Nur der Free-Tier ist öffentlich beziffert. Für Light, Basic und Pro nennt Reduco keine Preise, man erfährt sie erst auf Anfrage. Ein Plattformprodukt ohne öffentliche Preise ist 2026 ein Anachronismus. Wer rational vergleichen will, muss erst Vertriebskontakt aufnehmen, das ist Reibung und schadet der Marktposition gegen Wettbewerber, die offen mit Preisen arbeiten.

Datenqualität abhängig von öffentlichen Quellen. LiDAR-Befliegungen sind in Deutschland regional unterschiedlich aktuell, Zensus-Daten von 2022, Katasterdaten verschieden gepflegt. Bei modernen Umbauten, energetisch sanierten Bestandsgebäuden oder Sonderbauten kann die Datenbasis veraltet sein, manuelle Korrektur ist Pflicht.

Junges Unternehmen mit kurzer Historie. Reduco firmiert als UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Berlin und ist noch in der Wachstumsphase. Funding, Marktstabilität und langfristige Roadmap sind nicht so gesichert wie bei etablierten Anbietern (Hottgenroth, ENVISIONenergy, dena-zertifizierte Programme). Die Rechtsform UG signalisiert ein geringes Stammkapital, für Konzern-Kunden, die eine Fünfjahres-Perspektive und einen finanziell robusten Vertragspartner brauchen, ist das ein Risikofaktor, der vor einer Portfolio-Lizenz geprüft gehört.

Sonderbauten und Denkmäler bleiben außen vor. Industriegebäude, Hallen, Kirchen, Denkmäler, gemischt-genutzte Gewerbebauten, alles, was nicht in das „Standard-Wohngebäude”-Schema passt, liefert ungenaue Ergebnisse. Reduco ist klar auf das Segment Wohngebäude (EFH, MFH, Reihenhaus) optimiert.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Komplette zertifizierte Energieberater-Software brauchst (BEG, GEG, EnEV)Hottgenroth
Building Operations und Smart-Building-Monitoring willstSiemens Building X
Energie-Monitoring im laufenden Betrieb statt Sanierungsplanung brauchstenit.energy
ESG-Reporting auf Konzernebene aufbauen willstCarbonfact
Gebäudemanagement und -wartung integrieren willstBosch Building

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ENVISIONenergy (klassische deutsche Energieberater-Software, etablierter Wettbewerber zu Hottgenroth), 42watt (deutsches PropTech mit ähnlicher Mission, aber stärker End-Customer-Focus), Sunly und Enpal (PV-fokussierte Anbieter mit ergänzendem Sanierungsthema), KfW-Energieeffizienz-Tool (offizielles Tool, aber sehr basisorientiert) und die zahlreichen white-label-Berechnungstools, die Stadtwerke und Energieversorger bereitstellen. Reduco besetzt eine eigene Nische, Vorab-Screening mit echter KI-Datenaggregation, nicht klassische Berechnungssoftware. Wer Hottgenroth oder ENVISIONenergy hat, ergänzt mit Reduco, er ersetzt sie nicht.

So steigst du ein

Schritt 1: Adresse des Gebäudes auf reduco.ai eingeben. Das System ruft automatisch Baudaten ab, Baujahr-Schätzung, Geschosszahl, Gebäudehülle, vermutete Heizungstechnik. Ergebnis: eine vorausgefüllte Gebäudeanalyse in wenigen Sekunden. Im Free-Tier hast du 10 solche Analysen pro Monat, für einen einzelnen Eigentümer mehr als ausreichend.

Schritt 2: Automatisch abgerufene Daten prüfen und bei Abweichungen manuell korrigieren. Wenn eine Außendämmung bereits 2010 nachgerüstet wurde, weiß das die LiDAR-Befliegung nicht. Wenn die Heizung 2022 auf Wärmepumpe umgestellt wurde, kann die Algorithmus-Schätzung „Gas-Heizung Baujahr 1972” daneben liegen. Die Qualität der Sanierungsvarianten hängt direkt von der Datengenauigkeit ab, fünf Minuten Korrektur lohnen sich.

Schritt 3: Sanierungsvarianten vergleichen. Reduco zeigt typischerweise drei bis fünf Pfade mit jeweils Investitionskosten, Energieeinsparung, CO₂-Reduktion und voraussichtlichen Fördermitteln. Wähle die zwei bis drei plausibelsten Varianten aus und nutze sie als Grundlage für ein Beratungsgespräch mit einem zugelassenen Energieeffizienz-Experten.

Schritt 4: Für Portfolio-Anwender (Hausverwaltungen, Banken): bezahlten Tarif evaluieren, der Multi-Adress-Upload und priorisierte Listen ermöglicht. Das ist der Use Case, bei dem Reduco gegenüber Einzelfall-Software wirklich glänzt, 50 Gebäude in einer Stunde screenen ist mit klassischer Energieberater-Software unmöglich.

Ein konkretes Beispiel

Eine Hausverwaltung in Köln betreut ein gemischtes Wohnungsportfolio von 35 Mehrfamilienhäusern im Altbaubestand (Baujahre 1955–1975). Ein ESG-Erstscreening soll Klarheit schaffen, welche Objekte priorisierte Sanierungskandidaten sind. Bisher hätte das bedeutet: 35 Bauunterlagen anfordern, Katasterauszüge bestellen, 35 Vor-Ort-Termine koordinieren, vier bis sechs Wochen Aufwand bei mehreren Mitarbeitenden. Mit reduco.ai werden alle 35 Adressen in einer einzigen Session geprüft, das System aggregiert die öffentlichen Daten automatisch, der Sachbearbeiter korrigiert sechs Adressen nach manueller Recherche (drei bekannte Sanierungen, drei Sonderfälle). Ergebnis: eine priorisierte Liste nach Sanierungsdringlichkeit und Fördervolumen. Die fünf Objekte mit dem höchsten Sanierungsbedarf werden in die nächste Runde genommen, und ein zertifizierter Energieberater wird gezielt für diese fünf beauftragt. Zeitaufwand für das ESG-Screening: rund zwei Stunden statt drei bis vier Wochen. Die fünf priorisierten Objekte werden danach professionell durchgeplant, die Fördersummen (KfW/BAFA-BEG) konnten frühzeitig in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: Reduco UG (haftungsbeschränkt), Winterfeldtstraße 21, 10781 Berlin, deutscher Vertragspartner und deutsches Recht.
  • Datenhosting: Nicht in Deutschland. Infrastruktur über Vercel (Hosting) und Supabase (Datenbank/Backend), KI-Verarbeitung über OpenAI, Zahlungen über Paddle. Eine Verarbeitung außerhalb der EU/des EWR (insbesondere USA) ist laut Datenschutzerklärung möglich, abgesichert über Standardvertragsklauseln und Data Privacy Framework. Produkt-Analytics (PostHog) wird in der EU (Frankfurt) gehostet.
  • Sub-Prozessoren: Vercel, Supabase, OpenAI, Google, PostHog, Paddle. Diese Liste gehört ins Verarbeitungsverzeichnis, wer das Tool produktiv einsetzt.
  • Datenarten: Gebäudeadressen, aggregierte öffentliche Geodaten, Nutzereingaben (Baujahr, Heizungstyp, Korrekturen), Konto- und Zahlungsdaten. Reduco arbeitet primär adressbasiert, nicht eigentümerbasiert.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Eine AVV nach Art. 28 DSGVO wird laut Datenschutzerklärung „bei Bedarf” bereitgestellt, insbesondere für B2B-Kunden. Vor produktivem Einsatz aktiv anfordern.
  • Datenquellen: Öffentliche Datenquellen (Kataster, Zensus, LiDAR-Befliegungen) sind grundsätzlich offen, die Aggregation und KI-Anreicherung erfolgt durch Reduco.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für reine Adress- und Geo-Daten ist die Risikobewertung überschaubar, das Tool berührt keine Mieter- oder Kundendaten. Wegen des Datenhostings außerhalb Deutschlands und der OpenAI-Verarbeitung sollten Banken und Konzerne mit strengen DSGVO-Vorgaben die Drittlandübermittlung sauber dokumentieren, AVV unterzeichnen und das Verarbeitungsverzeichnis um die Sub-Prozessoren ergänzen. Ein „rein deutsches” Hosting bietet Reduco trotz Berliner Firmensitz nicht.

Gut kombiniert mit

  • Hottgenroth, Reduco liefert die KI-gestützte Vorabanalyse, Hottgenroth übernimmt die zertifizierte Detailberechnung und BEG-Förderdokumentation. Energieberater nutzen Reduco zur Vorbereitung, Hottgenroth zur Ausführung.
  • Siemens Building X, Reduco analysiert das Sanierungspotenzial, Siemens Building X betreibt das sanierte Gebäude im laufenden Betrieb (Energiemonitoring, Optimierung). Komplementäre Tools über den Lebenszyklus eines Gebäudes.
  • enit.energy, wer nach Sanierung den Energieverbrauch dauerhaft monitoren will, ergänzt Reduco (Planung) mit enit.energy (Betrieb). Beide deutschen Anbieter, beide DSGVO-konform.

Unser Testurteil

reduco.ai verdient 3 von 5 Sternen. Es ist eines der überzeugendsten deutschen PropTech-KI-Produkte der letzten Jahre, die Datenaggregation aus öffentlichen Quellen ist beeindruckend, der digitale Zwilling in fünf Minuten ist ein echter Wow-Moment, und die Plattform spart Energieberatern, Hausverwaltungen und Banken erhebliche Vorarbeit. Den vierten und fünften Stern kosten vor allem drei Dinge: Das Datenhosting liegt nicht in Deutschland (Vercel, Supabase, OpenAI als Sub-Prozessoren, Drittlandverarbeitung möglich), was den größten erwarteten Vorteil eines „deutschen” Tools für die DSGVO-sensible Zielgruppe relativiert. Dazu kommt die intransparente Preisstruktur (nur der Free-Tier ist beziffert) und die kurze Unternehmenshistorie als UG. Inhaltlich bleibt das Produkt stark, der Stern-Abzug ist eine Folge der Datenschutz- und Transparenzlage, nicht der Analysefähigkeit. Für die Zielgruppen (Energieberater, Hausverwaltungen, Handwerker) ist Reduco trotzdem eine sinnvolle Empfehlung für 2026, sofern die Drittlandverarbeitung sauber dokumentiert wird. Wer ein einzelnes Privathaus prüfen will, sollte den Free-Tier risikofrei testen, die Investition ist null, der Erkenntnisgewinn substanziell.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026 — Korrektur zur Firmierung: Anbieter ist die Reduco UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Berlin (Winterfeldtstraße 21, 10781 Berlin, Geschäftsführer Hendrik Stotz, Amtsgericht Charlottenburg HRB 281793 B), nicht eine „reduco GmbH” in Karlsruhe. Eine frühere Version dieser Seite gab Rechtsform und Standort falsch an, das ist nun anhand des Impressums berichtigt.
  • Juni 2026 — Korrektur zum Datenhosting: Anders als hier zuvor behauptet, hostet Reduco nicht in deutschen Rechenzentren. Die Datenschutzerklärung nennt Vercel, Supabase, OpenAI, Google und Paddle als Sub-Prozessoren und schließt eine Verarbeitung außerhalb der EU (insbesondere USA) ausdrücklich ein. Lediglich PostHog läuft EU-seitig (Frankfurt). Wir haben die Bewertung deshalb von 4 auf 3 Sterne korrigiert.
  • 2025 — Photovoltaik-Potenzialanalyse ab dem Light-Tarif verfügbar. Damit wird Reduco vom reinen Sanierungs- zum vollwertigen Energie-Vorab-Planungstool, was die Zielgruppen-Breite (insbesondere SHK-Handwerker und Energieberater) deutlich erweitert.
  • Juni 2026 — Pricing für die bezahlten Tarife (Light, Basic, Pro) bleibt vollständig auf Anfrage, nur der Free-Tier (10 Gebäudeansichten/Monat, 1 Projekt) ist öffentlich beziffert. Wer transparente Vergleichbarkeit erwartet, muss durch den Vertriebskanal, eine bewusste Strategie, die Reduco gegenüber transparenter aufgestellten Wettbewerbern aber Marktanteile kosten kann.
  • Hinweis — reduco.ai ersetzt keinen zertifizierten Energieeffizienz-Experten. Wer BEG-Förderung beantragen will, braucht weiterhin einen dena-zugelassenen Berater. Diese Botschaft wird vom Anbieter selbst klar kommuniziert, in Erwartungen einzelner Anwender kann sie aber untergehen.

Quellen

  1. Reduco – Startseite & Preise. https://reduco.ai (abgerufen am 2026-06-14). Produktbeschreibung, digitaler Zwilling aus LoD2-Daten, DIN V 18599, PV-Analyse, BEG-Fördercheck; Preistarife Free (10 Ansichten/Monat, 1 Projekt), Light (50 Ansichten, 3 Projekte, PV), Basic (unbegrenzte Ansichten, 20 Projekte, Exporte), Pro (unbegrenzte Projekte, Portfolio); Free ohne Kreditkarte.
  2. Reduco – Impressum. https://reduco.ai/impressum (abgerufen am 2026-06-14). Reduco UG (haftungsbeschränkt), Winterfeldtstraße 21, 10781 Berlin; Geschäftsführer Hendrik Stotz; Amtsgericht Charlottenburg HRB 281793 B; USt-IdNr. DE459107118.
  3. Reduco – Datenschutzerklärung. https://reduco.ai/privacy (abgerufen am 2026-06-14). Sub-Prozessoren Vercel (Hosting), Supabase (Datenbank/Backend), OpenAI (KI-Verarbeitung), Google, PostHog (EU-Hosting Frankfurt), Paddle (Zahlung); Verarbeitung auch außerhalb EU/EWR (insb. USA) möglich; AVV nach Art. 28 DSGVO bei Bedarf.

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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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