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NAVTOR Digital Logbook

NAVTOR AS

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NAVTOR Digital Logbook ist ein web-basiertes, offline-fähiges Bordlogbuch-System, das Papierlogbücher an Bord von Handelsschiffen ablöst. Es deckt das Öltagebuch (ORB Teil I + II), Cargo Record Book, Müll-, Ballastwasser- und weitere MARPOL-Logbücher klassen- und flaggenstaatlich zugelassen ab. Laut Anbieter setzen es bereits über 1.000 Schiffe weltweit ein. Über eingebaute Auto-Fill-Funktionen, Validierungen und Schnittstellen (GPS/AIS sowie APIs zu weiteren Bordsystemen) positioniert NAVTOR das Logbuch als Datenquelle im Flotten-Ökosystem, nicht nur als digitales Formular.

Kosten: Preise auf Anfrage; modulares Abonnement je nach aktivierten Logbuchtypen und Flottengröße

Kategorien

Stärken

  • Klassen- und flaggenstaatlich zugelassen; konform zu MEPC 312(74) und IMO-Richtlinien
  • Deckt ORB Teil I + II, Cargo-, Müll-, Ballastwasser-, Annex-VI- und weitere Logbücher modular ab
  • Validierungen, Standardwerte und Auto-Fill-Funktionen reduzieren fehlerhafte Einträge (z. B. im Öltagebuch)
  • Offline-Betrieb an Bord, automatische Synchronisation mit dem Office-Modul und NavFleet-Portal an Land
  • eIDAS-konforme elektronische Signaturen, manipulationssicher und remote auditierbar
  • Mobile App (Android/iOS) mit Speech-to-text für freihändiges Erfassen, GPS/AIS-Integration

Einschränkungen

  • Kein öffentliches Pricing, verbindliche Angebotsanfrage zwingend erforderlich
  • Flaggenstaat-Abnahme muss je Schiff und Flagge gesondert eingeholt werden
  • Kein deutschsprachiger Support und keine deutsche Oberfläche, Bedienung auf Englisch
  • Sehr enges Einsatzgebiet (kommerzielle Seeschifffahrt), nichts für Landbetriebe
  • Kein KI-Kernprodukt: AI-nahe Elemente (Speech-to-text, Auto-Fill) sind Randfunktionen eines Compliance-Werkzeugs

Passt gut zu

Reedereien, die Papierlogbücher MARPOL-konform digital ablösen wollen Flotten, die manuelle Öltagebuch-Einträge per Auto-Fill und Validierungen entlasten wollen Fleet-Manager, die den Compliance-Status aller Schiffe zentral überwachen wollen

Kurzfazit

NAVTOR Digital Logbook ist ein ausgereiftes digitales Bordlogbuch, das Papierlogbücher an Bord von Handelsschiffen MARPOL-konform ablöst, laut Anbieter bereits auf über 1.000 Schiffen weltweit. Es ist klassen- und flaggenstaatlich zugelassen, konform zu MEPC 312(74), deckt alle wichtigen MARPOL-Logbücher modular ab und läuft offline an Bord. Was es über das reine digitale Formular hinaushebt, sind eingebaute Auto-Fill-Funktionen, Validierungen und Alerts sowie offene APIs und GPS/AIS-Integration, die das Logbuch zur Datenquelle im Flotten-Ökosystem machen, statt zur isolierten Eingabemaske. Ein echtes KI-Kernprodukt ist es nicht: AI-nahe Elemente wie Speech-to-text und automatisches Vorbefüllen sind Randfunktionen eines Compliance-Werkzeugs. Schwächen liegen vor allem in der Beschaffung: kein öffentliches Pricing, kein deutschsprachiger Support, kein deutsches Interface. Für eine Reederei, die Compliance digitalisieren und Verwaltungsaufwand senken will, ist es trotzdem eine der stärksten Optionen am Markt.

Für wen ist NAVTOR Digital Logbook?

Reedereien und Schiffsbetreiber: Wer Papierlogbücher an Bord seiner Handelsschiffe MARPOL-konform ablösen will, bekommt hier ein klassen- und flaggenstaatlich zugelassenes System, das ORB Teil I + II, Müll-, Ballastwasser- und Annex-VI-Logbücher abdeckt. Der Hauptnutzen: weniger Verwaltungsaufwand für die Crew, weniger Fehler bei Inspektionen, kein Versand und keine Archivierung von Papier.

Technische Inspektoren und DPAs (Designated Person Ashore): Das Office-Modul und die Anbindung an NavFleet geben einen nahezu echtzeitnahen Blick auf alle Logbucheinträge der gesamten Flotte. Statt erst beim Hafenbesuch das Papierlogbuch zu sehen, lässt sich Compliance remote prüfen, inklusive Audit-Trail und manipulationssicherer Signaturen.

Flotten mit angebundenen Bordsystemen: Hier entfaltet das System einen zusätzlichen Hebel. Über GPS/AIS-Integration werden Positionsdaten und Eingabe-Prompts automatisch ergänzt, und über die offenen APIs lässt sich das Logbuch mit anderen Bordanwendungen verbinden, sodass Einträge teilautomatisiert vorbereitet werden. Das senkt den manuellen Aufwand für die Leitenden Ingenieure, gerade beim aufwendigen Öltagebuch.

Leitende Ingenieure an Bord: Validierungen, Standardwerte und Echtzeit-Alerts fangen typische Fehler ab, bevor sie zum Befund werden. Die mobile App mit Speech-to-text erlaubt das Erfassen von Maschinen- und Deckseinträgen direkt am Ort des Geschehens, ohne erst an den Bord-PC zurückzukehren.

Weniger geeignet für: Betreiber kleiner Schiffe ohne MARPOL-Pflicht, Binnenschifffahrt mit abweichenden Vorgaben, Reedereien, die zwingend deutschsprachigen Support und eine deutsche Oberfläche brauchen, und alle, die ein sofort kalkulierbares Festpreis-Produkt suchen, hier braucht es immer eine Angebotsanfrage. Wer ein KI-Kernwerkzeug erwartet, ist hier ebenfalls falsch: NAVTOR ist ein Compliance-Logbuch mit AI-nahen Komfortfunktionen, kein KI-Produkt.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
Basis-AboAuf AnfrageWeb-basiertes Logbuch mit frei wählbaren Logbuchtypen (modular), Bord- und Office-Modul, Offline-Betrieb, eIDAS-Signaturen
Erweiterte Logbuch-ModuleAufpreis je ModulZusätzliche Logbücher (z. B. ODS Record Book, Fuel Oil Changeover, Engine Parameters nach NOx Technical Code) nach Bedarf zubuchbar
System-SchnittstellenIm Lieferumfang / nach KonfigurationGPS/AIS-Integration und offene APIs zur Anbindung weiterer Bordsysteme, damit Einträge teilautomatisiert vorbereitet werden
NavFleet-AnbindungIm NAVTOR-ÖkosystemFlottenweites Monitoring, Analysen und Remote-Audits über das integrierte NavFleet-Portal (ab Release 2.4)

Einordnung: NAVTOR veröffentlicht keine Listenpreise, das ist im maritimen B2B-Markt üblich, macht eine schnelle Kostenschätzung aber unmöglich. Der Preis hängt von der Flottengröße, der Anzahl aktivierter Logbuchtypen und davon ab, ob NavFleet und weitere Module mitgebucht werden. Wer ohnehin NAVTOR-Produkte wie NavStation oder NavBox einsetzt, bekommt das Logbuch als integrierten Baustein und kann auf bestehende Infrastruktur aufsetzen, das senkt die Einstiegshürde deutlich. Reedereien sollten in die Angebotsanfrage konkrete Zahlen mitbringen: Schiffsanzahl, Flaggen und benötigte Logbuchtypen. Ohne diese Angaben lässt sich kein belastbares Angebot erstellen.

Stärken im Detail

Mehr als ein digitales Formular. Der Unterschied zu vielen Wettbewerbern: NAVTOR ersetzt das Papier nicht nur durch eine Maske, sondern bietet laut Produktseite Auto-Fill-Funktionen, Standardwerte, GPS/AIS-Integration und offene APIs, über die sich das Logbuch mit anderen Bordanwendungen verbinden lässt. So werden Einträge teilautomatisiert vorbereitet, statt jedes Feld manuell zu tippen. Das ist gerade für das Öltagebuch (Oil Record Book) relevant, dessen manuelle Befüllung als besonders fehleranfällig und zeitaufwendig gilt. NAVTOR hat zudem öffentlich Integrationen mit Drittanbieter-Datenerfassungssystemen kommuniziert, etwa zur automatischen Befüllung aus Bord-Daten. Die genauen Voraussetzungen dafür sollten im Angebotsgespräch geklärt werden.

Echte Zulassung, nicht nur Behauptung. Alle Logbücher sind klassen- und flaggenstaatlich zugelassen und konform zu MEPC.312(74) sowie den einschlägigen IMO-Richtlinien. Die Syntax orientiert sich an MARPOL- und Intertanko-Formaten. Das ist im Compliance-Kontext kein nettes Extra, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass ein digitales Logbuch das Papierlogbuch überhaupt offiziell ablösen darf.

Validierungen und Alerts verhindern Befunde. Standardwerte, Pflichtfeld-Prüfungen und Echtzeit-Alerts fangen typische Eingabefehler ab, bevor sie bei einer Hafenstaatkontrolle (Port State Control) zum Problem werden. Gerade beim Öltagebuch, wo formale Fehler regelmäßig zu Beanstandungen führen, ist diese eingebaute Plausibilitätsprüfung ein handfester Vorteil.

Offline an Bord, synchron an Land. Die Bordanwendung läuft vollständig offline, kritisch, weil Schiffe nicht durchgehend online sind. Sobald Verbindung besteht, synchronisiert das Office-Modul die Einträge an Land. Über die NavFleet-Integration sehen Inspektoren und DPAs den Compliance-Status nahezu in Echtzeit, statt auf den nächsten Hafenbesuch warten zu müssen.

Manipulationssicher und remote auditierbar. Einträge werden digital gespeichert und mit eIDAS-konformen elektronischen Signaturen versehen, der Zugriff ist rollenbasiert. Das macht die Logbücher fälschungssicher und erlaubt Remote-Audits, ohne dass jemand physisch an Bord sein muss, ein echter Effizienzgewinn für die Flottenüberwachung.

Mobil und freihändig erfassen. Eine App für Android und iOS erlaubt es der Crew, Decks- und Maschineneinträge direkt vom Smartphone oder Tablet zu machen. Die Speech-to-text-Funktion ermöglicht freihändiges Loggen, praktisch im Maschinenraum oder auf der Brücke, wo Tippen umständlich ist. GPS/AIS-Integration ergänzt Positionsdaten automatisch.

Schwächen ehrlich betrachtet

Volle Automatisierung hängt an angebundenen Bordsystemen. Die eingebauten Auto-Fill-Funktionen und Validierungen helfen sofort, aber die weitergehende automatische Befüllung aus Bord-Daten setzt eine entsprechende Datenerfassung und Integration voraus. Wer diese Infrastruktur nicht hat, bekommt ein gutes digitales Formular mit Komfortfunktionen, aber nicht den vollen Automatisierungsgrad. Eine Nachrüstung kostet zusätzlich und muss separat kalkuliert werden.

Kein KI-Kernprodukt. Wer NAVTOR unter dem Label „KI” sucht, sollte die Erwartung justieren. Echte AI-nahe Bausteine sind die Speech-to-text-Eingabe und die Auto-Fill-/Alert-Logik, beide nützlich, aber Randfunktionen eines Compliance-Werkzeugs. Der Kern ist ein zugelassenes digitales Logbuch, kein generatives oder lernendes System. Das ist keine Schwäche im Betrieb, aber relevant, wenn die Auswahl explizit nach KI-Kriterien erfolgt.

Kein öffentliches Pricing. NAVTOR nennt keine Preise. Das ist branchenüblich, erschwert aber jeden Vorab-Vergleich und jede schnelle Budgetabschätzung. Reedereien müssen für jede Entscheidung in einen Vertriebsprozess einsteigen, statt online vergleichen zu können.

Flaggenstaat-Abnahme ist Eigenleistung. Das System ist grundsätzlich zugelassen, aber die konkrete Abnahme durch den jeweiligen Flaggenstaat muss je Schiff und Flagge separat eingeholt werden. Das ist kein NAVTOR-spezifischer Mangel, sondern liegt in der Natur maritimer Regulierung, kostet aber Zeit und sollte in die Projektplanung einkalkuliert werden.

Kein deutscher Support, keine deutsche Oberfläche. NAVTOR ist ein norwegisches Unternehmen mit internationalem, englischsprachigem Support. Eine deutsche Bedienoberfläche gibt es nicht. Für deutsche Crews, die auf See ohnehin überwiegend auf Englisch arbeiten, ist das in der Praxis selten ein Hindernis, für die Einkaufs- und Compliance-Abteilung an Land kann es aber relevant sein.

Sehr enges Einsatzgebiet. Das Produkt ist ausschließlich für die kommerzielle Seeschifffahrt gebaut. Außerhalb dieses Kontexts, Binnenschifffahrt, Yachten ohne MARPOL-Pflicht, Landbetriebe, gibt es schlicht keinen Anwendungsfall. Das ist keine Schwäche im engeren Sinn, aber es schränkt den Adressatenkreis stark ein.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Recherche mit nachprüfbaren Quellen brauchstPerplexity
Lange Compliance-Dokumente oder Verträge analysieren willstClaude

Im maritimen E-Logbuch-Markt gibt es etablierte Wettbewerber, die wir bislang nicht eigenständig bewertet haben, etwa StormGeo (Smart Logs), Kongsberg / Vessel Insight, DNV mit eigenen Compliance-Tools sowie spezialisierte Anbieter wie Prevention at Sea oder Tritec Marine. Für DSGVO-sensible Dokumentenanalyse an Land und allgemeine Recherche rund um Regularien sind universelle KI-Werkzeuge wie Claude und Perplexity sinnvolle Begleiter, sie ersetzen das zugelassene Bordlogbuch nicht, helfen aber bei Vorschriften-Recherche und Auswertung. NAVTORs Stärke bleibt das tief in das eigene Flotten-Ökosystem integrierte, zugelassene Logbuch mit Auto-Fill, GPS/AIS-Anbindung und offenen APIs, wer genau diese Verzahnung sucht, hat aktuell nur wenige vergleichbare Optionen.

So steigst du ein

Schritt 1: NAVTOR-Vertrieb für ein Logbook-Assessment kontaktieren. Bring konkrete Zahlen mit: Schiffsanzahl, Flaggenstaaten, benötigte Logbuchtypen (ORB Teil I + II, Cargo Record Book, Mülltagebuch, Ballastwasser, Annex-VI-Logbücher) und welche Bordsysteme zur Datenanbindung vorhanden sind. Ohne diese Angaben lässt sich kein belastbares Angebot erstellen.

Schritt 2: Bordinstallation des NAVTOR-Logbook-Clients (NavBox-kompatibel) und Einrichtung des Office-Moduls an Land. Falls weitere Bordsysteme zur Datenerfassung vorhanden oder geplant sind, die API- und GPS/AIS-Integration aktivieren, damit Positionsdaten und vorbereitete Einträge automatisch in die Logbuchmasken fließen. Rollen und Signaturberechtigungen festlegen.

Schritt 3: Pilotschiff für vier bis sechs Wochen im Parallelbetrieb (digital + Papier) fahren. In dieser Phase die Flaggenstaat-Abnahme beantragen und die automatischen Einträge gegen die manuellen Werte abgleichen. Erst nach erfolgreicher Abnahme das Papierlogbuch offiziell ablösen und schrittweise auf die restliche Flotte ausrollen.

Ein konkretes Beispiel

Eine Reederei mit acht Tankern rüstet schrittweise auf NAVTOR Digital Logbook um. Auf drei Schiffen, deren Bordsysteme zur Datenerfassung angebunden sind, werden Positions- und Betriebsdaten automatisch ergänzt und relevante Einträge, etwa rund um den Öl-Wasser-Separator und die Bilgenentsorgung, über die Auto-Fill-Funktion als vorbereitete Öltagebuch-Einträge in die Logbuchmaske übertragen. Der Leitende Ingenieur prüft den vorbereiteten Eintrag, ergänzt die korrekten MARPOL-Codes und die Zeugenunterschrift und gibt ihn per eIDAS-Signatur frei. Was früher rund 60 Minuten konzentrierte Tipparbeit pro Vorgang bedeutete, ist nun in unter zehn Minuten erledigt, und die Validierungen fangen formale Fehler ab, bevor sie zum Befund werden. Die restlichen fünf Schiffe ohne angebundene Datenerfassung nutzen das strukturierte digitale Formular mit Validierungen und Alerts, profitieren aber noch nicht vom vollen Automatisierungsgrad. Die Flottenleitung sieht alle Einträge nahezu in Echtzeit im Office-Modul und kann Hafenstaatkontrollen entspannter entgegensehen, weil der Compliance-Status jederzeit remote einsehbar ist.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: NAVTOR AS ist ein norwegisches Unternehmen mit Sitz in Egersund, Norwegen (EWR). Die Datenverarbeitung erfolgt im europäischen Rechtsraum, ein Vorteil gegenüber US-basierten SaaS-Lösungen. Die genaue Hosting-Region sollte vertraglich bestätigt werden.
  • Datenart: Logbuchdaten sind primär betriebliche Schiffs- und Maschinendaten. Personenbezug entsteht vor allem über Crew-Namen, Signaturen und Zugriffsrollen, diese unterliegen der DSGVO.
  • Manipulationssicherheit: Einträge sind manipulationssicher gespeichert, mit eIDAS-konformen elektronischen Signaturen versehen und der Zugriff ist rollenbasiert geregelt. Das stützt sowohl Compliance- als auch Datenschutzanforderungen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für die Verarbeitung personenbezogener Crew-Daten sollte ein AVV mit NAVTOR abgeschlossen werden. Da kein Standard-Selfservice existiert, ist das Teil der Vertragsverhandlung.
  • Empfehlung für Unternehmen: Die EWR-Ansiedlung ist ein Pluspunkt. Reedereien sollten dennoch die Datenflüsse zwischen Bord, Office-Modul und NavFleet sauber dokumentieren und im Rahmen der Vertragsgestaltung Hosting-Region, AVV und Aufbewahrungsfristen explizit festhalten.

Gut kombiniert mit

  • Bordsysteme zur Datenerfassung (z. B. ein Vessel Remote Server), die Grundlage für das automatische Vorbefüllen der Logbücher aus Bord-Daten. Ohne angebundene Datenquelle bleibt NAVTOR ein gutes digitales Formular mit Auto-Fill; mit ihr steigt der Automatisierungsgrad spürbar. Wer den vollen Nutzen will, plant beides zusammen und klärt die Kompatibilität im Angebotsgespräch.
  • NAVTOR NavFleet / NavStation / NavBox, das übrige NAVTOR-Ökosystem für Routenplanung, ENC-Verteilung, Flotten-Monitoring und Performance. Das Logbuch ist als integrierter Baustein konzipiert (NavFleet-Anbindung ab Release 2.4); in Kombination entsteht ein durchgehender Daten- und Compliance-Workflow von der Brücke bis ins Office an Land.
  • Claude, für die Auswertung und Recherche an Land: Vorschriftentexte, Inspektionsberichte oder Auditprotokolle lassen sich mit Claude zusammenfassen und auf offene Punkte prüfen. Das ersetzt kein zugelassenes Logbuch, beschleunigt aber die Vorbereitung und Nachbereitung von Audits.

Unser Testurteil

NAVTOR Digital Logbook verdient 4 von 5 Sternen. Es ist ein ausgereiftes, zugelassenes E-Logbuch, das die Automatisierung ernster nimmt als viele Wettbewerber: Auto-Fill, Validierungen, GPS/AIS-Anbindung und offene APIs bereiten Einträge vor, statt jedes Feld manuell zu verlangen, ein realer Produktivitäts- und Compliance-Gewinn, besonders beim fehleranfälligen Öltagebuch. Zulassung, eIDAS-Signaturen, Offline-Fähigkeit, NavFleet-Integration und EWR-Ansiedlung sind solide und durchdacht. Den fünften Stern kostet es vor allem die Beschaffungs- und Reichweiten-Realität: kein öffentliches Pricing, kein deutschsprachiger Support, keine deutsche Oberfläche, und der volle Automatisierungsgrad setzt angebundene Bordsysteme voraus. Ein KI-Kernprodukt ist es nicht, AI-nahe Funktionen wie Speech-to-text bleiben Randfeatures. Für Reedereien, die Compliance digitalisieren und manuellen Aufwand senken wollen, und die idealerweise bereits im NAVTOR-Ökosystem stehen, ist es eine der überzeugendsten Optionen am Markt.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Quellen-Prüfung: Die offizielle NAVTOR-Produktseite belegt „1.000+ vessels worldwide” für das Logbuch, Klassen-/Flaggen-Zulassung, MEPC 312(74), eIDAS-Signaturen, Offline-Betrieb, NavFleet-Integration (Release 2.4), Mobile App mit Speech-to-text, GPS/AIS-Integration und Auto-Fill/Validierungen. Diese Angaben haben wir verifiziert und mit Quelle hinterlegt.
  • Faktenkorrektur Danelec-Detail, In früheren Fassungen war eine konkrete „Danelec-Integration via Navbox-API ab Version 2.4 (November 2024)” als zentrale Stärke beschrieben. Diese spezifische Attribution ließ sich bei der Quellen-Prüfung nicht über eine abrufbare offizielle Quelle belegen (die zugehörigen Pressemitteilungs-URLs liefern 404). Wir haben die Aussage daher zurückgenommen und beschreiben nur, was die Produktseite belegt: Auto-Fill, offene APIs und GPS/AIS-Integration. NAVTOR kommuniziert Integrationen mit Drittanbieter-Datenerfassung, die konkreten Voraussetzungen gehören ins Angebotsgespräch.
  • Faktenkorrektur Schiffszahl, In früheren Beschreibungen kursierte die Zahl „über 18.000 Schiffe” für das Digital Logbook. Sie bezieht sich auf NAVTORs Gesamtflotte (u. a. ENC-/NavBox-Installationen), nicht auf das Logbuch. Die Produktseite nennt „1.000+ vessels worldwide” speziell für das Logbuch.
  • AI-Einordnung, NAVTOR Digital Logbook ist ein Compliance-Werkzeug, kein KI-Kernprodukt. AI-nahe Elemente (Speech-to-text, Auto-Fill) sind Randfunktionen. Wir führen es als adjacent. Die Roadmap nennt ausdrücklich mehr Automatisierung, Mobilität und Intelligenz, die Stoßrichtung geht also in Richtung mehr Datenintelligenz, der Kern bleibt aber das zugelassene Logbuch.

Quellen

  1. NAVTOR – Digital Logbooks (Produktseite). https://www.navtor.com/integrated-solutions/digital-logbooks (abgerufen am 2026-06-14). Über 1.000 Schiffe weltweit, klassen- und flaggenstaatlich zugelassen, konform zu MEPC 312(74) und IMO-Richtlinien, eIDAS-Signaturen, Offline-Betrieb mit Office-Modul, NavFleet-Integration (Release 2.4), Mobile App (Android/iOS) mit Speech-to-text, GPS/AIS-Integration, Auto-Fill/Validierungen/Alerts, modulare Logbuchtypen (ORB I+II, Cargo, Garbage, Annex VI, Ballast Water u. a.), Preise nur auf Anfrage.
  2. NAVTOR – Privacy Policy / Firmensitz. https://www.navtor.com/privacy-policy (abgerufen am 2026-06-14). NAVTOR AS mit Sitz Elganeveien 1, 4373 Egersund, Norwegen (EWR), Support per Angabe 24/7.

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