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LTX Studio

Lightricks Ltd.

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End-to-End-KI-Produktionsplattform von Lightricks: Skript-zu-Video, Storyboard-Generierung, Charakter- und Szenen-Konsistenz, KI-Video sowie Pitch-Deck-Erstellung in einer Oberfläche. Treibt seit 2025 das eigene, quelloffene LTX-2-Videomodell und bindet Partner-Modelle wie Veo 3.1, Kling und Seedance ein. Für Agenturen interessant als integriertes Pre-Visualization-Tool, Reife und Output-Konsistenz liegen aber noch hinter dedizierten Werkzeugen.

Kosten: Free (800 Credits einmalig, persönliche Nutzung); Lite 12 €/Monat jährl. (15 € mtl., 8.000 Credits, persönliche Nutzung, 4K, ohne Wasserzeichen); Standard 28 €/Monat jährl. (35 € mtl., 28.000 Credits, kommerzielle Lizenz, Storyboards + Pitch-Decks, Veo 2 / Kling / Seedance); Pro 100 €/Monat jährl. (125 € mtl., 110.000 Credits, Veo 3.1, 3 Kollaboratoren/Projekt); Enterprise auf Anfrage (SSO, SLA, SOC2/ISO/DSGVO, On-Prem)

Kategorien

Stärken

  • Komplette Produktionskette: Skript → Storyboard → Animatic → KI-Video in einem Tool
  • Charakter-, Objekt- und Location-Konsistenz über mehrere Szenen hinweg
  • Eigenes Modell LTX-2 ist quelloffen (GitHub, Hugging Face) und On-Prem deploybar
  • Partner-Modelle wie Veo 3.1, Kling, Seedance, FLUX.2 direkt integriert, kein eigenes API-Setup
  • Pitch-Deck-Export: vollständiges visuelles Präsentationsdokument auf Knopfdruck
  • Free-Tier mit echten Grundfunktionen, Einstieg ohne Zahlungspflicht

Einschränkungen

  • Plattform in aktiver Entwicklung, Features und Modelle ändern sich schnell, Stabilität schwankend
  • Output-Konsistenz bei komplexen Szenen hinter manuell kontrolliertem Midjourney-Workflow
  • Credit-Modell schwer vorherzuplanen, hohe Iteration verbraucht das Budget schnell
  • Consumer-Pläne ohne EU-Hosting, DSGVO-sauber nur über Enterprise oder Self-Hosting
  • Kommerzielle Nutzung erst ab Standard-Plan (28 €/Monat)
  • Keine deutschsprachige Oberfläche und kein deutscher Support

Passt gut zu

Filmemacher und Agenturen, die einen integrierten Script-to-Screen-Workflow testen wollen Teams, die neben Storyboards auch KI-Video-Pre-Visualization brauchen Early Adopter mit Bereitschaft für Tool-Lernkurve im Tausch gegen Produktionskettentiefe

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst von Skript bis Bewegtbild in einem Tool bleiben statt fünf Werkzeuge zu jonglieren
  • Du brauchst schnelle, visuelle Pitch-Dokumente für Kunden oder Investoren
  • Du willst aktuelle Videomodelle (Veo 3.1, Kling) testen, ohne eigene APIs anzubinden
  • Dir ist Charakter- und Szenen-Konsistenz über mehrere Frames wichtig

Wann nein

  • Du brauchst maximale, manuell kontrollierte Bildqualität für finale Auslieferung
  • Du arbeitest mit vertraulichen Skripten oder Markeninhalten ohne Enterprise-Vertrag
  • Du willst ein stabiles, ausgereiftes Werkzeug ohne wöchentliche Änderungen
  • Du brauchst eine deutschsprachige Oberfläche und deutschen Support

Kurzfazit

LTX Studio ist der ambitionierteste Versuch, die komplette Vorproduktion eines Films oder Werbespots, Skript, Storyboard, Charakterentwurf, Animatic und KI-Video, in einer einzigen Oberfläche zu bündeln. Statt zwischen ChatGPT, Midjourney, einem Storyboard-Tool und einem Video-Generator zu wechseln, bleibst du in einem Werkzeug. Das ist 2026 noch immer eher Verheißung als perfekte Realität: Die Output-Konsistenz schwankt, das Credit-Modell ist schwer planbar, und die Plattform ändert sich fast wöchentlich. Was LTX heraushebt, ist das eigene, quelloffene Videomodell LTX-2, wer DSGVO-sauber oder kostenkontrolliert arbeiten will, kann es selbst hosten. Für die typische SaaS-Nutzung bleibt LTX ein starkes Ideations- und Pre-Visualization-Tool, aber kein Ersatz für eine kontrollierte Finalproduktion.

Für wen ist LTX Studio?

Werbe- und Kreativagenturen: Wer Kunden schnell ein visuelles Konzept zeigen muss, bevor ein teures Shooting beauftragt wird, bekommt mit LTX in Stunden ein Animatic oder Pitch-Deck statt in Tagen. Der integrierte Workflow ist der Hauptvorteil, Briefing rein, visuelle Story raus.

Filmemacher und Regisseure: Für Pre-Visualization, Mood-Boards und Shot-Planung ist LTX ein schnelles Skizzenwerkzeug. Charakter- und Szenen-Konsistenz halten eine Bildsprache über mehrere Einstellungen, sodass ein zusammenhängender Look entsteht statt zufälliger Einzelbilder.

Content- und Social-Teams: Kurze Clips, Produktteaser oder Erklärvideos lassen sich aus Skript oder Bild generieren, inklusive Audio. Native Hochformate (1080×1920) treffen direkt das Reels-/TikTok-Format.

Entwickler und technische Teams: Weil LTX-2 quelloffen ist (GitHub, Hugging Face), kannst du das Modell unabhängig von der SaaS-Plattform per API oder On-Prem einsetzen. Das ist der einzige saubere Weg, vertrauliche Inhalte zu verarbeiten, und für KMU mit eigener Infrastruktur ein echter Hebel.

Weniger geeignet für: Studios, die kontrollierte, finale Auslieferungsqualität brauchen (dafür sind dedizierte Pipelines mit Midjourney und manueller Nachbearbeitung weiterhin überlegen), Anwender mit vertraulichem Material ohne Enterprise-Vertrag und alle, die eine deutschsprachige, ausgereifte Lösung mit deutschem Support erwarten.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Free0 €800 Credits einmalig, LTX-2 / LTX-2.3 / Z-Image, persönliche Nutzung
Lite12 €/Monat (jährl., 15 € mtl.)8.000 Credits/Monat, 4K, ohne Wasserzeichen, Up­scales, persönliche Nutzung
Standard28 €/Monat (jährl., 35 € mtl.)28.000 Credits/Monat, kommerzielle Lizenz, AI-Storyboards, Pitch-Decks, Veo 2, Kling 2.6/3.0 Pro, Seedance 2.0, FLUX.2 Pro, Nano Banana 2, GPT Images
Pro100 €/Monat (jährl., 125 € mtl.)110.000 Credits/Monat, alle Standard-Modelle + Veo 3.1, 3 Kollaboratoren/Projekt, Credit-Nachkauf
EnterpriseAuf AnfrageUnbegrenzte Kollaboratoren, SSO, dedizierter Account-Manager, SLA, SOC2/ISO/DSGVO, eigenes Modelltraining, On-Prem

Einordnung: Das Free-Tier mit 800 einmaligen Credits ist ehrlich gesagt nur ein Schnuppertest, generative Iterationen verbrennen Credits schnell. Lite (12–15 €) ist der Einstieg für private Projekte, erlaubt aber keine kommerzielle Nutzung. Wer beruflich damit arbeitet, braucht mindestens Standard (28–35 €), erst hier sind die kommerzielle Lizenz, Storyboards und Pitch-Decks freigeschaltet. Der Sprung zu Pro (100–125 €) lohnt sich nur bei hohem Volumen oder wenn du Veo 3.1 und Teamarbeit brauchst. Achtung beim Credit-Modell: Anders als feste Nachrichtenkontingente ist der Verbrauch schwer vorherzusagen, eine Handvoll hochauflösender Videogenerierungen kann ein Monatsbudget spürbar belasten. Wer kontinuierlich produziert, sollte das Budget eher zu großzügig als zu knapp wählen.

Stärken im Detail

Eine Produktionskette statt fünf Werkzeuge. Der Kernvorteil von LTX ist die Integration: Skript, Storyboard, Charakterentwurf, Animatic und KI-Video laufen in einer Oberfläche. Statt Texte in ChatGPT zu schreiben, Bilder in Midjourney zu generieren, Boards in einem Storyboard-Tool zu bauen und alles manuell zusammenzufügen, bleibst du im selben Projekt. Für schnelle Ideation und Pitches ist dieser Workflow ein echter Zeitgewinn.

Konsistenz über Szenen hinweg. LTX kann Charaktere, Objekte und Locations definieren und über mehrere Frames hinweg wiedererkennbar halten. Ohne diese Funktion variiert das Aussehen einer Figur von Bild zu Bild, mit ihr entsteht eine zusammenhängende visuelle Erzählung. Das ist genau der Punkt, an dem reine Bildgeneratoren regelmäßig scheitern.

Eigenes, quelloffenes Modell. Lightricks treibt mit LTX-2 (aktuell LTX-2.3) ein eigenes Videomodell, das vollständig quelloffen ist, Gewichte, Code und Tooling liegen auf GitHub und Hugging Face. Es generiert bis zu 20 Sekunden, beherrscht natives Hochformat bis 1080×1920 und synchronisierten Ton. Das ist der wichtigste Unterschied zu reinen SaaS-Konkurrenten: Du kannst das Modell unabhängig von der Plattform per API oder On-Prem betreiben, entscheidend für Datenschutz und Kostenkontrolle.

Aktuelle Partner-Modelle ohne API-Bastelei. Wer die jeweils stärksten Fremdmodelle nutzen will, bekommt sie direkt eingebaut: Veo 2 und Veo 3.1 von Google, Kling, Seedance 2.0, FLUX.2 Pro, Nano Banana 2 und GPT Images. Du musst keine einzelnen Anbieter-APIs anbinden oder Credits separat verwalten, alles läuft über ein Konto und ein Credit-Budget.

Pitch-Decks auf Knopfdruck. Aus einem Projekt lässt sich ein vollständiges visuelles Präsentationsdokument exportieren, inklusive Szenen, Bildern und Struktur. Für Agenturen, die Kunden ein Konzept verkaufen müssen, bevor produziert wird, ist das ein konkreter Vertriebshebel.

Schwächen ehrlich betrachtet

Output-Konsistenz schwankt bei komplexen Szenen. Bei einfachen Shots liefert LTX brauchbare Ergebnisse, aber sobald mehrere Figuren interagieren, schnelle Bewegung oder feine Details gefragt sind, treten typische Generierungsfehler auf, verzerrte Hände, springende Hintergründe, Inkonsistenzen zwischen Frames. Für ein Animatic oder Pitch reicht das; für finale Auslieferung musst du mit einer kontrollierten Pipeline (etwa Midjourney plus manuelle Nachbearbeitung) nacharbeiten.

Das Credit-Modell ist schwer planbar. Anders als ein fester Nachrichten- oder Generierungs-Pool werden Credits je nach Modell, Auflösung und Länge unterschiedlich schnell verbraucht. Eine intensive Iterationsphase, bei der man dasselbe Bild zehnmal neu generiert, bis es sitzt, kann ein Monatsbudget überraschend schnell aufzehren. Wer das nicht im Blick behält, steht mitten im Projekt ohne Credits da. Workaround: Erst grob mit günstigen Modellen iterieren, dann die finale Version mit dem teuren Modell rendern.

Plattform in Dauerbewegung. LTX ändert sich fast wöchentlich, neue Modelle, umgebaute Oberflächen, verschobene Funktionen zwischen Plänen. Das ist für Early Adopter spannend, aber wer einen stabilen, dokumentierten Workflow für ein Team aufbauen will, kämpft gegen ein bewegliches Ziel. Schulungsmaterial veraltet schnell.

Consumer-Pläne ohne EU-Hosting. Die SaaS-Plattform verarbeitet Daten außerhalb der EU. Für vertrauliche Skripte, Markeninhalte oder personenbezogene Daten ist die direkte Nutzung der Free-, Lite-, Standard- und Pro-Pläne datenschutzrechtlich heikel. Sauber wird es erst über Enterprise (mit DSGVO-Zusagen) oder über das selbst gehostete Open-Weights-Modell.

Kein Deutsch, kein deutscher Support. Oberfläche und Hilfeangebote sind englisch. Prompts auf Deutsch funktionieren oft, aber für präzise Steuerung formuliert man besser auf Englisch. Bei Problemen gibt es keinen deutschsprachigen Ansprechpartner.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Maximale, kontrollierte Bildqualität für finale Auslieferung willstMidjourney
Hochwertige Standalone-KI-Videoclips brauchstRunway
Das Google-Videomodell direkt und eigenständig nutzen willstVeo
Ein ausgereiftes, reines Storyboard-Tool ohne KI-Video brauchstBoords
Texte, Skripte und Konzepte schreiben willstChatGPT

Erwähnenswert ohne verlinkte Tool-Seite: Pika und Luma Dream Machine (fokussierte Video-Generatoren) sowie Kling und Seedance, letztere stecken ohnehin in LTX, lassen sich aber auch eigenständig nutzen. LTX punktet nicht durch eine einzelne Bestleistung, sondern durch die Integration der gesamten Kette. Wer nur einen Teilschritt braucht, fährt mit einem spezialisierten Werkzeug oft besser; wer den durchgängigen Script-to-Screen-Workflow sucht, findet bei LTX derzeit das vollständigste Angebot.

So steigst du ein

Schritt 1: Erstelle einen kostenlosen Account auf ltx.studio. Du erhältst 800 Credits einmalig. Lege ein neues Projekt an, gib einen Titel und dein Skript oder ein kurzes Treatment ein. LTX generiert daraus erste Shot-Vorschläge und einen Storyboard-Rahmen. Iteriere in dieser Phase bewusst mit günstigen Modellen, um Credits zu schonen.

Schritt 2: Definiere deine Hauptfiguren, Objekte und Locations als wiederverwendbare Elemente. Sobald sie festgelegt sind, erscheinen sie konsistenter über die Szenen hinweg, ohne dieses Setup variiert das Aussehen von Frame zu Frame erheblich und die Story zerfällt visuell.

Schritt 3: Exportiere das Ergebnis als Animatic (MP4) oder als Pitch-Deck-PDF. Für die kommerzielle Übergabe an Kunden ist mindestens der Standard-Plan Pflicht, Free und Lite erlauben nur persönliche Nutzung. Wer das finale Video braucht, rendert erst hier mit dem hochwertigen Modell (z. B. Veo 3.1 im Pro-Plan), nachdem das Konzept steht.

Ein konkretes Beispiel

Eine kleine Werbeagentur in Köln (sechs Mitarbeitende) nutzt LTX Studio im Standard-Plan für die Konzeptphase von Kundenpitches. Ein lokaler Getränkehersteller will einen 30-Sekunden-Spot, ist sich aber über die Bildsprache unsicher. Statt direkt ein teures Shooting zu skizzieren, gibt die Agentur das Briefing als Treatment in LTX ein, legt die Markenfigur als konsistenten Charakter an und generiert in einem Nachmittag drei stilistisch unterschiedliche Animatic-Varianten. Daraus wird ein Pitch-Deck als PDF exportiert und dem Kunden vorgelegt. Der Kunde entscheidet sich für eine Richtung, die Agentur spart sich zwei spekulative Storyboard-Runden und etwa anderthalb Tage Vorarbeit. Die eigentliche Produktion läuft anschließend klassisch mit echtem Dreh; LTX bleibt der schnelle Ideations- und Verkaufslayer, nicht das Fertigungswerkzeug.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: Lightricks Ltd., israelisches Unternehmen. Für die EU besteht für Israel ein Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, die Verarbeitung in Israel ist datenschutzrechtlich grundsätzlich anerkannt. Das tatsächliche Hosting der KI-Generierung kann jedoch über US- bzw. globale Cloud-Anbieter laufen.
  • Datennutzung: Hochgeladene Inhalte und Prompts können zur Bereitstellung und Verbesserung des Dienstes verarbeitet werden. Die konkreten Opt-out-Optionen für KI-Training waren zum Prüfzeitpunkt über die öffentliche Datenschutzseite nicht eindeutig abrufbar, vor sensiblem Einsatz selbst prüfen.
  • Account-Löschung: Über die Kontoeinstellungen möglich.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für Enterprise-Kunden verfügbar. Der Enterprise-Plan wirbt explizit mit SOC2-, ISO- und DSGVO-Compliance sowie SSO und SLA.
  • Self-Hosting als sauberer Pfad: Weil das Kernmodell LTX-2 quelloffen ist (GitHub, Hugging Face) und On-Prem betrieben werden kann, lässt sich die KI-Videogenerierung vollständig in der eigenen Infrastruktur halten, der mit Abstand DSGVO-sicherste Weg für vertrauliche Inhalte.
  • Empfehlung für Unternehmen: Keine vertraulichen Skripte, Markenassets oder personenbezogenen Daten in die Consumer-Pläne geben. Für professionelle, regelmäßige Nutzung Enterprise mit AVV evaluieren, oder bei vorhandenem technischem Know-how das Open-Weights-Modell selbst hosten.

Gut kombiniert mit

  • ChatGPT, für Skript, Treatment und Dialogentwicklung. Den ausgefeilten Text in ChatGPT erarbeiten, dann als Grundlage in LTX übergeben, das daraus Storyboard und Bewegtbild generiert.
  • Midjourney, für maximal kontrollierte Schlüsselbilder und Moodboards. Die in Midjourney entwickelte Bildsprache dient als visuelle Referenz, die LTX dann über Szenen hinweg in Bewegung übersetzt.
  • Runway, wenn einzelne Clips höhere Standalone-Videoqualität brauchen. LTX liefert das durchgängige Konzept und die Vorvisualisierung, Runway veredelt einzelne Shots für die finale Auslieferung.

Unser Testurteil

LTX Studio verdient 3 von 5 Sternen. Die Idee ist hervorragend und der integrierte Script-to-Screen-Workflow ist konkurrenzlos vollständig, von der Storyidee bis zum vertonten Video bleibt man in einem Tool. Das eigene, quelloffene LTX-2-Modell mit On-Prem-Option ist ein echter Differenzierer, den die meisten Wettbewerber nicht bieten. Sterne kostet die schwankende Output-Konsistenz bei komplexen Szenen, das schwer planbare Credit-Modell, die ständige Plattformbewegung und das fehlende EU-Hosting für die Consumer-Pläne. LTX ist heute ein ausgezeichnetes Ideations- und Pitch-Werkzeug und ein spannendes Early-Adopter-Projekt, aber noch kein Werkzeug, auf das man eine kontrollierte Finalproduktion stützt. Wer das im Blick behält und LTX gezielt für die frühe, visuelle Phase einsetzt, holt schon heute echten Mehrwert heraus.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, Lightricks hat LTX-Video als quelloffenes Videomodell veröffentlicht (GitHub, Hugging Face). Dass der Anbieter einer kommerziellen SaaS-Plattform sein Kernmodell offenlegt, ist ungewöhnlich, und macht LTX zu einer der wenigen Optionen mit echtem Self-Hosting-Pfad für KI-Video.
  • Mai 2026, Das Preismodell wurde von „Computing-Sekunden” auf „Credits” umgestellt und die Währung im europäischen Raum auf Euro umgezogen. Die Pläne heißen weiterhin Free/Lite/Standard/Pro/Enterprise, die Volumina und Modell-Zuordnungen haben sich aber spürbar verschoben, Storyboards und Pitch-Decks sind jetzt erst ab Standard freigeschaltet.
  • 2025–2026, Der Modellkatalog ist deutlich gewachsen: Neben dem eigenen LTX-2 (aktuell LTX-2.3 mit HDR-Beta und nativem Hochformat) sind inzwischen Veo 2 und Veo 3.1, Kling 2.6/3.0 Pro, Seedance 2.0, FLUX.2 Pro, Nano Banana 2 und GPT Images integriert. LTX positioniert sich damit als Aggregator der jeweils stärksten Video- und Bildmodelle statt als Single-Model-Anbieter.
  • Mai 2026, Die öffentliche Datenschutzseite war zum Prüfzeitpunkt nicht zuverlässig erreichbar (mehrere 404). Wer DSGVO-sensibel arbeitet, sollte die konkreten Vertragsbedingungen direkt beim Anbieter anfragen statt sich auf öffentliche Angaben zu verlassen.

Quellen

  1. LTX Studio – Offizielle Plan-Übersicht (LTX Blog). https://ltx.io/blog/ltx-studio-plans (abgerufen am 2026-06-20). Free-Plan mit 800 einmaligen Credits, Lite 15 USD/Monat (12 USD jährlich, 8.000 Credits, persönliche Nutzung), Standard 35 USD/Monat (28 USD jährlich, 28.000 Credits, kommerzielle Lizenz, Veo 2, Kling 2.6 Pro), Pro 125 USD/Monat (1.200 USD jährlich, 110.000 Credits, Veo 3.1, 3 Kollaboratoren), Enterprise mit SSO, DSGVO/ISO/SOC2-Compliance..

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