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Bezahlt Ohne Setup 🇺🇸 US-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

Giatec SmartRock

Giatec Scientific Inc.

4/5
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Giatec SmartRock ist ein eingebetteter Funksensor für Betonbauteile, der Temperatur und (abgeleitete) Druckfestigkeit per Bluetooth-App in Echtzeit überträgt. Die zugehörige KI-Engine Roxi ist auf Millionen Betondatenpunkte trainiert und erkennt Kalibrierungsfehler, schätzt Festigkeitsentwicklungen und detektiert Anomalien. Mit über 100 Mio. m³ überwachten Beton und Einsatz bei großen Bauträgern weltweit zählt SmartRock zu den führenden Smart-Concrete-Plattformen, Datenhaltung bleibt jedoch US-zentriert, was für DSGVO-strikte Projekte ein Hindernis bleibt.

Kosten: SmartRock-Sensor: ca. 75–85 EUR/Stück (Einmalartikel, direkt im Beton eingebettet); SmartRock Pro (self-calibrating): ca. 120–150 EUR; SmartRock Long Range (300 m mit SmartHub): höherer Aufpreis; Plattform-Zugang via SmartRock-App (iOS/Android) kostenfrei; SmartHub Long Range ca. 500 EUR; keine Pflicht-Jahresgebühr für Basisfunktionen

Kategorien

Stärken

  • Roxi-KI: erkennt Kalibrierungsfehler, schätzt Festigkeitsentwicklung und detektiert Anomalien, Einstieg ohne 28-Tage-Laborphase möglich
  • Sensor ist voll im Beton eingebettet, kein Kabelmanagement, kein Risiko, das Kabel zu beschädigen
  • SmartRock-App (iOS/Android) ohne technisches Setup sofort einsatzfähig
  • Verschiedene Sensor-Varianten: Standard (40 ft Reichweite), Long Range (300 m mit SmartHub), Pro (self-calibrating)
  • Integration mit Giatec SmartMix für Mischungsoptimierung und CO₂-Reduzierung
  • Branchenweit breite Datengrundlage durch Roxi macht relative Stärkenvergleiche zwischen Rezepturen möglich

Einschränkungen

  • Kein deutsches Support-Team; englischsprachiger Support aus Kanada
  • Datenhosting in den USA/Kanada, für strenge DSGVO-Compliance problematisch
  • Einwegsensoren (Standard SmartRock): nach dem Betonieren verloren, Kosten pro Pour höher als wiederverwendbare Systeme
  • Roxi-KI-Schätzungen sind weniger präzise als individuell kalibrierte Kurven, für haftungsrelevante Freigaben ist Laborkalibrierung empfehlenswert
  • Bluetooth-Reichweite begrenzt (ca. 12 m im Beton, 100 ft außerhalb), SmartHub-Aufpreis nötig für größere Baustellen
  • Batterielaufzeit auf etwa 4 Monate begrenzt, für lange Bauphasen unter Umständen ein Limit

Passt gut zu

Hochbau-Projekte (Betonfertigdecken, Stützen, Wände) mit vielen Standardrezepturen Unternehmen ohne eigenes Labor, die trotzdem eine datenbasierte Freigabe wollen Projekte, bei denen schneller Einstieg wichtiger ist als maximale Messgenauigkeit Tief- und Infrastrukturbau mit Long-Range-Anforderungen (über SmartHub)

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Schalfristen evidenzbasiert verkürzen statt nach konservativem Bauchgefühl
  • Du hast keine eigene Labor-Kapazität für individuelle Kalibrierungskurven
  • Du arbeitest an Standardrezepturen (C20/25, C25/30, C30/37) im Hochbau
  • Du brauchst eine App-zentrierte Lösung ohne Setup-Aufwand auf der Baustelle

Wann nein

  • Du arbeitest an einem haftungsrelevanten Sondertragwerk (dort: Laborkalibrierung Pflicht)
  • Du hast strikte DSGVO-/EU-Hosting-Anforderungen (dann ist [Maturix](/tools/maturix/) besser)
  • Du brauchst deutschsprachigen Support und EU-basiertes Vertragspartner
  • Du planst einen Sensor-Reuse über mehrere Pours (Einweg-Modell des Standard SmartRock)

Kurzfazit

Giatec SmartRock ist die am weitesten verbreitete Smart-Concrete-Sensor-Plattform und neben Maturix der zweite große Anbieter im Markt für Echtzeit-Betonreife-Überwachung. Stärken: KI-Engine Roxi mit großer Datengrundlage (Millionen Datenpunkte aus globaler Sensorflotte), App-zentriertes Setup ohne technische Hürde, Long-Range-Variante für Großbaustellen, Integration mit Giatec SmartMix für Mischungsoptimierung. Schwächen: kein deutscher Support, US/kanadisches Datenhosting (DSGVO-kritisch), Einwegsensor-Konzept treibt Kosten pro Pour, KI-Schätzungen ersetzen keine laborkalibrierte Kurve bei haftungsrelevanten Freigaben. Für Hochbau-Standardprojekte ein guter Hebel zur Verkürzung von Schalfristen, für regulatorisch strenge Projekte und EU-Hosting-Pflichten ist Maturix (Sensohive/Saint-Gobain) die geradlinigere Wahl.

Für wen ist Giatec SmartRock?

Rohbauunternehmen im Hochbau: Klassische Zielgruppe. Wer mehrgeschossige Betonbauwerke mit Standardrezepturen (C25/30, C30/37) errichtet und Schalfristen evidenzbasiert verkürzen will, gewinnt mit SmartRock typische Zeitvorteile von 1–3 Tagen pro Decke gegenüber konservativ angesetzten 7-Tage-Wartezeiten. Über mehrere Geschosse summiert sich das zu einer Woche oder mehr Bauzeitverkürzung, direkt in Euros umrechenbar.

Bauunternehmen ohne eigenes Labor: Die Roxi-KI ist auf einer riesigen Datenbasis trainiert und kann auch ohne projektspezifische Laborkalibrierung Schätzungen zur Festigkeitsentwicklung liefern. Für kleinere und mittlere Bauunternehmen, die keine eigene Materialprüfungsabteilung haben, ist das der entscheidende Hebel: Datenbasierte Freigabe ohne 28-Tage-Laborphase.

Tief- und Infrastrukturbau: Mit der Long-Range-Variante (bis 1000 ft / 300 m mit SmartHub) ist SmartRock auch für größere Baustellen, Brücken und Tunnelbau einsetzbar, Bereiche, in denen die Standard-Bluetooth-Reichweite nicht reicht. Für Tunnel- oder Brückenstützen mit langen Aushärtungsphasen ist das ein klarer Vorteil gegenüber der Standard-Variante.

Betonfertigteilwerke: Auch im Werk lohnt sich die Überwachung, die Roxi-KI hilft, optimale Ausschalpunkte zu finden, was Produktionsdurchsatz und damit Werksauslastung steigert. Integration mit SmartMix erlaubt darüber hinaus mischungsseitige Optimierungen, um CO₂-Footprint und Bindemittelkosten zu senken.

Weniger geeignet für: Haftungsrelevante Sondertragwerke ohne projektspezifische Laborkalibrierung, Projekte mit strikten DSGVO-/EU-Hosting-Anforderungen (dort ist Maturix die bessere Wahl), kleine Bauvorhaben mit nur einer Pour-Phase (Sensor-Investition lohnt sich kaum), und Bauträger, die unbedingt deutschsprachigen Vertragspartner und Support verlangen.

Preise im Detail

KomponentePreisWas du bekommst
SmartRock Standard (Einweg)Ca. 75–85 EUR/StückEinwegsensor, im Beton verbleibend, 40 ft Bluetooth-Reichweite, 4 Monate Batterie
SmartRock Pro (self-calibrating)Ca. 120–150 EUR/StückAutomatische Kalibrierung, sonst gleiche Eigenschaften
SmartRock Long RangeAufpreis ggü. Standard300 m Reichweite mit SmartHub, für Großbaustellen
SmartHub Long RangeCa. 500 EURGateway-Hardware, nur kompatibel mit Long-Range-Sensoren
SmartRock-App (iOS/Android)KostenlosLive-Daten, Reports, Alerts, Multi-User
Roxi-KI-FunktionenIm Sensor-Preis enthaltenAnomalie-Erkennung, Kalibrierungsfehler-Detektion, Vorschläge

Einordnung: Die offizielle Preisgestaltung ist intransparent, Giatec arbeitet primär über Vertrieb und Bauzulieferer. Realistische Kalkulation pro Großprojekt: Mehrgeschossiger Hochbau mit 7 Decken × 5 Sensoren = 35 Standardsensoren, ca. 2.500–3.000 EUR Sensor-Investition pro Projekt. Wenn dadurch nur eine Woche Bauzeit gespart wird, amortisiert sich das in jedem ernstzunehmenden Projekt sofort. Standard-SmartRock ist Einweg, was die Kosten pro Pour treibt, SmartRock Pro lohnt sich nur bei Sondereinsätzen oder Demo-Kits. Für wiederverwendbare Sensoren mit Long-Term-Datenhaltung sind Mietmodelle und Maturix-Sensoren oft wirtschaftlicher zu kalkulieren. Promo-Aktionen wie “Buy 8, Get 10” sind regelmäßig im Angebot, Einstiegspakete laufen oft günstiger als die Listenkalkulation.

Stärken im Detail

Roxi: KI mit echter Datenbasis. Giatec trainiert Roxi seit Jahren auf Millionen von Datenpunkten aus der eigenen weltweiten Sensorflotte, das ist eine Datengrundlage, die kein Wettbewerber so leicht aufbauen kann. Konkrete Funktionen: Erkennung von Kalibrierungsfehlern (wenn der Sensor falsch zugeordnet wurde), automatische Vorhersage des Pouring-Zeitpunkts, Anomalie-Detektion im Aushärteverlauf. Das ersetzt keine ingenieurtechnische Bewertung, ist aber ein echter Hebel für Teams ohne eigene Labor- und Berechnungskompetenz.

Eingebetteter Sensor ohne Kabelchaos. Der Sensor wird vor dem Betonieren an die Bewehrung gebunden und vollständig vom Beton umschlossen. Kein Kabel hängt aus dem Bauteil heraus, das beschädigt werden könnte, anders als bei klassischen Thermoelement-basierten Reifemessungen. Datenübertragung erfolgt per Bluetooth durch den Beton hindurch (Reichweite 12 m im Beton, deutlich mehr außerhalb). Für die typischen Schalwand- und Decken-Geometrien im Hochbau ist das ausreichend.

App-zentriertes Setup. Die SmartRock-App ist auf iOS und Android verfügbar, kostenlos, und führt Polier oder Bauleiter ohne technisches Onboarding durch Sensor-Registrierung, Rezeptur-Eingabe und Live-Monitoring. Push-Benachrichtigungen melden, wenn die Freigabeschwelle erreicht ist. Für Bautrupps, die mit komplexen Software-Plattformen wenig anfangen können, ist das die entscheidende UX-Stärke gegenüber tiefer integrierten BI-Lösungen.

Drei Sensor-Varianten für unterschiedliche Anwendungsfälle. Standard SmartRock für klassische Hochbau-Einsätze (12 m im Beton), Long Range für Großbaustellen (300 m mit SmartHub), Pro mit Self-Calibration für Sondereinsätze. Die Modularität lässt Bauunternehmen die richtige Mischung pro Projekt zusammenstellen, ohne in nicht benötigte Premium-Hardware zu investieren.

Integration mit SmartMix. Giatec bietet mit SmartMix eine ergänzende KI-Plattform für Mischungsoptimierung, primär darauf ausgelegt, CO₂-Footprint von Beton zu reduzieren (z. B. durch optimierten Zementanteil unter Beibehaltung der Festigkeitsklasse). Wer ohnehin in Richtung CO₂-Reduktion arbeitet, profitiert vom integrierten Ökosystem aus Sensorik und Mischungsoptimierung, beides aus einer Hand vereinfacht die Datenflüsse.

Globale Verbreitung als Vertrauenssignal. SmartRock ist in zehntausenden Bauprojekten weltweit eingesetzt, mit über 100 Mio. m³ überwachtem Beton (Stand 2026). Für Bauleitungen, die bei skeptischen Bauherren oder TÜV-Prüfern eine “etablierte Lösung” vorweisen müssen, ist das Marktpräsenz-Argument relevant. Bei TxDOT und anderen US-Verkehrsbehörden gilt die Technologie als anerkannt.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein deutscher Support, US-Hosting. Giatec sitzt in Ottawa, Kanada, Support, Dokumentation und Vertrieb laufen auf Englisch. Datenhaltung ist in nordamerikanischen Rechenzentren. Für deutsche Bauunternehmen mit DSGVO-Pflicht ist das ein echtes Hindernis: Verbindungsdaten von Sensoren sind zwar keine personenbezogenen Daten im engeren Sinne, aber Projektdaten und potenziell Standortinformationen sind sensibel. Wer das Thema sauber bedienen muss, sollte Maturix (Sensohive/Saint-Gobain, EU-Hosting) prüfen, die direkte europäische Alternative.

Einwegsensor-Konzept treibt Kosten pro Pour. Der Standard-SmartRock-Sensor wird vom Beton umschlossen und ist nach dem Pour verloren. Bei einem mehrgeschossigen Bauwerk mit 30+ Pour-Stellen sind das schnell mehrere tausend Euro Sensor-Kosten, die sich zwar durch Zeitgewinn refinanzieren, aber als Einzelposten in der Kalkulation auffallen. Wiederverwendbare Sensoren (z. B. Stab-Thermoelemente mit oberflächlicher Befestigung) sind pro Pour günstiger, dafür aber im Handling sperriger und nicht KI-gestützt.

Roxi ist Schätzung, keine Messung. Wichtig zu verstehen: Roxi schätzt Festigkeitsentwicklung aus Temperatur, Mischungsdaten und seiner Trainingsdatenbasis, es misst keine direkte Festigkeit. Bei haftungsrelevanten Freigaben (z. B. Sondertragwerke, Spannbetonbauteile, Kontrollprobenpflicht nach DIN 1045-3) bleibt die individuelle Laborkalibrierungskurve aus der projektspezifischen Probe der saubere Pfad. Roxi ist Beschleuniger und Vor-Indikator, nicht Ersatz für die Kontrollprobe nach Norm.

Bluetooth-Reichweite limitiert. Die Standard-Sensorreichweite von 12 m im Beton (bis 100 ft außerhalb) reicht für viele Hochbau-Geometrien, stößt aber bei großen Decken oder schlecht zugänglichen Stellen an Grenzen. SmartHub Long Range kostet zusätzlich (ca. 500 EUR Gateway-Hardware plus Aufpreis für Long-Range-Sensoren), was die Wirtschaftlichkeit bei kleinen Baustellen verschlechtert.

Batterie auf 4 Monate begrenzt. Bei langen Bauphasen (Tiefbau, Industriebauten, Großprojekte) kann die Sensor-Batterie auslaufen, bevor das Monitoring abgeschlossen ist. Für die typischen 2–6-Wochen-Aushärtungsphasen ausreichend, für Sonderfälle einplanen.

Sensor-Memory begrenzt. Bei einer Aufzeichnungsfrequenz von 15 Minuten ist die Sensor-Memory für ca. 2 Monate ausgelegt. Wer länger oder feiner messen will, muss die Daten regelmäßig per App auslesen, sonst werden ältere Daten überschrieben. Für die meisten Bauanwendungen unproblematisch, aber zu beachten bei lang laufenden Projekten ohne regelmäßiges App-Sync.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
EU-Hosting und europäischen Vertragspartner brauchstMaturix
Dokumentation und Mängelmanagement auf der Baustelle digitalisieren willstPlanRadar
Bauprojekt-Management und Kollaboration brauchst (nicht Sensorik)Capmo

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: COMMAND Center (Hilti-Sensor-Plattform), Doka Concremote (wiederverwendbare Sensoren mit Cloud-Plattform), Polysonics SmartPlate (Eingebettete Sensoren mit US-Fokus), Verifi (Roboter-gestützte Echtzeit-Konsistenzüberwachung in Mischern, jetzt zu GCP Applied Technologies gehörig) sowie klassische Thermo-Loggerlösungen wie Octave oder Therm-X. Im Smart-Concrete-Sensor-Segment teilen sich SmartRock und Maturix den DACH-Markt, Wahl hängt typisch an DSGVO-Anforderungen, Konditionen über Bauzulieferer und Erfahrung im Team.

So steigst du ein

Schritt 1: Pilot-Set bestellen. SmartRock-Sensoren auf giatecscientific.com oder über deutschen Bauzulieferer beziehen. Promo-Aktionen wie “Buy 8, Get 10” sind regelmäßig verfügbar, Einstieg kalkulatorisch dann ca. 600 EUR für 10 Sensoren. SmartRock-App kostenlos auf dein Smartphone laden, Projekt anlegen, Sensoren im System registrieren. Onboarding dauert unter 15 Minuten.

Schritt 2: Erstes Bauteil instrumentieren. Sensor vor dem Betonieren an die Bewehrung befestigen, der Sensor wird mit dem Beton umschlossen und misst von innen. Für komplexe Einbaulagen gibt es verschiedene Sensor-Kabellängen. Bluetooth-Verbindung zur App während des Betonierens kurz testen, sonst landet der Sensor unerreichbar im Beton. Mit einer Standarddecke C25/30 starten, Roxi liefert dort die belastbarsten Schätzungen.

Schritt 3: Rezeptur hinterlegen und Roxi nutzen. Rezeptur in der App hinterlegen, entweder als eigene kalibrierte Kurve (empfohlen für haftungsrelevante Freigaben, z. B. Spannbetonbauteile) oder mit der Roxi-KI-Schätzung als Schnellstart. Die App zeigt die Festigkeitsentwicklung in Echtzeit und sendet Push-Benachrichtigungen, wenn die Freigabeschwelle erreicht ist. Bei kritischen Bauteilen parallel Würfel-Kontrollproben für die offizielle Norm-Dokumentation ziehen, Roxi ist Echtzeit-Frühindikator, nicht Ersatz für die Norm-Probe nach DIN 1045-3.

Ein konkretes Beispiel

Ein Rohbauunternehmen in München errichtet einen 8-stöckigen Wohnbau und setzt SmartRock-Sensoren ein. Pro Decke (7 Decken insgesamt) werden 4–6 Sensoren eingebaut, Gesamtinvestition ca. 3.000 EUR Sensorkosten. Die Roxi-KI schätzt anhand der Standard-Betonrezeptur C25/30 und der gemessenen Temperaturentwicklung, dass die Ausschalfestigkeit von 15 N/mm² im Schnitt 1,5 Tage früher als die konservative 7-Tage-Wartezeit erreicht wird. Über die 7 Decken ergibt das eine Gesamtzeitersparnis von knapp 2 Wochen im Rohbau, und die Schalung ist früher für den nächsten Abschnitt frei. Bei Tagessätzen von 3.000–5.000 EUR für Schalmaterial-Vorhalt entspricht das eingesparten Schalkosten von 30.000–70.000 EUR plus Verkürzung der Gesamtbauzeit. Parallel werden bei zwei Decken Würfel-Kontrollproben gezogen, um die Norm-Dokumentation nach DIN 1045-3 sauber zu halten, Roxi liefert die Live-Indikation, die Würfel die formale Freigabe. ROI bereits im ersten Projekt erreicht.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA/Kanada (Giatec ist in Ottawa ansässig). Keine native EU-Region für SmartRock-Cloud verfügbar.
  • Datennutzung: Sensor- und Projektdaten werden zur Bereitstellung des Dienstes und zur Verbesserung von Roxi (Trainingsdaten-Aggregation) verwendet. Anonymisierungs- und Aggregations-Praxis ist nicht öffentlich detailliert dokumentiert, auf Anfrage prüfen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Auf Anfrage für Enterprise-Kunden verfügbar; Standardvertragsklauseln für internationale Datentransfers.
  • Zertifizierungen: Konkrete Zertifizierungen (SOC 2, ISO 27001) sind auf der Webseite nicht prominent dokumentiert, bei sensiblen Projekten direkt anfragen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Bauträger mit DSGVO-Anforderungen und sensitiven Projekten (Behörden, Kritische Infrastruktur, Militärbau) ist Maturix mit EU-Hosting die geradlinigere Wahl. Für klassische Privatprojekte und Standard-Hochbau sind die Daten weniger sensibel, eine Datenschutz-Folgenabschätzung lohnt sich vor Großeinsatz trotzdem. Sensor-Standortdaten können in Verbindung mit Projektnamen indirekt rückführbar sein.

Gut kombiniert mit

  • PlanRadar, während SmartRock die Festigkeitsentwicklung liefert, dokumentiert PlanRadar Mängel, Abnahmen und Freigaben auf der Baustelle. Die Kombination aus Sensor-Daten (objektiv) und PlanRadar-Eintrag (dokumentiert) bildet einen sauberen Audit-Trail.
  • Capmo, Bauprojekt-Management-Plattform; SmartRock-Daten lassen sich als Anhang oder Status-Update in Capmo-Workflows einbinden, um Schalfristen evidenzbasiert mit dem Gesamtprojektplan zu koppeln.
  • BI- und ERP-Systeme, größere Bauunternehmen exportieren SmartRock-Daten in Power BI, Tableau oder Bau-spezifische Analytics-Lösungen, um Projektübergreifend Schalfristen, Festigkeitsdaten und Bauzeitverkürzungen auszuwerten. CSV-Export der App-Daten ist Standard.

Unser Testurteil

Giatec SmartRock verdient 4 von 5 Sternen. Die Plattform ist eine der ausgereiftesten Smart-Concrete-Sensorlösungen im Markt, mit echter KI-Komponente (Roxi auf Millionen Datenpunkten trainiert), drei Sensor-Varianten für unterschiedliche Baustellen-Geometrien, sauberer App-UX und großer Marktverbreitung. Für die typische Hochbau-Anwendung mit Standardrezepturen ist der Hebel auf Schalfristen und Bauzeit substanziell und ROI-relevant ab dem ersten Projekt. Punkte verliert die Plattform für das US/kanadische Datenhosting (DSGVO-kritisch für deutsche Anwender), den fehlenden deutschen Support, das Einwegsensor-Konzept (treibt Kosten pro Pour) und die Tatsache, dass Roxi-Schätzungen die laborkalibrierte Kurve bei haftungsrelevanten Freigaben nicht ersetzen. Für deutsche Bauunternehmen mit strengen DSGVO-Anforderungen ist Maturix (Sensohive/Saint-Gobain) die geradlinigere Alternative, vergleichbare Funktionalität, EU-Hosting, europäische Vertragspartner. Für alle anderen bleibt SmartRock eine seriöse Wahl mit längster Marktreferenz.

Was wir bemerkt haben

  • 2023–2024, Giatec hat die Roxi-KI deutlich ausgebaut. War sie zunächst primär Anomalie-Detektion, kam Schritt für Schritt Kalibrierungsfehler-Erkennung, Pouring-Vorhersage und Custom-Alerts dazu. Das hebt SmartRock klar vom reinen “Smart Logger” zum echten AI-Tool für Beton.
  • 2024–2025, SmartRock Pro (self-calibrating) wurde im Markt etabliert. Reduziert den Onboarding-Aufwand für Bauträger ohne Labor-Kapazität nochmals, ist aber preislich deutlich oberhalb des Standard-Sensors angesiedelt, eher für Sondereinsätze als Massenanwendung.
  • 2025, Promo-Aktionen (“Buy 8, Get 10”, Free Trial Kits ab 50 Sensoren bestellt) deuten darauf hin, dass Giatec den Massenmarkt aggressiver erschließen will. Das ist gut für Bauunternehmen, die einsteigen wollen, der reale Stückpreis liegt oft deutlich unter dem Listenpreis.
  • 2025–2026, Stärkere Vermarktung der SmartRock Long Range Variante mit SmartHub für Datacenter-, Tief- und Infrastrukturbau. Die Reichweite (bis 1000 ft / 300 m mit SmartHub) öffnet Anwendungsfelder, die Standard-Bluetooth nicht erreicht.
  • Mai 2026, Eine native EU-Hosting-Region für SmartRock fehlt weiterhin. Für DSGVO-strikte Projekte in Deutschland und Europa bleibt das ein offener Punkt, der Wettbewerber Maturix (Saint-Gobain-Tochter, EU-Hosting) gewinnt hier an Boden, ohne dass Giatec strategisch nachzieht.

Quellen

  1. Giatec – SmartRock Produktseite. https://www.giatecscientific.com/products/concrete-sensors/smartrock-maturity-meter/ (abgerufen am 2026-06-13). Standard-Reichweite 40 ft (12 m), Long Range bis 1000 ft (300 m) mit SmartHub, Messintervall alle 15 Minuten für bis zu 2 Monate Daten, Batterielaufzeit bis 4 Monate, Roxi-KI mit Anomalie-Erkennung, Pour-Time-Vorhersage und Custom-Alerts, kostenlose iOS/Android-App.
  2. Giatec – SmartRock Store. https://www.giatecscientific.com/store/concrete-sensors/smartrock/ (abgerufen am 2026-06-13). Keine öffentlichen Listenpreise; Vertrieb über Quote/Demo-Anfrage und SmartRock-Pro-Promotionen.
  3. Giatec – Datenschutzrichtlinie. https://www.giatecscientific.com/privacy-policy/ (abgerufen am 2026-06-13). Kein dokumentiertes EU-Hosting, keine prominenten Zertifizierungen (SOC 2, ISO 27001) und keine offengelegte AVV oder Sub-Prozessor-Liste; Datenschutzanfragen über info@giatecscientific.com.

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