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Baumsicht (Treesta)

Baumsicht (Augsburg)

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Treesta von Baumsicht ist ein QGIS-basiertes Baumkataster-Plugin aus Augsburg, kaufen statt mieten. Läuft als Erweiterung in der kostenlosen Open-Source-GIS-Software QGIS und der Feld-App QField. Geeignet für GaLaBau-Betriebe und Kommunen, die keine laufenden SaaS-Kosten wollen, GIS-Grundkenntnisse mitbringen und volle Datensouveränität brauchen. Keine integrierten KI-Funktionen, bewusst schlanker Werkzeug-Ansatz statt SaaS-Plattform.

Kosten: Einmalige Kauflizenz 499 € netto (593,81 € brutto) für Treesta, das QGIS-basierte Baumkataster-Plugin. Lizenz gilt pro Organisation (unbegrenzte Nutzer und Geräte innerhalb einer Firma). Inklusive Download und Basis-Support für ein Jahr ab Kaufdatum; danach läuft die Software weiter, Download-Link und Updates benötigen erneuten Kauf. Preise für Schulung und Remote-Support auf Anfrage.

Kategorien

Stärken

  • Einmalige Lizenzgebühr (499 € netto), Lizenz gilt pro Organisation mit unbegrenzten Nutzern und Geräten
  • Vollständige Datensouveränität: Daten liegen lokal oder auf eigenem Server
  • Integration in QGIS-Ökosystem, volle GIS-Funktionalität für Fortgeschrittene
  • QField-App für mobile Felderfassung (Android und iOS), offline-fähig
  • Deutschsprachig, Entwickler aus Augsburg direkt erreichbar
  • Auch Spezialleistungen (Schalltomografie, Zugversuche) als ergänzende Dienstleistung verfügbar

Einschränkungen

  • Erfordert QGIS-Grundkenntnisse, kein vollständiger Ohne-Setup-Einstieg
  • Kein browserbasierter Zugang für Auftraggeber (Kommunen) ohne eigenes QGIS
  • Keine integrierten KI-Funktionen (Risikomodell, Bilderkennung, automatische Schadensklassifikation)
  • Community kleiner als bei cloudbasierten Lösungen, weniger Schulungsangebote, dünnere Dokumentation
  • Updates und Support kosten nach Jahr 1 erneut Lizenzgebühr
  • Sehr regionaler Anbieter (Bayern/Süddeutschland), geringere Sichtbarkeit außerhalb der Region

Passt gut zu

GaLaBau-Betriebe mit QGIS-Erfahrung, die keine Abo-Kosten wollen Kommunen mit eigenem IT-Betrieb und GIS-Infrastruktur Forstbetriebe und Stadtentwässerungen, die QGIS ohnehin nutzen Sachverständige für Baumkontrolle, die mobil im Feld arbeiten

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du nutzt QGIS bereits und willst keine zusätzliche SaaS-Plattform
  • Du brauchst volle Datenkontrolle (Kommune ohne Cloud-Strategie, Sachverständigentätigkeit)
  • Du arbeitest viel offline im Feld und brauchst stabile mobile Erfassung
  • Du willst einmal zahlen und langfristig planbar arbeiten

Wann nein

  • Du brauchst KI-gestützte Risikobewertung oder automatische Schadenerkennung
  • Du willst eine browserbasierte Lösung ohne lokale Software-Installation
  • Du hast kein QGIS-Know-how und keine Bereitschaft, es aufzubauen
  • Du brauchst breite Schulungsangebote und große Anwender-Community

Kurzfazit

Treesta von Baumsicht ist die pragmatische Wahl für GaLaBau-Betriebe und kleinere Kommunen, die ohnehin mit QGIS arbeiten, und denen das laufende Abo der großen Cloud-Baumkataster zu teuer oder zu intransparent ist. Für 499 € netto einmalig bekommst du ein solides QGIS-Plugin plus QField-Anbindung für mobile Erfassung; nach dem ersten Jahr läuft die Software weiter, Updates kosten dann erneut. Schwächen: Keine KI-Funktionen (kein automatisches Schadensmodell, keine Bilderkennung), kein Browser-Zugang für Auftraggeber, regionaler Anbieter mit kleiner Community. Wer GIS-Know-how mitbringt und Datensouveränität priorisiert, bekommt hier eine wirtschaftlich solide Lösung. Wer eine moderne KI-Plattform sucht, ist bei anderen Anbietern besser aufgehoben.

Für wen ist Baumsicht (Treesta)?

GaLaBau-Betriebe mit GIS-Affinität: Wer ohnehin QGIS für Geländeaufmaße, Flurkarten oder Pflanzpläne nutzt, gewinnt mit Treesta eine spezialisierte Erweiterung, ohne ein zweites System pflegen zu müssen. Der Workflow bleibt in QGIS, die Daten bleiben im eigenen Haus.

Kleinere und mittlere Kommunen: Städte und Gemeinden mit 500–10.000 Bäumen, eigenem GIS-Verantwortlichen und ohne Budget für teure Cloud-Baumkataster finden in Treesta eine kostenbewusste Alternative. Voraussetzung: Es gibt jemanden in der Verwaltung, der QGIS bedienen kann.

Sachverständige für Baumkontrolle: Solo-Selbständige und kleine Büros, die im Auftrag von Kommunen oder Eigentümern Bäume kontrollieren, profitieren von der Einmal-Lizenz: keine laufenden Kosten, volle Datenkontrolle, mobile Erfassung über QField. Für 2–3 Aufträge pro Jahr amortisiert sich die Lizenz schnell.

Forstbetriebe und Stadtentwässerungen: Wer ohnehin im QGIS-Ökosystem zuhause ist (Forstkarten, Kanalbestand, Liegenschaftsdaten), kann Treesta nahtlos integrieren. Die Datenhaltung in derselben Geodatenbank vermeidet Systembrüche.

GaLaBau-Sachverständigenbüros: Für Häuser mit 1–5 Sachverständigen, die regelmäßig Baumkontrollen nach ZTV-Baumpflege oder FLL durchführen, ist Treesta wirtschaftlich oft attraktiver als Abo-Lösungen, vorausgesetzt, das QGIS-Know-how ist da oder lässt sich aufbauen.

Weniger geeignet für: Große Städte mit Tausenden Bäumen und Anforderungen an Browser-Zugang für Bürger und Behörden, Betriebe ohne GIS-Erfahrung, die einen klicki-bunti-Einstieg ohne Lernkurve erwarten, und alle, die KI-gestützte Risikobewertung oder automatische Schadensklassifikation als Kernanforderung haben, dafür ist Treesta nicht gemacht.

Preise im Detail

KomponentePreisWas du bekommst
Treesta Lizenz (1 Jahr)499 € netto / 593,81 € bruttoPlugin-Lizenz, Download, Basis-Support für 1 Jahr, unbegrenzte Nutzer und Geräte pro Organisation
LizenzverlängerungÄhnliche Größenordnung jährlichWeitere Updates und Support, Software läuft auch ohne weiter, aber ohne Updates
QGIS DesktopKostenlos (Open Source)Voll funktionsfähige GIS-Plattform für PC/Mac/Linux
QField Mobile AppKostenlos in BasisversionMobile Felderfassung für Android/iOS, synchronisiert mit QGIS-Desktop
Schulung / BeratungAuf AnfrageRemote-Support, Datenaufbereitung, individuelle Schulungen und Webinare
Schalltomografie / ZugversucheAuf AnfrageErgänzende Vor-Ort-Untersuchungen durch Baumsicht-Team (regional Augsburg/München/Ulm)

Einordnung: Treesta ist im Vergleich zu cloudbasierten Baumkatastern (typisch 30–100 €/Monat pro Bestand oder Anwender) deutlich günstiger, ab dem zweiten Jahr ohne Folgekosten, falls auf Updates verzichtet werden kann. Wer fünf Jahre lang nutzen will und gelegentliche Updates kauft, kommt auf etwa 1.500–2.500 € Gesamtkosten, eine Größenordnung, die viele Cloud-Lösungen schon im ersten Jahr aufrufen. Der Haken: Du brauchst QGIS-Kompetenz im Haus oder musst die Schulungsstunden zukaufen. Wer das hat, fährt mit Treesta wirtschaftlich gut. Wer alles outsourcen will, ist bei Cloud-Anbietern besser aufgehoben, zahlt aber deutlich mehr.

Stärken im Detail

Einmal kaufen, langfristig nutzen. Das ist im Baumkataster-Markt eine Seltenheit. Die meisten Wettbewerber (greenspaceLIVE, GreenIT, Arbo IT, Pit-Kommunal) arbeiten Abo-basiert mit monatlichen oder jährlichen Gebühren, die mit der Anzahl Bäume skalieren. Wer einen großen Bestand verwaltet, zahlt dort schnell mehrere Tausend Euro pro Jahr. Treesta verlangt 499 € einmal, Updates kosten danach erneut, aber die Grundsoftware bleibt nutzbar.

Volle Datensouveränität. Die Daten liegen in der lokalen QGIS-Datenbank oder auf einem eigenen PostgreSQL/PostGIS-Server. Kein Drittanbieter speichert Baumbestandsdaten, keine Cloud-Abhängigkeit, keine Frage nach DSGVO-Konformität im Datenfluss zu klären. Für Kommunen mit strengen IT-Sicherheitsvorgaben ein klares Plus.

Echte QGIS-Integration statt Insellösung. Treesta ist kein abgeschottetes Spezialprogramm, sondern lebt in QGIS, der weltweit verbreitetsten Open-Source-GIS-Plattform. Wer Treesta nutzt, kann gleichzeitig Flurkarten, Liegenschaftsdaten, Luftbilder und Baumbestand in derselben Karte überlagern. Diese Verzahnung mit dem GIS-Ökosystem ist bei kommerziellen Baumkatastern oft schwerfälliger gelöst.

QField für mobile Erfassung. Die kostenlose QField-App synchronisiert mit dem QGIS-Desktop-Projekt und ermöglicht Felderfassung mit GPS, Fotos und Formularen, vollständig offline-fähig. Im Wald, in Parkanlagen oder am Stadtrand, wo kein Mobilfunk-Empfang ist, funktioniert das Tool weiter. Cloud-Lösungen brechen hier oft zusammen.

Direkter Draht zum Entwickler. Bei einem Augsburger Anbieter mit überschaubarem Team ist der Support nicht durch fünf Helpdesk-Ebenen abgeschottet. Wer eine Frage hat, redet meist direkt mit jemandem, der die Software versteht. Für KMU und Sachverständige, die Probleme schnell gelöst brauchen, ein realer Vorteil.

Ergänzende Dienstleistungen. Baumsicht bietet als Teil des Unternehmens auch klassische Baumkontrolle, Schalltomografie und Zugversuche an, Spezialleistungen, die für GaLaBau-Betriebe und Kommunen als Subunternehmer-Dienstleistung interessant sein können. Diese Verzahnung von Software und Vor-Ort-Expertise ist ungewöhnlich und vertrauensbildend.

Schwächen ehrlich betrachtet

QGIS-Lernkurve. Treesta ist nur so gut wie dein QGIS-Know-how. Für GIS-erfahrene Anwender ist die Bedienung intuitiv; für Einsteiger ist QGIS selbst eine eigene Lernaufgabe, Geländedaten verwalten, Layer organisieren, Symbologie anpassen, Druckkomponenten konfigurieren. Wer das nicht beherrscht, ist mit einer browserbasierten SaaS-Lösung schneller produktiv.

Keine KI-Funktionen. In einer Zeit, in der Cloud-Baumkataster mit KI-Risikomodellen, automatischer Schadenserkennung aus Drohnenbildern oder Wettermodell-Integration werben, bleibt Treesta bewusst klassisch. Es ist ein Werkzeug für strukturierte manuelle Erfassung, nicht für KI-basierte Vorhersage. Wer KI als Differenzierung sucht, ist hier falsch.

Kein Browser-Zugang für Auftraggeber. Wenn ein GaLaBau-Betrieb für eine Kommune kontrolliert, will die Kommune oft die Daten einsehen, idealerweise im Browser, ohne eigene QGIS-Installation. Treesta löst das nur über PDF-Export oder durch manuelles Bereitstellen einer QGIS-Datei. Cloud-Lösungen haben hier strukturelle Vorteile.

Updates kosten extra. Nach dem ersten Jahr läuft die Software weiter, aber Updates verlangen erneute Lizenzgebühren. Wer auf neue QGIS-Versionen umstellt (was alle 1–2 Jahre passiert), kann ohne aktuelle Treesta-Version in Inkompatibilitäten geraten. Das ist keine versteckte Falle, sollte aber in der Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigt werden.

Kleine Community. Im Vergleich zu QGIS selbst (riesige internationale Community) oder zu Cloud-Baumkatastern mit Tausenden Anwendern ist die Treesta-Anwenderbasis überschaubar. Schulungsangebote von Dritten, YouTube-Tutorials oder Stack-Exchange-Antworten sind kaum vorhanden. Wer Fragen hat, fragt direkt beim Hersteller.

Regionaler Anbieter. Baumsicht sitzt in Augsburg und arbeitet überwiegend in Bayern, Baden-Württemberg und im Allgäu. Außerhalb der Region ist die Sichtbarkeit gering, Vor-Ort-Schulungen oder Spezialleistungen wie Schalltomografie sind dann reiseaufwandsgetrieben. Für rein softwareseitige Nutzung kein Hinderungsgrund, aber für Kombi-Angebote relevant.

Skalierungsgrenze bei großen Beständen. Für Großstädte mit Hunderttausenden Bäumen, mehreren parallel arbeitenden Teams und Bürgerbeteiligungs-Anforderungen kommt Treesta an Grenzen, nicht technisch (QGIS skaliert), sondern strukturell (Multi-User-Workflows, Rechtekonzepte). Hier sind professionelle Kommunallösungen die bessere Wahl.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine reine Open-Source-Lösung ohne Plugin-Kauf willstQGIS mit eigenem Datenmodell
KI-gestützte Bilderkennung von Drohnenaufnahmen brauchstOcell oder DroneDeploy
Forstwirtschaftliche Bestandsverwaltung integrieren willstForst-GIS Bayern oder Forstify
Eine cloudbasierte Baumkataster-Lösung mit Browser-Zugang willstSpezialisierte Cloud-Anbieter (siehe Prosa)

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Pit-Kommunal (etabliertes Kommunalsoftware-Haus mit Baumkataster-Modul), greenspaceLIVE (cloudbasiert, browserbasiert, KI-Ansätze), Arbo IT (mittelständischer Anbieter für Baumkataster), KomFa-Module von ekom21 und vergleichbaren kommunalen IT-Dienstleistern. Treesta ist kein Konkurrent zu großen Kommunallösungen, es ist die schlanke Werkzeugwahl für QGIS-Anwender. Wer SaaS und KI will, ist anderswo besser bedient; wer einmal zahlen und Daten selbst halten will, ist hier richtig.

So steigst du ein

Schritt 1: Installiere QGIS (kostenlos, qgis.org) und arbeite dich mit einem realen Beispiel durch die Grundfunktionen, Layer hinzufügen, Attributtabellen, einfache Karten erstellen, Drucken. Wer QGIS noch nie genutzt hat, sollte 2–4 Stunden für die Grundlagen einplanen. Ohne diese Basis macht Treesta keinen Sinn.

Schritt 2: Treesta-Lizenz auf baumsicht.de erwerben (499 € netto). Du erhältst einen Download-Link und installierst das Plugin in QGIS über das Plugin-Menü. Erste Schritte mit der mitgelieferten Beispieldatenbank durchgehen, das Plugin definiert ein Schema für Baumdaten (Art, Stammumfang, Pflanzjahr, Zustand, letzte Kontrolle), das du anschließend mit deinen realen Daten füllst.

Schritt 3: Baumbestand anlegen, entweder durch manuelle Eingabe mit GPS-Koordinaten oder per Import aus vorhandenen Daten (Shapefile, CSV, GeoPackage). Jeder Baum bekommt seine Stammdaten und einen Erfassungszeitpunkt. Bei größeren Beständen lohnt sich ein Pilotbereich (z. B. ein Park, eine Straße) vor dem Roll-out auf alle Bäume.

Schritt 4: QField auf Smartphone oder Tablet installieren und das QGIS-Projekt synchronisieren. Im Feld Befunde und Fotos erfassen, im Büro auswerten. Für Kommunen oder Auftraggeber Berichte als PDF exportieren, Baumkontrollberichte mit Karte, Standortliste und Befunden. Wer regelmäßig liefern muss, lohnt es sich, eine Drucklayout-Vorlage in QGIS zu bauen, die per Klick wiederverwendbar ist.

Ein konkretes Beispiel

Ein GaLaBau-Betrieb aus Bayern mit 8 Mitarbeitenden übernimmt die Baumkontrolle für eine Kleinstadt mit 1.800 Bäumen. Da der Betrieb QGIS bereits für Geländeaufmaße und Pflanzpläne nutzt, war Treesta die naheliegende Lösung, einmalige Lizenz 499 € netto, keine monatlichen Kosten, volle Datenkontrolle. Die Umstellung von Papierformularen auf digitale QField-Erfassung dauerte zwei Wochen: eine Woche Einrichtung (Datenmodell, Symbologie, Druckvorlage) plus eine Woche Schulung im Feld. Seit der Umstellung erfasst ein Mitarbeiter die jährliche Kontrolle der 1.800 Bäume in ca. 8 Arbeitstagen statt der vorherigen 14, die manuelle Übertragung von Papier in Excel entfällt, Fotos sind direkt am Datensatz, GPS-Lage statt textueller Standortbeschreibung. Zeitersparnis pro Jahr ca. 50 Arbeitsstunden, einmalige Lizenzkosten nach 3 Aufträgen amortisiert. Die Gemeinde erhält Berichte als PDF-Export inklusive Übersichtskarte. Für Spezialfälle (Verdacht auf Pilzbefall, statisch fragwürdige Bäume) wird die Schalltomografie zugekauft, entweder bei Baumsicht selbst oder bei lokalen Sachverständigen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Lokal beim Anwender (QGIS-Datei oder eigene Datenbank). Keine Cloud-Übertragung, kein Drittlandtransfer durch die Software selbst.
  • Anbieter: Baumsicht, Augsburg (Deutschland). Vertragsverhältnis nach deutschem Recht.
  • Datennutzung: Anwenderdaten verlassen das eigene System nicht, Baumsicht hat keinen Zugriff auf Baumbestandsdaten. Lediglich bei expliziter Support-Anfrage werden Daten geteilt.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Im Standardbetrieb regelmäßig nicht erforderlich, da keine Datenverarbeitung durch Baumsicht stattfindet. Bei Auftrags-Schulungen, Datenaufbereitung oder Remote-Support sollte ein AVV abgeschlossen werden.
  • Personenbezogene Daten: Baumkatasterdaten sind in der Regel nicht personenbezogen. Sobald jedoch Eigentümerdaten (z. B. bei Privatbeständen) erfasst werden, gilt DSGVO, die Verantwortung liegt beim Anwender.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für Kommunen mit strengen IT-Sicherheitsvorgaben und Sachverständige mit Berufsgeheimnis-relevanten Aufträgen ist die lokale Datenhaltung ein klarer Vorteil gegenüber Cloud-Lösungen.

Gut kombiniert mit

  • QGIS, die Grundlage, ohne die Treesta nicht läuft. Wer QGIS ohnehin beherrscht, gewinnt durch Treesta einen spezialisierten Aufsatz, der sich nahtlos einfügt.
  • Ocell, für Drohnen-basierte Bestandsaufnahmen und KI-gestützte Baumerkennung im Wald oder in Parkanlagen kann Ocell vorgelagert die Daten liefern, die anschließend in Treesta gepflegt und kontrolliert werden.
  • DroneDeploy, für Drohnenflüge mit anschließender Photogrammetrie und Orthofoto-Erzeugung. Die Ergebnisse können als Hintergrundlayer in QGIS und damit Treesta integriert werden, praktisch für Standortbestimmung und Schadensdokumentation.

Unser Testurteil

Treesta verdient 3 von 5 Sternen. Es ist eine ehrliche, schlanke und wirtschaftlich attraktive Lösung für eine klar definierte Zielgruppe: GaLaBau-Betriebe, Kommunen und Sachverständige, die QGIS bereits nutzen und Datensouveränität priorisieren. Den vierten und fünften Stern verliert Treesta durch die fehlenden KI-Funktionen, die nicht vorhandene Browser-Komponente für Auftraggeber, die kleine Community und die Tatsache, dass es für QGIS-fremde Anwender eine erhebliche Lernkurve voraussetzt. Wer in der Zielgruppe ist und QGIS beherrscht, bekommt mit Treesta ein wirtschaftlich überlegenes Werkzeug; wer KI, Browser-Zugang oder eine breite Schulungslandschaft braucht, ist anderswo besser aufgehoben. Diese Klarheit der Positionierung ist ein Pluspunkt, Baumsicht versucht nicht, alles zu sein.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, Das Produkt firmiert seit einiger Zeit unter dem Namen „Treesta” (statt früher „Baumsicht-Plugin”). Die Markenbildung ist klar: Treesta = Software, Baumsicht = Unternehmen mit Software plus Dienstleistung.
  • 2025, Preis liegt bei 499 € netto für die Erstlizenz (inkl. Download und Ticket-Support 1 Jahr). Damit ist Treesta im Vergleich zu Cloud-Baumkatastern (Abo-Modelle ab 30–100 € pro Monat) wirtschaftlich attraktiver für Anwender, die langfristig planen und keine cloud-typischen Features brauchen.
  • 2025, Schulungspreise werden nicht öffentlich ausgewiesen und sind auf Anfrage erhältlich. Wer kein QGIS-Know-how mitbringt, sollte 8–16 Stunden Schulung kalkulieren, was die Einstiegsschwelle realistischer macht als die reine Lizenzgebühr suggeriert.
  • Mai 2026, Bewusst keine KI-Integration. In einem Markt, in dem cloudbasierte Wettbewerber zunehmend mit KI-Risikomodellen, Drohnenbildauswertung und Wetterintegration werben, bleibt Baumsicht beim Werkzeug-Ansatz. Das ist eine bewusste Positionierung, kein Versäumnis, und für die Zielgruppe oft das passende Profil.
  • Mai 2026, Regionaler Fokus auf Süddeutschland (Augsburg, München, Ulm) für Vor-Ort-Leistungen wie Schalltomografie. Die Software ist deutschlandweit nutzbar, ergänzende Dienstleistungen sind regional. Wer in Nord- oder Ostdeutschland sitzt und das Komplettpaket sucht, muss reiseaufwandsbedingt mit höheren Kosten oder lokalen Sachverständigen rechnen.

Quellen

  1. Baumsicht – Treesta Produktseite. https://baumsicht.de/produkt/treesta-baumkataster-fuer-qgis-qfield/ (abgerufen am 2026-06-13). Preis 499 € netto / 593,81 € brutto, Lizenz pro Organisation mit unbegrenzten Nutzern und Geräten, Download-Link ein Jahr gültig.
  2. Baumsicht – Baumkataster 4 (Vorgänger, wird eingestellt). https://baumsicht.de/produkt/baumkataster-4-app-baumkontrolle-qgis/ (abgerufen am 2026-06-13). Vorgängerprodukt wird durch Treesta ersetzt, keine Updates mehr ab 1. Januar 2027, kein QGIS-4-Support geplant.
  3. Baumsicht – Startseite. https://baumsicht.de/ (abgerufen am 2026-06-13). Unternehmensstandort Augsburg, Serviceregionen, Dienstleistungsangebot (Schalltomografie, Schulungen, Umweltbaubegleitung).
  4. QGIS Plugin Repository – Baumsicht. https://plugins.qgis.org/plugins/author/Baumsicht/ (abgerufen am 2026-06-13). Baumsicht-Plugins im offiziellen QGIS Plugin Repository gelistet (Treesta Importer, Treesta Crown Visualizer).

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