Accountable
Accountable SA
All-in-one-App für Solo-Selbstständige und Freelancer: Rechnungsstellung, Buchhaltung, Steuererklärungen und KI-Steuerberater in einer Oberfläche. Accountable erstellt EÜR, Einkommensteuer- und Umsatzsteuererklärung direkt aus der laufenden Buchhaltung, ohne separate Steuer-Software. Besonders für Freiberufler ohne Buchhaltungsvorkenntnisse geeignet, mit ELSTER-Direktübermittlung und einer Steuer-Garantie von bis zu 500 € (im Max-Plan bis 10.000 €).
Kosten: Free 0 €/Monat, Rechnungen Plus 9,90 €/Monat, Buchhaltung 19,90 €/Monat, Steuern 29,90 €/Monat, Max 59,90 €/Monat (jeweils bei Jahreszahlung; monatliche Abrechnung 25 % teurer)
Kategorien
Stärken
- Rechnungen, Buchhaltung und Steuererklärung in einer App, kein Tool-Wechsel zum Jahresende
- KI-Steuerberater 24/7 verfügbar, trainiert auf deutschem Steuerrecht und tausenden realen Selbstständigen-Fällen
- Automatische OCR-Belegerkennung mit Vorschlag der passenden Steuerkategorie
- Steuer-Garantie: Nachforderungen aus Fehlern bis 500 € (Steuern-Plan) bzw. 10.000 € (Max) werden erstattet
- ELSTER-Direktübermittlung von EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Einkommensteuer aus der App
- Kostenloses Geschäftskonto mit virtueller Mastercard und automatischer Steuer-Rücklage
- ZUGFeRD- und XRechnung-Format ab Free-Plan, wichtig für die E-Rechnungspflicht seit 2025
- Datenverarbeitung nach DSGVO auf AWS (Server Frankfurt), Anbieter mit Sitz in Brüssel
Einschränkungen
- Nur für Solo-Selbstständige und Freiberufler, keine GmbH-, UG- oder Mehrpersonen-Buchhaltung
- Komplexe Sachverhalte (Auslandsumsätze, Beteiligungen, gemischte Einkunftsarten) stoßen schnell an Grenzen
- KI-Steuerberater ist explizit kein zertifizierter Steuerberater, bei kniffligen Fällen weiterhin menschliche Beratung nötig
- Monatliche Abomodelle teurer als Einmallizenzen wie WISO Steuer für reines Steuererklärungs-Bedürfnis
- Daten auf AWS (Server Frankfurt), laut Datenschutzerklärung ist Wartung aus den USA technisch möglich, für Branchen mit Berufsgeheimnis prüfenswert
- Free-Plan ist auf 5 Ausgaben/Monat und 1 Bankkonto begrenzt, als Dauerlösung nur für reine Rechnungsstellung tauglich
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du bist Freiberufler oder Solo-Selbstständiger und willst Buchhaltung und Steuererklärung aus einer Hand
- Du hast keine oder wenig Buchhaltungserfahrung und brauchst aktive Anleitung
- Du willst E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) ohne Zusatzkosten erstellen
- Du möchtest deine Umsatzsteuer-Voranmeldungen und EÜR ohne Steuerberater an ELSTER schicken
Wann nein
- Du betreibst eine GmbH, UG oder hast mehrere Mitarbeitende mit Lohnbuchhaltung
- Du hast komplexe Sachverhalte (Auslandsbeteiligungen, gemischte Einkünfte, größere Anlagegüter)
- Du brauchst nur einmal im Jahr eine reine Steuererklärung, eine Einmallizenz ist günstiger
- Du arbeitest in einer Branche mit strengstem Berufsgeheimnis (Anwalt, Arzt) und willst zwingend deutsches Hosting
Kurzfazit
Accountable ist die App, die viele Solo-Selbstständige eigentlich suchen, wenn sie zwischen Excel-Chaos und ausgewachsener Buchhaltungssoftware schwanken: Rechnungen, Buchhaltung und Steuererklärung in einer Oberfläche, mit einem KI-Steuerberater an Bord, der typische Fragen ohne Steuerberater-Termin beantwortet. Die ELSTER-Direktübermittlung erspart den jährlichen Tool-Wechsel zu WISO Steuer oder Smartsteuer. Wer eine GmbH führt, Auslandsumsätze hat oder Mitarbeitende beschäftigt, ist allerdings woanders besser aufgehoben, Accountable ist konsequent auf den Einzelkämpfer zugeschnitten und bleibt dort stark.
Für wen ist Accountable?
Solo-Selbstständige & Freelancer: Die Kernzielgruppe. Wer als Übersetzerin, IT-Beraterin, Designerin oder Coach arbeitet, bekommt mit Accountable alles, was vom monatlichen Rechnungslauf bis zur Jahres-EÜR nötig ist, ohne sich in Buchhaltungssoftware einarbeiten zu müssen.
Kleinunternehmer: Wer von der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) Gebrauch macht, kommt im Buchhaltung-Plan (19,90 €/Monat) mit allen Funktionen aus, die nötig sind, der teurere Steuern-Plan mit Umsatzsteuer-Voranmeldung lohnt sich erst, wenn Umsatzsteuer relevant wird.
Einsteiger in die Selbstständigkeit: Das Onboarding fragt Schritt für Schritt nach Geschäftsmodell, Steuerart, Einkommensquellen, und schaltet darauf passende Funktionen frei. Wer noch nie eine EÜR gemacht hat, wird durch jede Pflichtangabe durchgeführt. Der KI-Steuerberater beantwortet Fragen wie “Kann ich mein iPad absetzen?” oder “Was zählt als Bewirtungsausgabe?” direkt in der App.
Freiberufler mit Vorliebe für mobile Workflows: Die App ist auf iOS und Android voll funktional, Belege scannst du per Smartphone direkt nach Erhalt im Restaurant oder im Baumarkt. Die OCR-Erkennung schlägt die Kategorie meist korrekt vor.
Selbstständige, die ELSTER-Direktübermittlung wollen: Statt am Jahresende zu einer separaten Steuer-Software wie WISO oder Smartsteuer zu wechseln, geht alles aus Accountable heraus direkt an die Finanzverwaltung.
Weniger geeignet für: GmbHs, UGs, GbRs mit mehreren Gesellschaftern, Unternehmen mit Lohnbuchhaltung (dafür
Preise im Detail
| Plan | Preis (Jahreszahlung) | Preis (monatlich) | Was du bekommst |
|---|---|---|---|
| Free | 0 € | 0 € | Unbegrenzte ZUGFeRD- & XRechnungen, max. 5 Ausgaben/Monat, 1 Bankkonto, kostenloses Geschäftskonto mit virtueller Mastercard, App-Zugang |
| Rechnungen Plus | 9,90 €/Monat | 12,40 €/Monat | Alles aus Free + unbegrenzte Rechnungen & Angebote auf Smartphone und Laptop, Abschlags- und Wiederkehrende Rechnungen, unbegrenzter KI-Steuerberater |
| Buchhaltung | 19,90 €/Monat | 24,90 €/Monat | Alles aus Rechnungen Plus + bis 5 Bankverbindungen, unbegrenztes Buchen von Ausgaben, kostenloser Jahresabschluss für Kleinunternehmer |
| Steuern ⭐ | 29,90 €/Monat | 37,40 €/Monat | Alles aus Buchhaltung + Umsatzsteuer-Voranmeldung, Steuer-Garantie bis 500 €, Chat-Zugang zu menschlichen Steuer-Coaches |
| Max | 59,90 €/Monat | 74,90 €/Monat | Alles aus Steuern + bis 10 Bankverbindungen, persönlicher Steuer-Coach mit Telefon-Support, vierteljährliche Beratungstermine, Steuer-Garantie bis 10.000 €, physische Mastercard |
Einordnung: Der Free-Plan ist mehr als ein Showroom, wer ausschließlich Rechnungen stellt und keine Buchhaltungspflichten hat, kommt damit dauerhaft aus. Sobald du regelmäßig Ausgaben buchst, wird Buchhaltung (19,90 €/Monat) zum vernünftigen Einstieg: knapp 240 €/Jahr für die volle Belegverwaltung und EÜR. Der Steuern-Plan für 29,90 €/Monat ist der Sweetspot für umsatzsteuerpflichtige Freelancer, UStVA, ESt-Erklärung und der menschliche Steuer-Coach-Chat sind hier inklusive, ein Steuerberater kostet schnell das Drei- bis Vierfache pro Jahr. Max für 59,90 € lohnt sich nur, wenn du den persönlichen Coach-Telefonservice und die hohe Steuer-Garantie (10.000 € statt 500 €) wirklich brauchst. Achtung: Die monatliche Zahlweise ist rund 25 % teurer als die Jahresvariante, wer länger bleiben will, sollte direkt jährlich abschließen.
Stärken im Detail
Alles in einer App, kein Tool-Wechsel. Der größte Vorteil ist konzeptionell: Buchhaltung und Steuererklärung laufen in derselben Oberfläche. Bei Lexoffice oder sevDesk brauchst du am Jahresende ein zweites Tool (WISO Steuer, Smartsteuer) für die ESt-Erklärung, bei Accountable nicht. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Übertragungsfehler zwischen Systemen.
KI-Steuerberater mit echtem Mehrwert. Anders als generische Chatbots ist der KI-Steuerberater auf deutsches Steuerrecht für Selbstständige spezialisiert und wird laut Anbieter laufend von Steuerexperten überprüft. Fragen wie “Wie behandle ich Trinkgelder steuerlich?” oder “Ist meine private Krankenversicherung absetzbar?” werden mit konkretem Bezug auf §§ und Beispiele beantwortet. Die App weist explizit darauf hin, dass die KI irren kann, die Steuer-Garantie deckt finanzielle Schäden bis zur jeweiligen Tier-Grenze ab.
OCR-Belegerkennung, die fast immer funktioniert. Du fotografierst eine Tankquittung, einen Restaurantbon oder eine Rechnung, die App liest Betrag, Datum, Lieferant und schlägt die passende steuerliche Kategorie vor. Bei Standard-Belegen liegt die Trefferquote sehr hoch, nur ungewöhnliche Belege (handschriftliche Quittungen, schlechte Fotos) brauchen manuelle Nachbearbeitung.
Steuer-Garantie schafft Vertrauen. Wenn das Finanzamt aufgrund eines Fehlers in Accountable Nachforderungen stellt, übernimmt der Anbieter bis zu 500 € im Steuern-Plan und bis zu 10.000 € im Max-Plan. Das ist keine Versicherung im klassischen Sinne, aber ein klares Signal des Anbieters, dass er für die Logik seiner Software einsteht. Bei reinen DIY-Tools wie WISO oder Smartsteuer fehlt diese Garantie komplett.
E-Rechnungspflicht ohne Aufpreis. Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können, ab 2027/28 wird das Versenden zur Pflicht. Accountable unterstützt ZUGFeRD und XRechnung bereits im Free-Plan, viele Wettbewerber verlangen dafür höhere Tarife. Damit sind Solo-Selbstständige automatisch fit für die gesetzliche Umstellung.
ELSTER-Direktübermittlung ohne Umweg. Umsatzsteuer-Voranmeldung, EÜR und Einkommensteuererklärung gehen direkt aus der App an die Finanzverwaltung. Du brauchst kein ELSTER-Zertifikat selbst zu beantragen, die App führt durch den Prozess. Für Berufsanfänger ist das oft die größte mentale Hürde, die hier wegfällt.
Geschäftskonto inklusive. Das mitgelieferte Geschäftskonto (Free Mastercard) berechnet automatisch eine Steuer-Rücklage. Wer bisher keinen Überblick hatte, wie viel von eingegangenen Honoraren wirklich noch dem Selbstständigen gehört, bekommt hier ein einfaches mentales Modell, und liest die Rücklage in Echtzeit.
Schwächen ehrlich betrachtet
Nicht für Kapitalgesellschaften. Accountable ist konsequent auf Einzelunternehmer ausgelegt. Wer eine GmbH oder UG führt, braucht Bilanz, Anlagespiegel, GuV, Funktionen, die Accountable schlicht nicht anbietet. Hier müssen Lexoffice, sevDesk oder DATEV ran. Auch GbRs mit zwei Gesellschaftern sind nicht abgebildet.
Komplexe Sachverhalte sprengen das Modell. Wenn du Einnahmen aus mehreren Quellen kombinierst (Selbstständigkeit + Anstellung + Vermietung), umfangreiche Auslandsumsätze hast oder größere Anlagegüter abschreiben musst, stößt du an die Grenzen der App. Die Logik vereinfacht, was für 80 % der Fälle hervorragend funktioniert, aber für die anderen 20 % zu unflexibel ist. Spätestens wenn ein Steuerberater empfiehlt, “lass uns das gemeinsam in DATEV pflegen”, endet Accountables Komfortzone.
Der KI-Steuerberater ist kein Ersatz für Beratung. Die App betont es selbst: Die KI ist explizit nicht zertifiziert und ersetzt keinen echten Steuerberater. Sie liefert gute Standardantworten, aber bei strategischen Fragen (Rechtsformwahl, Vorsorgegestaltung, größere Investitionen) reicht das nicht. Wer hier auf den Coach-Chat oder Max-Telefon-Support setzen will, bekommt menschliche Hilfe, aber nicht den Komfort einer echten Mandantenbeziehung.
Abomodell rechnet sich nicht für reine Steuererklärungs-Nutzer. Wer nur einmal jährlich eine Steuererklärung erledigen will und keine laufende Buchhaltung führt, fährt mit einer Einmallizenz wie
AWS-Hosting mit US-Wartungsklausel. Accountable SA hat ihren Hauptsitz in Brüssel, die Daten liegen laut Anbieter auf AWS-Servern in Frankfurt. Das ist grundsätzlich DSGVO-konform, allerdings hält die Datenschutzerklärung ausdrücklich fest, dass die Infrastruktur aus technischen Gründen auch aus den USA gewartet werden kann. Anwälte, Ärzte oder Steuerberater, die unter Berufsgeheimnis stehen, sollten prüfen, ob ein rein deutsches Hosting (wie bei Lexoffice in Karlsruhe) nicht vorzuziehen ist. Ein AVV nach Art. 28 DSGVO gibt es auf Anfrage, eine Datenschutz-Folgenabschätzung bleibt für sensible Branchen empfehlenswert.
Free-Plan ist eng kalibriert. Mit 5 Ausgaben pro Monat und nur einem Bankkonto ist der Free-Plan kaum für aktive Selbstständige tauglich. Er ist faktisch ein Schaufenster und für die reine Rechnungsstellung gedacht. Wer Belege bucht, ist sofort im Buchhaltung-Plan, eine Schwelle, die manche Wettbewerber (z. B. Holvi mit kostenlosem Geschäftskonto inklusive Buchhaltung-Light) eleganter lösen.
Limitierter Funktionsumfang bei Reports. Accountable liefert die Pflicht-Reports (EÜR, UStVA, ESt-Vorausschau), aber wer detaillierte BWA, Liquiditätsplanung oder Mehrjahresvergleiche möchte, bekommt das in Lexoffice oder sevDesk sauberer aufbereitet. Für die Zielgruppe (Solo-Selbstständige) ist das selten ein Problem, für wachsende Freelancer mit Berater-Bedarf schon.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine GmbH oder UG mit Bilanzpflicht führst | |
| Mehrere Mitarbeitende mit Lohnbuchhaltung hast | |
| Nur einmal im Jahr eine Steuererklärung machen willst |
Erwähnenswert ohne verlinkte Vergleichszeile: Für Rechnungsstellung mit API-Anbindung ist FastBill einen Blick wert. Im engeren Wettbewerb der Solo-Selbstständigen-Apps stehen außerdem Sorted (ähnliches Konzept mit Schwerpunkt auf Solopreneurs, weniger weit verbreitet), Kontist (fokussiert vor allem auf Banking + Steuer-Rücklagen), Holvi (finnisches Geschäftskonto mit Light-Buchhaltung) sowie Norman (junger Berliner Konkurrent mit ähnlicher Positionierung). Accountable ist im Markt der Solo-Selbstständigen-Apps eine der ausgereiftesten Lösungen, und vor allem die einzige, die Buchhaltung, KI-Steuerberater und ELSTER-Direktübermittlung so konsequent in einer Oberfläche bündelt.
So steigst du ein
Schritt 1: Lade die App (iOS oder Android) oder öffne accountable.de im Browser. Das Onboarding fragt nach Branche, Geschäftsmodell und Kleinunternehmer-Status, auf dieser Basis schaltet die App passende Funktionen frei und blendet irrelevante aus. Wer Kleinunternehmer ist, sieht keine UStVA-Fragen; wer Designer ist, sieht andere Beispiel-Buchungen als ein IT-Berater. Lass dir 20 Minuten Zeit für eine ordentliche Einrichtung, das spart später viele Korrekturen.
Schritt 2: Verbinde dein Geschäftskonto (oder eröffne das mitgelieferte) und schalte den automatischen Belegimport ein. Buche die ersten zwei, drei Monate rückwirkend nach: Die App lernt deine wiederkehrenden Lieferanten und schlägt für jede neue Buchung sofort die richtige Kategorie vor. Belege fotografierst du direkt nach Erhalt, die OCR füllt Betrag, Datum und Steuerkategorie automatisch aus.
Schritt 3: Nutze den KI-Steuerberater aktiv für Standardfragen: “Kann ich mein Coworking-Space-Abo absetzen?”, “Was ist bei der Homeoffice-Pauschale 2026 zu beachten?”, “Wie buche ich eine Anzahlung auf eine Software-Lizenz?”. Im Steuern- oder Max-Plan kannst du knifflige Fälle an menschliche Steuer-Coaches eskalieren. Am Jahresende führt dich Accountable durch EÜR und Einkommensteuererklärung, beides geht direkt an ELSTER. Bei Unsicherheit: einmal mit dem Coach gegenchecken, bevor du übermittelst.
Ein konkretes Beispiel
Markus ist freiberuflicher IT-Berater aus Hamburg, umsatzsteuerpflichtig, Jahresumsatz rund 95.000 €. Er hat bisher mit Excel gearbeitet und am Jahresende WISO Steuer für die Erklärung genutzt, Aufwand zwischen Steuerjahr-Ende und Abgabe: rund drei Wochenenden. Seit dem Wechsel auf Accountable Steuern (29,90 €/Monat) bucht er monatlich rund 30 Belege in der App, Restaurant-Bewirtungen, Hardware-Käufe, Coworking-Miete, Software-Abos. Die OCR erkennt fast alles korrekt, der KI-Steuerberater hat ihm schon dreimal Hinweise gegeben, die er sonst übersehen hätte (z. B. dass sein Klimaanlagen-Kauf 1.200 € unter die Sofortabschreibung GwG fiel, statt über 3 Jahre verteilt werden zu müssen). Die UStVA geht jeden Monat per One-Click an ELSTER. Am Jahresende braucht er für die komplette ESt-Erklärung noch rund 4 Stunden statt früher zwei volle Wochenenden. Zeitersparnis pro Jahr: ca. 25 Stunden. Kosten: 359 €/Jahr, gegenüber dem alten Setup (50 € WISO Steuer + 25 Stunden Eigenarbeit) kostet ihn die App effektiv 309 € mehr, gewinnt aber Zeit und reduziert das Risiko fehlerhafter Buchungen deutlich.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Daten werden auf Amazon Web Services (AWS) verarbeitet, die Server stehen laut Anbieter in Frankfurt. Die Datenschutzerklärung weist allerdings darauf hin, dass die Infrastruktur aus technischen Gründen auch aus den USA gewartet werden kann. Anbieter ist Accountable SA mit Sitz in Brüssel (Drève des Weigelias 22, 1170 Brüssel).
- Datennutzung: Eingaben in die App werden zur Erbringung des Dienstes verarbeitet. Der KI-Steuerberater erhält den nötigen Kontext aus deinen Buchhaltungsdaten, um personalisierte Antworten zu geben. Eingaben werden nach Anbieterangabe nicht zum Training öffentlicher KI-Modelle verwendet.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO wird auf formlose Anfrage per E-Mail bereitgestellt.
- Bankdaten: Accountable ist BaFin-reguliert und nutzt etablierte PSD2-Schnittstellen für den Bankkontozugriff (read-only). Die Bankdatenverbindung kann jederzeit wieder gelöst werden.
- Account-Löschung: Über die Kontoeinstellungen möglich. Steuerrelevante Daten unterliegen den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (10 Jahre) und werden entsprechend archiviert.
- Empfehlung für sensible Branchen: Für Anwälte, Ärzte oder Steuerberater mit eigenem Mandantengeheimnis empfiehlt sich vor Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Server in Frankfurt sind gut, die US-Wartungsklausel sollte aber bewusst geprüft werden, hier wäre
mit reinem Hosting in Karlsruhe eine Alternative.
Gut kombiniert mit
, wenn du wächst und in eine GmbH oder UG umfirmierst, ist Lexoffice der natürliche Wechsel: Bilanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Mehrbenutzer-Workflows. Der Datenexport aus Accountable per DATEV-Format ist möglich. , wer einen Steuerberater an seine Buchhaltung anbinden will, gibt ihm typischerweise einen DATEV-Export. Accountable liefert DATEV-konforme Daten, sodass der Berater die Jahresprüfung direkt übernehmen kann. ChatGPT oderClaude , für komplexere Steuerfragen, die der eingebaute KI-Steuerberater nicht vollständig beantwortet, kannst du zur Recherche ein generelles LLM hinzunehmen. Wichtig: Verlass dich für rechtssichere Antworten nie ausschließlich auf KI-Tools.
Unser Testurteil
Accountable verdient 4 von 5 Sternen. Die App löst ein echtes Problem für Solo-Selbstständige: Sie führt Buchhaltung und Steuererklärung in einer Oberfläche zusammen und macht ELSTER-Direktübermittlung zur Selbstverständlichkeit. Der KI-Steuerberater ist klar besser als generische Chatbot-Lösungen, fokussiert, mit Steuer-Garantie als Vertrauensanker, aber ehrlich genug zuzugeben, dass er kein Berater ist. Den fünften Stern verliert das Tool aus zwei Gründen: Erstens ist es bewusst auf die Zielgruppe der Einzelunternehmer beschränkt, wer in eine Kapitalgesellschaft wächst oder komplexe Sachverhalte abbilden muss, wechselt zwangsläufig weg. Zweitens ist das Abomodell mit 240 bis 720 €/Jahr nicht günstig im Vergleich zu Einmallizenzen, wenn die laufende Buchhaltung-Komponente nicht intensiv genutzt wird. Für die richtige Zielgruppe, den umsatzsteuerpflichtigen Freelancer, der keinen Steuerberater anstellen will, ist Accountable derzeit eine der durchdachtesten Lösungen am deutschen Markt.
Was wir bemerkt haben
- 2025, Mit Einführung der E-Rechnungspflicht zum 1. Januar 2025 hat Accountable XRechnung und ZUGFeRD bereits im Free-Plan freigeschaltet. Damit hat sich der Anbieter klar gegen Wettbewerber positioniert, die E-Rechnungen erst in höheren Tarifen anbieten, ein faires Signal für gesetzliche Mindestanforderungen.
- 2025, Die Tarifstruktur wurde von früher drei auf jetzt fünf Stufen erweitert (Free, Rechnungen Plus, Buchhaltung, Steuern, Max). Insbesondere der “Rechnungen Plus”-Plan für 9,90 € füllt eine Lücke für Selbstständige, die nur Rechnungen + KI-Steuerberater brauchen, aber keine vollständige Buchhaltung führen.
- Mai 2026, Der KI-Steuerberater ist unbegrenzt verfügbar in allen Bezahlplänen, ein Schritt zurück von früheren Kontingenten, die regelmäßig kritisiert wurden. Damit wird die KI-Komponente vom Premium-Add-on zum Standardwerkzeug.
- 2026, Die Steuer-Garantie wurde im Max-Plan auf 10.000 € pro Erklärung erhöht (vorher meist nur 500 € einheitlich). Das positioniert Max klar als Premium-Variante für Selbstständige mit mittleren Umsätzen, die ein konkretes finanzielles Sicherheitsversprechen wollen.
- Juni 2026, Recherche-Korrektur zum Hosting: Die Daten liegen laut Anbieter auf AWS-Servern in Frankfurt, nicht in einem belgischen Rechenzentrum. Die Datenschutzerklärung weist allerdings darauf hin, dass die Infrastruktur aus technischen Gründen auch aus den USA gewartet werden kann. Für Berufsgeheimnis-Branchen bleibt das ein prüfenswerter Punkt, eine rein deutsche Hosting-Option ist nicht angekündigt.
Quellen
- Accountable - Preisübersicht. https://www.accountable.de/preise/ (abgerufen am 2026-06-13). Free 0 €, Rechnungen Plus 9,90 €, Buchhaltung 19,90 €, Steuern 29,90 €, Max 59,90 €/Monat (Jahreszahlung); monatlich rund 25 % teurer; Steuer-Garantie 500 € (Steuern) bzw. 10.000 € (Max); XRechnung/ZUGFeRD/PEPPOL ab Free.
- Accountable - KI-Steuerberater. https://www.accountable.de/ki-steuerberater/ (abgerufen am 2026-06-13). KI-Steuerberater rund um die Uhr, trainiert auf deutschem Steuerrecht und tausenden Fällen, explizit kein zertifizierter Steuerberater; OCR-Belegerkennung; Server in Frankfurt.
- Accountable - Datenschutzerklärung. https://www.accountable.de/datenschutzerklaerung/ (abgerufen am 2026-06-13). Hosting auf AWS, Wartung aus den USA technisch möglich; Anbieter Accountable SA, Brüssel; AVV nach Art. 28 DSGVO auf Anfrage; keine Nutzung der Daten für KI-Modelltraining genannt.
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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