Veras ist das KI-Rendering-Tool mit nativer Integration in 7 BIM/CAD-Plattformen (Revit, Archicad, Rhino, SketchUp, Vectorworks, Forma, Allplan). Es verwandelt bestehende 3D-Modelle in Sekunden in Visualisierungen, ohne Modellwechsel. Seit dem Chaos-Übergang läuft die Bildgenerierung auf Google Nano Banana 2.
Kosten: Starter 19 EUR/Monat (500 Credits/Monat), Pro 33 EUR/Monat (2.000 Credits), Ultra auf Anfrage (6.000 Credits). 14-tägige kostenlose Testphase mit 100 Chaos-Credits.
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Stärken
- Einziges KI-Rendering-Tool mit Plugins für alle 7 gängigen BIM/CAD-Plattformen (inkl. Archicad und Allplan)
- Geometry Override: steuert, wie stark die KI vom Ausgangsmodell abweicht, von exakt bis kreativ
- Kein separater 3D-Export nötig, Rendering direkt aus dem bestehenden Modell
- Video-Generierung: kurze Clips für Witterung, Beleuchtung, Bewegung aus einem Standbild
- Deutlich präzisere Geometrie als Midjourney, geeignet für echte Kundenpräsentationen
Einschränkungen
- Keine deutsche Oberfläche; Dokumentation und Support ausschließlich auf Englisch
- Daten werden in den USA verarbeitet, für öffentliche Auftraggeber mit EU-Datenpflicht problematisch
- Credit-basierte Abrechnung: jedes Bild und Video verbraucht Credits, schwer kalkulierbar bei intensiver Nutzung
- Kein dauerhaft kostenloser Plan; nur 14-tägige Testphase mit 100 Credits
- Bei sehr frühen Entwurfsskizzen ohne Geometrie bleibt Midjourney die bessere Wahl für Moodboards
- Abhängig von Chaos-Cloud-Infrastruktur, Offline-Betrieb nicht möglich
Passt gut zu
Kurzfazit
Veras ist das stärkste KI-Rendering-Tool für Architekten, die bereits in einem BIM-Tool arbeiten. Der entscheidende Unterschied zu Midjourney und Stable Diffusion: Veras kennt die Geometrie des Entwurfs, weil es direkt im bestehenden BIM-Tool läuft. Das Ergebnis ist geometrisch präzise, keine halluzinierten Fensterformen, keine verschwundenen Fassadendetails. Wer aber noch auf der Konzeptebene mit Stimmungsbildern ohne Geometrie arbeitet, fährt mit Midjourney schneller.
Für wen ist Veras?
Architekten in der Entwurfs- und Vorentwurfsphase (LPH 2–3): Veras macht Entwurfsalternativen in Minuten sichtbar, ideal für den Kundentermin, bevor die finale Materialentscheidung gefallen ist. Das Geometry-Override-Tool erlaubt es, vom Modell stark abzuweichen (kreative Interpretation) oder nah dran zu bleiben (realistischer Render).
BIM-Koordinatoren mit Revit oder Archicad: Kein Tool-Wechsel, kein Export, Veras läuft als Plugin direkt in der bestehenden Arbeitsumgebung. Für Teams, die keine Rendering-Spezialisten haben, ist das der entscheidende Vorteil.
Büros mit Wettbewerbsprojekten: Ein ansprechendes Rendering in 30 Minuten statt drei Tagen verändert die Wettbewerbsstrategie. Veras erlaubt es kleinen Büros, professionelle Visualisierungen zu produzieren, ohne einen Visualisierungsspezialisten zu beschäftigen.
Weniger geeignet für: Teams ohne BIM-Workflow, die hauptsächlich 2D arbeiten. Für reine Konzept-Moodboards ohne CAD-Geometrie ist Midjourney günstiger und schneller. Für finale Hochglanz-Renderings mit präziser Materialbibliothek sind dedizierte Tools wie V-Ray oder Enscape nach wie vor überlegen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free Trial | 14 Tage kostenlos | 100 Chaos-Credits (rund 10 Bilder oder 10 Videos), alle Plugins, Community-Zugang |
| Starter | 19 EUR/Monat | 500 Credits/Monat, alle Plugins, Geometry Override |
| Pro | 33 EUR/Monat | 2.000 Credits/Monat, voller Funktionsumfang inkl. Video |
| Ultra | auf Anfrage | 6.000 Credits/Monat, für Büros mit hohem Volumen |
Einordnung: Veras hat im Zuge der Chaos-Übernahme auf ein Credit-Modell mit EUR-Preisen umgestellt. Statt unbegrenzter Renders gibt es nun ein monatliches Credit-Kontingent: Jedes generierte Bild oder Video verbraucht Credits. Für gelegentliche Entwurfsvisualisierungen reicht der Starter-Plan; Büros, die Veras im Tagesgeschäft einsetzen, landen schnell bei Pro. Wer sehr viel rendert, sollte den Verbrauch im Blick behalten, weil die Abrechnung dann weniger planbar ist als bei einem Flatrate-Abo. Die 14-tägige Testphase läuft ohne Kreditkartenpflicht.
Stärken im Detail
BIM-Integration ist der entscheidende Unterschied. Midjourney und Stable Diffusion arbeiten mit freiem Text, Veras arbeitet mit dem Modell. Das Plugin in Revit, Archicad oder Allplan liest die Geometrie direkt und erzeugt einen Render, der die räumlichen Verhältnisse des Entwurfs korrekt wiedergibt. Keine Fenster, die verschwinden. Kein Grundriss, der nicht stimmt.
Geometry Override für kreative Kontrolle. Der Schieberegler zwischen “exakt” und “kreativ” ist praktischer als er klingt: Auf “exakt” bekommst du einen realistischen Render des bestehenden Entwurfs. Auf “kreativ” generiert Veras Interpretationen, die Materialien, Vegetation und Atmosphäre stark verändert, die Geometrie aber beibehält. Das ist ideal für frühe Designgespräche mit Bauherren, die den Entwurf noch nicht mental fertiggestellt haben.
Video-Generierung für Außenwirkung. Ein Standbild lässt sich mit einem Prompt in einen kurzen Clip verwandeln: Sonnenverlauf, Regen, Bewegung. Seit dem Wechsel auf Google Nano Banana 2 laufen Bild- und Videogenerierung über dasselbe Modell. Für Wettbewerbseinreichungen und Präsentationen ist das ein Differenzierungsmerkmal ohne separaten Animationsaufwand. Jeder Clip kostet allerdings Credits, was bei vielen Varianten ins Gewicht fällt.
Schwächen ehrlich betrachtet
US-Datenhosting ist ein echtes Problem für öffentliche Projekte. Rendering-Daten (die Geometrie des Entwurfs) werden über Chaos-Server in den USA verarbeitet. Für Büros mit öffentlichen Auftraggebern oder Geheimhaltungsklauseln muss das vor dem Einsatz rechtlich geklärt werden.
Credit-Modell statt Flatrate. Seit dem Chaos-Übergang rechnet Veras pro generiertem Bild und Video ab. Der Starter-Plan (19 EUR, 500 Credits) reicht für gelegentliche Arbeit, aber wer viele Varianten durchspielt, stößt schneller ans Limit als beim früheren Flatrate-Modell mit unbegrenzten Renders. Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht, nur die 14-tägige Testphase mit 100 Credits.
Finale Hochglanz-Renderings brauchen mehr. Veras ist schnell und geometrisch präzise, aber für Hochglanz-Visualisierungen, die in Architekturzeitschriften erscheinen sollen, ist die Bildqualität noch nicht auf dem Niveau von V-Ray oder professionellen Visualisierungsstudios. Das ist kein Bug, Veras ist für schnelle Arbeitsvisualisierungen gebaut, nicht für Prestige-Renderings.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Moodboards ohne Geometrie für frühe Konzeptphasen brauchst | Midjourney |
| Kostenlosen Einstieg in KI-Bildgenerierung suchst | Stable Diffusion |
| Hochglanz-Architekturvisualisierungen für Presse brauchst | V-Ray oder professionelles Visualisierungsstudio |
So steigst du ein
Schritt 1: Installiere das Veras-Plugin für dein BIM-Tool (14-tägiger Trial auf chaos.com/veras). Starte mit einem Entwurf, den du bereits gut kennst, so merkst du sofort, wie gut die Geometrie erhalten bleibt.
Schritt 2: Teste den Geometry Override-Schieberegler systematisch: Render dasselbe Modell einmal auf “exakt” und einmal auf “kreativ”. Das zeigt dir die Bandbreite des Tools für verschiedene Präsentationssituationen.
Schritt 3: Generiere 5–10 Varianten mit verschiedenen Prompts (Tageszeiten, Materialien, Jahreszeiten). Das typische Workflow-Muster: 30 Minuten generieren, 15 Minuten Beste auswählen, direkt in Präsentation einbauen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Hamburger Architekturbüro (6 Mitarbeitende) nimmt an einem Wohnungsbau-Wettbewerb teil. Der Entwurf steht in Archicad, aber für eine überzeugende Einreichung fehlen hochwertige Visualisierungen. Früher: 2 Tage für externe Visualisierungsstudio-Beauftragung, 800–1.500 € Kosten. Mit Veras: 3 Stunden intern, 19 bis 33 EUR Monatsabo je nach Credit-Bedarf. Die generierten Renderings zeigen korrekte Proportion und Fensterstellung, weil Veras das Archicad-Modell direkt liest. Das Büro kann jetzt bei 3× mehr Wettbewerben eine vollständige Visualisierung einreichen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: USA (Chaos/EvolveLAB-Infrastruktur)
- Verarbeitete Daten: Die Geometrie-Daten des Entwurfsmodells werden für den Rendering-Prozess übertragen
- Empfehlung: Für öffentliche Auftraggeber oder Projekte mit Geheimhaltungsklauseln vor Einsatz rechtlich prüfen
- AVV: Für Enterprise-Kontrakte verfügbar; für Standard-Abos gelten die allgemeinen Nutzungsbedingungen
Gut kombiniert mit
- Midjourney, Veras für geometrisch präzise Entwurfsrenderings, Midjourney für freie Moodboards und Konzeptatmosphären ohne CAD-Geometrie
- Autodesk Construction Cloud, Veras generiert aus dem Revit-Modell Visualisierungen, die direkt in ACC-Dokumentation eingebettet werden können
- Bluebeam Revu, Veras-Renderings als Basis für kollaborative Planprüfungen und Kommentierungen mit Bauherren
Unser Testurteil
Veras verdient 4 von 5 Sternen. Die BIM-Integration ist der entscheidende Alleinstellungsvorteil, kein anderes KI-Rendering-Tool kennt die Geometrie des Entwurfs so unmittelbar. Für Büros mit aktivem BIM-Workflow ist Veras der klügste Einstieg in KI-unterstützte Visualisierung. Den fünften Stern kostet das US-Datenhosting, die fehlende Freemium-Option und die begrenzte Eignung für Hochglanz-Endrenderings.
Was wir bemerkt haben
- Juni 2026 — Bei der Quellenprüfung zeigte sich: Veras hat das Preismodell grundlegend umgestellt. Statt des früheren Flatrate-Abos (rund 29 USD/Monat, unbegrenzte Renders) gilt jetzt ein Credit-System mit EUR-Preisen (Starter 19 EUR, Pro 33 EUR, Ultra auf Anfrage). Wir haben Preise und Pläne entsprechend korrigiert.
- 2026 — Die Bildgenerierung läuft jetzt über Google Nano Banana 2. Das frühere, intern beworbene Rendering-Modell wurde abgelöst; Bild- und Videoerzeugung nutzen dasselbe Modell.
- Ende 2024 — Veras wurde von EvolveLAB an Chaos (Hersteller von V-Ray) verkauft. Die Integration in das Chaos-Ökosystem (Enscape, V-Ray, Corona) wurde seitdem ausgebaut; auf chaos.com wird Veras heute auch als Standalone-Web-App geführt.
- Herbst 2024 — Veras führte Support für Archicad 28 auf Windows und Mac ein, relevant für den deutschen Markt, wo Archicad stark verbreitet ist.
- 2024 — Allplan-Integration wurde ergänzt, was Nutzer mit Allplan-BIM-Workflow direkt anspricht.
Quellen
- Chaos – Veras Produktseite & Preise. https://www.chaos.com/veras (abgerufen am 2026-06-14). Starter 19 EUR/Monat (500 Credits), Pro 33 EUR/Monat (2.000 Credits), Ultra auf Anfrage (6.000 Credits); 14-tägige Testphase mit 100 Credits; Bildgenerierung über Nano Banana 2; Plugins für Revit, SketchUp, Rhino, Archicad, Vectorworks, Forma, Allplan sowie Enscape, V-Ray, Corona und Web-App.
- EvolveLAB – Veras (Teil des Chaos-Ökosystems). https://www.evolvelab.io/veras (abgerufen am 2026-06-14). EvolveLAB ist Teil von Chaos; Veras als Plugin und Web-App; unterstützte Versionen Revit 2021-2026, SketchUp 2021-2025, Rhino 7-8, Archicad 28, Vectorworks 2024-2025, Forma.
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