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trinamiX Mobile NIR Spectrometer (Textil)

trinamiX GmbH (BASF-Tochter)

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Mobile NIR-Spektroskopie-Lösung der BASF-Tochter trinamiX zur berührungsfreien Materialidentifikation in Textilien. Der Handheld-Spektrometer erkennt mit ML-gestützter Klassifikation eine breite Palette an Fasertypen und ihren Mischungen direkt vor Ort, für Wareneingangskontrolle, Sortierung im Recycling und Authentizitätsprüfung. Deutsches Unternehmen (BASF-Konzern), deutschsprachiger Support.

Kosten: Keine öffentlichen Listenpreise. trinamiX vergibt Preise ausschließlich über ein Angebotsgespräch (Hardware-Scanner plus laufende App- und Cloud-Lizenz). Marktbeobachtungen nennen Größenordnungen von rund 8.000 bis 14.000 € je nach Lizenzlaufzeit, das ist eine Schätzung, keine vom Hersteller bestätigte Zahl.

Kategorien

Stärken

  • Identifiziert laut Hersteller eine breite Palette an Textilmaterialien und ihren Mischungen
  • Mischfaser-Erkennung: Klassifikation von Materialmischungen, nicht nur Reinstoffen
  • Berührungsfrei, zerstörungsfrei, mobil, Messung direkt im Lager oder an der Maschine
  • ML-gestützte Klassifikationsmodelle statt starrer Datenbank, der eigentliche KI-Kern des Geräts
  • BASF-Konzern als Anbieter: deutscher Vertragspartner, deutschsprachiger Support, langlebige Hardware
  • Schnelle Identifikation vor Ort, skalierbar für Stichprobenkontrollen im laufenden Betrieb

Einschränkungen

  • Dunkel gefärbte Stoffe (Carbon-Black-Färbung) können unzuverlässige Ergebnisse liefern
  • Kalibrierungsmodelle müssen für neue Fasertypen oder ungewöhnliche Mischungen angepasst werden
  • Kein Ersatz für akkreditierte Labortests bei rechtlich bindenden Nachweisen (z. B. Gerichtsverfahren)
  • Erkennt Fasern im aktuellen Zustand, Coating oder Nachbehandlung kann die Messung beeinflussen
  • Hardware-Investment erst ab regelmäßigem Messvolumen wirtschaftlich sinnvoll
  • Lizenz-Modell: Hardware ohne aktive Lizenz funktional nutzlos, laufende Kosten nicht unterschätzen

Passt gut zu

Wareneingangskontrolle von Rohstoffen und Stoffen für nachhaltigkeitszertifizierte Kollektionen Stichproben-Authentizitätsprüfung bei Wolle, Premium-Cotton oder recycelten Fasern Textilrecycling-Sortierung mit verlässlicher Materialklassifikation Ergänzung zu Blockchain-Traceability-Plattformen als physischer Verifikationsschritt

Kurzfazit

Der mobile NIR-Spektrometer von trinamiX (auf der Textil-Produktseite schlicht „Mobile NIR Spectrometer” genannt, in der älteren Vermarktung lief die Hardware-Plattform unter dem Namen PAL bzw. PAL One) gehört zu den seriösesten mobilen NIR-Lösungen am Markt für physische Materialprüfung in Textilien. Wo Blockchain-Traceability-Plattformen wie TextileGenesis oder Retraced nur die digitale Dokumentation absichern, prüft der trinamiX-Scanner vor Ort und in wenigen Sekunden, ob das Gelieferte tatsächlich der angegebenen Materialzusammensetzung entspricht. Den Kern bildet eine ML-gestützte Klassifikation der gemessenen Spektren statt einer starren Datenbank, und als BASF-Tochter bietet trinamiX einen deutschen Vertragspartner und deutschsprachigen Support, Pluspunkte, die in der oft US-dominierten Textil-Tech-Landschaft selten sind. Schwächen: Dunkel gefärbte Stoffe bleiben ein physikalisches Problem, das Lizenzmodell ist gewöhnungsbedürftig, und für Kleinstbetriebe rechnet sich die Investition nicht.

Für wen ist trinamiX?

Sustainable-Fashion-Marken und Premium-Hersteller: Wer Bio-Baumwolle, Merinowolle oder recycelte Fasern in der Kollektion auslobt, braucht physische Verifikation, die Zertifikate alleine reichen seit dem GOTS-Skandal 2023 und mehreren großen Mogel-Fällen 2024 nicht mehr. Der Scanner erkennt synthetische Beimengungen, die per Zertifikat als „100 % Bio-Baumwolle” deklariert sind.

Textilrecycling-Betriebe: EU-Sortierpflicht für Alttextilien seit Januar 2025 macht Materialerkennung zur Pflichtaufgabe. NIR-Spektroskopie ist das Standardverfahren, mobile Geräte ergänzen stationäre Sortieranlagen für Stichproben, Qualitätskontrolle und Sondersortimente.

Wareneingang in Konfektionären und Stoffhändlern: Wer monatlich mehrere Hundert Stoffballen verarbeitet, hat keine Zeit für Laborproben jeder Charge. Eine Sekunden-schnelle NIR-Prüfung vor der Einlagerung erkennt Lieferantenwechsel oder Materialabweichungen rechtzeitig.

Auditoren und Zertifizierungsstellen: GOTS, GRS, RCS und ähnliche Zertifizierungen verlangen zunehmend physische Verifikation neben Dokumentenprüfung. Mobile NIR-Scanner sind dafür das praktikabelste Werkzeug, vor Ort, ohne Probenversand ins Labor.

Forensische Faser-Authentifizierung: Bei Verdacht auf Etikettenbetrug oder Mogelware liefert der Scanner schnelle Erstindikationen. Für gerichtsfeste Nachweise bleibt allerdings das akkreditierte Labor zuständig.

Weniger geeignet für: Kleinstbetriebe mit weniger als 5 Messungen pro Woche (Amortisation dauert zu lang), Anwender, die nur dunkel gefärbte oder beschichtete Stoffe prüfen müssen (NIR-Schwäche), Anwendungen, die rechtsverbindliche Faseranalysen erfordern (akkreditierte Labortests sind Pflicht), und Betriebe ohne digitale Dokumentationsprozesse, der Scanner liefert Daten, die jemand auswerten und ablegen muss.

Preise im Detail

KomponentePreisWas du bekommst
Hardware-Scannernur per AngebotsanfrageMobiler NIR-Spektrometer, robustes Handheld-Gerät
App- und Cloud-Lizenznur per Angebotsanfrage, laufzeitabhängigApp-Zugang, Cloud-Klassifikation, Materialbibliothek, Modell-Updates
Lizenzverlängerungjährlich, Preis auf AnfrageHardware bleibt im Besitz, App und Cloud-Services müssen weiter lizenziert werden

Einordnung: trinamiX nennt keine öffentlichen Listenpreise. Auf der Textil-Produktseite gibt es nur einen Button „Get an offer now”, die Konditionen werden ausschließlich im Vertriebsgespräch vergeben (Hardware plus laufende App- und Cloud-Lizenz, gestaffelt nach Laufzeit und Stückzahl). Marktbeobachtungen verorten ein Komplettpaket grob im Bereich von 8.000 bis 14.000 €, das ist eine Schätzung aus Sekundärquellen und vom Hersteller nicht bestätigt, betrachte sie nur als Größenordnung. Was viele Käufer unterschätzen: Die Hardware ohne aktive Lizenz ist funktional wertlos, die Klassifikation läuft serverseitig, nicht eigenständig auf dem Gerät. Wer das Gerät einmalig kauft und plant, die Lizenz auslaufen zu lassen, sollte vor dem Kauf das Ausstiegs-Szenario klären. Hol dir vor jeder Investitionsentscheidung ein schriftliches Angebot inklusive Verlängerungspreisen ein.

Stärken im Detail

Erkennt eine breite Palette an Fasertypen, auch Mischungen. trinamiX wirbt damit, dass das Gerät „eine breite Palette an Textilmaterialien und ihren Mischungen” identifiziert, darunter typischerweise Baumwolle, Wolle, Polyester, Viskose, Polyamid, Elasthan und weitere. Bei Materialmischungen liefert die Klassifikation eine Zusammensetzungsschätzung, mit zunehmender Komponentenzahl sinkt die Genauigkeit. Welche Fasern in deinem Sortiment zuverlässig getroffen werden, klärt sich am sichersten in einem Validierungslauf vor dem Kauf.

Schnelle Identifikation direkt am Stoff. Der Scanner wird auf den Stoff aufgesetzt, eine Messung ausgelöst, das Ergebnis erscheint in der App. Kein Probenahme-Aufwand, kein Versand, keine Laborwartezeit. Das macht den Einsatz im laufenden Betrieb realistisch, z. B. an der Wareneingangsrampe oder direkt an der Maschine.

ML-gestützte Klassifikation statt starrer Datenbank. Hier liegt der eigentliche KI-Wert: Die gemessenen NIR-Spektren werden über trainierte Klassifikationsmodelle ausgewertet, nicht über einen simplen Bibliotheksabgleich. Die Modelle und die Materialbibliothek werden serverseitig gepflegt und über die Cloud aktualisiert, sodass sich die Erkennung über die Zeit verbessern kann, ohne dass du neue Hardware kaufen musst. Das ist der Unterschied zwischen Mustererkennung und schlichtem Nachschlagen.

Schnittstellen für die Integration. Messdaten lassen sich in QMS-, ERP- oder Traceability-Systeme überführen. In Kombination mit oder wird der NIR-Scan zum physischen Verifikationsschritt im Chain-of-Custody, das hebt die Glaubwürdigkeit gegenüber reiner Dokumentations-Compliance deutlich. Den genauen Umfang der API solltest du mit trinamiX abklären, er ist nicht öffentlich dokumentiert.

BASF-Konzern als Anbieter. trinamiX ist eine Tochtergesellschaft der BASF (gegründet als BASF-Ausgründung, Sitz im Großraum Ludwigshafen). Das bedeutet: deutscher Vertragspartner, deutschsprachiger Support, langjährige Geschäftskontinuität (BASF betreibt Tochterunternehmen oft über Jahrzehnte). In der oft US-dominierten Textil-Tech-Landschaft ist das ein echter Differenzierungsfaktor, besonders relevant für DSGVO-bewusste Marken. Die konkrete Cloud-Region solltest du dir dennoch vertraglich bestätigen lassen, der Hersteller nennt sie nicht öffentlich.

Mobile Hardware mit robustem Formfaktor. Das Gerät ist auf den Produktionsalltag ausgelegt: als akkubetriebenes Handheld konzipiert, mehrere Geräte lassen sich parallel an verschiedenen Messpunkten betreiben. Wartung beschränkt sich im Wesentlichen auf gelegentliche Kalibrierungschecks.

Schwächen ehrlich betrachtet

Dunkel gefärbte Stoffe sind der NIR-Endgegner. Schwarz gefärbte Textilien mit hohem Carbon-Black-Anteil absorbieren NIR-Strahlung fast vollständig, die Messung wird unzuverlässig oder schlägt fehl. Das ist kein trinamiX-Problem, sondern eine physikalische Grenze der NIR-Spektroskopie. Für reine Schwarz-Sortimente ist NIR das falsche Verfahren; hier muss man auf andere Methoden (Hyperspektral, Mid-IR) ausweichen.

Coatings und Nachbehandlungen verfälschen die Messung. Wasserabweisende Imprägnierungen, Antimikrob-Ausrüstungen oder Silikon-Beschichtungen können das Spektrum so verändern, dass die Klassifikation auf die Beschichtung statt auf die Trägerfaser reagiert. Für hochbehandelte Funktionsstoffe (Outdoor, Medizin) muss eine eigene Kalibrierung gefahren werden, die ist aufwändig.

Kein Ersatz für akkreditierte Laboranalyse. Bei rechtlich bindenden Nachweisen (Gerichtsverfahren, Zollkontrollen, formale Zertifizierungs-Audits) ist NIR nur Indiz, nicht Beweis. Akkreditierte Labore (DIN EN ISO/IEC 17025) bleiben die letzte Instanz. trinamiX positioniert das ehrlich, aber Käufer denken oft, das Gerät ersetze das Labor, das tut es nicht.

Lizenzmodell schafft Anbieterbindung. Hardware ist ohne aktive App- und Cloud-Lizenz funktional unbrauchbar, die ML-Modelle laufen in der trinamiX-Cloud, nicht on-device. Wer aussteigen will, verliert die Investition. Vor dem Kauf sollten Laufzeit-Optionen und Verlängerungspreise schriftlich verhandelt werden, sonst kommt nach Lizenzablauf die Überraschung.

Drei-Faser-Mischungen werden ungenau. Bei reinen Materialien und Zwei-Faser-Mischungen liefert der Scanner zuverlässige Quantifizierungen. Bei Drei- oder Mehrkomponenten-Mischungen (typisch bei Funktionsstoffen) sinkt die Genauigkeit deutlich. Für solche Sortimente bleibt das Labor unverzichtbar.

Amortisation braucht Volumen. Bei einem fünfstelligen Investment (Hardware plus Lizenz, exakte Höhe nur per Angebot) und einer Laborprobe-Ersparnis von grob 40 bis 80 € pro Test rechnet sich das Gerät erst ab regelmäßigem, planbarem Messvolumen. Für Kleinstbetriebe oder Designstudios ist das selten erreicht, hier sind externe Dienstleister mit NIR-Equipment oft wirtschaftlicher.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Digitale Chain-of-Custody mit Blockchain absichern willst
Lieferkettendokumentation und ESG-Reporting brauchst
Faser-Tracer (luminescent markers) für höhere Beweiskraft willst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Aware (chemischer Tracer in der Faser), Haelixa (DNA-basiertes Tracing), Spectral Engines (NIRONE, günstiger, aber kleinere Bibliothek), TIDA Technologies (DACH-Konkurrent), Adidas/H&M-interne Labor-Setups. trinamiX ist im Segment „mobile NIR-Spektroskopie für Textilien” 2025/26 die qualitativ stärkste Lösung, die BASF-Verbindung gibt zusätzliche Sicherheit gegenüber kleineren Startups, die häufig nach 3–5 Jahren in Schwierigkeiten geraten. Wer ohnehin Blockchain-Dokumentation betreibt, kombiniert trinamiX als physischen Verifikationsschritt mit der digitalen Kette.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo bzw. Angebot über den „Get an offer now”-Button auf der Textil-Produktseite anfragen. Schick eine repräsentative Auswahl deiner gängigsten Stoffe mit, inklusive der problematischen Fälle (Mischungen, gefärbte Materialien, beschichtete Stoffe). Vor dem Kauf solltest du genau wissen, wo dein Gerät zuverlässig misst und wo nicht. Eine schriftliche Validierung über mindestens 50 Proben ist die Mindestbasis.

Schritt 2: Hardware mit passender Lizenzlaufzeit bestellen. Eine längere Lizenzlaufzeit senkt in der Regel die Jahresrate, bindet dich aber stärker, lass dir die Staffelung und die Verlängerungspreise schriftlich geben. Plane parallel 2–3 kritische Messpunkte in deinem Workflow (Wareneingang Rohstoff, nach Verarbeitungsschritt X, vor Versand), dort entstehen vergleichbare Datenpunkte entlang der Kette.

Schritt 3: Messdaten dokumentieren und mit deinem Faserpass oder Blockchain-Datensatz verknüpfen. Über die OpenAPI lassen sich Messungen automatisch in TextileGenesis, Retraced oder ein eigenes DLT-System einspielen. So wird der NIR-Scan zum physischen Verifikationsschritt im digitalen Chain-of-Custody, das hebt die Beweiskraft deutlich gegenüber rein dokumentarischer Compliance. Definiere SOPs (Standard Operating Procedures): Wer misst, wer dokumentiert, was passiert bei abweichendem Befund.

Ein konkretes Beispiel

Ein deutsches Strickwarenunternehmen aus dem Schwarzwald (45 Mitarbeitende, Premium-Merinolinie für den DACH-Markt) führt den mobilen trinamiX-Scanner zur Wareneingangskontrolle von Merinowolle aus Neuseeland ein. Jede angelieferte Partie (ca. 2 pro Monat) wird mit 10 Stichproben aus verschiedenen Ballen gemessen. Das Gerät erkennt in Sekunden, ob die Wolle tatsächlich reines Merino ist oder ob Polyamid- bzw. Viskoseanteile vorhanden sind. In den ersten 6 Monaten Betrieb werden zwei Lieferantenpartien mit deutlichem Synthetikanteil entdeckt, das Zertifikat lautete jeweils auf „100 % Merino”. Eine Partie wird zurückgewiesen, bei der zweiten verhandelt das Unternehmen einen Preisnachlass und etabliert eine schärfere Kontrolle. Investition: ein mittlerer fünfstelliger Betrag (Gerät plus Lizenz, exakte Höhe nur per Angebot). Amortisation: gemessen an vermiedenen Reklamationen und einer vertraglichen Schadensregulierung im ersten Jahr realistisch erreichbar. Zusätzlicher Effekt: Die Aussage „physikalisch verifizierte Materialzusammensetzung” wird ein eigenständiges Verkaufsargument im Direct-to-Consumer-Kanal. (Illustratives Szenario, keine Referenzkundin.)

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: trinamiX GmbH, eine deutsche BASF-Tochter. Damit ist der Vertragspartner ein deutsches Unternehmen, was im Vergleich zu rein US-basierten Anbietern ein klarer Vorteil ist.
  • Datenhosting: Die konkrete Cloud-Region ist nicht öffentlich dokumentiert. Die ML-Klassifikation läuft serverseitig in der trinamiX-Cloud (siehe Kundenportal). Verlasse dich nicht auf die Annahme „EU-Hosting”, sondern lass dir die Speicher- und Verarbeitungsregion vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen.
  • Datennutzung: Messdaten (Spektren, Klassifikationsergebnisse) werden in der trinamiX-Cloud verarbeitet. Ob und in welchem Umfang anonymisierte Spektren in das Modelltraining einfließen, ist nicht öffentlich dokumentiert, kläre das anhand der konkreten Lizenz- und Datenschutzbedingungen.
  • Personenbezug: In der reinen Materialmessung fallen keine personenbezogenen Daten an. Bei Integration in Mitarbeiter-Workflow-Systeme (Login, Audit-Trail) ist betriebliche Mitbestimmung in Deutschland zu beachten.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für den Unternehmenseinsatz solltest du einen AVV anfragen, ein öffentliches Standarddokument ist nicht hinterlegt.
  • Empfehlung für Unternehmen: Der deutsche Vertragspartner spricht für DSGVO-bewusste Marken. Lizenz-, Datenschutz- und Hosting-Klauseln vor Vertragsabschluss vom hauseigenen Datenschutz prüfen lassen, gerade die Cloud-Region und die Trainingsdaten-Nutzung sind ohne schriftliche Zusage nicht eindeutig.

Gut kombiniert mit

  • , wo TextileGenesis die digitale Chain-of-Custody als DLT abbildet, liefert trinamiX den physischen Verifikationsschritt. Jede dokumentierte Übergabe wird durch eine NIR-Messung bestätigt, das ist die stärkste verfügbare Kombination aus Dokumentation und physischer Beweisführung.
  • , Retraced bündelt Lieferantendaten, ESG-Reporting und Faserpass-Dokumentation. trinamiX-Messungen lassen sich als Verifikationsschritt einspielen und stärken die ESG-Berichtsgrundlage spürbar.
  • , wo FibreTrace mit lumineszenten Tracern arbeitet, ergänzt trinamiX die Spektral-Klassifikation. Beide Verfahren zusammen liefern doppelte Beweisbasis, relevant für Premium-Marken mit hohen Compliance-Anforderungen.

Unser Testurteil

trinamiX verdient 4 von 5 Sternen. Für die meisten Wareneingangskontrollen, Authentizitätsprüfungen und Recycling-Sortierungen ist der mobile trinamiX-Scanner eine der qualitativ stärksten mobilen Lösungen am Markt, mit dem zusätzlichen Vorteil eines deutschen Vertragspartners im BASF-Konzern. Die ML-gestützte Klassifikation der Spektren ist ein echter Vorteil gegenüber starren Spektralbibliotheken. Den fünften Stern verliert das Gerät durch die NIR-typischen Schwächen (dunkle Stoffe, Coatings), das Lizenzmodell (Hardware ohne Lizenz nutzlos), die intransparente Preisgestaltung ohne öffentliche Listenpreise sowie die nicht dokumentierte Cloud-Region und die Tatsache, dass es kein akkreditiertes Labor ersetzt. Für seriöse Sustainable-Fashion-Marken, Textilrecycler und Premium-Hersteller ist die Investition bei ausreichendem Volumen gut begründbar, für Kleinstbetriebe rechnet sie sich meistens nicht.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Auf der Textil-Produktseite tritt das Gerät nur noch als „Mobile NIR Spectrometer” auf, nicht mehr unter dem älteren Hardware-Plattformnamen PAL bzw. PAL One. Wir haben den Seitentitel und die Produktbezeichnung entsprechend angepasst, falls du nach „PAL One Textile Scanner” suchst, landest du beim selben Produkt.
  • Juni 2026, trinamiX nennt für die Textil-Anwendung weiterhin keine öffentlichen Listenpreise, der Weg führt ausschließlich über den „Get an offer now”-Button. Frühere Preisangaben auf dieser Seite haben wir als Schätzung gekennzeichnet und die Tabelle auf das tatsächliche „Preis auf Anfrage”-Modell umgestellt (lieber Lücke als Lüge).
  • Allgemeiner Markttrend (2024/2025), Die EU-Vorgaben zur getrennten Sammlung und Sortierung von Alttextilien (Sammelpflicht ab Januar 2025) haben NIR-Spektroskopie für Recyclingbetriebe stark aufgewertet. Das ist branchenweit belegt und ein wesentlicher Nachfragetreiber für mobile Materialerkennung, nicht spezifisch trinamiX-Marketing.
  • Hinweis, Die konkrete Cloud-Region für die Datenverarbeitung ist nicht öffentlich dokumentiert. Wir empfehlen ausdrücklich, Hosting-, AVV- und Trainingsdaten-Klauseln vor Vertragsabschluss schriftlich zu fixieren, statt sich auf die Annahme „EU-Hosting” zu verlassen.

Quellen

  1. trinamiX – Textiles (Mobile NIR Spectrometer). https://trinamixsensing.com/textiles (abgerufen am 2026-06-14). Mobiler NIR-Spektrometer identifiziert eine breite Palette an Textilmaterialien und ihren Mischungen, schnelle Identifikation vor Ort; Preise nur per Angebotsanfrage (kein öffentlicher Listenpreis).
  2. trinamiX – Startseite. https://trinamixsensing.com/ (abgerufen am 2026-06-14). trinamiX als Anbieter für NIR-Spektroskopie und Biometrie; Mitglied der FIDO Alliance; Kundenportal für Cloud-/App-Zugang.

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