tendric.ai
Tendric AI FlexCo
Europäische Tender-Intelligence-Plattform aus Wien für komplexe technische Ausschreibungen mit tausenden Anforderungen. Fünf spezialisierte KI-Agenten erkennen alle Anforderungen im Lastenheft, klassifizieren sie, gleichen DIN-EN-/ISO-/TSI-Referenzen mit dem internen Normenregister ab und routen Review-Aufgaben an die zuständigen Fachabteilungen, bis hin zum fertigen Pflichtenheft. Ausgelegt auf Bahntechnik, Maschinenbau, Energie und Infrastruktur.
Kosten: Preise auf Anfrage; kein Self-Service, Vertriebskontakt und Demo erforderlich; auf komplexe technische Ausschreibungen spezialisiert
Kategorien
Stärken
- Automatische Erkennung und Klassifizierung von 1.000+ Anforderungen aus langen Lastenheften (PDF, Excel, Word)
- Normen-Agent gleicht DIN EN, ISO und TSI automatisch mit dem internen Normenregister ab
- Routing-Agent verteilt jede Anforderung an 1–5 zuständige Experten in den Fachabteilungen
- Antwort-Agent generiert Entwürfe aus internen SSOT-Dokumenten, jeweils mit Quellenangabe
- Europäischer Anbieter, Verarbeitung nach DSGVO, kein Training externer Modelle mit Kundendaten
Einschränkungen
- Preise nicht öffentlich, individuelles Angebot erst nach Vertriebskontakt und Demo
- Spezialanwendung: kein Allzweck-LLM-Werkzeug, sondern Workflow-System für Ausschreibungsanalyse
- Für einfache, kurze Ausschreibungen deutlich überdimensioniert
- Hosting-Standort, Sub-Dienstleister und Sicherheitszertifikate werden öffentlich nicht ausgewiesen
- Junges Unternehmen, keine öffentlich nachprüfbare Referenzliste
Passt gut zu
Kurzfazit
tendric.ai ist ein hochspezialisiertes Werkzeug für genau einen Engpass: das manuelle Zerlegen riesiger Lastenhefte mit tausenden technischen Anforderungen. Wo Angebotsteams im Maschinen-, Anlagen- und Schienenfahrzeugbau heute noch wochenlang Excel-Listen verteilen, übernehmen bei tendric fünf KI-Agenten die Vorarbeit, Anforderungen erkennen, klassifizieren, gegen Normen abgleichen und an die richtigen Fachabteilungen routen, bis am Ende ein exportfertiges Pflichtenheft steht. Das ist kein Allzweck-Chatbot, sondern ein Prozess-System für einen sehr konkreten, sehr teuren Arbeitsschritt. Stärke: tiefe Spezialisierung auf technische Ausschreibungen und europäische Datenverarbeitung. Schwäche: intransparente Preise, kein Self-Service und auffallend wenige öffentliche Angaben zu Hosting-Standort und Sicherheitszertifizierung, gerade für die sicherheitskritischen Branchen, die tendric adressiert, ist das ein Punkt, den man in der Demo gezielt hinterfragen sollte.
Für wen ist tendric.ai?
Angebots- und Bid-Manager im Anlagen- und Maschinenbau: Die Kernzielgruppe. Wer regelmäßig Lastenhefte mit 1.000+ Anforderungen erhält und diese heute manuell per Excel und E-Mail an Fachabteilungen verteilt, gewinnt mit tendric die meiste Zeit zurück. Genau dieser Verteilungs-Engpass, laut Anbieter „2+ Wochen nur für die Aufgabenverteilung”, ist der Kern des Produkts.
Schienenfahrzeug- und Bahntechnik: Prominent beworbene Branche. Hier treffen tausende Anforderungen auf einen dichten Normendschungel (DIN EN, ISO, TSI), der pro Subsystem (Mechanik, Elektrik, Antrieb) zerlegt werden muss. tendric erzeugt Teillastenhefte pro Subsystem, ein Detail, das zeigt, dass die Plattform für diese Welt gebaut ist.
Energie, Infrastruktur und Wassermanagement: Großaufträge mit langer Lebensdauer, vielen Normen und vielen beteiligten Gewerken. Der Normen-Agent und das zentrale Normenregister sind hier der eigentliche Hebel.
Dual-Use- und sicherheitsnahe Industrien: tendric listet „Dual-Use” als Branche. Für Zulieferer mit hohen Vertraulichkeitsanforderungen ist die europäische Verarbeitung ein Argument, die fehlende öffentliche Angabe zum konkreten Hosting-Standort und zu Zertifizierungen muss aber vor einem Einsatz geklärt werden.
Weniger geeignet für: Unternehmen mit kurzen, einfachen Ausschreibungen (klassische öffentliche Beschaffung mit wenigen Positionen), Teams, die ein allgemeines KI-Werkzeug zum Schreiben und Recherchieren suchen (dafür sind
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Demo / Pilot | Auf Anfrage | Geführte Demo, idealerweise auf einem echten Lastenheft aus deinem Bestand |
| Plattform-Lizenz | Auf Anfrage (individuell) | Zugang zu den fünf Agenten, Normenregister-Anbindung, Experten-Routing, Pflichtenheft-Export |
| Enterprise / Rollout | Auf Anfrage | Anbindung an die reale Fachbereichsstruktur, größere Nutzerzahlen, individueller Support |
Einordnung: tendric veröffentlicht keinerlei Preise. Der einzige Weg ist „Vertrieb kontaktieren”, typisch für eine B2B-Plattform, deren Wert stark vom Ausschreibungsvolumen abhängt. Das bedeutet zweierlei: Erstens lässt sich ohne Demo nicht abschätzen, ob sich tendric für dich rechnet. Zweitens ist die Investition fast sicher im vier- bis fünfstelligen Jahresbereich angesiedelt, ein Werkzeug für Unternehmen, bei denen ein einzelner gewonnener oder verlorener Großauftrag den Preis um ein Vielfaches übersteigt. Wer nur wenige kleine Ausschreibungen pro Jahr bearbeitet, wird die Lizenzkosten nicht amortisieren. Für ein Team, das mehrere Großaufträge mit je 1.000+ Anforderungen stemmt, kann sich die Plattform dagegen schon über die eingesparten Personentage tragen.
Stärken im Detail
Fünf spezialisierte Agenten statt eines Generalisten. tendric setzt nicht auf einen einzelnen Chatbot, sondern auf arbeitsteilige KI-Agenten, die parallel an jedem Lastenheft arbeiten: Der Klassifizierungs-Agent bewertet jede Anforderung gegen interne Dokumente (Ergebnis: OK, OKB, NOK, OKM oder R), der Normen-Agent erkennt DIN-EN-, ISO- und TSI-Referenzen und gleicht sie mit dem internen Normenregister ab, der Routing-Agent verteilt jede Anforderung an 1–5 zuständige Experten, der Antwort-Agent generiert Entwürfe aus internen SSOT-Dokumenten mit Quellenangabe, und der Revisions-Agent verfolgt Änderungen zwischen Lastenheft-Versionen und überträgt bereits geleistete Arbeit automatisch. Diese Aufteilung passt genau zur Realität eines Angebotsprozesses.
Der Normenabgleich ist der eigentliche Differenzierer. Technische Großausschreibungen leben von Normenreferenzen, und die manuell gegen ein internes Register zu prüfen, ist mühsam und fehleranfällig. tendric automatisiert diesen Schritt und verknüpft erkannte Normen direkt mit den eigenen Standards. Genau hier liegt der Wert, den ein generisches LLM nicht liefert.
Vom Lastenheft zum Pflichtenheft, der ganze Weg. Viele Tools erkennen Anforderungen, lassen die Anwender dann aber allein. tendric deckt die komplette Strecke ab: Upload (PDF, Excel, Word) → KI-Analyse → Experten-Review in der Plattform → Export im geforderten Kundenformat, inklusive Teillastenhefte pro Subsystem. Das beseitigt das Zusammenführen verstreuter Einzeldateien, das heute der größte Zeitfresser ist.
Eine Plattform statt verteilter Excel-Listen. Alle Anforderungen, Bewertungen und Experten-Zuweisungen liegen an einem Ort. Das Zitat eines Bahntechnik-Angebotsmanagers auf der Website bringt den Kern auf den Punkt: „Vorher hat jeder in seinen eigenen Excel-Dateien gearbeitet. Kein Überblick, keine Transparenz. Heute erledigt die KI die Vorarbeit und alle arbeiten auf der gleichen Basis.” Transparenz und gemeinsame Datenbasis sind ein realer organisatorischer Gewinn, nicht nur ein Zeitvorteil.
Europäische Verarbeitung und klare Datenzusage. tendric ist ein europäisches Unternehmen (Sitz Wien) und wirbt explizit mit „Verarbeitung nach DSGVO” sowie „Keine Weitergabe an Dritte, kein Training externer Modelle mit Ihren Daten”. Für sicherheitsnahe Industrien ist das ein gewichtiges Argument gegenüber US-Plattformen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Preise komplett intransparent. Ohne ein Vertriebsgespräch erfährst du nicht einmal die Größenordnung. Das erschwert die Vorab-Bewertung und schließt kleinere Anbieter faktisch aus, die erst prüfen wollen, ob sich der Aufwand lohnt. Workaround: In die Demo eine konkrete Ausschreibung mitbringen und nach einer Preisspanne bezogen auf das eigene Jahresvolumen fragen.
Auffällig wenig öffentliche Transparenz zu Hosting und Sicherheit. Weder auf der Technologie-Seite noch in der Datenschutzerklärung wird der konkrete Hosting-Standort, der Cloud-Anbieter, eingesetzte Sub-Dienstleister oder eine Sicherheitszertifizierung (ISO 27001, SOC 2) genannt. Für die sensiblen Branchen, die tendric anspricht, Dual-Use, Energie, kritische Infrastruktur, ist das eine relevante Lücke. Workaround: Vor Vertragsschluss schriftlich Hosting-Region, AVV, Sub-Dienstleisterliste und ggf. Zertifikate anfordern.
Welches Sprachmodell? Unbekannt. tendric spricht von „spezialisierten Sprachmodellen”, nennt aber keinen Modell-Anbieter. Ob im Hintergrund ein eigenes Modell, ein europäisches oder ein US-Foundation-Modell arbeitet, lässt sich von außen nicht beurteilen, und beeinflusst die Datenschutz-Bewertung erheblich.
Kein Self-Service, kein Ausprobieren. Es gibt keinen kostenlosen Testzugang und kein Onboarding ohne Hersteller-Begleitung. Wer schnell und unverbindlich evaluieren will, ist hier falsch.
Junges Unternehmen, dünne öffentliche Referenzlage. Die Tendric AI FlexCo ist eine junge, kleine Firma. Es gibt anonyme Kundenzitate, aber keine öffentlich nachprüfbare Referenzliste mit Namen. Für ein Werkzeug, das man tief in den Angebotsprozess integriert, ist die Lieferanten-Stabilität ein Punkt, den man im Auswahlprozess ernst nehmen sollte.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Ein allgemeines KI-Werkzeug zum Lesen und Zusammenfassen von Dokumenten brauchst | |
| Lange Dokumente dauerhaft befragbar machen willst (Q&A statt Workflow) | |
| Recherche zu Vergaberecht und Marktumfeld mit Quellen brauchst |
tendric hat im KI-Markt keinen direkten 1:1-Wettbewerber mit eigener Tool-Seite bei uns, die Plattform besetzt eine sehr enge Nische (technische Tender-Analyse mit Normenabgleich und Experten-Routing). Erwähnenswert ohne eigene Seite: spezialisierte Tender-Plattformen wie DeepJudge oder XaitPorter (Angebotserstellung, anderer Fokus) sowie klassische Bid-Management-Software, die aber meist ohne automatische Anforderungs-Klassifizierung auskommt. Wer den konkreten Engpass „tausende Anforderungen aus einem Lastenheft zerlegen und verteilen” lösen will, findet im deutschsprachigen Raum kaum etwas Vergleichbares, und genau das ist tendrics Daseinsberechtigung. Für alles andere (Recherche, Texterstellung, allgemeine Dokumentenanalyse) sind die generischen Werkzeuge oben die richtige und günstigere Wahl.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo auf echten Unterlagen anfragen. Kontaktiere den Vertrieb über tendric.ai/kontakt und bring eine aktuelle, komplexe Ausschreibung aus deinem Bestand mit, idealerweise ein Lastenheft mit mehreren hundert Seiten und zahlreichen Normenreferenzen. Nur auf echten Unterlagen siehst du, wie gut die Anforderungserkennung in deinem Fachgebiet wirklich funktioniert.
Schritt 2: Erkennungsqualität gegen die manuelle Baseline messen. Lass im Pilot die automatische Anforderungserkennung gegen deine bisherige manuelle Sichtung antreten: Wie viele Anforderungen findet tendric, wie viele hat dein Team gefunden, wo gibt es Lücken in beide Richtungen? Prüfe besonders die Normen-Treffer und die Klassifizierung (OK / OKB / NOK / OKM / R) stichprobenartig, die KI macht die Vorarbeit, die fachliche Verantwortung bleibt bei euren Experten.
Schritt 3: Routing auf eure Fachbereichsstruktur abbilden. Bilde die Experten-Verteilung auf eure reale Organisation ab (z. B. Mechanik, Elektrik, Antrieb, Qualität, Einkauf), binde euer Normenregister und eure SSOT-Dokumente an und starte den ersten Echtbetrieb mit einem ausgewählten Ausschreibungstyp. Erst danach lohnt der breite Rollout.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Schienenfahrzeug-Zulieferer erhält ein Lastenheft mit 284 Seiten und rund 1.000 technischen Anforderungen, davon viele mit Normenreferenzen (DIN EN, ISO, TSI). Bisher haben mehrere Mitarbeitende über zwei Wochen gebraucht, allein um die Anforderungen zu sichten, zu klassifizieren und auf die Fachabteilungen Mechanik, Elektrik und Antrieb zu verteilen, bevor überhaupt eine inhaltliche Bewertung begann. Mit tendric lädt der Angebotsmanager das Lastenheft hoch; der Klassifizierungs-Agent bewertet jede Anforderung, der Normen-Agent gleicht die Referenzen mit dem internen Register ab, der Routing-Agent verteilt sie an die zuständigen Experten. Statt verstreuter Excel-Dateien arbeiten alle auf einer gemeinsamen Basis und sehen jeweils nur ihre relevanten Anforderungen. Nach dem Review wird das Pflichtenheft im geforderten Kundenformat exportiert, inklusive Teillastenheften pro Subsystem. Was vorher Wochen dauerte, ist nach wenigen Tagen reviewbereit. Die kritischen Klassifizierungen und Normen-Treffer prüfen die Experten weiterhin selbst, tendric ersetzt nicht das Fachurteil, sondern die mühsame Vorsortierung.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: Laut Impressum die Tendric AI FlexCo, Löblichgasse 1/18, 1090 Wien, Österreich (FN 678759a, Geschäftsführer David Freudenthaler und Markus Buchner). Damit ein in der EU ansässiges Unternehmen, die Datenschutzerklärung verweist auf DSGVO und das österreichische Telekommunikationsgesetz 2003.
- Vorsicht, abweichende Firmierung: Die Datenschutzerklärung nennt nicht die Tendric AI FlexCo, sondern die Monto Tech GmbH mit Sitz in 4201 Eidenberg, Österreich. Impressum (Wien, FlexCo) und Datenschutzerklärung (Eidenberg, GmbH) weisen also unterschiedliche Rechtsträger aus. Wer einen AVV schließt, sollte vorab schriftlich klären, welche Gesellschaft tatsächlich Vertragspartner und verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung ist.
- Datennutzung: tendric wirbt ausdrücklich mit „Keine Weitergabe an Dritte, kein Training externer Modelle mit Ihren Daten” und „Verarbeitung nach DSGVO”. Das ist eine klare und positive Zusage.
- Hosting-Standort: Wird öffentlich nicht ausgewiesen. Weder Datenschutzerklärung noch Technologie-Seite nennen Cloud-Anbieter, Region oder Sub-Dienstleister. Das ist vor einem Einsatz mit sensiblen Ausschreibungsunterlagen schriftlich zu klären.
- Sprachmodell: tendric nennt „spezialisierte Sprachmodelle”, aber keinen konkreten Modell-Anbieter. Ob ein US-Foundation-Modell beteiligt ist, ist von außen nicht erkennbar, relevant für die Datenschutz-Bewertung.
- Auftragsverarbeitung (AVV): In den öffentlichen Dokumenten nicht erwähnt. Für eine B2B-Plattform dieser Art aber zu erwarten, im Vertriebsgespräch explizit anfordern.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor dem Hochladen vertraulicher Lastenhefte unbedingt Hosting-Region, AVV, Sub-Dienstleisterliste und, falls für eure Compliance nötig, Zertifikate wie ISO 27001 anfordern. Die europäische Ansässigkeit ist ein gutes Fundament, ersetzt aber nicht die konkrete technische Auskunft.
Gut kombiniert mit
, wenn neben dem Ausschreibungs-Workflow ein dauerhaft befragbarer Wissensbestand entstehen soll (z. B. alle vergangenen Angebote als Quellensammlung). tendric strukturiert den Prozess, NotebookLM beantwortet freie Rückfragen zum Bestand. , für die freie Texterstellung rund um das Angebot (Begleitschreiben, Management-Summary, Risiko-Einschätzung). tendric liefert die strukturierten Anforderungen, Claude formuliert die nicht-standardisierten Teile des Angebots aus. , für vorgelagerte Recherche zu Auftraggeber, Marktumfeld oder regulatorischen Rahmenbedingungen mit nachprüfbaren Quellen, bevor das Lastenheft überhaupt in tendric landet.
Unser Testurteil
tendric.ai verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, das automatisierte Zerlegen, Klassifizieren und Verteilen tausender Anforderungen aus technischen Lastenheften, ist die Plattform durchdacht und praxisnah gebaut: Die fünf arbeitsteiligen Agenten, der Normenabgleich gegen ein internes Register und der durchgängige Weg bis zum exportfertigen Pflichtenheft treffen einen realen, teuren Engpass im Angebotsprozess. Für Bahntechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Energie und Infrastruktur ist das ein ernstzunehmendes Werkzeug, und die europäische Verarbeitung mit klarer Datenzusage ist ein echtes Plus. Den fünften Stern kosten die völlig intransparente Preisgestaltung, das fehlende Self-Service-Angebot und vor allem die dünne öffentliche Transparenz zu Hosting-Standort, Sub-Dienstleistern und Sicherheitszertifizierung, ausgerechnet bei den sicherheitsnahen Branchen, die tendric adressiert, wiegt das schwer. Wer in die engere Auswahl geht, sollte die Demo nutzen, um genau diese offenen Punkte schriftlich zu klären.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Anbieter ist die Tendric AI FlexCo mit Sitz in Wien, nicht, wie der Name nahelegen könnte, eine deutsche GmbH. Die Rechtsform „FlexCo” (Flexible Kapitalgesellschaft) ist ein 2024 in Österreich eingeführtes Startup-Vehikel. Geschäftsführer sind David Freudenthaler und Markus Buchner.
- Mai 2026, Die Website positioniert das Produkt klar auf zivile technische Industrien (Bahntechnik, Maschinenbau, Energie, Infrastruktur). Verteidigung taucht nur indirekt über die Branche „Dual-Use” auf, frühere Annahmen, tendric sei primär ein Verteidigungs-Tool für NATO-/MIL-SPEC-Ausschreibungen, decken sich nicht mit der aktuellen Außendarstellung.
- Mai 2026, tendric macht keine öffentlichen Angaben zu Hosting-Standort, eingesetztem Sprachmodell oder Sicherheitszertifizierungen. Beworben werden „Verarbeitung nach DSGVO” und „kein Training externer Modelle mit Ihren Daten”, die technische Infrastruktur bleibt aber undokumentiert, ungewöhnlich für ein Tool, das sicherheitsnahe Branchen anspricht.
- Mai 2026, Das Produkt nutzt durchgängig ein Multi-Agenten-Modell mit fünf benannten Agenten (Klassifizierung, Normen, Routing, Antwort, Revision). Das ist konzeptionell moderner als die meisten Bid-Management-Tools, die Anforderungen lediglich extrahieren, aber keine arbeitsteilige Verteilung leisten.
- Juni 2026, Bei der Nachprüfung fiel eine Diskrepanz bei den Rechtsträgern auf: Das Impressum weist die Tendric AI FlexCo (Löblichgasse 1/18, 1090 Wien) aus, die Datenschutzerklärung dagegen die Monto Tech GmbH (4201 Eidenberg). Welche Gesellschaft tatsächlich verantwortliche Stelle und Vertragspartner ist, sollte vor Vertragsschluss geklärt werden. An der Produktbeschreibung und den fünf Agenten hat sich nichts geändert.
Quellen
- tendric.ai, Produktseite. https://www.tendric.ai (abgerufen am 2026-06-14). Fünf benannte KI-Agenten (Klassifizierung, Normen, Routing, Antwort, Revision), 1.000+ Anforderungen pro Ausschreibung, automatische Erkennung von DIN EN, ISO und TSI, Routing an 1–5 Experten, Export im Kundenformat, adressierte Branchen (Energie, Infrastruktur, Dual-Use, Bahntechnik, Maschinenbau u. a.). Keine öffentlichen Preise..
- tendric.ai, Impressum. https://www.tendric.ai/impressum (abgerufen am 2026-06-14). Betreiber Tendric AI FlexCo (Flexible Kapitalgesellschaft), Löblichgasse 1/18, 1090 Wien, FN 678759a, Geschäftsführer David Freudenthaler und Markus Buchner..
- tendric.ai, Datenschutzerklärung. https://www.tendric.ai/datenschutz (abgerufen am 2026-06-14). Verarbeitung auf Grundlage von DSGVO und Telekommunikationsgesetz 2003. In der Datenschutzerklärung wird zusätzlich die Monto Tech GmbH (4201 Eidenberg, Österreich) genannt. Kein Hosting-Standort, kein Sub-Dienstleister, keine Zertifizierung ausgewiesen..
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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