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StormGeo s-Routing

StormGeo AS

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Norwegischer Wetterrouting-Service für Schifffahrtsunternehmen, der seit über 25 Jahren ECMWF-Ensemble-Daten mit schiffsspezifischen Verbrauchsprofilen kombiniert. Hybrid-Ansatz: ML-basierte Routenoptimierung wird von erfahrenen Routenanalysten 24/7 begleitet, und genau das macht s-Routing in der Branche besonders. StormGeo wurde 1997 in Bergen gegründet und gehört seit Juni 2021 vollständig zum schwedischen Industriekonzern Alfa Laval, was finanzielle Stabilität hinter den Service stellt.

Kosten: ca. 35–135 USD/Schiff/Monat je nach Flottengröße und Leistungsumfang; Jahresvertrag üblich. Einzelschiffe auf Anfrage; Klassisches Routing günstiger als Voyage Optimization mit ROI-Reporting.

Stärken

  • Hybrid-Ansatz aus ML-Routing und 24/7 menschlichen Routenanalysten, kein anderer Anbieter mit dieser Tiefe
  • ECMWF-Ensemble-Daten für Unsicherheitsbewertung statt nur Deterministic Forecast
  • Integration in ECDIS und Chart-Plotter (GPX-Routenformat) direkt verfügbar
  • Umfangreiche Flottenerfahrung, 5.600+ Schiffe, 75.000+ Reisen pro Jahr
  • End-of-Voyage- und ROI-Reports dokumentieren tatsächliche Einsparung für Charter und Owner
  • Norwegische Datenhaltung in EU mit langjähriger Compliance-Tradition
  • Drei Produktstufen (Classic, Voyage Optimization, Strategic Power Routing) für unterschiedliche Anforderungen

Einschränkungen

  • Preismodell hauptsächlich auf Flotten mit mehreren Schiffen ausgelegt, Einzelschiffe weniger wirtschaftlich
  • Kein Self-Service für Einzelkapitäne, Vertrag und Onboarding erforderlich
  • Pricing nicht öffentlich, Angebotsanfrage notwendig (Schätzwerte aus Marktquellen)
  • Kein deutschsprachiger Support, Operations-Center in Bergen, Houston, Singapur
  • Optimaler Nutzen erst ab Flotten mit 3+ Schiffen, bei einem Schiff Break-Even-Frage
  • ML-Komponente nicht so öffentlich dokumentiert wie bei reinen Tech-Wettbewerbern

Passt gut zu

Reedereien mit 2–50 Schiffen im Trocken- und Nassladungsbereich Feederschiffe und mittlere Frachter auf Nordatlantik, Mittelmeer und transpazifischen Routen Reedereien, die Bunkerverbrauch, Pünktlichkeit und CII-/EU-ETS-Compliance gleichzeitig optimieren wollen Charter-Operationen, die ROI gegenüber Verträgen dokumentieren müssen

Kurzfazit

StormGeo s-Routing ist der etablierte Marktstandard für Wetterrouting in der internationalen Schifffahrt, und unterscheidet sich von reinen KI-Plattformen durch das, was den Hauptwert ausmacht: erfahrene menschliche Routenanalysten, die 24/7 in Operationszentren in Bergen, Houston und Singapur arbeiten und die ML-Empfehlungen mit Erfahrung und Schiffskenntnis verbinden. Das Ergebnis: messbare Einsparungen beim Bunkerverbrauch (typisch 4–8 %), zuverlässigere Pünktlichkeit und dokumentierte ROI-Berichte für Charter und Owner. Schwächen: kein Self-Service, kein deutscher Support, intransparentes Pricing, und für Einzelkapitäne oder Klein-Reeder ein Overkill. Wer eine Flotte ab 2–3 Schiffen betreibt und nicht nur algorithmisch, sondern auch beratend optimieren will, findet bei StormGeo eine kaum erreichte Servicetiefe. Hinter dem Anbieter steht seit Juni 2021 der schwedische Industriekonzern Alfa Laval als Eigentümer, das spricht für langfristige Stabilität statt Startup-Risiko.

Für wen ist StormGeo s-Routing?

Mittelständische Reedereien (3–20 Schiffe): Hier ist der ROI am deutlichsten. Eine Flotte mit fünf Bulk-Carriern oder kleinen Tankern spart mit s-Routing schnell mehrere Hunderttausend USD Bunkerkosten pro Jahr, bei einer Jahresgebühr in der niedrigen sechsstelligen Region für die gesamte Flotte. Der Vertragsaufwand rechnet sich nach wenigen Monaten.

Charter-Operationen mit Performance-Klauseln: Time-Charter-Verträge enthalten oft Speed- und Consumption-Warranty-Klauseln. Die End-of-Voyage-Reports von s-Routing sind in der Branche als unabhängige Drittquelle akzeptiert, und liefern die Beweisgrundlage, wenn der Charter die vertragliche Performance prüft (oder anficht).

Reedereien unter CII- und EU-ETS-Druck: Seit 2023 müssen Schiffe ihre Carbon Intensity (CII) jährlich melden, seit 2024 sind sie für EU-Häfen ETS-pflichtig. Wer aktiv weather-routet und die Einsparung dokumentiert, verbessert die CII-Rating-Position und reduziert die ETS-Zertifikatkosten direkt. s-Routing liefert die nötigen Auditberichte.

Operations-Manager und Fleet Performance Teams: Wer im Schreibtischbetrieb Reisen plant und überwacht, bekommt mit s-Routing eine zweite Meinung von erfahrenen Routern. Das ist nicht nur Risikoreduktion, es entlastet auch interne Teams, die nicht 24/7 verfügbar sein müssen.

Cargo Owner mit eigenem Tonnage-Pool: Großverlader (z. B. Stahl, Düngemittel, Energie), die eigene Schiffe chartern oder besitzen, nutzen s-Routing, um die Bunkerexposition zu minimieren und Lieferketten-Pünktlichkeit zu sichern.

Weniger geeignet für: Einzelkapitäne und Yachten (zu teuer, zu komplex), Inland-Schifffahrt (anderes Wetterregime, andere Anforderungen), reine Tech-Reedereien mit eigenem Data-Science-Team (die nutzen lieber API-only-Routing-Services), Reedereien mit Cash-Flow-Druck im Spotmarkt (die Vertragsbindung passt nicht), Anwender, die hauptsächlich ein vollautomatisches Algorithmus-Tool ohne menschliche Beratung wollen.

Preise im Detail

ProduktIndikative PreisspanneWas du bekommst
Classic Routingca. 35–80 USD/Schiff/MonatExpert-driven Wetterrouting, tägliche Routenempfehlung, NAVTEX/E-Mail-Versand, Standard-Reports
Voyage Optimizationca. 80–135 USD/Schiff/MonatTotal Voyage Cost Management vor und während der Reise, Einbindung Markt- und RTA-Daten, fortlaufende Optimierung
Strategic Power RoutingindividuellOptimierung bei konstanter Leistung (constant power strategy), für moderne Engine-Setups und ECO-Ship-Designs
Flottenrabatteabhängig von Größe und VertragslaufzeitAb 5+ Schiffen typische Rabatte, ab 20+ Schiffen Enterprise-Tarife

Einordnung: StormGeo kommuniziert keine Listenpreise, die genannten Werte sind Marktindikationen aus Reederei-Erfahrungen und Branchenquellen. Faustregel: Ein Schiff Classic Routing kostet etwa 5.000–10.000 USD/Jahr, Voyage Optimization etwa 10.000–18.000 USD/Jahr. Bei typischen Bunkerverbräuchen von 400–800 t/Monat und einem Bunkerpreis um 500 USD/t bedeutet eine 5%-Einsparung 10.000–24.000 USD pro Schiff/Monat, die Investition amortisiert sich oft schon nach einer einzigen Reise. Für Großreedereien sind Volumenrabatte signifikant; Einzelschiffe zahlen oft den höheren Stückpreis und haben weniger ROI-Hebel.

Stärken im Detail

Hybrid-Modell ist der entscheidende Differenzierer. Während andere Anbieter ihre Routing-Algorithmen als API verkaufen, kombiniert StormGeo eine eigene Routing-Engine mit erfahrenen Routenanalysten, die in drei globalen 24/7-Centern (Bergen, Houston, Singapur) sitzen. Bei kritischen Situationen, Tropensturm, Eisfeldwanderung, Hafenwechsel, bekommt die Brücke nicht nur eine Algorithmus-Empfehlung, sondern eine begründete Beratung. Das ist im operativen Alltag ein Unterschied, der Versicherungsfälle und Schäden vermeidet.

ECMWF-Ensemble-Daten statt nur Deterministic Forecast. Das ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts) produziert nicht nur eine “wahrscheinlichste Wettervorhersage”, sondern 50 Ensemble-Member, die zusammen die Unsicherheit darstellen. StormGeo nutzt diese Daten für Risikobewertungen, wie wahrscheinlich ist ein Sturm auf Route A vs. Route B? Wie groß ist die Streuung der Wellenhöhe? Diese probabilistische Sicht ist seriöser als die Single-Forecast-Plotter, die viele günstigere Apps verwenden.

Schiffsspezifische Verbrauchsmodelle. Beim Onboarding kalibriert StormGeo das Verbrauchsmodell für jedes Schiff individuell (DWT, Trim, Polars, Engine-Charakteristik, Hull-Performance über die Zeit). Das ist erheblich präziser als generische Schiffstyp-Annahmen, und entscheidend für die Genauigkeit der ROI-Berechnung am Reiseende.

Direkte ECDIS- und Chart-Plotter-Integration. Routenempfehlungen kommen als GPX-Datei direkt auf die Brücke und können in fast jedes moderne ECDIS-System importiert werden. Kein manuelles Abtippen, keine Übertragungsfehler, Standard heutzutage, aber bei kleineren Wetterrouting-Apps nicht immer gegeben.

ROI- und End-of-Voyage-Reports. Nach jeder Reise dokumentiert StormGeo die tatsächliche Performance gegen die geplante (Strecke, Geschwindigkeit, Verbrauch) und liefert ROI-Reports, die in Charter-Disputen oder gegenüber dem Owner als unabhängige Drittquelle dienen. Das ist nicht nur Bunker-Optimierung, sondern auch Beweissicherung, und in der Maritime-Industrie wertvoll.

Compliance-Unterstützung (CII, EU-ETS). Mit der EU-ETS-Pflicht ab 2024 und der CII-Bewertung für Schiffe haben sich die wirtschaftlichen Konsequenzen guter Routenwahl verschärft. StormGeo liefert die Auditberichte und Verbrauchsdaten, die für Compliance-Nachweise nötig sind, direkt in den von Behörden geforderten Formaten.

Schwächen ehrlich betrachtet

Pricing-Intransparenz. Wer das Pricing einer Plattform vergleichen will, kommt bei StormGeo nicht weit ohne Vertriebsgespräch. Indikative Werte aus Marktquellen sind hilfreich, aber kein verbindlicher Anker. Für Reedereien mit knappen Beschaffungs-Timelines ist das umständlich; günstigere SaaS-Anbieter (z. B. NAPA Voyage, OneOcean SeaPro) kommunizieren transparenter.

Kein deutscher Support, und auch keine deutsche Operations-Präsenz. StormGeo ist ein norwegisches Unternehmen mit operativen Hubs in Bergen, Houston und Singapur. Für deutsche Reedereien (zum Beispiel in Hamburg, Bremen, Leer) heißt das: Kommunikation auf Englisch, Zeitzonen-Routing über Bergen, keine lokale Account-Manager-Präsenz in DACH. Das funktioniert, ist aber weniger komfortabel als ein lokaler Anbieter.

ML-Substanz nur begrenzt öffentlich dokumentiert. Während reine Tech-Wettbewerber (z. B. NAPA, OneOcean) ihre algorithmischen Verfahren in technischen Whitepapern darstellen, bleibt StormGeo bei den Eigenheiten seiner Modelle eher zurückhaltend. Für Reedereien, die intern eine Make-or-Buy-Entscheidung treffen müssen, ist die fehlende Transparenz manchmal frustrierend.

Self-Service-Lücke. Es gibt keinen Plug-and-Play-Einstieg, keine Trial-Periode, keine Sandbox. Wer s-Routing evaluieren will, muss durch Vertrieb, Vertrag und Onboarding, Zeitaufwand realistisch 4–8 Wochen. Das ist Enterprise-Standard, aber für Operations-Manager, die schnell vergleichen wollen, hinderlich.

Vertragsbindung Standard. Jahresverträge sind die Regel, monatliche Kündigung nicht vorgesehen. Wer s-Routing nur für einzelne Reisen oder saisonal nutzen will, kommt mit dem Modell nicht weit. Konkurrenten mit Pay-per-Voyage-Modellen (für Spot-Operationen) sind hier flexibler.

ROI hängt stark von Schiffsanzahl und Routenprofil ab. Einzelschiffe auf kurzen Coastal-Routen profitieren weniger als große Bulk-Carrier auf Nordatlantik-Querungen. Wer in einem Marktsegment mit geringer Wetterabhängigkeit operiert (z. B. Mittelmeer-Coaster), könnte feststellen, dass die Einsparung die Lizenzkosten kaum übersteigt. Vorab-Analyse der Routenprofile ist Pflicht.

KI-Komponente nicht das Hauptverkaufsargument. StormGeo verkauft sich selbst eher als Service-Provider mit Tech-Unterstützung, und nicht als KI-Plattform. Wer dezidiert eine ML-getriebene Voyage-Optimization-Software sucht (mit eigenen Modelltrainings, API-First-Ansatz), wird bei spezialisierten Tech-Anbietern wie Bearing AI, Sofar Ocean oder GreenSteam fündig, auf Kosten der Service-Komponente.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
KI-getriebene Schiffsverfolgung und Anomalie-Erkennung suchst
Computer-Vision-basierte Brückenüberwachung willst
Predictive-Maintenance auf Schiffssystemen brauchst
Container-Stauplanung optimieren willst
Reine Wetter-API zum eigenen Routing-Aufbau brauchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: NAPA Voyage Optimization (finnischer Wettbewerber mit starker Tech-Substanz), OneOcean SeaPro (britisch, gute UK-MoD-Referenzen), DTN/Awhere Maritime (datenstark, US-fokussiert), Bearing AI (reine ML-Plattform, ohne menschliche Analysten), Sofar Ocean (Hardware-getriebene Datenerhebung), GreenSteam (Hull Performance und Routing-Optimierung). StormGeo bleibt der etablierte Service-Marktführer; reine ML-Plattformen sind günstiger und API-näher, dafür ohne 24/7-Beratung. Wer beides will, kann StormGeo als Hauptservice und eine ML-Plattform parallel für interne Analyse-Use-Cases einsetzen.

So steigst du ein

Schritt 1: Auf stormgeo.com ein Beratungsgespräch anfragen, kein Self-Service-Einstieg. Im ersten Termin: Flottengröße, Routenprofil, Hauptkennzahlen (Bunkerverbrauch pro Reise, durchschnittliche Routenlänge, Charter-Typen) durchgehen. StormGeo schlägt dann das passende Produkt vor (Classic, Voyage Optimization, Strategic Power Routing). Plane ein 4–6-wöchiges Vertrags- und Onboarding-Verfahren ein, bevor das System aktiv ist.

Schritt 2: Schiffsdaten an StormGeo übergeben, Verbrauchskurven, Polars, DWT, Geschwindigkeitsprofil, Engine-Daten. Je präziser diese Daten, desto besser die Optimierungsempfehlung. Die Routenanalysten kalibrieren das Verbrauchsmodell je Schiff; das dauert typisch 2–4 Wochen pro neuer Hülle. Wer schon NAVTOR, Aviator oder ähnliche Performance-Plattformen einsetzt, kann viele Daten direkt übergeben.

Schritt 3: Ab Betriebsstart erhält die Brücke täglich aktualisierte Routenempfehlungen, per NAVTEX, E-Mail oder direkt im ECDIS via GPX. Die Routenanalysten in Bergen, Houston und Singapur bleiben 24/7 erreichbar bei Wetteränderungen, Hafenwechseln oder Charter-Anpassungen. Wichtig: Eine interne Person als StormGeo-Ansprechpartner definieren, sonst geht die Beratungstiefe verloren. Ohne Brückenoffizier, der die Empfehlungen aktiv anwendet, bleibt das System eine teure E-Mail.

Ein konkretes Beispiel

Eine deutsche Reederei mit Sitz in Leer (Ostfriesland) betreibt fünf Trockenfrachter (8.000–12.000 DWT) auf Nordeuropa- und Mittelmeer-Routen. Sie bucht s-Routing Voyage Optimization für die gesamte Flotte zu einer Jahresgebühr von etwa 70.000 USD (rund 14.000 USD pro Schiff). Pro Schiff spart das System im Jahresdurchschnitt 5,3 % Bunkeröl, bei einem Jahresverbrauch von 600 Tonnen IFO180 und einem Bunkerpreis von 500 USD/t entspricht das rund 16.000 USD pro Schiff. Brutto-Einsparung: 80.000 USD/Jahr, ROI nach 10–11 Monaten. Zusätzlicher Effekt: Die End-of-Voyage-Reports werden in zwei Charter-Disputen als Beweisgrundlage verwendet, in beiden Fällen wird die Speed- und Consumption-Warranty-Klausel zugunsten der Reederei entschieden, was weitere 35.000 USD an Charter-Reklamationen vermeidet. Mit CII-Druck und EU-ETS-Pflicht 2024 verbessert sich zudem das CII-Rating der Flotte um eine halbe Stufe, was Folgeverträge erleichtert. Effektive Amortisationsperiode: deutlich unter einem Jahr.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU (Norwegen) als Hauptstandort, mit globalen Operations-Centern in Houston und Singapur. Routendaten und Schiffsdaten werden primär in EU-Rechenzentren verarbeitet.
  • Datennutzung: Schiffsdaten und Reisedaten werden für die Service-Erbringung verwendet, keine Weitergabe an Dritte ohne Vertragsgrundlage. Routenanalysten haben Zugriff im Rahmen des Service-Vertrags.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard bei B2B-Verträgen mit EU-Reedereien. StormGeo unterstützt explizit DSGVO-konforme Verarbeitung.
  • Personenbezug: Reisedaten sind in der Regel nicht personenbezogen (Schiffe als Wirtschaftsgüter), Crew-Daten werden nur dann erfasst, wenn explizit Bestandteil der Service-Erbringung.
  • Datenexport: Reisedaten, ROI-Reports und Routendaten lassen sich exportieren, kein Lock-in der Historiendaten.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für EU-Reedereien aus DSGVO-Sicht eine der saubersten verfügbaren Optionen, gerade weil StormGeo norwegisch ist und norwegische Datenschutzpraxis seit Jahren etabliert ist. Vor Vertragsabschluss: Sub-Auftragsverarbeiter-Liste prüfen (insbesondere US-Operationscenter Houston), AVV mit interner Datenschutzbeauftragten abstimmen.

Gut kombiniert mit

  • , Windward liefert KI-getriebene Schiffsverfolgung und Anomalie-Erkennung (Sanktionierungs-Risiken, Dark Activity), StormGeo die operative Routenoptimierung. Reedereien, die sowohl Compliance- als auch Performance-Sicht brauchen, nutzen beide parallel.
  • , Brückenüberwachung mit Computer Vision; ergänzt das operative Routing um Sicherheitsmonitoring an Bord. Komplementäre Funktionen, kein direkter Wettbewerb.
  • , Predictive Maintenance an Schiffssystemen; gut kombinierbar, weil eine Hull-Performance-Verschlechterung direkt in die Routing-Optimierung einfließt (langsameres Schiff → andere optimale Route).

Unser Testurteil

StormGeo s-Routing verdient 4 von 5 Sternen. Im Bereich Maritime-Service-mit-KI-Unterstützung ist es eine der besten verfügbaren Lösungen, die Kombination aus eigener Routing-Engine, ECMWF-Ensemble-Daten und 24/7 menschlichen Routenanalysten ist im Branchenvergleich kaum zu schlagen. ROI ist realistisch und nachweisbar, Compliance-Unterstützung passt zum aktuellen Regulierungsdruck (CII, EU-ETS). Den fünften Stern verliert das System durch die Service-typischen Schwächen: intransparente Preise, keine Self-Service-Option, fehlender deutscher Support, lange Onboarding-Phasen und eine ML-Komponente, die nicht so prominent kommuniziert wird wie bei reinen Tech-Anbietern. Für Reedereien ab 3 Schiffen und mit operativem Anspruch ist StormGeo eine sehr empfehlenswerte Wahl; für Tech-affine Operations-Teams mit eigenem Data-Science-Background sind reine ML-Plattformen die spannendere Alternative.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2021, Alfa Laval hat StormGeo vollständig übernommen (zuvor seit 2014 mehrheitlich, davor EQT-Beteiligung). Der schwedische Industriekonzern (Wärmeübertragung, Separation, maritime Systeme) integriert StormGeo in sein Marine-Portfolio. Praktisch heißt das für Reedereien: ein finanziell solider Eigentümer im Rücken, aber auch die Frage, ob StormGeo künftig stärker an Alfa-Laval-Hardware gekoppelt wird.
  • 2023, Carbon Intensity Indicator (CII) verbindlich für alle internationalen Frachtschiffe. Wetterrouting wurde damit von einer Optimierungs- zu einer Compliance-Aufgabe, und StormGeo profitiert vom verstärkten Nachfragesog.
  • 2024, EU-ETS-Pflicht für Schiffe in EU-Häfen aktiv. Jede vermiedene Tonne CO₂ ist direkt monetarisierbar geworden, was den ROI von Weather Routing klar erhöht hat. Reedereien, die vorher zögerten, treten jetzt in Verhandlungen mit Service-Anbietern wie StormGeo.
  • 2025, SMART4SEA EUROPORT E-Navigation Award für StormGeo s-Planner. Branchenpreise zeigen, dass die Plattform auch in Tech-Reviews ernst genommen wird, nicht nur als etablierter Service-Provider.
  • 2025, StormGeo hat die Karriere-Seite erweitert und stellt verstärkt ein. Das ist ein positives Signal: Das Unternehmen investiert in Personal und nicht nur in Automatisierung, was zum Hybrid-Modell passt, das die Plattform ausmacht.
  • Juni 2026, Reverifizierung der Unternehmensfakten. StormGeo gehört bestätigt vollständig zu Alfa Laval, beschäftigt rund 550 Mitarbeitende an 26 Standorten. Das Pricing bleibt weiterhin intransparent: Während andere Maritime-SaaS-Anbieter zunehmend offene Preise kommunizieren, hält StormGeo am traditionellen Enterprise-Vertriebsmodell fest. Die hier genannten Preisspannen sind Marktindikationen, keine offiziellen Listenpreise. Kurzfristig stabil, langfristig ein Risiko gegenüber Tech-getriebenen Wettbewerbern, die Self-Service und API-First anbieten.

Quellen

  1. StormGeo – Unternehmensprofil (Wikipedia). https://en.wikipedia.org/wiki/StormGeo (abgerufen am 2026-06-14). Gegründet 1. April 1997 in Bergen (Norwegen), seit Juni 2021 vollständig im Besitz von Alfa Laval, rund 550 Mitarbeitende, 26 Standorte; Schifffahrts-Routing über Übernahme von Applied Weather Technology (2014).

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