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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

Staffbase

Staffbase GmbH

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Führende europäische Plattform für interne Mitarbeiterkommunikation. Kombiniert Mitarbeiter-App, Intranet, Mitarbeiter-E-Mail und Digital Signage mit zielgruppengenauem Content-Targeting, relevante Inhalte für Schichtarbeit, Vertrieb oder einzelne Standorte statt Gießkanne. KI-Funktionen (Companion-Editor für Texte, Navigator-Assistent, On-Air-Audiobriefings, automatische Übersetzung) sind integriert; gehostet wahlweise in Frankfurt.

Kosten: Preise auf Anfrage, keine öffentlichen Listenpreise. Individuelle Jahreslizenz, kalkuliert nach Nutzerzahl (mit Mengenrabatt), Plattformumfang (einzelner Kanal bis Komplettplattform) und Add-ons. Richtwert je nach Quelle ca. 3–6 EUR/Nutzer/Monat; sinnvoll meist ab mehreren hundert Mitarbeitenden.

Kategorien

Stärken

  • Zielgruppengenaues Targeting nach Standort, Abteilung, Schicht oder Vertragstyp, jede Gruppe bekommt nur relevante Inhalte
  • Mobile-First: erreicht über die Mitarbeiter-App auch gewerbliche und Schichtkräfte ohne Firmen-E-Mail oder Desktop
  • Wählbares EU-Hosting in Frankfurt (Azure/AWS), ISO 27001, SOC 2, DSGVO-konform mit AVV
  • Integrierte KI: Companion-Editor für Texte, Navigator-Assistent, On-Air-Audiobriefings, automatische Übersetzung
  • KI-Eingaben werden laut Anbieter nicht zum Training von Staffbase- oder Drittmodellen verwendet
  • Analytics auf Kanalebene: Lesereichweite, Klick- und Engagement-Raten je Segment

Einschränkungen

  • Keine öffentlichen Listenpreise, nur nach Demo, individuelles Angebot, Jahresvertrag
  • Einstieg lohnt sich erst ab mehreren hundert Mitarbeitenden, für KMU überdimensioniert
  • Implementierung erfordert spürbaren Projektaufwand (mehrere Wochen) und HR-Datenanbindung
  • Kein eigenständiges HR-System, Stammdaten müssen aus Personio, SAP & Co. zugespielt werden
  • KI-Funktionen sind Komfort, kein eigenständiges Sprachmodell, Tiefe bleibt hinter spezialisierten Tools zurück

Passt gut zu

Unternehmen mit verteilten Teams, Schichtarbeit oder gewerblichen Mitarbeitenden ohne festen Desktop-Arbeitsplatz HR- und Kommunikationsteams, die interne Kommunikation zielgruppengenau steuern wollen (Standort, Abteilung, Vertragsart) Benefits- und Change-Kommunikation, die nach Lebensphasen oder demografischen Gruppen segmentiert werden soll

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du musst gewerbliche oder Schichtkräfte erreichen, die keine Firmen-E-Mail und keinen Desktop haben
  • Du willst interne Inhalte nach Standort, Abteilung oder Schicht ausspielen statt an alle gleichzeitig
  • Dein Unternehmen verlangt EU-Datenhosting und DSGVO-Konformität mit AVV
  • Du betreibst interne Kommunikation als eigene Disziplin mit messbaren Zielen

Wann nein

  • Dein Unternehmen hat weniger als ein paar hundert Mitarbeitende, der Aufwand rechnet sich nicht
  • Du suchst ein HR-System für Lohn, Urlaub oder Personalakte (das ist Personio & Co.)
  • Du brauchst nur ein klassisches Wiki für Wissensarbeit am Schreibtisch
  • Du willst öffentliche Festpreise und Self-Service-Onboarding ohne Vertrieb

Kurzfazit

Staffbase ist die führende europäische Plattform, wenn du interne Kommunikation an eine verteilte oder gewerbliche Belegschaft bringen musst, und zwar zielgruppengenau statt per Gießkanne. Die Stärke liegt in der Kombination aus Mitarbeiter-App, Intranet, E-Mail und Digital Signage mit einem ausgereiften Targeting-Modell: Schichtarbeitende in Hamburg bekommen andere Inhalte als der Vertrieb in München. Das wählbare EU-Hosting in Frankfurt, ISO 27001 und ein sauberer AVV machen Staffbase zu einer der wenigen Plattformen dieser Klasse, die DSGVO-Bedenken souverän aushält. Die integrierte KI (Companion-Editor, Navigator-Assistent, On-Air-Audiobriefings, automatische Übersetzung) ist solider Komfort, aber kein eigenständiges Sprachmodell. Schwächen: intransparente Preise nur auf Anfrage, ein Projektaufwand von mehreren Wochen und ein Einstiegspunkt, der erst ab mehreren hundert Mitarbeitenden Sinn ergibt.

Für wen ist Staffbase?

Unternehmen mit gewerblicher oder verteilter Belegschaft: Das ist der Kern. Wer Logistik, Produktion, Einzelhandel, Pflege oder Gastronomie betreibt, erreicht einen Großteil der Mitarbeitenden nicht über die klassische Firmen-E-Mail. Die Mitarbeiter-App von Staffbase läuft auf dem privaten Smartphone, ohne Firmen-Account, genau das löst das größte Reichweitenproblem der internen Kommunikation.

HR- und Kommunikationsteams: Wer interne Kommunikation als eigene Disziplin betreibt, bekommt mit dem Targeting-Modell ein präzises Werkzeug. Inhalte lassen sich nach Standort, Abteilung, Schicht, Vertragsart oder selbst definierten Segmenten ausspielen. Die Analytics zeigen je Kanal Lesereichweite und Klickraten, Kommunikation wird damit messbar statt Bauchgefühl.

Change- und Benefits-Verantwortliche: Bei Restrukturierungen, neuen Benefits oder Sicherheitsunterweisungen zählt, dass die richtige Botschaft die richtige Gruppe erreicht, und dass man belegen kann, wer sie gelesen hat. Staffbase eignet sich, um Kampagnen nach Lebensphase, Standort oder Funktion zu segmentieren statt alle mit allem zu fluten.

Konzerne mit internationalen Standorten: Die automatische Übersetzung und mehrsprachige Inhaltsausspielung erleichtern Kommunikation über Ländergrenzen. Staffbase gibt an, über 1.500 Unternehmen und 16,5 Millionen Mitarbeitende in mehr als 190 Ländern zu erreichen, die Plattform ist für diese Skala gebaut.

Weniger geeignet für: Kleine und mittlere Unternehmen unter ein paar hundert Mitarbeitenden (der Aufwand rechnet sich nicht), reine Schreibtisch-Organisationen, die ein klassisches Wiki suchen (Confluence reicht dort), und alle, die ein HR-System für Lohn, Urlaub und Personalakte brauchen, dafür ist Personio zuständig, nicht Staffbase.

Preise im Detail

ModellPreisWas dahintersteckt
Einzelkanalauf AnfrageStart mit einem Kanal, Mitarbeiter-App, Intranet oder Mitarbeiter-E-Mail. Geringerer Einstieg, später erweiterbar
Integrierte Plattformauf AnfrageVoller Kanal-Mix (App + Intranet + E-Mail + Digital Signage) mit Targeting und Analytics
Add-onsauf AnfrageZusatzfunktionen wie Navigator (KI-Assistent), On Air (KI-Audiobriefings), Content Pro, Live-Streaming
Enterpriseauf AnfrageMengenrabatte ab hohen Nutzerzahlen, SSO, erweiterte Sicherheit, individuelle Datenresidenz

Einordnung: Staffbase veröffentlicht keine Listenpreise. Die Lizenz wird in der Regel jährlich abgerechnet und entlang dreier Hebel kalkuliert: Zahl der Nutzer (mit Mengenrabatt bei wachsenden Belegschaften), Umfang der Plattform (einzelner Kanal bis Komplettpaket) und gebuchte Add-ons. Als grober Richtwert kursieren je nach Quelle etwa 3–6 EUR pro Nutzer und Monat, aber das ist eine Annäherung, kein verbindlicher Tarif, die tatsächliche Zahl entscheidet sich im Angebot. Für eine Belastbarkeit gilt: Wer unter wenigen hundert Mitarbeitenden liegt, sollte den Aufwand kritisch prüfen; der Einstieg über einen einzelnen Kanal senkt das Risiko, weil man klein anfangen und bei Erfolg ausbauen kann. Plane neben der Lizenz die Implementierung als eigene Kostenposition ein.

Stärken im Detail

Targeting ist die Kernkompetenz. Statt eine Information an alle zu schicken, definierst du Segmente, nach Standort, Abteilung, Schicht, Vertragstyp oder eigenen Feldern aus dem HR-System. Eine Push-Nachricht zum neuen Jobrad-Programm geht dann nur an Mitarbeitende, die noch kein Rad gebucht haben; eine Sicherheitsunterweisung nur an das Lager. Das hebt Lese- und Engagement-Raten messbar an, weil niemand mehr mit Irrelevantem geflutet wird.

Mobile-First erreicht die, die sonst durchs Raster fallen. Die größte Lücke interner Kommunikation sind gewerbliche Kräfte ohne Firmen-E-Mail. Die Staffbase-App läuft auf dem privaten Smartphone, ohne dass ein Firmen-Account oder Desktop nötig wäre. Damit landet die Botschaft auch bei Fahrern, Pflegekräften oder Produktionsmitarbeitenden, die Zielgruppe, die klassische Intranets strukturell verfehlen.

EU-Hosting mit echter Wahlmöglichkeit. Die EU-Server stehen in Frankfurt und werden über Microsoft Azure (App/Intranet/E-Mail) sowie AWS (E-Mail Classic) betrieben. Kunden können die Datenresidenz je nach Compliance-Anforderung wählen, neben der EU gibt es auch US- und Australien-Regionen. Staffbase hält ISO 27001 und SOC 2 und stellt einen DSGVO-konformen AVV bereit. Für deutsche Unternehmen mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragtem ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen US-Plattformen.

Integrierte KI als Arbeitserleichterung. Der Companion-Editor unterstützt Redakteure mit Ideen, Struktur und Tonalität; Navigator ist ein KI-Assistent, der Wissen und Services systemübergreifend bündelt und Sprachsteuerung bietet; On Air erzeugt personalisierte Audio-Briefings aus Unternehmensnews; die automatische Übersetzung erleichtert mehrsprachige Kampagnen. Die KI läuft über Azure OpenAI Service und teils selbst gehostete Modelle, und Staffbase gibt an, dass Inhalte nicht zum Training von Staffbase- oder Drittmodellen verwendet werden. Das ist datenschutzrechtlich ein wichtiger Punkt.

Analytics machen Kommunikation messbar. Auf Kanalebene siehst du Lesereichweite, Klick- und Engagement-Raten je Segment. Damit lässt sich belegen, ob eine Kampagne ihre Zielgruppe erreicht hat, und intern argumentieren, warum interne Kommunikation Budget verdient. Sentiment-Analyse und Community-Moderation ergänzen das um qualitative Signale aus Feedback und Umfragen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Intransparente Preise. Es gibt keine öffentlichen Tarife. Jede Kalkulation läuft über Demo, Vertrieb und individuelles Angebot, ein Jahresvertrag ist der Normalfall. Wer schnell vergleichen oder budgetieren will, muss zuerst durch den Vertriebsprozess. Das ist branchenüblich für Enterprise-Software, aber für KMU eine echte Hürde, weil man ohne Aufwand keine Hausnummer bekommt. Workaround: Im Erstgespräch direkt nach einer groben Nutzer-Preis-Spanne fragen, bevor man Zeit in eine volle Demo steckt.

Hoher Einstiegspunkt. Staffbase rechnet sich erst ab mehreren hundert Mitarbeitenden. Lizenz plus Implementierung plus laufende Redaktion ergeben einen Aufwand, der für ein 80-Personen-Unternehmen kaum tragfähig ist. Kleinere Organisationen fahren mit schlankeren Lösungen oder einem gut gepflegten Intranet günstiger.

Implementierung ist ein Projekt. Eine sinnvolle Einführung braucht mehrere Wochen: HR-Datenanbindung, Segmentdefinition, Kanalstruktur, Redaktionskonzept und Rollout an die Belegschaft. Das ist kein Self-Service-Tool, das man am Nachmittag aktiviert. Plane interne Projektressourcen ein, sonst bleibt die teure Plattform halbleer.

Kein HR-System. Staffbase verwaltet keine Stammdaten, keinen Lohn, keinen Urlaub. Die Segmentierung lebt von Daten, die aus einem HR-System wie Personio oder SAP SuccessFactors zugespielt werden, per API oder CSV-Import. Ohne saubere und aktuelle Stammdaten verliert das Targeting seinen Wert. Wer keine verlässliche Datenquelle hat, muss diese Vorarbeit erst leisten.

KI ist Komfort, kein Sprachmodell-Ersatz. Companion-Editor, Übersetzung und On-Air-Briefings erleichtern die redaktionelle Arbeit, aber sie ersetzen kein spezialisiertes Werkzeug. Für anspruchsvolle Übersetzungen ist DeepL präziser, für komplexe Texterstellung ein dediziertes Sprachmodell besser. Die Staffbase-KI ist nützliches Beiwerk im Kommunikations-Workflow, nicht der Grund, die Plattform zu kaufen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine ebenfalls europäische Employee-Comms-Plattform mit Employee Advocacy vergleichen willstHaiilo
Ohnehin tief in Microsoft 365 lebst und Intranet/Comms dort abbilden willstMicrosoft 365 Copilot
Vor allem ein Intranet/Wiki für Schreibtisch-Wissensarbeit brauchstConfluence
Nur hochwertige Übersetzung interner Inhalte willstDeepL

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Beekeeper (stark bei Frontline- und Schichtkommunikation), Workvivo (von Zoom, Social-Intranet-Fokus), Simpplr und Speakap (jeweils App-zentrierte Mitarbeiterkommunikation) sowie Microsoft Viva (das Microsoft-eigene Employee-Experience-Bündel). Staffbase ist kein Allrounder, sondern ein spezialisierter Champion der internen Kommunikation für verteilte Belegschaften, und in der EU-Datenschutzfrage einer der souveränsten Anbieter seiner Klasse.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo auf staffbase.com/de buchen und direkt nach dem Targeting-Modell fragen: Wie werden Gruppen definiert? Welche Felder aus dem HR-System lassen sich für Segmentierung verwenden? Bring konkrete Beispiel-Segmente mit, etwa „Alle Mitarbeitenden mit Eintritt nach Januar 2024” oder „Alle in Elternzeit”. So siehst du sofort, ob die Plattform deine Realität abbildet, und kannst im selben Gespräch nach einer groben Preisspanne fragen.

Schritt 2: Datenanbindung klären. Staffbase lässt sich per API oder CSV-Import an Personio, SAP SuccessFactors oder andere HR-Systeme anbinden. Der erste Schritt ist typischerweise der Mitarbeiterstammdaten-Import (Name, E-Mail oder Telefonnummer, Standort, Abteilung, Eintrittsdatum). Das reicht bereits, um erste Segmente zu bauen, und es zeigt früh, wie sauber deine Datenbasis wirklich ist.

Schritt 3: Mit einem einzelnen Kanal starten statt sofort die Komplettplattform aufzubauen. Beginne mit einem klar umrissenen Anwendungsfall, etwa einem Benefits-Infokanal oder den wöchentlichen Unternehmensnews. Erste Inhalte lassen sich mit dem Companion-Editor in wenigen Minuten entwerfen, Aktivierungsmetriken (Öffnungs- und Klickrate) sind direkt in der Plattform sichtbar. Erst wenn dieser Kanal trägt, baust du Targeting und weitere Kanäle aus.

Ein konkretes Beispiel

Ein Logistikdienstleister mit 1.200 Mitarbeitenden an drei Standorten nutzt Staffbase, um Benefits standortspezifisch zu kommunizieren. Das Netzwerk der Fitnessstudio-Kooperationspartner unterscheidet sich je Standort, deshalb bekommt Hamburg andere Inhalte als München oder Leipzig. Push-Nachrichten zum neuen Jobrad-Programm gehen ausschließlich an Mitarbeitende, die noch kein Rad gebucht haben, das Targeting läuft über eine wöchentliche CSV-Aktualisierung aus dem HR-System. Die mehrsprachige Stammbelegschaft erhält dieselben Kerninfos automatisch übersetzt, der Companion-Editor entwirft die Erstfassung der Texte, die das Kommunikationsteam nur noch redigiert. Das Ergebnis ist messbar: Die Öffnungsrate für Benefits-Inhalte liegt nach der Segmentierung bei 67 %, gegenüber 23 % bei den früheren „alle bekommen alles”-E-Mails. Weil die Plattform in Frankfurt gehostet wird und ein AVV vorliegt, gab der Betriebsrat sein Okay ohne lange Datenschutzdebatte.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-Region in Frankfurt über Microsoft Azure (Mitarbeiter-App, Intranet, Staffbase E-Mail) und AWS (E-Mail Classic). Datenresidenz ist wählbar, neben der EU stehen auch US- (Virginia/Oregon) und Australien-Regionen zur Verfügung. Anbieter ist die Staffbase GmbH mit Sitz in Chemnitz.
  • Zertifizierungen: ISO 27001 und SOC 2; weitere Nachweise über das Staffbase Trust Center.
  • Datennutzung der KI: Inhalte werden laut Anbieter nicht zum Training von Staffbase- oder Drittanbieter-KI-Modellen verwendet. Die KI läuft über Azure OpenAI Service und teils selbst gehostete Modelle.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): DSGVO-konforme Auftragsverarbeitungsverträge werden für Kunden bereitgestellt.
  • Account- und Datenlöschung: Über die Plattform- und Vertragsverwaltung steuerbar; Details regelt der individuelle Vertrag.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für die EU-Datenresidenz beim Vertragsabschluss ausdrücklich die Frankfurt-Region wählen und im AVV festhalten. Da Mitarbeiterdaten verarbeitet werden, frühzeitig Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten einbinden und eine Datenschutz-Folgenabschätzung prüfen, gerade bei Nutzung auf privaten Geräten.

Gut kombiniert mit

  • Personio, als HR-System liefert Personio die Stammdaten (Standort, Abteilung, Eintrittsdatum, Vertragsart), aus denen Staffbase seine Zielgruppen bildet. Saubere HR-Daten sind die Voraussetzung für funktionierendes Targeting.
  • DeepL, für höchste Übersetzungsqualität bei rechtlich oder tonal heiklen internen Texten. Wo die integrierte Staffbase-Übersetzung für den Alltag reicht, liefert DeepL bei sensiblen Inhalten die präzisere Fassung zum Gegenlesen.
  • Confluence, als tiefe Wissensbasis für Schreibtisch-Teams. Staffbase verteilt zeitkritische Botschaften an die ganze Belegschaft, Confluence hält das durchsuchbare Detailwissen vor, auf das aus Staffbase-Inhalten verlinkt wird.

Unser Testurteil

Staffbase verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Kernaufgabe, interne Kommunikation an verteilte und gewerbliche Belegschaften, zielgruppengenau und messbar, gehört die Plattform zur europäischen Spitzengruppe. Das wählbare EU-Hosting in Frankfurt, ISO 27001, ein sauberer AVV und die Zusage, KI-Inhalte nicht für Modelltraining zu nutzen, machen Staffbase zu einer der DSGVO-souveränsten Lösungen ihrer Klasse, ein echter Vorteil gegenüber vielen US-Wettbewerbern. Den fünften Stern kostet zum einen die völlig intransparente Preisgestaltung (nur auf Anfrage, Jahresvertrag, kein Self-Service), zum anderen der hohe Einstiegspunkt: Unter mehreren hundert Mitarbeitenden rechnet sich der Aufwand kaum. Auch die KI bleibt nützliches Beiwerk statt eigenständiger Stärke. Für große Organisationen mit gewerblicher oder verteilter Belegschaft und ernsthaftem Datenschutzanspruch ist Staffbase aber eine sehr gute, oft die naheliegendste Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • 2014, Staffbase wurde in Chemnitz gegründet und ist bis heute dort ansässig, eine der wenigen Enterprise-Software-Erfolgsgeschichten aus Ostdeutschland. Die deutsche Herkunft schlägt sich im EU-Hosting und der starken DSGVO-Positionierung nieder.
  • 2021, Staffbase erreichte mit einer großen Finanzierungsrunde Unicorn-Status (Bewertung über eine Milliarde US-Dollar) und übernahm den E-Mail-Spezialisten Bananatag, daraus wurde die Mitarbeiter-E-Mail-Funktion.
  • 2022, Mit der Übernahme von Valo holte sich Staffbase Kompetenz für Microsoft-365- und SharePoint-Intranets ins Haus und baute das Plattformangebot über die reine App hinaus aus.
  • 2023–2024, Staffbase positionierte sich offensiv als „Employee-Experience-Plattform für das KI-Zeitalter” und führte die Employee-AI-Funktionen ein: Companion-Editor, Navigator-Assistent, On-Air-Audiobriefings und KI-gestützte Suche. Die KI läuft über Azure OpenAI Service, Inhalte fließen laut Anbieter nicht ins Modelltraining.
  • Mai 2026, Das wählbare EU-Hosting in Frankfurt (Azure und AWS) bleibt unverändert verfügbar, inklusive selektierbarer Datenresidenz. Damit ist Staffbase einer der wenigen Anbieter dieser Klasse, der die EU-Datenschutzfrage ohne Umwege beantwortet.

Quellen

  1. Staffbase – Preise. https://staffbase.com/de/preise/ (abgerufen am 2026-06-14). Keine öffentlichen Listenpreise; individuelles Angebot kalkuliert nach Nutzerzahl, Plattformumfang (Einzelkanal bis integrierte Plattform) und Add-ons.
  2. Staffbase – Security. https://staffbase.com/en/security/ (abgerufen am 2026-06-14). EU-Hosting in Frankfurt über Azure (App/Intranet/E-Mail) und AWS (E-Mail Classic); wählbare Datenresidenz EU/US/Australien; ISO 27001, SOC 2; DSGVO-konformer AVV.
  3. Staffbase – Employee AI. https://staffbase.com/en/employee-ai/ (abgerufen am 2026-06-14). KI-Funktionen Companion Editor, Navigator, On Air, AI Search, Content Pro über Azure OpenAI Service und selbst gehostete Modelle; Inhalte werden nie zum Training von Staffbase- oder Drittmodellen verwendet.

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