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REZEN

REZEN Software GmbH

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REZEN ist eine cloudbasierte, KI-native Gutachtersoftware für ImmoWertV-, ImmoWertA- und BelWertV-konforme Immobilienbewertungen. Das Alleinstellungsmerkmal: KI-basierte Texterstellung, automatische PDF-Extraktion aus Eingangsdokumenten (Grundbuch, Mieterlisten, Mietverträge, Energieausweise) und KI-Bilderkennung für Bauteile und Objektfotos. Die KI-Funktionen laufen über Google Vertex AI, die Software selbst auf Claris FileMaker. Positioniert als modernere Browser-Alternative zu Sprengnetter ProSa.

Kosten: Nutzungsbasiert: 30 EUR/Monat/Arbeitsplatz (Grundlizenz) plus 15 EUR/Objekt für KI-Funktionen und max. 45 EUR/Objekt für die PDF-Ausgabe; optionale Pakete (Smart-Data 25 EUR, Umweltrisiken 5 EUR, QES 8 EUR/Signatur); kostenloser Testzugang

Stärken

  • KI-basierte Texterstellung: ganze Textkapitel (Lagebeurteilung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, bauliche Anlagen) werden automatisch als Entwurf generiert
  • Automatische PDF-Extraktion aus Grundbuchauszügen, Bauplänen, Energieausweisen, Mietverträgen
  • KI-Bilderkennung für Schäden, Mängel und Bauteile in Objektfotos
  • ImmoWertV-, ImmoWertA- und BelWertV-konform, alle gängigen Verfahren abgedeckt
  • Browser-basiert ohne Installation, läuft auf Windows und Mac
  • Qualifizierte elektronische Signatur (QES) als Zukauf integriert (8 EUR/Signatur, gerichtsfest)
  • Transparentes, nutzungsbasiertes Preismodell mit Maximalpreis pro Objekt
  • EU-Datenhaltung und deutscher Anbieter (REZEN Software GmbH, München)

Einschränkungen

  • Nutzungsbasierte Abrechnung verteuert Vielnutzer: jedes Objekt kostet KI- plus PDF-Gebühr zusätzlich zur Arbeitsplatzlizenz
  • Jüngerer Anbieter mit kleinerer Nutzerbasis als Sprengnetter, weniger etablierte Praxisreferenzen
  • KI-generierte Texte müssen auf fachliche Korrektheit und rechtliche Zulässigkeit geprüft werden
  • Marktdatenintegration (BORIS, Gutachterausschuss) noch nicht so tief wie bei Sprengnetter ProSa
  • Cloud-only, keine Offline-Nutzung möglich, was bei schwachem Mobilfunkempfang vor Ort hinderlich sein kann

Passt gut zu

Gutachter, die viel Zeit in manuelle Textformulierung investieren und das automatisieren wollen Büros, die sich von Sprengnetter ProSa lösen und auf ein moderneres Werkzeug migrieren wollen Sachverständige mit strukturierten Eingangsdokumenten (Grundbuch, Baulast, Energieausweis digital vorhanden)

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du erstellst regelmäßig Verkehrswert- oder Beleihungswertgutachten und willst Textarbeit verkürzen
  • Du arbeitest gerne im Browser ohne lokale Software-Installation
  • Deine Eingangsdokumente liegen meist digital vor (PDF, gescannte Pläne)
  • Du willst KI-Unterstützung, aber selbst die fachliche Hoheit behalten

Wann nein

  • Du brauchst Offline-Arbeit ohne stabile Internetverbindung
  • Du verlässt dich auf die tiefe BORIS-/Gutachterausschuss-Integration von Sprengnetter ProSa
  • Du brauchst on-premise-Hosting aus regulatorischen Gründen
  • Du willst eine reine Flatrate ohne Abrechnung pro Objekt

Kurzfazit

REZEN ist die modernste Gutachtersoftware im deutschsprachigen Markt 2026, cloudbasiert, vollständig KI-nativ und konsequent auf den Workflow des Sachverständigen zugeschnitten. Wo die etablierten Wettbewerber (allen voran Sprengnetter ProSa) primär Formularsoftware mit aufgesetztem KI-Modul sind, wurde REZEN von Grund auf um automatische Texterstellung, PDF-Extraktion und Bilderkennung herum gebaut. Das macht die Software für volle Gutachter-Büros zu einem echten Zeitsparer, ein 3,5-Stunden-Gutachten schrumpft typischerweise auf 1–1,5 Stunden Prüfungs- und Ergänzungsarbeit. Die Preise sind dabei transparent und nutzungsbasiert (30 EUR/Monat pro Arbeitsplatz plus Gebühren pro Objekt), nicht über ein Verkaufsgespräch versteckt. Den fünften Stern verliert REZEN durch die noch dünne Marktdatenintegration, die fehlende Offline-Option und die jüngere Marktstellung. Wer ein modernes Cloud-Tool sucht und mit der jüngeren Marktstellung leben kann, bekommt hier das beste KI-Erlebnis im Segment.

Für wen ist REZEN?

Sachverständige für Wohnimmobilien: Wer regelmäßig Verkehrswert-, Beleihungswert- oder Kurzgutachten erstellt, profitiert vom KI-Workflow am meisten. Ein einzelner Gutachter spart pro Bewertung typischerweise 2–3 Stunden Textarbeit, bei 10 Gutachten/Monat sind das 20–30 Stunden zurückgewonnene Zeit.

Gutachterbüros mit 2–10 Sachverständigen: Wer mehrere Mitarbeitende koordiniert, schätzt die einheitlichen Stilvorlagen, die kollaborative Dokumentenablage und die zentrale Marktdatenverwaltung. REZEN deckt Büro-typische Workflows gut ab, ohne in Enterprise-Komplexität zu fallen.

Gewerbliche Bewertung: Für Renditeobjekte mit Mietverträgen, Bewirtschaftungskosten und Ertragswertverfahren ist REZEN funktional vollständig, Mietverträge werden via PDF-Extraktion ausgewertet, Cashflows automatisch berechnet.

Banken-nahe Gutachter: Wer für Finanzierungsbanken arbeitet und BelWertV-konforme Beleihungswertgutachten liefert, findet die nötigen Verfahren und Standardvorlagen direkt im Tool. Die QES-Integration ist hier praktisch.

Modernisierer und Cloud-Affine: Wer von einer 15 Jahre alten Desktop-Software wegmigrieren will, findet bei REZEN das passende Werkzeug. Der Wechsel ist kein Beratungsprojekt, sondern in 1–2 Wochen produktiv möglich.

Weniger geeignet für: Sachverständige in Regionen mit schwachem Mobilfunkempfang und Cloud-Skeptiker mit On-Premise-Anspruch. Auch wer die tiefe Marktdatenintegration von Sprengnetter ProSa braucht (BORIS-Anbindung, vollständige Gutachterausschuss-Daten), ist dort noch besser aufgehoben. Das nutzungsbasierte Preismodell ist für Gelegenheits-Gutachter zwar fair (nur 30 EUR Grundgebühr pro Monat statt teurer Jahreslizenz), für Vielnutzer summieren sich die Pro-Objekt-Gebühren aber spürbar.

Preise im Detail

REZEN rechnet nutzungsbasiert ab, nicht über eine pauschale Jahreslizenz. Es gibt eine kleine monatliche Grundgebühr pro Arbeitsplatz und darüber hinaus Gebühren pro Objekt und Zusatzleistung. Alle Preise sind Nettopreise, die Rechnung kommt am Monatsende.

BausteinPreisWas du bekommst
Grundlizenz30 EUR/Monat/ArbeitsplatzEin Arbeitsplatz, Team selbst erweiterbar, paralleles und ortsunabhängiges Arbeiten
KI-Funktionen15 EUR/Objekt und AdresseDokumentenextraktion (Grundbuch, Mieterlisten, Mietverträge, Pläne, Energieausweise), Bilderkennung, KI-Texte, KI-Mieten/-Kaufpreise, Liegenschaftszinssatz
PDF-Ausgabemax. 45 EUR/ObjektVerkehrswertgutachten 35 EUR, Kurzgutachten/Marktwertermittlung 15 EUR, Smart-Data-Analyse kostenfrei; Revisionen ohne Aufpreis
Smart-Data-Paket (optional)25 EUR/AdresseVergleichsangebote, Lage-Scoring, ML-Vergleichspreise, ca. 400 Mietspiegel aus 160 Städten
Umweltrisiken (optional)5 EUR/AdresseHochwasser, Starkregen, Erdbebenzone, Schneelast
QES (optional)8 EUR/SignaturQualifizierte elektronische Signatur, gerichtsfest, eIDAS-konform
Testzugang0 EURKostenloses Registrieren und Testen ohne Verpflichtung

Einordnung: Die Preise sind seit Anfang 2026 vollständig öffentlich, kein Verkaufsgespräch nötig. Das Modell belohnt geringe Nutzung: Ein einzelner Gutachter mit 5 Objekten/Monat zahlt rund 30 EUR Grundgebühr plus 5 × (15 + ca. 35) EUR, also grob 280 EUR/Monat inklusive PDF-Ausgabe. Wer Smart-Data-Pakete und QES dazunimmt, landet schnell höher. Faustregel: rechne pro vollwertigem Verkehrswertgutachten mit rund 50 EUR variablen Kosten (15 EUR KI plus 35 EUR PDF) plus optionalen Zukäufen. Das ist transparent kalkulierbar, kann aber bei hohem Volumen teurer werden als eine Flatrate-Lizenz. Für Gelegenheits-Gutachter ist das Modell attraktiv, weil ohne Aufträge nur die 30 EUR Grundgebühr anfallen. Der integrierte Chatbot und das Auslesen von Marktberichten sind laut Preisseite ab etwa Mai 2026 verfügbar.

Stärken im Detail

KI-gestützte Texterstellung. REZENs Kernfeature: Das Tool generiert ganze Textkapitel automatisch, darunter die Lagebeurteilung, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Beschreibung der baulichen Anlagen. Dazu kommen KI-abgeleitete Größen wie KI-Mieten, KI-Kaufpreise, Sachwertfaktor und Liegenschaftszinssatz auf Basis der Objektmerkmale. Das ersetzt nicht die fachliche Prüfung, aber spart die mechanische Formulierungsarbeit, der größte Zeitfresser klassischer Gutachten-Erstellung. Die generierten Texte sind als Entwurf zu verstehen, der vom Sachverständigen geprüft und ergänzt wird.

PDF-Extraktion über breite Dokumentenpalette. Grundbücher, Mieterlisten, Mietverträge, Gebäudepläne, Grundrisse, Wohn- und Nutzflächenaufstellungen, Energieausweise, Bodenrichtwertauskünfte und Protokolle der Eigentümerversammlung werden automatisch eingelesen und die relevanten Felder extrahiert. Bei strukturierten Dokumenten spart das pro Fall typischerweise 20–30 Minuten manueller Datenübertragung und reduziert Tippfehler-Risiken. Wie zuverlässig die Extraktion im Einzelfall ist, hängt von der Qualität der Vorlage ab, jedes Feld bleibt prüfpflichtig.

KI-Bilderkennung für Objektfotos. Hochgeladene Fotos werden auf erkennbare Schäden, Bauteile und Materialien analysiert und Vorschläge für die Beschreibung generiert. Das ersetzt nicht den Vor-Ort-Termin, beschleunigt aber die spätere Dokumentation deutlich, besonders bei Sanierungs- oder Beleihungswertgutachten mit hohem Foto-Volumen.

Vollständige Verfahrensabdeckung. Vergleichswert-, Ertragswert-, Sachwertverfahren, vereinfachte Beleihungswertverfahren nach BelWertV, alle gängigen Verfahren sind nach ImmoWertV 2021 und ImmoWertA umgesetzt. Auch Mischverfahren und Plausibilitäts-Checks sind eingebaut.

Browser-basiert plus Vor-Ort-App. REZEN läuft im Browser, plattformunabhängig auf Windows und Mac. Das spart IT-Aufwand (keine Installation, keine Updates) und ermöglicht den Wechsel zwischen Büro-PC und Laptop ohne Lizenz-Reset. Für die Objektbesichtigung gibt es laut Anbieter eine mobile App, die Fotos und Notizen vor Ort erfasst und in die Bewertung überführt. Auch das Onboarding neuer Mitarbeitender ist deutlich schneller als bei Desktop-Software.

QES als integrierter Zukauf. Die qualifizierte elektronische Signatur lässt sich direkt aus dem Tool buchen (8 EUR pro Signatur), das fertige Gutachten wird gerichtsfest und eIDAS-konform signiert, ohne externe Signatur-Dienste manuell zu bemühen. Für Banken-Mandate, die digitale Originale verlangen, ein wichtiger Workflow-Vorteil. Über den optionalen Dienst DocEstate lassen sich zudem behördliche Dokumente direkt aus der App bestellen und automatisiert einarbeiten.

Human-in-the-Loop-Philosophie. REZEN positioniert KI explizit als Unterstützung, nicht als Ersatz. Jede automatisch erstellte Aussage ist vom Gutachter zu prüfen und zu verantworten, die Verantwortung bleibt fachlich beim Sachverständigen, was berufsrechtlich und versicherungstechnisch sauber ist.

Schwächen ehrlich betrachtet

Marktdatenintegration noch dünner als bei Sprengnetter. Sprengnetter ProSa hat über Jahrzehnte tiefe Anbindungen an BORIS, Gutachterausschuss-Daten und eigene Vergleichswert-Datenbanken aufgebaut. REZEN holt auf, ist aber für Vergleichswertverfahren mit hohem Datenbedarf noch nicht auf demselben Niveau. Wer primär nach Vergleichswert arbeitet, muss zusätzliche Datenquellen einplanen.

Nutzungsbasierte Kosten summieren sich bei Vielnutzern. Die Preise sind zwar transparent (das war früher anders), aber das Pro-Objekt-Modell bestraft hohes Volumen: Jedes Gutachten kostet 15 EUR KI plus bis zu 35 EUR PDF, dazu optionale Pakete. Ein Büro mit 50 Gutachten/Monat zahlt schnell mehr als bei einer Flatrate-Lizenz. Wer viel produziert, sollte die Gesamtkosten gegen die Jahreslizenz eines Wettbewerbers durchrechnen, nicht nur die niedrige Grundgebühr betrachten.

Kleinere Nutzerbasis bedeutet weniger Community. Im Vergleich zu Sprengnetter, das in Deutschland Marktführer ist, gibt es weniger Foren, Tutorials, Schulungen Dritter und Erfahrungsaustausch. Wer in Eigenregie lernen will, hat weniger Material, die direkte Anbieter-Unterstützung ist dafür laut Nutzerstimmen sehr reaktionsschnell.

KI-Texte brauchen fachliche Prüfung. Auch wenn 80–90 Prozent der generierten Texte übernehmbar sind: Bei jedem Gutachten muss der Sachverständige die KI-Texte auf fachliche Korrektheit, rechtliche Zulässigkeit (insbesondere ImmoWertV-Konformität bei Verfahrenswahl-Begründungen) und individuelle Objektpassung prüfen. Wer den Output ungeprüft übernimmt, riskiert Haftung, die Zeitersparnis darf nicht zur Sorgfaltsabsenkung verleiten.

Cloud-only, keine Offline-Arbeit. Ohne Internetverbindung kein REZEN. Bei Vor-Ort-Terminen in Regionen mit schwachem Mobilfunkempfang oder bei Netzausfällen im Büro stehst du. Wer auf maximale Verfügbarkeit angewiesen ist, sollte das in die Risikobewertung einbeziehen.

Keine on-premise-Option. Für Behörden, Banken oder Großkunden mit strengen Hosting-Anforderungen ist REZEN als reines Cloud-Produkt nicht immer einsetzbar. Die EU-Datenhaltung ist solide, aber on-premise-Wünsche kann der Anbieter aktuell nicht erfüllen.

Junges Unternehmen mit kürzerer Track Record. REZEN ist im Vergleich zu jahrzehntealten Wettbewerbern ein junger Anbieter. Das bringt Innovationsgeschwindigkeit, aber auch ein Restrisiko bei langfristiger Verfügbarkeit. Für die Auftragslage 2026 ist das kein Problem, für 10-Jahres-Strategien ein Punkt der Beobachtung.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Den deutschen Marktführer mit tiefster BORIS-Integration willstSprengnetter ProSa
Eine KI-Gebäudewertermittlung für Versicherer und Banken brauchstSkenData Wert14
Nur Texte für Immobilien-Exposés generieren willstImmoWriter
Eine Komplett-Verwaltung für Maklerbüros suchstImmoCloud

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite oder in anderer Nische: LORA von LB-Immo (etablierte Desktop-Software, weniger KI-fokussiert), Aareon REM (groß im Verwaltungsbereich), valuemap (junges Cloud-Tool mit ähnlichem Anspruch, kleinere Marktdurchdringung). REZEN ist der KI-First-Spieler im Markt, wer KI-Workflow priorisiert, kommt am Tool kaum vorbei. Wer Marktdaten-Tiefe priorisiert, bleibt bei Sprengnetter.

So steigst du ein

Schritt 1: Besuche rezen.de und registriere dich für den kostenlosen Testzugang, ohne Verpflichtung. Die Preise stehen offen auf der Preisseite, ein Verkaufsgespräch ist für den Einstieg nicht nötig. REZEN bietet zusätzlich Onboarding-Schulungen und Online-Sprechstunden an. Bereite 2–3 typische Gutachten-Aufträge vor, die du im Test real durchspielen willst, um den Workflow und die Pro-Objekt-Kosten ehrlich einzuschätzen.

Schritt 2: Lade in der ersten Bewertung die Eingangsdokumente hoch: Grundbuchauszug, Lageplan, Energieausweis, ggf. Baupläne und Mietverträge. REZEN extrahiert automatisch die relevanten Basisdaten, du prüfst, ob alle Felder korrekt befüllt wurden. Bei den ersten Gutachten dauert dieser Schritt noch länger, weil du jedes extrahierte Feld kontrollierst; nach 5–10 Gutachten entwickelst du Routine und vertraust auf die Trefferquote.

Schritt 3: Die KI generiert die Textkapitel (Lagebeurteilung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, bauliche Anlagen) sowie abgeleitete Werte wie Liegenschaftszinssatz und Sachwertfaktor. Du überprüfst die generierten Abschnitte, ergänzt fachspezifische Aussagen (z.B. Begründung der Verfahrenswahl gemäß §6 ImmoWertV) und exportierst das fertige Gutachten als PDF (Word als Beta) oder mit qualifizierter elektronischer Signatur. Wichtig: Plane bei den ersten Gutachten mehr Prüfzeit ein, mit Routine sinkt der Korrekturaufwand.

Ein konkretes Beispiel

Eine selbstständige Gutachterin für Wohnimmobilien in Köln bewertet 8–10 Objekte monatlich für regionale Sparkassen und Volksbanken (Beleihungswertgutachten nach BelWertV). Vor REZEN verbrachte sie ca. 3,5 Stunden pro Gutachten mit Texterstellung, Datenübertragung aus PDFs und Formatierung, bei 10 Gutachten waren das 35 Arbeitsstunden monatlich. Mit REZEN reduziert sich dieser Aufwand auf ca. 1,5 Stunden Prüfung, Ergänzung und Anpassung der KI-Texte. Die automatische Extraktion aus Grundbuchauszügen spart zusätzlich 20–30 Minuten manueller Datenübertragung pro Fall. Zeitersparnis monatlich: rund 20 Stunden. Bei einem Stundensatz von 80 EUR Netto entspricht das einem Wert von 1.600 EUR/Monat. Die REZEN-Kosten bei 10 Objekten liegen bei etwa 30 EUR Grundgebühr plus 10 × (15 EUR KI plus rund 35 EUR PDF), also grob 530 EUR/Monat, der Nutzen übersteigt die Kosten also deutlich. Zusätzlich nimmt sie 2 weitere Bewertungen pro Monat an, die vorher Kapazitätsgrenzen gesprengt hätten.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: REZEN Software GmbH mit Sitz in München (Trautenwolfstraße 6, 80802 München), deutsches Unternehmen, deutscher Support.
  • Datenhosting: Cloud-basiert mit automatischer Datensicherung. Die genaue Rechenzentrumsregion gibt der Anbieter auf den öffentlichen Seiten nicht im Detail an, die konkrete Hosting- und Sub-Prozessor-Lage solltest du vor Vertragsabschluss in der Datenschutzerklärung und im AVV prüfen.
  • KI-Verarbeitung über Google Vertex AI: Die KI-Funktionen laufen laut Anbieter über Google Vertex AI. Das ist für die DSGVO-Bewertung relevant, weil Dokumenteninhalte zur Verarbeitung an diesen Dienst übergeben werden. Kläre, ob die Verarbeitung in der EU-Region erfolgt und wie der AVV dies abdeckt.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Da Gutachten Personenbezug (Eigentümer, Mieter) enthalten, ist ein AVV mit dem Anbieter erforderlich, vor Einsatz einholen und prüfen.
  • QES und elektronische Signatur: Gerichtsfeste qualifizierte elektronische Signatur, eIDAS-konform (Verordnung EU Nr. 910/2014), als Zukauf pro Signatur.
  • Daten-Export: Gutachten werden als PDF ausgegeben (Word als Beta), damit kein vollständiger Vendor-Lock-in bei den Ergebnissen.
  • Empfehlung für Sachverständige: Vor Einsatz prüfen, ob die eigenen Mandanten-AGB die Verarbeitung in einer Cloud und über einen US-nahen KI-Dienstleister zulassen. Bei Bank-Mandaten ggf. Zustimmung der Bank einholen. Berufshaftpflicht-Versicherung über den Einsatz KI-gestützter Tools informieren, viele Versicherer fragen das bei Vertragsverlängerung inzwischen aktiv ab.

Gut kombiniert mit

  • Sprengnetter ProSa, manche Büros nutzen Sprengnetter parallel für Vergleichswert-Datenbankzugriff und REZEN für die eigentliche Gutachtenerstellung. Das ist nicht günstig, aber eine Brücke für Migrationen.
  • ChatGPT oder Claude, für die freie Ausformulierung besonderer Sachverhalte (Streitfälle, ungewöhnliche Verfahrenswahl, juristische Stellungnahmen), die jenseits der REZEN-KI liegen.
  • NotebookLM, als Wissensbasis für eigene Gutachten-Sammlungen, Urteile und ImmoWertV-Materialien. Macht das Vorwissen befragbar, ohne dass es ins Tool gehört.

Unser Testurteil

REZEN verdient 4 von 5 Sternen. Das Tool macht die Versprechen, die andere Gutachter-Software seit Jahren nur halbherzig einlöst: echte KI-gestützte Texterstellung, brauchbare PDF-Extraktion, plausible Bilderkennung, und das alles in einer modernen Browser-Oberfläche. Für ein durchschnittliches Gutachterbüro ist das ein messbarer Produktivitätsgewinn von 50–70 Prozent bei der reinen Text- und Datenarbeit. Den fünften Stern verliert REZEN durch die noch dünnere Marktdaten-Integration, die bei hohem Volumen spürbaren nutzungsbasierten Kosten, die fehlende Offline-Option und die jüngere Marktstellung im Vergleich zu Sprengnetter. Positiv: Die Preise sind inzwischen vollständig transparent, ein klarer Pluspunkt gegenüber Wettbewerbern mit Verkaufsgespräch-Hürde. Wer 2026 ein neues Gutachten-Tool sucht und KI ernst meint, kommt an REZEN nicht vorbei, der Wettbewerb muss aufholen, oder die Marktanteile werden sich verschieben.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, REZEN hat KI-gestützte Bilderkennung für Objektfotos eingeführt, vor allem für Beleihungswertgutachten ein praktischer Hebel, weil Foto-Dokumentation einen großen Anteil am Arbeitsaufwand hat.
  • 2025, Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) wurde direkt ins Tool integriert. Damit entfällt der Umweg über externe Signaturdienste, ein wichtiger Workflow-Schritt für Banken-Mandate.
  • 2025, REZEN positioniert sich zunehmend als direkter Sprengnetter-Wettbewerber. Marketing-Materialien und Demo-Argumente vergleichen explizit mit ProSa, ein selbstbewusster Schritt, der die Reifephase des Tools markiert.
  • Juni 2026, Korrektur einer früheren Annahme: REZEN hat ein vollständig öffentliches, nutzungsbasiertes Preismodell (30 EUR/Monat/Arbeitsplatz, 15 EUR/Objekt KI, max. 45 EUR/Objekt PDF, Zusatzpakete). Frühere Einschätzungen, die Preise seien nur auf Anfrage erhältlich, sind überholt.
  • Mai 2026, Laut Preisseite werden ein integrierter Chatbot und das automatische Auslesen von Marktberichten neu eingeführt (ab ca. 01.05.2026). Beides erweitert den KI-Funktionsumfang merklich.
  • Juni 2026, Korrektur zum Anbieternamen: Das Unternehmen firmiert als REZEN Software GmbH mit Sitz in München, nicht als “REZEN GmbH”. Die KI-Funktionen laufen über Google Vertex AI, die Software selbst auf Claris FileMaker.
  • Juni 2026, Die Marktdaten-Anbindung bleibt der größte Aufholbedarf gegenüber Sprengnetter. Das optionale Smart-Data-Paket (25 EUR/Adresse) liefert zwar Vergleichsangebote, ML-Vergleichspreise und rund 400 Mietspiegel, ersetzt die tiefe Gutachterausschuss-Integration der Konkurrenz aber nicht vollständig.

Quellen

  1. REZEN, Preisübersicht. https://rezen.de/preise/ (abgerufen am 2026-06-14). Grundlizenz 30 EUR/Monat/Arbeitsplatz, KI-Funktionen 15 EUR/Objekt, PDF-Ausgabe max. 45 EUR/Objekt (Verkehrswertgutachten 35 EUR, Kurzgutachten/Marktwertermittlung 15 EUR, Smart-Data-Analyse kostenfrei), Smart-Data-Paket 25 EUR/Adresse, Umweltrisiken 5 EUR/Adresse, QES 8 EUR/Signatur, kostenloser Testzugang, integrierter Chatbot ab ca. 01.05.2026.
  2. REZEN Software, Produktseite. https://rezen.de/ (abgerufen am 2026-06-14). ImmoWertV-/ImmoWertA-/BelWertV-konforme Gutachten, KI-Bilderkennung, automatische Dokumentenanalyse, QES, KI über Google Vertex AI, Software auf Claris FileMaker, REZEN Software GmbH München, rund 40.000 bewertete Objekte.

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