REDWAVE XRF
REDWAVE (Kompetenzcenter der BT-Systems GmbH)
Sensorgestützte XRF-Sortiermaschine, die Materialien anhand ihrer chemischen Elementzusammensetzung in Echtzeit erkennt und trennt. REDWAVE XRF sortiert Nichteisenmetallfraktionen wie ZORBA, ZURIK, TWITCH und IBA, separiert Edelmetallträger wie Leiterplatten (PCB), bromierte Flammschutzmittel (BFR) sowie Blei- und Keramikglas. Spezialisiert auf die wertsteigernde Nachsortierung nach Shreddern in Metall- und Elektroschrottrecycling, mit einer Bauart für grobes (15–180 mm) und einer für feines Material (4–25 mm).
Kosten: Anlagenbasiert, Preise auf Anfrage. Industrielle XRF-Sortiermaschinen liegen erfahrungsgemäß im sechsstelligen Bereich (grob 250.000–600.000 EUR je nach Sortierbreite, Banddurchsatz und Kamera-Kombination); Linieneinbindung und Inbetriebnahme kommen hinzu.
Stärken
- Erkennung über die chemische Elementzusammensetzung per Röntgenfluoreszenz, nicht nur oberflächenoptisch wie NIR oder Farbkamera
- Trennt Nichteisenmetalle (ZORBA, ZURIK, TWITCH), IBA-Konzentrate, Schwermetalle und Aluminium-Legierungen
- Separiert Edelmetallträger (PCB), bromierte Flammschutzmittel (BFR) sowie Blei- und Keramikglas aus gemischten Strömen
- Kombination aus XRF und Kamera plus Software-Algorithmus für hohe Trennschärfe
- Zwei Baureihen: XRF für grobes Material (15–180 mm), XRF fine mit Bandsystem für feines Material (4–25 mm)
- Marktführer mit über 15 Jahren XRF-Erfahrung, weltweit mehr als 150 Maschinen im Einsatz
- Geringer Platzbedarf von rund 11 m², ROI laut Hersteller meist in unter 1–2 Jahren
Einschränkungen
- Hohe Einstiegsinvestition, industrielle Anlage im sechsstelligen Bereich, keine Mietgeräte als Einstieg
- Benötigt vorgeschreddertes, vereinzeltes Material, kein Einsatz auf ungesortetem Ganzmaterial
- Minimale Korngröße bei XRF fine bei 4 mm, sehr feine Stäube und Granulate liegen darunter
- Inbetriebnahme, Kalibrierung und Rezept-Einstellung erfolgen durch REDWAVE-Techniker, kein Self-Service
- Auf Metall-, Glas- und Legierungstrennung spezialisiert, keine Lösung für reine Kunststoffsortierung (dafür NIR-Maschinen)
Passt gut zu
Kurzfazit
REDWAVE XRF ist eine industrielle Sortiermaschine, die Material nicht an Farbe oder Form erkennt, sondern an seiner chemischen Elementzusammensetzung, per Röntgenfluoreszenz (XRF). Genau das macht sie dort stark, wo optische Verfahren scheitern: bei der sortenreinen Trennung von Nichteisenmetallen, dem Herausziehen von Edelmetallträgern wie Leiterplatten und der inzwischen wirtschaftlich entscheidenden Sortierung von Aluminium-Legierungen. REDWAVE ist in dieser Nische seit über 15 Jahren Marktführer mit weltweit mehr als 150 Maschinen im Einsatz. Das hat seinen Preis: Es ist eine sechsstellige Anlageninvestition, kein Tool zum Ausprobieren, und sie verlangt vorgeschreddertes, vereinzeltes Material. Für Betreiber mit ausreichendem Durchsatz amortisiert sie sich laut Hersteller dennoch oft in unter zwei Jahren, über den höheren Erlös sortenreiner Fraktionen.
Für wen ist REDWAVE XRF?
Metallrecycler mit Shredder-Nachsortierung: Das Kerneinsatzgebiet. Aus dem gemischten Nichteisenmetall-Konzentrat nach dem Wirbelstromabscheider (ZORBA, ZURIK, TWITCH) zieht die XRF gezielt Kupfer, Messing, Zink, Edelstahl und Aluminium-Legierungen heraus. Wer bisher seine Fraktion als Mischmetall verkauft, hebt mit sortenreiner Trennung den Erlös spürbar, genau hier liegt der Geschäftsfall.
Elektroschrott-Verwerter: Aus vorgeschreddertem E-Schrott lassen sich Leiterplatten (PCB) und damit die Edelmetallträger (Gold, Silber, Palladium an Kontakten) gezielt selektieren, statt sie in der Mischfraktion zu verlieren. Auch bromierte Flammschutzmittel (BFR) lassen sich abtrennen, relevant für die schadstoffgerechte Verwertung.
Aluminium-Aufbereiter: REDWAVE positioniert die XRF explizit als Durchbruch bei der Legierungstrennung. Wer Knet- von Gusslegierungen oder einzelne Aluminium-Serien sortenrein trennt, erzielt Sekundäraluminium auf Primärniveau, ein eigener Wertschöpfungshebel.
Hausmüllverbrennung / IBA-Aufbereitung: Aus Verbrennungsschlacke (Incineration Bottom Ash) gewinnt die XRF Schwermetalle und Nichteisenmetalle zurück, die optisch nicht erkennbar wären.
Glasrecycler: In der Glasindustrie trennt dieselbe Technik Blei- und Keramikglas in einem Prozessschritt, unbeeinflusst von Farbe, Schmutz, Feuchtigkeit oder Etiketten, weil die Erkennung auf der Elementebene und nicht optisch erfolgt.
Weniger geeignet für: Betriebe ohne vorgeschalteten Shredder bzw. ohne vereinzeltes Material, Sortieraufgaben für reine Kunststoffe (dafür sind NIR-Maschinen oder andere optische Linien das richtige Werkzeug), sehr feine Stäube und Granulate unter 4 mm sowie Kleinbetriebe ohne den Durchsatz, der eine sechsstellige Anlage rechtfertigt.
Preise im Detail
| Position | Größenordnung | Anmerkung |
|---|---|---|
| XRF fine (feines Material 4–25 mm) | sechsstellig, auf Anfrage | Bandsystem, optimal für kleine und rollende Teile |
| XRF (grobes Material 15–180 mm) | sechsstellig, auf Anfrage | Freifall-/Rutschensystem, mit oder ohne Objekterkennung |
| XRF mit Kamera-Kombination | Aufpreis | XRF + Farbkamera für höhere Trennschärfe |
| Linieneinbindung & Inbetriebnahme | projektabhängig | Förderer, Kalibrierung, Schulung, Service |
Einordnung: REDWAVE nennt öffentlich keine Listenpreise, das ist im industriellen Anlagengeschäft üblich, weil jeder Auftrag eine Auslegung nach Material, Durchsatz und Sortierbreite ist. Aus Markterfahrung liegen vollständige XRF-Sortierlinien grob zwischen 250.000 und 600.000 EUR, abhängig von Bandbreite, Detektorbestückung und Kamera-Kombination. Diese Zahlen sind eine Orientierung, kein verbindliches Angebot, die belastbare Kalkulation entsteht erst nach Sortiertests mit eurem realen Material. Entscheidend ist nicht der Anschaffungspreis, sondern der Return: REDWAVE gibt eine Amortisation von typischerweise unter ein bis zwei Jahren an, getragen vom Mehrerlös sortenreiner Fraktionen und niedrigeren Entsorgungskosten. Das ist plausibel, hängt aber direkt am Durchsatz und an den Erlösen eurer Zielfraktionen.
Stärken im Detail
Erkennung auf Elementebene statt an der Oberfläche. Das ist der fundamentale Unterschied zu NIR- oder Farbkamera-Sortierung: XRF misst, aus welchen chemischen Elementen ein Teil tatsächlich besteht. Kupfer bleibt Kupfer, egal wie verschmutzt, lackiert oder oxidiert die Oberfläche ist. Damit löst die XRF Aufgaben, an denen optische Verfahren scheitern, etwa die Unterscheidung von Messing und Bronze oder verschiedener Aluminium-Legierungen, die optisch identisch aussehen.
Zwei Baureihen für unterschiedliche Korngrößen. Für grobes Material (15–180 mm) arbeitet die klassische XRF mit Freifall- oder Rutschensystem. Für feines, kleines und rollendes Material (4–25 mm) hat REDWAVE ein eigenes Bandsystem entwickelt: Weil die Teile gleichmäßig auf dem Band transportiert werden, ändern sie Geschwindigkeit und Position nicht und bleiben, anders als auf einer Rutsche, auch bei Feuchtigkeit und Verschmutzung nicht hängen. Das macht die XRF fine treffsicher dort, wo Rutschensysteme an Genauigkeit verlieren.
Kombination aus XRF, Kamera und Software. Höchste Reinheit erreicht REDWAVE durch das Zusammenspiel von Röntgenfluoreszenz, Farbkamera und einem Klassifikations-Algorithmus, der die Sensordaten in Echtzeit auswertet und über die Ausblas-Ventile die Trennung steuert. In einem Kundenzitat wird diese kombinierte Variante als „XRF/C” beschrieben, gemeint ist die XRF mit Kamera-Kombination.
Marktführer mit Erfahrungsvorsprung. REDWAVE bezeichnet sich als Pionier und Marktführer XRF-basierter Sortiermaschinen mit über 15 Jahren Erfahrung und weltweit mehr als 150 installierten XRF-Maschinen. In einem so spezialisierten Segment ist die installierte Basis ein handfestes Argument: Sie bedeutet erprobte Sortierrezepte, Referenzanlagen und einen eingespielten Service.
Kompakter Footprint, schneller ROI. Mit rund 11 m² Stellfläche lässt sich die Maschine in bestehende Linien integrieren, und das Gehäuse bleibt über alle Sortierbreiten gleich groß. Der vom Hersteller genannte ROI von meist unter zwei Jahren ist für eine sechsstellige Investition bemerkenswert, getragen vom Wertsprung sortenreiner Fraktionen gegenüber Mischmetall.
Schwächen ehrlich betrachtet
Es ist eine echte Anlageninvestition. Reden wir nicht um den heißen Brei: Das hier ist kein Software-Abo, sondern eine Maschine im sechsstelligen Bereich plus Einbindung in die Linie. Für Betriebe ohne ausreichenden Durchsatz oder ohne hochwertige Zielfraktion rechnet sich das schlicht nicht. Der ROI-Versprechen steht und fällt mit Mengen und Erlösen, eine ehrliche Wirtschaftlichkeitsrechnung vor dem Kauf ist Pflicht.
Nur vorgeschreddertes, vereinzeltes Material. Die XRF ist eine Nachsortierstufe. Sie braucht einen Strom, in dem Teile einzeln auf Band oder Rutsche liegen, typischerweise nach Shredder, Sieb und Wirbelstromabscheider. Wer diese Vorstufen nicht hat, kauft mit der XRF nur einen Teil der nötigen Linie.
Untergrenze bei 4 mm. Die XRF fine geht bis 4 mm hinunter, aber feinere Fraktionen, Stäube und Granulate liegen außerhalb des Arbeitsbereichs. Für die Verwertung sehr feiner Metallstäube sind andere Verfahren (z. B. Schmelz- oder hydrometallurgische Prozesse) zuständig.
Kein Self-Service. Auslegung, Installation, Kalibrierung und das Einrichten der Sortierrezepte erfolgen durch REDWAVE-Techniker. Das sichert Qualität, bedeutet aber auch Abhängigkeit vom Hersteller bei größeren Anpassungen, etwa wenn sich die Materialzusammensetzung eures Inputs deutlich ändert.
Spezialwerkzeug, kein Allrounder. Die XRF trennt nach Elementen, für reine Kunststoffsortierung nach Polymertyp ist NIR die richtige Technik, für Formerkennung die Kamera. Eine komplette Recyclinglinie kombiniert meist mehrere Sensortechniken; die XRF ist ein hochspezialisierter Baustein, nicht die Universallösung.
Alternativen im Vergleich
In diesem Spezialsegment haben wir aktuell keine vergleichbaren Anbieter mit eigener, geprüfter Tool-Seite. Die relevanten Alternativen sind daher direkte Wettbewerber im Markt für sensorbasierte Sortieranlagen:
| Wenn du… | …schau dir an |
|---|---|
| Metalle primär über die Materialdichte trennen willst (XRT) | TOMRA (X-TRACT) oder STEINERT (XSS-Linie) |
| Kunststoffe nach Polymertyp optisch sortieren willst | NIR-/Kamera-Maschinen (REDWAVE 2i, TOMRA AUTOSORT u. a.) |
| Eine breite Anbieterauswahl im Metallrecycling vergleichen willst | TOMRA, STEINERT, Sesotec, Binder+Co |
Wichtig zu verstehen: XRT (Röntgentransmission, misst die Materialdichte) und XRF (Röntgenfluoreszenz, misst die Elementzusammensetzung) sind unterschiedliche Verfahren mit unterschiedlichen Stärken, TOMRAs X-TRACT setzt primär auf XRT, REDWAVE auf XRF. Welches passt, hängt allein von der Trennaufgabe ab (Dichte- vs. Element-Unterscheidung). Deshalb führt an Sortiertests mit dem realen Material kein Weg vorbei, unabhängig vom Anbieter.
So steigst du ein
Schritt 1: Materialbewertung anstoßen. Kontaktiere REDWAVE (Eggersdorf bei Graz, Österreich; office.redwave@bt-systems.at, +43 3117 25152 2200) und beschreibe deinen Stoffstrom: Was kommt aus dem Shredder, welche Korngrößen, welche Zielfraktionen willst du gewinnen? REDWAVE schätzt vorab ein, ob XRF oder XRF fine die richtige Baureihe ist und welche Trennaufgaben realistisch sind.
Schritt 2: Sortiertests mit echtem Material. Schicke repräsentative Proben deines realen Outputs. In den Tests wird gemessen, welche Erkennungsraten und Fraktionsreinheiten konkret erreichbar sind. Das ist die belastbare Grundlage sowohl für das technische Angebot als auch für deine eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung, verlasse dich nicht auf allgemeine Prospektwerte, sondern auf Zahlen mit deinem Material.
Schritt 3: Auslegung, Installation, Inbetriebnahme. Nach Auftragserteilung folgt die Anlagenauslegung (Sortierbreite, Kamera-Kombination, Linieneinbindung), dann Installation und Kalibrierung durch REDWAVE-Techniker. Plane den Einbau als Nachsortierstufe hinter Shredder, Sieb und Wirbelstromabscheider ein und kläre Förderanbindung und Pufferung der Zielfraktionen frühzeitig mit.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Elektroschrott-Verwerter mit rund 6.000 Tonnen Jahreskapazität ergänzt seine Shredder-Nachsortierlinie mit einer REDWAVE XRF mit Kamera-Kombination. Aus dem gemischten Nichteisenmetall-Konzentrat, das bisher als Mischmetall verkauft wurde, werden jetzt Kupfer (Reinheit rund 98 %), Messing und eine Edelmetallfraktion aus Leiterplatten und Goldkontakten sauber getrennt. Die PCB-Fraktion erreicht damit Hüttenwerkstandard und wird zum deutlich höheren Preis abgenommen, statt im Mischmetall unterzugehen. Parallel wird eine Aluminium-Legierungsfraktion abgezogen, die als sortenreines Sekundäraluminium verkauft wird. Die Maschine belegt nur rund 11 m² in der bestehenden Halle. Laut REDWAVE-Angaben liegt der ROI bei diesem Durchsatz innerhalb von etwa 18 Monaten, die exakte Amortisation hängt an den tagesaktuellen Metallerlösen und wurde im Projekt über die Sortiertests durchgerechnet.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter & Sitz: REDWAVE, Kompetenzcenter der BT-Systems GmbH, Wolfgang Binder Straße 4, 8200 Eggersdorf bei Graz, Österreich, EU-Raum.
- Datenart: REDWAVE XRF ist eine industrielle Maschine, keine Cloud-Anwendung. Verarbeitet werden Sensor- und Prozessdaten (Materialerkennung, Durchsatz, Sortierrezepte), keine personenbezogenen Daten im Regelbetrieb.
- Hosting/Daten: Die Steuerung läuft lokal an der Anlage (On-Premise). Es findet kein Versand von Sortierdaten an externe Consumer-Server statt; etwaige Fernwartung erfolgt anbieterseitig und sollte vertraglich geregelt werden.
- Fernwartung & Service: Wenn Remote-Diagnose oder Software-Updates genutzt werden, kläre Zugriffswege, Protokollierung und Verantwortlichkeiten im Servicevertrag, das ist der einzige datenschutzrelevante Punkt an einer ansonsten lokalen Maschine.
- Empfehlung für Unternehmen: Da der Anbieter in der EU sitzt und die Verarbeitung lokal erfolgt, ist die DSGVO-Lage unkritisch. Relevanter als Datenschutz sind hier Maschinensicherheit (CE, Strahlenschutz wegen der Röntgenröhren) und Arbeitsschutz, die Röntgenquellen unterliegen den jeweiligen nationalen Strahlenschutzvorschriften.
Gut kombiniert mit
- NIR-/Kamera-Sortierung (z. B. REDWAVE 2i), eine vorgelagerte optische Maschine sortiert nach Material und Polymertyp; was als Metallfraktion übrig bleibt, geht in die XRF zur Element-Trennung. Beide bilden zusammen eine durchgängige Sortierlinie.
- REDWAVE mate (KI-Plattform), REDWAVEs KI-Schicht bringt Objekterkennung und maschinelles Lernen in die Sortierung. In Kombination mit der XRF-Sensorik lassen sich Erkennung und Klassifikation weiter verfeinern, etwa bei schwierigen Mischfraktionen.
- Wirbelstromabscheider & Siebtechnik (anbieterunabhängig), als Vorstufen unverzichtbar: Sie liefern den vereinzelten, klassierten Nichteisenmetall-Strom, den die XRF überhaupt erst sortieren kann. Ohne saubere Vorbehandlung sinkt die Trennqualität deutlich.
Unser Testurteil
REDWAVE XRF verdient 4 von 5 Sternen. In ihrer Nische, der elementbasierten Sortierung von Nichteisenmetallen, Legierungen und Edelmetallträgern, gehört sie zum Besten am Markt: Die Erkennung auf chemischer Elementebene löst Aufgaben, an denen optische Verfahren scheitern, die zwei Baureihen decken grobes wie feines Material ab, und mit über 150 Installationen und 15 Jahren Erfahrung steht eine glaubwürdige Marktführerschaft dahinter. Den fünften Stern kostet die sehr hohe Einstiegshürde: Es ist eine sechsstellige Anlageninvestition, die ausreichenden Durchsatz, vorgeschreddertes Material und eine harte Wirtschaftlichkeitsrechnung verlangt. Für Betreiber, die diese Voraussetzungen erfüllen, ist sie ein erstklassiges Werkzeug zur Wertsteigerung, für alle anderen schlicht überdimensioniert. Wie immer im Anlagengeschäft gilt: Das Urteil über die konkrete Eignung fällt erst nach Sortiertests mit dem eigenen Material.
Was wir bemerkt haben
- 2025, REDWAVE firmiert mittlerweile als „Kompetenzcenter der BT-Systems GmbH” (zuvor war die BT-Wolfgang Binder GmbH als Trägergesellschaft geläufig). Sitz ist Eggersdorf bei Graz, nicht, wie gelegentlich kolportiert, Leoben. Wir haben diese Angaben in unserem Eintrag korrigiert.
- Juni 2026, Die Website wurde umgestellt; viele alte Produktlinks führen ins Leere. Auch der früher genutzte Sprachpfad
/de/produkte/redwave-xrfliefert inzwischen einen 404. Die aktuelle XRF-Produktseite liegt unterredwave.com/produkte/redwave-xrf(ohne Sprachpräfix). Wir haben den Link in unserem Eintrag entsprechend korrigiert. - 2025/26, REDWAVE positioniert die XRF prominent als „Breakthrough in Aluminium Alloy Sorting”. Die sortenreine Trennung von Aluminium-Legierungen ist durch steigende Sekundäraluminium-Nachfrage zum eigenen Verkaufsargument geworden, über die klassische Kupfer-/Messing-/PCB-Trennung hinaus.
- Hinweis zu „XRF/C”, In Kundenstimmen taucht die Bezeichnung „REDWAVE XRF/C” auf. Dabei handelt es sich nicht um ein separates Produkt, sondern um die XRF in der Variante mit zusätzlicher Kamera (XRF + Camera). Unser früherer Eintrag führte „XRF/C” fälschlich als eigene Baureihe, das ist nun präzisiert.
- Hinweis zur KI-Einordnung, Der Kern der XRF ist Sensorphysik (Röntgenfluoreszenz), kein KI-Modell. Die KI- und Lernkomponente steckt im Umfeld: in der Objekterkennung der Kamera-Variante, im Klassifikations-Softwarealgorithmus und vor allem in der Plattform REDWAVE mate, die laut Hersteller „Künstliche Intelligenz für die Sortieranlage” liefert, sowie in der Sortiertechnologie REDWAVE 2i, die ausdrücklich auf maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz basiert. Wir stufen die XRF deshalb als KI-Relevanz „features” ein, nicht als reines KI-Produkt.
Quellen
- REDWAVE – Produktseite XRF. https://redwave.com/produkte/redwave-xrf (abgerufen am 2026-06-14). Zwei Baureihen (XRF fine 4–25 mm mit Objekterkennung, XRF für grobes Material ab (10) 15–180 mm mit/ohne Objekterkennung); sortiert ZORBA, ZURIK, TWITCH, IBA, Schwermetalle; trennt Bleiglas/Glaskeramik, BFR, PCB; Kombination aus XRF und Kamera plus modernstem Softwarealgorithmus; Platzbedarf 11 m², gleiche Gehäusegröße je Sortierbreite; über 15 Jahre Erfahrung, weltweit mehr als 150 XRF-Maschinen in Betrieb; ROI meist unter 1–2 Jahren; Positionierung BREAKTHROUGH in Aluminium Alloy Sorting.
- REDWAVE – Produktseite mate (KI-Plattform). https://redwave.com/produkte/redwave-mate (abgerufen am 2026-06-14). REDWAVE mate ist die KI-Schicht (Künstliche Intelligenz für die Sortieranlage); REDWAVE 2i basiert auf maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz; mate optimiert Anlagenbetrieb, erhöht Sortiereffizienz, Ausbeute und Reinheit, Echtzeit-Kommunikation zwischen Sortiermaschinen.
- REDWAVE – Impressum/Kontakt. https://redwave.com/impressum (abgerufen am 2026-06-14). Kompetenzcenter der BT-Systems GmbH, Wolfgang Binder Straße 4, 8200 Eggersdorf bei Graz, Österreich; Tel. +43 3117 25152 2200; office.redwave@bt-systems.at.
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