Recycleye
Recycleye Ltd. (London, UK)
KI-basiertes Sortiersystem aus London: Computer-Vision-Erkennung kombiniert mit retrofittablen 6-Achs-Sortierrobotern (QualiBot), optischen Sortierern (QuantiSort) und einer Analytics-Plattform (Recycleye Insights). Besonderheit: Die Vision-Technik lässt sich in bestehende Sortierlinien nachrüsten, ohne die Anlage komplett umzubauen. Materialien von Kunststoffen über NE-Metalle bis Elektroschrott (WEEE). Recycleye ist in Europa und den USA installiert; Berichten zufolge gibt es eine Beteiligung der US-amerikanischen CP Group, eine Angabe, die Interessenten direkt verifizieren sollten.
Kosten: Anlagenbasiert; Preise auf Anfrage. QualiBot-Sortierroboter im sechsstelligen Bereich (laut Branchenangaben typisch 150.000–400.000 USD je Roboterarm). QuantiSort (optischer Sortierer) und Recycleye Insights (Analytics) separat oder als Retrofit verfügbar.
Kategorien
Stärken
- Computer-Vision-Erkennung mit großer Abfall-Trainingsbasis, ein zentraler Wettbewerbsvorteil
- Modularer Ansatz: Vision-Erkennung, optischer Sortierer (QuantiSort) und Roboter (QualiBot) einzeln oder kombiniert
- QualiBot als 6-Achs-Roboter retrofittbar in bestehende Sortierlinien ohne Komplettumbau
- Breite Materialabdeckung: Kunststoffe (PET, PP, HDPE), NE-Metalle (Aluminium, Kupfer), Fasern, Kartonage, WEEE
- Recycleye Insights liefert Datenanalyse zur Stromzusammensetzung, auch ohne aktive Sortierung nutzbar
- In Europa und den USA installiert, deutschsprachige Marktpräsenz vorhanden
Einschränkungen
- Kein deutschsprachiger Support, Kommunikation, Dashboard und Dokumentation überwiegend Englisch
- Preise nicht transparent, individuell nach Konfiguration, Durchsatz und Materialstrom
- Jüngerer Marktteilnehmer als TOMRA oder ZenRobotics, kürzere Referenzhistorie in Deutschland
- Berichtete CP-Group-Beteiligung ist öffentlich nicht eindeutig belegt, Daten- und Roadmap-Fragen vorab klären
- Produktbenennung mehrfach geändert (frühere Marken vs. QuantiSort/Insights/QualiBot), Dokumentationslage uneinheitlich
- Einstieg für Kleinanlagen wirtschaftlich kaum sinnvoll
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreibst eine Sortieranlage und willst Erkennung oder Sortierung gezielt nachrüsten
- Du brauchst belastbare Daten zur Zusammensetzung deines Materialstroms
- Du willst klein anfangen (Vision/Insights) und später auf Robotik skalieren
- Du planst einen Neubau und willst KI-Sortierung von Anfang an einplanen
Wann nein
- Du betreibst eine kleine Anlage, bei der sich sechsstellige Investitionen nicht rechnen
- Du brauchst zwingend deutschsprachigen Support und deutschsprachige Dokumentation
- Du willst einen langjährig erprobten Marktführer mit langer DACH-Referenzliste
- Du suchst eine reine Software-Lösung ohne Anlagen- oder Hardware-Bezug
Kurzfazit
Recycleye ist einer der profiliertesten KI-Anbieter für die automatisierte Abfallsortierung und hebt sich von klassischen Sortiermaschinen durch eine auf Abfall spezialisierte Computer-Vision-Erkennung ab. Statt nur fertige Roboter zu verkaufen, lässt sich die Vision-Technik modular nutzen, als reine Datenanalyse (Recycleye Insights), als optischer Sortierer (QuantiSort) oder als retrofittbarer 6-Achs-Roboter (QualiBot). Das macht Recycleye für Betreiber attraktiv, die nicht gleich eine Anlage neu bauen, sondern eine bestehende Linie aufrüsten wollen. Schwächen: kein deutschsprachiger Support, intransparente Preise, eine kürzere DACH-Referenzhistorie als TOMRA oder ZenRobotics, und eine berichtete Beteiligung der US-amerikanischen CP Group, die wir öffentlich nicht eindeutig belegen konnten und die Daten- und Strategiefragen aufwirft.
Für wen ist Recycleye?
Betreiber von Sortieranlagen (MRF/MBA): Die Kernzielgruppe. Wer Leichtverpackungen (LVP), Kunststoffmischfraktionen, Papier/Karton oder Bau- und Abbruchabfälle (C&D-Waste) sortiert, kann Recycleye gezielt einsetzen, entweder zur Qualitätskontrolle und Nachsortierung oder als zusätzliche Sortierstufe. Der Retrofit-Ansatz ist hier das Hauptargument: bestehende Linie aufrüsten statt neu bauen.
Anlagenplaner und Neubauprojekte: Wer eine neue Sortieranlage konzipiert, kann Recycleye-Vision direkt in die Planung einbeziehen. Die Robotik lässt sich an Engstellen positionieren, an denen klassische optische Sortierer an Grenzen stoßen, und das System ist in Europa wie in den USA bereits installiert.
Recycling-Unternehmen mit Datenbedarf: Recycleye Insights liefert eine Analyse der Materialstromzusammensetzung, wertvoll für Qualitätsprotokolle, Reklamationsmanagement und die Optimierung vorgelagerter Prozessstufen. Diese Datenanalyse funktioniert auch ohne aktive Robotersortierung und ist damit der günstigste Einstieg.
Forschungs- und Pilotprojekte: Für Hochschulen, Verbände oder kommunale Pilotanlagen, die die Leistungsfähigkeit KI-gestützter Sortierung evaluieren wollen, ist die auf Abfall spezialisierte Erkennung ein interessanter Prüfstein.
Weniger geeignet für: Kleinanlagen, bei denen sich sechsstellige Investitionen nicht amortisieren; Betriebe, die zwingend deutschsprachigen Support und deutschsprachige Dokumentation brauchen; und alle, die einen langjährig erprobten Marktführer mit ausgedehnter DACH-Referenzliste suchen, hier sind
Preise im Detail
| Produkt / Stufe | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Recycleye Insights | Auf Anfrage (Einstieg) | Reine Datenanalyse: Erkennung und Auswertung der Materialstromzusammensetzung ohne aktive Sortierung |
| QuantiSort | Auf Anfrage | Optischer Sortierer mit KI-Erkennung, sortiert ohne Roboterarm, z. B. via pneumatischem Luftabscheider |
| QualiBot | Sechsstellig (typ. 150.000–400.000 USD/Arm, Branchenangabe) | Retrofittbarer 6-Achs-Sortierroboter inkl. Vision-Erkennung, für aktive Greif-Sortierung |
| Komplettlösung / Neubau | Projektbasiert | Integration in komplette Sortieranlagen, Konfiguration nach Durchsatz und Materialstrom |
Einordnung: Recycleye veröffentlicht keine Preise, das ist im Anlagenbau die Norm, erschwert aber jede Vorab-Kalkulation. Die in der Branche kursierenden 150.000–400.000 USD je Roboterarm sind Orientierungswerte, keine offiziellen Listenpreise; der reale Preis hängt von Durchsatz, Materialstrom, Anzahl der Greifpunkte und dem Integrationsaufwand ab. Der günstigste und risikoärmste Einstieg ist Recycleye Insights, eine reine Erkennungs- und Analysestufe, mit der sich der Nutzen testen lässt, bevor in Robotik investiert wird. Für Kleinanlagen rechnet sich die Investition kaum; die Wirtschaftlichkeit beginnt typischerweise dort, wo manuelle Nachsortierung teuer wird oder Qualitätsvorgaben (z. B. für Rezyklat-Abnehmer) verschärft werden.
Stärken im Detail
Auf Abfall spezialisierte Computer Vision. Recycleyes Erkennung ist auf eine große, kontinuierlich wachsende Basis annotierter Abfallbilder trainiert. Das ist relevant, weil Abfall extrem heterogen ist, zerdrückte Flaschen, verschmutzte Verpackungen, überlappende Objekte, wechselnde Lichtverhältnisse. Je mehr realistische Trainingsdaten, desto robuster erkennt das System auch schwierige Fälle. Diese Datenbasis ist Recycleyes zentraler Wettbewerbsvorteil gegenüber jüngeren Anbietern.
Modularer Ansatz statt Alles-oder-nichts. Recycleye trennt Erkennung (Vision/Insights), optische Sortierung (QuantiSort) und Greif-Robotik (QualiBot). Betreiber müssen nicht sofort eine komplette Roboterzelle kaufen, sondern können mit der Datenanalyse beginnen und stufenweise aufrüsten. Dieser modulare Aufbau senkt die Einstiegshürde erheblich und ist in der Branche keine Selbstverständlichkeit.
Retrofit ohne Komplettumbau. Der QualiBot ist als retrofittbarer 6-Achs-Roboter ausgelegt, er lässt sich in bestehende Sortierlinien integrieren, ohne die Anlage neu zu bauen. Für Betreiber, die ihre Linie modernisieren wollen, ohne wochenlange Stillstände in Kauf zu nehmen, ist das ein gewichtiges Argument. Die Integration ist nach Lieferung typischerweise in überschaubarer Zeit realisierbar.
Breite Materialabdeckung. Recycleye deckt laut eigener Darstellung Kunststoffe (PET, PP, HDPE in Food- und Non-Food-Qualität), NE-Metalle (Aluminium, Kupfer), Fasern, Kartonage und Elektronikschrott (WEEE inkl. Kabel, Leiterplatten, Batterien) ab. Diese Breite macht das System für unterschiedliche Anlagentypen einsetzbar, von der LVP-Sortierung bis zur Elektroschrott-Aufbereitung.
Datenanalyse als eigenständiger Nutzen. Recycleye Insights liefert belastbare Daten zur Zusammensetzung des Materialstroms, auch ohne dass aktiv sortiert wird. Diese Transparenz ist für Qualitätsprotokolle, Reklamationen und die Steuerung vorgelagerter Prozessstufen wertvoll und bildet oft den ersten konkreten Mehrwert eines Recycleye-Einsatzes.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein deutschsprachiger Support. Recycleye ist ein britisches Unternehmen; Kommunikation, Dashboard und technische Dokumentation laufen überwiegend auf Englisch. Es gibt zwar eine deutschsprachige Website und seit 2024 Marktpräsenz, aber wer einen deutschsprachigen Ansprechpartner für Inbetriebnahme, Wartung und Störungen erwartet, sollte das vorab verbindlich klären. In einem Umfeld, in dem Anlagenpersonal nicht durchgängig Englisch spricht, ist das ein realer Reibungspunkt.
Intransparente Preise. Im Anlagenbau üblich, aber für die Bewertung lästig: Es gibt keine Listenpreise. Jede Konfiguration wird individuell kalkuliert, und die in der Branche kursierenden Zahlen sind nur grobe Orientierung. Eine seriöse Wirtschaftlichkeitsrechnung ist erst nach einem konkreten Angebot möglich.
Kürzere Referenzhistorie als die Platzhirsche.
Unklare Eigentümerstruktur. In der Branche wird eine Beteiligung der US-amerikanischen CP Group (CPG) berichtet, eines etablierten Herstellers von Sortier- und Recyclingtechnik mit eigener Optik- und KI-Sparte. Wir konnten diese Beteiligung weder auf der CP-Group-Website noch in einer offiziellen Mitteilung eindeutig bestätigen. Sollte sie zutreffen, würde das die Vertriebs- und Fertigungsbasis stärken, aber Fragen aufwerfen: Wie entwickelt sich die Produkt-Roadmap? Bleibt eine EU-Datenhaltung bestehen? Wird der europäische Markt weiter priorisiert? Diese Punkte sollten Interessenten direkt mit dem Anbieter klären.
Uneinheitliche Produktbenennung. Die Marken haben sich über die Jahre geändert. Aktuell führt Recycleye QuantiSort (optischer Sortierer), QualiBot (Roboter) und Recycleye Insights (Analytics). Ältere Fallstudien und Pressemeldungen verwenden noch frühere Produktnamen. Wer Dokumentation sucht, sollte beide Namensgenerationen im Blick behalten.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den langjährigen Marktführer für optische Sortierung mit großer DACH-Referenzliste willst | |
| Einen etablierten Pionier der Recycling-Robotik mit langer Historie suchst | |
| Vor allem belastbare Abfall-Analytics ohne eigene Robotik brauchst (Insights-Konkurrent) | |
| Einen deutschen KI-Sortier-Anbieter mit deutschsprachigem Support bevorzugst | |
| Eine breitere Computer-Vision-Plattform für industrielle Erkennung suchst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: AMP Robotics (US-amerikanischer Konkurrent mit eigener Roboter- und KI-Plattform), Machinex mit der SamurAI-Roboterserie und Bollegraaf/Bulk Handling Systems im Anlagenbau. Recycleyes Alleinstellung ist die Kombination aus außergewöhnlich großer Trainingsbasis und konsequent modularem Aufbau, wer beides nicht braucht, fährt mit einem etablierten Marktführer oft sicherer.
So steigst du ein
Schritt 1: Materialstrom analysieren lassen. Demo-Anfrage über recycleye.com. Recycleye bietet Remote-Analysen an: Du sendest Videoaufnahmen deines Materialstroms, Recycleye gibt eine Einschätzung zur Erkennungsrate deiner Zielfraktionen. Das kostet wenig und zeigt früh, ob die Technik zu deinem Abfallprofil passt.
Schritt 2: Einstiegstiefe festlegen. Entscheide zwischen reiner Analyse (Recycleye Insights), optischer Sortierung (QuantiSort) und aktiver Greif-Robotik (QualiBot). Für Monitoring, Qualitätsprotokolle und erste Wirtschaftlichkeitsnachweise reicht oft die Analysestufe, die Robotik kommt dann gezielt dort hinzu, wo manuelle Nachsortierung am teuersten ist.
Schritt 3: Retrofit oder Neubau planen. Für bestehende Sortierlinien ist ein Retrofit der pragmatische Weg, nach Lieferung in überschaubarer Zeit integrierbar. Für Neuanlagen bietet Recycleye die Integration in komplette Systeme an. Kläre dabei verbindlich die Support- und Wartungswege, da kein deutschsprachiger Support garantiert ist.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Entsorger im Ruhrgebiet betreibt eine Sortieranlage für Bau- und Abbruchabfälle. Die Qualität der ausgeschleusten Kunststofffraktion reichte nicht mehr für die verschärften Vorgaben des Rezyklat-Abnehmers, manuelle Nachsortierung band drei Arbeitskräfte pro Schicht. Statt die Linie komplett neu zu bauen, ließ der Betreiber zunächst per Remote-Analyse prüfen, welche Erkennungsrate Recycleye auf dem heterogenen C&D-Strom erreicht. Nach überzeugendem Ergebnis wurde eine Recycleye-Vision-Stufe mit pneumatischem Luftabscheider nachgerüstet, also als reine KI-Sortierstufe ohne Roboterarm. Ergebnis: Die Sortenreinheit der Kunststofffraktion stieg messbar, zwei der drei Nachsortier-Kräfte konnten an anderen Stellen eingesetzt werden, und die Materialstromdaten aus Recycleye Insights dienen jetzt als Qualitätsnachweis gegenüber dem Abnehmer. Die Investition amortisiert sich über die eingesparte Handarbeit und die höheren Erlöse der sortenreinen Fraktion, die genaue Amortisationszeit hängt stark vom Durchsatz und den lokalen Lohnkosten ab.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Recycleye nennt eine EU-Datenhaltung, wir konnten die genaue Region nicht unabhängig verifizieren. Betreiberverantwortung: Die EU-Datenhaltung schriftlich bestätigen lassen, gerade angesichts der berichteten, aber nicht eindeutig belegten US-Beteiligung (CP Group).
- Datenart: Recycleye verarbeitet primär Bild- und Sensordaten des Materialstroms sowie Betriebs- und Leistungsdaten der Anlage, typischerweise keine personenbezogenen Daten im engeren Sinn. Sofern Kameras Arbeitsbereiche erfassen, in denen Personal sichtbar wird, greift jedoch Beschäftigtendatenschutz.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für den Cloud-Anteil (Insights/Dashboard) ist ein AVV nach Art. 28 DSGVO einzuholen.
- Betriebsrat/Mitbestimmung: Wo KI-Kameras Arbeitsplätze erfassen, ist eine Beteiligung des Betriebsrats nach § 87 BetrVG zu prüfen. Das ist in der Praxis oft der relevantere Punkt als der reine Datenschutz.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor Vertragsschluss die Datenflüsse (Was wird in die Cloud übertragen? Wo liegen die Server?) und die Kamera-Erfassungsbereiche klären. Bei Anlagen mit sichtbarem Personal eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen.
Gut kombiniert mit
, In gemischten Anlagen ergänzen sich klassische optische TOMRA-Sortierer (für hohe Durchsätze in der Grobsortierung) und Recycleye-Vision/Robotik (für die KI-gestützte Nach- und Feinsortierung an Engstellen). Viele moderne MRFs kombinieren mehrere Anbieter. - Anlagenbauer für die Gesamtlinie, Recycleye-Vision lässt sich als KI-Sortierstufe in komplette Sortieranlagen einbetten, der Anlagenbauer liefert dabei Förder- und Siebtechnik drumherum. Besonders sinnvoll bei Neubauprojekten und C&D-Waste.
, Die Materialstromdaten aus Recycleye Insights lassen sich für Management-Reporting, Qualitätsnachweise und Trendauswertungen in ein BI-Werkzeug übernehmen, das die Anlagendaten mit kaufmännischen Kennzahlen verknüpft.
Unser Testurteil
Recycleye verdient 4 von 5 Sternen. Die Kombination aus auf Abfall spezialisierter Computer Vision und konsequent modularem Aufbau ist im Markt der KI-Sortierung ein echtes Differenzierungsmerkmal, vor allem der Retrofit-Ansatz senkt die Einstiegshürde für Betreiber, die ihre Linie aufrüsten statt neu bauen wollen. Der fünfte Stern fehlt aus mehreren Gründen: kein garantierter deutschsprachiger Support, intransparente Preise, eine im DACH-Raum kürzere Referenzhistorie als bei den etablierten Marktführern und die unklare Eigentümerstruktur (berichtete, aber nicht eindeutig belegte CP-Group-Beteiligung), die Daten- und Roadmap-Fragen aufwirft. Für innovationsbereite Anlagenbetreiber mit konkretem Sortier- oder Qualitätsproblem ist Recycleye dennoch eine der spannendsten Adressen; konservativ aufgestellte Betriebe, die maximale Planungssicherheit brauchen, fahren mit einem langjährigen Marktführer ruhiger.
Was wir bemerkt haben
- Juni 2026, In der Branche wird eine Beteiligung der US-amerikanischen CP Group an Recycleye berichtet. Wir konnten diese Angabe weder auf der CP-Group-Website noch in einer offiziellen Mitteilung eindeutig bestätigen und führen sie daher bewusst als unbestätigt. Sollte sie zutreffen, sind für europäische Kunden die EU-Datenhaltung und die künftige Roadmap-Priorisierung neu zu klären.
- 2024–2026, Die Produktbenennung hat sich verändert: Aktuell führt Recycleye QualiBot (6-Achs-Roboter), QuantiSort (optischer Sortierer) und Recycleye Insights (Analytics). Ältere Fallstudien verwenden noch frühere Produktnamen, bei der Recherche beide Generationen beachten.
- Juni 2026, Recycleye nennt Installationen in Europa und den USA. Damit ist das System überregional erprobt, eine ausgedehnte DACH-Referenzliste wie bei den langjährigen Marktführern fehlt aber weiterhin.
- Juni 2026, Recycleye entkoppelt die Vision-Technik bewusst von der Robotik und bietet sie auch als reine optische Sortierstufe (QuantiSort) ohne Roboterarm an. Eine deutschsprachige Marktpräsenz existiert, ein durchgängig deutschsprachiger Support ist damit aber nicht garantiert.
Quellen
- Recycleye – Startseite / Produkte. https://recycleye.com (abgerufen am 2026-06-14). Drei Produkte QualiBot (retrofittbare 6-Achs-KI-Sortierroboter), QuantiSort (optischer Sortierer) und Recycleye Insights (Analytics); KI- und Computer-Vision-gestützte Sortierung.
- Recycleye – Über uns. https://recycleye.com/about/ (abgerufen am 2026-06-14). Firmensitz 11-15 Gibbins Road, London E15 2HU, UK; Installationen in Europa und den USA; Materialien Kunststoffe (PET, PP, HDPE), NE-Metalle (Aluminium, Kupfer), Fasern, Kartonage, WEEE.
- CP Group – Unternehmensseite. https://www.cpgrp.com (abgerufen am 2026-06-14). CP Group ist ein US-amerikanischer Hersteller von Sortier- und Recyclingtechnik (rund 50 Jahre Markterfahrung) mit eigener Optik-/KI-Sparte (MSS Optical, Vivid AI).
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