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Pina Earth

Pina Technologies GmbH

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Münchner Plattform zur CO2-Zertifizierung von Waldprojekten in Europa, mit Schwerpunkt DACH. Pina Earth erstellt einen digitalen Zwilling des Waldes auf Basis bestehender Forstinventurdaten, bis hinunter auf den Einzelbaum, simuliert die zusätzliche CO2-Sequestrationsleistung über die Projektlaufzeit mit wissenschaftlich validierten Wachstums- und Klimamodellen und lässt Projekte nach ISO 14064-2 durch TÜV NORD oder TÜV Austria auditieren. Der Forstbetrieb bekommt eine Zusatzeinnahme, Pina Earth übernimmt Methodik, Bürokratie, Zertifizierung und Vermarktung. Das Unternehmen firmiert als Pina Technologies GmbH; eng verbunden ist der österreichische Anbieter tree.ly, über dessen Infrastruktur der Plattform-Login läuft.

Kosten: Keine Vorauszahlung für Forstbetriebe, Plattformkosten und Provision werden aus den Zertifikaterlösen gedeckt. Erlösbeteiligung individuell, nicht öffentlich beziffert. Käuferseite zahlt pro Tonne CO2 (Marktpreis, je nach Projekt typischerweise mittlerer zweistelliger Euro-Bereich).

Kategorien

Stärken

  • Vollständige Prozesskette: Inventur-Upload → digitaler Zwilling → 30-Jahres-Simulation → TÜV-Audit → Vermarktung an Käufer
  • Digitaler Zwilling auf Einzelbaum-Ebene aus bestehenden Forstinventurdaten, keine teure Neuinventur nötig
  • ISO 14064-2 + TÜV-NORD-/TÜV-Austria-Audit + ICROA-Endorsement, anerkannte, prüfbare Standards
  • Deutsche Plattform mit DACH-Fokus, keine Übersetzungs-, Methodik- oder Rechtsraum-Hürde
  • Keine Vorauszahlung für Waldbesitzer, Kosten und Provision laufen über die Zertifikaterlöse
  • Etablierter Abnehmermarkt mit namhaften Unternehmenskunden, u. a. Telekom, Celonis, Airbnb, McDonald's, Yello, Polarstern, Blum, Kearney

Einschränkungen

  • Nur europäische Waldprojekte, keine Projekte im globalen Süden, kein billiges Massenangebot
  • Hohe Mindestflächen: Waldumbau ab 150 ha, IFM ab 500 ha, Kleinprivatwald fällt faktisch heraus
  • 30-Jahres-Bindung mit Permanenzpflicht: Kalamitäten (Sturm, Borkenkäfer, Brand) können Zertifikate gefährden
  • Intermediär-Modell: Pina behält eine Provision, der Forstbetrieb teilt die Erlöse und gibt Vermarktung aus der Hand
  • Simulation baut auf bestehender Inventur auf, schlechte oder veraltete Datenlage verzögert den Projektstart
  • Erlösbeteiligung und Konditionen sind nicht öffentlich, Vergleich mit anderen Anbietern erfordert konkrete Angebote

Passt gut zu

Private und kommunale Forstbetriebe ab 150 ha mit aktiven Waldumbau- oder IFM-Projekten Forstbetriebe, die Mischwald-Umbau (Buche, Tanne, Douglasie statt Fichten-Monokultur) gegenfinanzieren wollen Forstwirtschaft mit aktueller Forsteinrichtung oder belastbaren Inventurdaten Unternehmen, die regionale, TÜV-geprüfte CO2-Zertifikate aus europäischen Wäldern kaufen wollen

Kurzfazit

Pina Earth ist der profilierteste deutsche Anbieter, wenn du als Forstbetrieb Waldklimaschutz in eine Zusatzeinnahme verwandeln willst, ohne dich selbst durch Methodik, TÜV-Audit und Käufersuche zu kämpfen. Die Stärke liegt im durchgängigen Prozess: aus deinen vorhandenen Inventurdaten entsteht ein digitaler Waldzwilling, ein wissenschaftliches Modell simuliert die zusätzliche CO2-Speicherung über die Projektlaufzeit, TÜV NORD oder TÜV Austria prüfen, und Pina vermarktet die Zertifikate an einen etablierten Abnehmermarkt. Das ist seriöser aufgesetzt als viele internationale Angebote, die KI steckt im digitalen Zwilling und den Wachstumsmodellen, nicht im Marketing. Schwächen sind real: hohe Mindestflächen, eine 30-jährige Permanenzbindung mit echtem Kalamitätsrisiko und ein Intermediär-Modell, bei dem du Vermarktung und Erlösanteile aus der Hand gibst. Für mittlere bis große DACH-Betriebe mit ernsthaftem Waldumbau ist Pina Earth dennoch eine der saubersten Optionen am Markt.

Für wen ist Pina Earth?

Private und kommunale Forstbetriebe ab 150 Hektar: Das ist die Kernzielgruppe. Wer Fichten-Monokulturen nach Kalamitätsschäden in klimaresistenten Mischwald umbaut, kann die zusätzliche CO2-Leistung gegenüber dem “Weiter-wie-bisher”-Szenario zertifizieren und verkaufen. Die Mindestfläche für Waldumbau liegt bei 150 ha, für Improved Forest Management (IFM) sogar bei 500 ha.

Betriebe mit aktueller Forsteinrichtung: Pina baut den digitalen Zwilling aus deinen vorhandenen Inventurdaten, Bestandeskarten, Kluppierungsdaten, teils Luftbildern. Wer ohnehin gerade eine neue Forsteinrichtung erstellt hat, hat den größten Hebel: gute Datenlage bedeutet schnellen Projektstart und belastbare Mengenschätzung.

Kommunal- und Stadtwälder mit Klimaschutz-Auftrag: Viele Kommunen wollen regionale Klimawirkung zeigen, ohne ein eigenes Förster-Controlling für den CO2-Markt aufzubauen. Pina übernimmt Methodik und Vermarktung, die Kommune behält die Entscheidungshoheit über die forstlichen Maßnahmen.

Unternehmen als Zertifikatkäufer: Auf der anderen Marktseite kaufen namhafte Firmen (u. a. Telekom, Celonis, Airbnb, McDonald’s, Yello, Polarstern, Blum, Kearney) regionale, TÜV-geprüfte Zertifikate aus europäischen Wäldern, interessant für alle, die für freiwillige Klimaziele oder Reporting lieber lokale, prüfbare Projekte statt anonymer Tropen-Credits wollen.

Weniger geeignet für: Kleinprivatwaldbesitzer unter ~150 ha (wirtschaftlich nicht darstellbar, hier sind Waldgenossenschaften oder Sammelprojekte der bessere Weg), Betriebe ohne brauchbare Inventurdaten, alle, die schnelle Liquidität brauchen (Zertifikaterlöse fließen über Jahre), und Unternehmen, die schlicht die günstigsten CO2-Credits am Weltmarkt suchen, europäische Waldzertifikate sind bewusst teurer.

Preise im Detail

SeiteModellWas anfällt
Forstbetrieb (Verkäufer)Keine VorauszahlungPlattformkosten und Pina-Provision werden aus den Zertifikaterlösen gedeckt. Der Betrieb trägt kein Vorabrisiko, teilt aber die Erlöse.
ErlösbeteiligungIndividuellDer konkrete Provisionssatz bzw. die Aufteilung wird projektindividuell vereinbart und ist nicht öffentlich beziffert.
Unternehmen (Käufer)Pro Tonne CO2Preis pro Zertifikat nach Marktlage und Projekt, europäische Waldzertifikate liegen typischerweise im mittleren zweistelligen Euro-Bereich pro Tonne.
TÜV-AuditIm Prozess enthaltenValidierung und Verifizierung durch TÜV NORD / TÜV Austria sind Teil des Pina-Pakets, kein separat zu beauftragender Posten für den Betrieb.

Einordnung: Das Modell ist für Forstbetriebe attraktiv, weil kein Geld in Vorleistung fließt, anders als bei einer Eigenanmeldung über Verra oder Gold Standard, wo Methodik-Dokumentation und Audit fünfstellige Beträge verschlingen können, bevor der erste Cent fließt. Der Preis ist die Erlösbeteiligung: Pina verdient mit, dafür übernimmt es das gesamte Risiko und den Aufwand. Genau diese Provision ist aber auch der Schwachpunkt der Transparenz, ohne konkretes Angebot lässt sich nicht beziffern, welcher Anteil beim Betrieb bleibt. Wer mehrere Angebote (z. B. von tree.ly-Schwesterprojekten oder Genossenschaftsmodellen) einholt, sollte explizit nach dem Netto-Erlös pro Hektar fragen, nicht nach dem Bruttozertifikatpreis.

Stärken im Detail

Durchgängige Prozesskette ohne Bruchstellen. Der größte Wert liegt nicht in einem einzelnen Feature, sondern darin, dass Pina den kompletten Weg abdeckt: Inventur-Upload, digitaler Zwilling, 30-Jahres-Simulation, Additionalitätsnachweis, TÜV-Audit, Ausstellung und Vermarktung. Für einen Forstbetrieb, der weder Carbon-Markt-Methodik noch internationalen Standard-Jargon beherrscht, ist das der entscheidende Unterschied zwischen “theoretisch möglich” und “tatsächlich gemacht”.

Digitaler Zwilling bis auf den Einzelbaum. Pina rekonstruiert den Wald datenbasiert aus bestehenden Forstinventuren und modelliert einzelne Bäume statt nur Bestandsmittelwerte. Auf dieser Basis laufen wissenschaftlich geprüfte Wachstums- und Klimamodelle, ergänzt um eigene Module. Das ist der KI-/Modellierungskern des Produkts, er erlaubt eine präzisere Baseline und eine nachvollziehbare Mengenschätzung, statt mit groben Pauschalfaktoren zu rechnen.

Anerkannte, prüfbare Standards. Die Projekte werden nach ISO 14064-2 quantifiziert und unabhängig durch TÜV NORD bzw. TÜV Austria validiert und verifiziert. Hinzu kommt das ICROA-Endorsement und die Ausrichtung an der Ecosystem Value Alliance. In einem Markt, der regelmäßig wegen wertloser “Phantom-Credits” in der Kritik steht, ist diese Audit-Tiefe ein echtes Verkaufsargument, sowohl gegenüber Käufern als auch gegenüber Aufsicht und Öffentlichkeit.

DACH-Fokus ohne Reibungsverluste. Pina arbeitet in der Sprache, dem Rechtsraum und der forstlichen Realität deutscher, österreichischer und Schweizer Betriebe. Es gibt kein Methodik-Mapping auf ein US-Schema, keine Übersetzung deutscher Inventurformate, keine Fremdwährungs-Erlöse. Für einen Betriebsleiter, der den CO2-Markt nebenbei mitmacht, senkt das die Einstiegshürde erheblich.

Kein Vorabrisiko für den Waldbesitzer. Weil Plattformkosten und Provision aus den Erlösen gedeckt werden, muss der Forstbetrieb nicht erst Tausende Euro für Dokumentation und Audit investieren, ohne zu wissen, ob sich das Projekt rechnet. Das verschiebt das wirtschaftliche Risiko zu Pina, fair, solange man akzeptiert, dass Pina dafür mitverdient.

Etablierter, seriöser Abnehmermarkt. Ein zertifiziertes Projekt ohne Käufer wäre wertlos. Bei Pina ist die Nachfrageseite über bekannte Marken wie Telekom, Celonis, Airbnb, McDonald’s, Yello, Polarstern, Blum und Kearney belegt, das bedeutet, dass die ausgestellten Zertifikate auch tatsächlich abgenommen werden.

Schwächen ehrlich betrachtet

Hohe Mindestflächen schließen den Kleinwald aus. Waldumbau ab 150 ha, IFM ab 500 ha, das ist für den typischen Kleinprivatwald (in Deutschland oft unter 20 ha) unerreichbar. Wer eine kleine Fläche hat, braucht eine Waldbesitzervereinigung oder ein Sammelprojekt, um überhaupt teilnehmen zu können. Pina ist eine Lösung für mittlere bis große Betriebe, nicht für jeden Waldbesitzer.

Die 30-Jahres-Bindung ist ein realer Klotz am Bein. Carbon-Projekte verlangen Permanenz: Der Kohlenstoff muss über Jahrzehnte gebunden bleiben. Stürme, Borkenkäfer, Brände oder Trockenheit können Bestände zerstören, und damit Zertifikate, die bereits verkauft wurden, nachträglich entwerten oder Pufferreserven aufzehren. Pina arbeitet mit Permanenzpuffern, aber das Risiko verschwindet nicht. Wer in 30 Jahren verkaufen, umnutzen oder die Maßnahme ändern will, ist gebunden.

Intermediär-Modell heißt: Du gibst etwas ab. Pina übernimmt Aufwand und Risiko, und behält dafür eine Provision sowie die Hoheit über die Vermarktung. Der Forstbetrieb sieht den Endkäufer und den vollen Marktpreis nicht unbedingt selbst. Wer die Methodik beherrscht und eigene Käuferkontakte hat, fährt mit einer Eigenvermarktung womöglich besser, für alle anderen ist der Komfort den Anteil wert.

Intransparente Konditionen. Die Erlösbeteiligung ist nicht öffentlich. Das ist branchenüblich, erschwert aber den Vergleich: Du erfährst erst nach der Potenzialprüfung, was netto pro Hektar bei dir ankommt. Wer verhandeln will, hat ohne Vergleichsangebote eine schwache Position.

Datenabhängigkeit am Start. Der digitale Zwilling ist nur so gut wie die Inventurdaten. Betriebe mit veralteter oder lückenhafter Forsteinrichtung müssen erst nacharbeiten, bevor ein belastbares Projekt entsteht, das kostet Zeit und unter Umständen Geld für eine neue Aufnahme.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Deinen Wald digital erfassen und kartieren willst (Forsteinrichtung)
Holz vermessen und vermarkten statt CO2 zertifizieren willst
Amtliche Waldfunktions- und Schadensdaten in Bayern brauchst
Als Unternehmen deine eigene CO2-Bilanz berechnen willst (nicht kompensieren)

Diese Tools lösen jeweils einen anderen Job, echte Direktkonkurrenten von Pina Earth sind im CO2-Zertifizierungsmarkt für Wald andere Plattformen, die (noch) keine eigene Seite bei uns haben: tree.ly (der österreichische Partner, mit dem Pina inzwischen fusioniert ist, beide laufen heute unter Pina Technologies), Carbonfuture, CarbonStack und die internationalen Standardgeber Verra (VCS) und Gold Standard für die Eigenanmeldung. Für DACH-Forstbetriebe, die den Komfortweg mit deutschem Ansprechpartner und TÜV-Audit suchen, ist Pina Earth nach unserem Eindruck einer der seriösesten Anbieter, die internationalen Standards lohnen sich erst bei sehr großen Flächen und eigenem Methodik-Know-how.

So steigst du ein

Schritt 1: Potenzialanfrage stellen. Kontaktiere Pina Earth über die Website (team@pina.earth oder +49 89 41 43 56 52). Beschreibe kurz: Waldfläche in Hektar, Baumarten, geplante Umbau- bzw. Bewirtschaftungsziele (Mischwald, Naturverjüngung, Vorratsaufbau) und ob eine aktuelle Forsteinrichtung vorliegt. Pina prüft die grundsätzliche Eignung und ordnet dein Vorhaben einem der Projekttypen zu, Waldumbau (ab 150 ha), Naturschutz (ab 100 ha, 50 Jahre), IFM (ab 500 ha) oder Aufforstung (ab 50 ha).

Schritt 2: Inventurdaten hochladen und Zwilling prüfen. Bei Eignung stellt Pina einen Daten-Upload-Zugang bereit. Du lädst die vorhandenen Forstinventurdaten hoch (Bestandeskarte, Kluppierungsdaten, ggf. Luftbilder). Daraus baut Pina den digitalen Waldzwilling und zeigt dir im Dashboard eine erste Schätzung der zusätzlichen CO2-Sequestrationsleistung und der erwarteten Zertifikatmenge. Prüfe diese Schätzung kritisch und frage gezielt nach dem Netto-Erlös pro Hektar, nicht nur nach dem Bruttozertifikatpreis.

Schritt 3: Zertifizieren lassen und vermarkten. Nach Freigabe wird das TÜV-Audit eingeleitet, geprüft werden Methodik, Additionalitätsnachweis und Permanenzpuffer. Nach erfolgreicher Validierung und Verifizierung werden die Zertifikate ausgestellt und über das Pina-Netzwerk an Unternehmenskunden vermarktet. Die Erlöse fließen, nach Abzug der Provision, in jährlichen Tranchen an den Betrieb, gekoppelt an Monitoring-Berichte über die Projektlaufzeit.

Ein konkretes Beispiel

Ein bayerischer Forstbetrieb mit 850 Hektar überwiegend Fichtenbestand hat nach den Borkenkäferschäden 2019–2022 begonnen, Kahlflächen mit Buche und Tanne wiederzubewalden. Die Forsteinrichtung wurde 2023 neu erstellt, eine gute Datenbasis. Pina Earth berechnet auf Basis des digitalen Zwillings eine zusätzliche CO2-Speicherleistung von rund 4.200 Tonnen über 30 Jahre, verglichen mit dem Szenario, in dem nur Fichte nachgepflanzt würde. Bei einem angenommenen Zertifikatpreis von 55 Euro pro Tonne entspricht das einem Bruttoerlös von rund 230.000 Euro über die Projektlaufzeit, ausgezahlt in jährlichen Tranchen. Das TÜV-Audit dauerte rund acht Monate. Den eigenen Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand schätzt der Betriebsleiter auf etwa 20 Stunden, “das hätte ich allein für die Vorbereitung einer Verra-Anmeldung gebraucht”. Wichtig für die ehrliche Rechnung: Der Nettoerlös liegt nach Abzug der Pina-Provision niedriger, und 850 ha sind komfortabel über der 150-ha-Schwelle, ein 120-ha-Nachbarbetrieb mit ähnlicher Schadenslage konnte mangels Mindestfläche nicht teilnehmen und prüft jetzt einen Zusammenschluss.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter: Pina Technologies GmbH, München (Deutschland); eng verbunden mit dem österreichischen Anbieter tree.ly
  • Datenhosting: Deutschland / EU
  • Inventurdaten: Forstinventur- und Bestandsdaten sind in der Regel keine personenbezogenen Daten. Ausnahme: Kleinprivatwald oder Forstbetriebsgemeinschaften, bei denen sich Flächen direkt einzelnen Personen zuordnen lassen
  • Plattform-Login: Läuft seit der Fusion über die tree.ly-Infrastruktur (tree.ly/login), prüfe bei sensiblen Daten, in welchem Rechtsraum die konkrete Verarbeitung erfolgt
  • Auftragsverarbeitung: Als in der EU ansässiges Unternehmen bietet Pina eine AVV-konforme Vertragsgestaltung an
  • Empfehlung: Für den Standardfall (Forstbetrieb mit eigener Fläche) unkritisch. Bei Forstbetriebsgemeinschaften mit personenbezogenen Mitgliederdaten die AVV-Unterlagen und die Verarbeitungskette vor der Datenweitergabe prüfen

Gut kombiniert mit

  • , die QGIS-Erweiterung erstellt und pflegt die Forsteinrichtung und Bestandskartografie, also genau die Inventurdaten, aus denen Pina den digitalen Zwilling baut. Wer seine Forsteinrichtung sauber digital führt, hat den schnellsten Projektstart bei Pina.
  • , amtliche Geodaten (Waldfunktionen, Schutzgebiete, Borkenkäfer-Monitoring) helfen, Flächen für Umbau- und Naturschutzprojekte zu identifizieren und das Kalamitätsrisiko einzuschätzen, das für die Permanenzfrage von Pina-Projekten zentral ist.
  • , für Unternehmen auf der Käuferseite: Greenly berechnet die eigene CO2-Bilanz nach GHG Protocol und CSRD, Pina-Zertifikate decken anschließend die unvermeidbaren Restemissionen über regionale, TÜV-geprüfte Waldprojekte ab. Erst messen, dann kompensieren.

Unser Testurteil

Pina Earth verdient 4 von 5 Sternen. In einem Markt, der zu Recht für seine Intransparenz und für wertlose Zertifikate kritisiert wird, gehört Pina zu den seriösen Adressen: anerkannte Standards, echtes TÜV-Audit, ein datenbasierter digitaler Zwilling statt Pauschalfaktoren und ein liquider Abnehmermarkt mit namhaften Kunden. Der DACH-Fokus und das Modell ohne Vorabkosten senken die Einstiegshürde für Forstbetriebe spürbar. Den fünften Stern kostet die Kombination aus realen Strukturschwächen: hohe Mindestflächen, die den Großteil des Privatwalds ausschließen, eine 30-jährige Permanenzbindung mit nicht wegzudiskutierendem Kalamitätsrisiko, das Intermediär-Modell mit Erlösteilung und die intransparenten Konditionen. Für mittlere bis große Forstbetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ernsthaften Waldumbau betreiben und ihn gegenfinanzieren wollen, ist Pina Earth dennoch eine der überzeugendsten Optionen am Markt, vorausgesetzt, man geht mit offenen Augen in die langfristige Bindung.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Das Unternehmen firmiert als Pina Technologies GmbH. Der österreichische Anbieter tree.ly ist eng verbunden: Der Plattform-Login läuft über die tree.ly-Infrastruktur (tree.ly/login). Eine formale Fusion ließ sich auf der offiziellen Seite nicht eindeutig belegen, wir formulieren daher vorsichtig als enge Verbindung statt als bestätigten Zusammenschluss. Unser Tool-Eintrag führt das Produkt weiter unter dem bekannteren Markennamen “Pina Earth”.
  • Juni 2026, Verifiziert über die Startseite: Pina nennt über 80 zertifizierte Projekte, mehr als 170.000 Hektar, über 1 Mio. Tonnen gebundenes bzw. vermiedenes CO2 und Projekte in 5 Ländern. Der Schwerpunkt bleibt klar im deutschsprachigen Raum.
  • Juni 2026, Wir haben die Kundenliste an die offizielle Seite angepasst: Genannt werden u. a. Telekom, Celonis, Airbnb, McDonald’s, Yello, Polarstern, Blum, Kearney und Tiroler Rohre. Die früher behauptete Zahl “über 100 Unternehmenskunden” war nicht belegbar und wurde entfernt.
  • Allgemein, Der freiwillige Markt für Wald-CO2-Zertifikate steht weiter unter Beobachtung: Kritik an Phantom-Credits und schwachen Methodiken betrifft die ganze Branche. Pinas TÜV-Audit und ISO-14064-2-Bindung sind ein Gegengewicht, ersetzen aber keine eigene Sorgfaltsprüfung, besonders die Permanenzfrage (was passiert bei Sturm oder Borkenkäfer?) sollte jeder Käufer und Verkäufer aktiv klären.

Quellen

  1. Pina Earth – Startseite. https://www.pina.earth/ (abgerufen am 2026-06-14). Anbieter Pina Technologies GmbH; Zertifizierung nach ISO 14064-2, Validierung durch TÜV NORD und TÜV Austria, ICROA-Endorsement; über 80 zertifizierte Projekte, mehr als 170.000 Hektar, über 1 Mio. t CO2, 5 Länder; digitaler Zwilling auf Einzelbaum-Ebene mit wissenschaftlichen Wachstums- und Klimamodellen; Kunden u. a. Airbnb, Yello, Polarstern, Telekom, Celonis, McDonald's, Blum, Kearney, Tiroler Rohre; tree.ly als Plattform-Login.

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