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OpenBOM

OpenBOM Inc.

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Cloud-native BOM-Management-Plattform mit direkten CAD-Plug-ins für SOLIDWORKS, Fusion, Onshape, Inventor, Creo, Solid Edge, NX und weitere. OpenBOM liest Stücklisten automatisch aus CAD-Modellen, pflegt Revisionen und Änderungen, und gibt Kauflisten direkt an Einkauf oder ERP weiter, ohne manuelles Abtippen. Besonders stark für kleine bis mittelgroße Fertigungsbetriebe, die kein vollständiges PLM-System brauchen, aber mehr als Excel wollen.

Kosten: Kostenloser Plan bis 2.000 Datensätze; Professional Team ca. 30 USD/Seat/Monat (Jahresabrechnung, 55 USD monatlich); Company ca. 90 USD/Seat/Monat (Jahresabrechnung, 165 USD monatlich, inkl. CAD-Dateiverwaltung, Revisions- und Änderungsmanagement). CAD-Add-ins zusätzlich ca. 25 USD/Seat/Monat je CAD-System. Datensatz-Kontingent als eigene Preisachse (z. B. bis 5.000 Datensätze 100 USD/Jahr). Unbegrenzte Leser kostenlos. Neues Preismodell ab Januar 2026, Bestandskunden grandfathered.

Stärken

  • Direkte CAD-Plug-ins für über ein Dutzend Systeme (SOLIDWORKS, Fusion, Onshape, Inventor, Creo, NX, Solid Edge, KiCad u. a.), BOM-Extraktion ohne manuelles Übertragen
  • Unbegrenzt kostenlose Leser: Einkauf, Produktion und Projektleitung können BOMs einsehen ohne Lizenzkosten
  • Cloud-native, ohne IT-Infrastruktur in Minuten einsatzbereit
  • Revisionsverwaltung und Änderungsmanagement (ECO) im Company-Plan
  • Datenmodell wächst mit Produktkomplexität: Multi-Level-BOMs, Varianten, Konfigurationen (xBOM)
  • Offene REST-API in allen Plänen ohne Aufruf-Limit, ERP-Konnektoren für NetSuite, Odoo, SAP S/4HANA, Dynamics 365 BC

Einschränkungen

  • Datenhaltung standardmäßig in US-AWS, kein natives EU-Hosting, DSGVO-Folgenabschätzung erforderlich
  • UI nur auf Englisch, kein deutsches Frontend, kein deutschsprachiger Support
  • On-Premises nur indirekt: dediziertes Hosting im eigenen AWS-Konto erst im Enterprise-Plan
  • ERP-Integrationen sind kostenpflichtige Add-ons mit individuellem Pricing
  • Zwei Preisachsen (Seats plus Datensatz-Kontingent) machen die Gesamtkosten schwer kalkulierbar
  • Für sehr große Produktstrukturen mit komplexen PLM-Workflows und Compliance-Tiefe eher zu schlank

Passt gut zu

Metallbau- und Maschinenbau-KMU, die BOM-Daten aus CAD automatisch ableiten wollen Shops mit 5–50 Engineering-Nutzern, die Excel-BOMs ablösen wollen ohne PLM-Großprojekt Teams mit gemischter CAD-Landschaft (z. B. SOLIDWORKS + Fusion nebeneinander) Hardware-Startups, die früh saubere Stücklisten- und Einkaufsprozesse aufsetzen wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Stücklisten direkt aus dem CAD-Modell ableiten statt manuell abzutippen
  • Mehrere Abteilungen sollen dieselbe, aktuelle BOM sehen, ohne pro Person zu zahlen
  • Du arbeitest mit mehreren CAD-Systemen parallel und brauchst eine gemeinsame Stücklistenbasis
  • Excel reicht nicht mehr, ein volles PLM-System wäre überdimensioniert und zu teuer

Wann nein

  • Dein Unternehmen verlangt zwingend EU-Datenhosting (DSGVO-kritische Branche)
  • Du brauchst tiefe PLM-Workflows mit Freigabeketten, Compliance-Tracking und Qualitätsmanagement
  • Deine Mitarbeitenden kommen mit einer rein englischen Oberfläche nicht zurecht
  • Du suchst eine On-Premises-Lösung ohne Cloud-Anbindung

Kurzfazit

OpenBOM ist die richtige Wahl, wenn du Stücklisten aus dem CAD-Modell heraus pflegen willst, ohne dafür ein vollständiges PLM-System einzuführen. Die Plattform liest BOMs direkt aus über einem Dutzend CAD-Systemen aus, von SOLIDWORKS über Fusion und Onshape bis NX und Solid Edge, und hält Revisionen, Änderungen und Einkaufslisten in einer geteilten Cloud-Umgebung aktuell. Der größte Hebel ist das Lizenzmodell: Beliebig viele Kollegen aus Einkauf, Produktion und Projektleitung sehen die BOM kostenlos. Die deutlichen Schwächen sind das fehlende native EU-Hosting, die rein englische Oberfläche und die zweistufige Preisstruktur (Seats plus Datensatz-Kontingent), die die echten Kosten schwer kalkulierbar macht. Für Fertigungs-KMU und Hardware-Startups, denen Excel zu fehleranfällig und ein PLM zu schwer ist, trifft OpenBOM eine sinnvolle Lücke, mit klaren Vorbehalten für DSGVO-sensible Betriebe.

Für wen ist OpenBOM?

Maschinen- und Metallbau-KMU: Wer Sonderanfertigungen oder Kleinserien konstruiert, kennt das Problem: Die Stückliste lebt im CAD, der Einkauf in Excel, die Fertigung in einer PDF-Kopie, und alle drei laufen auseinander. OpenBOM bündelt das in einer Quelle, die per Plug-in aus der Baugruppe gespeist wird. Für 5 bis 50 Engineering-Nutzer ist das der Sweetspot.

Hardware-Startups: Junge Teams, die noch keine gewachsene IT-Landschaft haben, kommen ohne Server und Administration sofort los. Saubere BOM- und Einkaufsprozesse von Anfang an erspart später schmerzhafte Migrationen, und die offene REST-API macht spätere Anbindungen an ERP oder eigene Tools möglich.

Betriebe mit gemischter CAD-Landschaft: Wenn im selben Haus SOLIDWORKS, Fusion und vielleicht noch Onshape parallel laufen, ist OpenBOM einer der wenigen Anbieter, der alle drei mit nativen Add-ins bedient und die Stücklisten in einem gemeinsamen Datenmodell zusammenführt.

Einkauf und Fertigungssteuerung: Diese Rollen profitieren am stärksten vom kostenlosen Leserzugang. Sie sehen jederzeit die aktuelle, freigegebene Version mitsamt Mengen, Lieferanten und Preissummen, ohne pro Kopf Lizenzkosten zu verursachen.

Weniger geeignet für: Konzerne mit ausgewachsenen PLM-Anforderungen (Freigabeketten, Compliance-Tracking, tiefe Qualitätsprozesse), Betriebe unter strenger DSGVO-Auflage ohne Spielraum für US-Cloud, sowie Teams, die mit einer rein englischen Oberfläche nicht arbeiten können oder eine echte On-Premises-Installation brauchen.

Preise im Detail

PlanPreis (Jahresabrechnung)Was du bekommst
Free0 USD, bis 2.000 DatensätzeBOM-Verwaltung, Teilekatalog, Import/Export, REST-API, unbegrenzt kostenlose Leser
Professional Teamca. 30 USD/Seat/Monat (55 USD bei Monatsabrechnung)Voller BOM-Funktionsumfang, Bestandsführung, RFQ/Bestellungen, Zusammenarbeit, API, ohne CAD-Verwaltung und Revisionskontrolle
Companyca. 90 USD/Seat/Monat (165 USD monatlich)Alles aus Team plus CAD-Dateiverwaltung (PDM), Revisionskontrolle, Änderungsmanagement (ECO), erweiterte Stücklisten (xBOM), MFA
EnterpriseAuf AnfrageAlles aus Company plus SSO, individuelle Integrationen, Enterprise-Support, privates/eigenes Hosting (z. B. im eigenen AWS-Konto)
CAD-Add-inca. 25 USD/Seat/Monat je CAD-SystemNative Anbindung pro CAD-Programm, setzt Team- oder Company-Plan voraus
Datensatz-Kontingentz. B. bis 5.000: 100 USD/Jahr, bis 10.000: 200 USD/JahrEigene Preisachse, skaliert unabhängig von den Seats

Einordnung: Auf den ersten Blick wirkt OpenBOM günstig, und für ein kleines Team ist es das auch. Die Tücke liegt in der Doppelstruktur aus Seat-Preis und Datensatz-Kontingent: Der kostenlose Plan deckt nur 2.000 Datensätze ab, was bei wachsenden Produktstrukturen schnell überschritten wird. Wer ernsthaft CAD-getriebenes BOM-Management will, braucht praktisch den Company-Plan (90 USD/Seat/Jahr) plus mindestens ein CAD-Add-in (25 USD/Seat/Jahr) plus ein passendes Datensatz-Paket, die wahren Kosten liegen also deutlich über dem beworbenen Einstiegspreis. Für ein fünfköpfiges Engineering-Team mit SOLIDWORKS landest du realistisch bei einigen Hundert USD pro Jahr. Das ist immer noch ein Bruchteil eines klassischen PLM, aber kalkuliere die Datensatz-Achse von Anfang an mit ein, sonst überrascht dich die Rechnung beim Wachstum.

Stärken im Detail

Breite CAD-Abdeckung mit nativen Add-ins. Das ist OpenBOMs Kern: Plug-ins für SOLIDWORKS, Autodesk Fusion, Onshape, Inventor, PTC Creo, Siemens NX, Solid Edge, Revit, AutoCAD (auch Electrical), KiCad, Autodesk Eagle und KeyCreator. Die meisten Wettbewerber decken eine Handvoll Systeme ab, OpenBOM bedient über ein Dutzend. Gerade in Betrieben mit gemischter CAD-Landschaft ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal, weil alle Systeme in dieselbe Stücklistenbasis einzahlen.

Unbegrenzt kostenlose Leser. Das Lizenzmodell ist clever auf reale Fertigungsteams zugeschnitten: Nur wer aktiv BOMs erstellt und bearbeitet, braucht einen bezahlten Seat. Einkauf, Produktion, Projektleitung und externe Partner sehen die BOMs als Leser kostenlos. Das senkt die Hürde erheblich, eine BOM unternehmensweit als „Single Source of Truth” zu etablieren, niemand muss aus Lizenzgründen ausgeschlossen bleiben.

Cloud-native, sofort einsatzbereit. Kein Server, keine Installation auf einem Datenbankhost, keine IT-Administration. Konto anlegen, Plug-in installieren, loslegen. Für KMU ohne eigene IT-Abteilung oder für Startups, die schnell produktiv sein müssen, ist das ein klarer Vorteil gegenüber installierbaren PDM-Systemen.

Revisions- und Änderungsmanagement im Company-Plan. Ab dem Company-Plan bekommst du echte Revisionskontrolle und ein Änderungsmanagement (Engineering Change Order, ECO). Damit lässt sich nachvollziehen, welche Stücklistenversion in welchem Bauzustand gilt, der entscheidende Schritt weg von der „BOM_final_v3_wirklichfinal.xlsx”-Realität vieler Betriebe.

Offene API und ERP-Konnektoren. Die REST-API ist in allen Plänen ohne Aufruf-Limit enthalten, das ist bemerkenswert offen. Dazu gibt es vorgefertigte ERP-Integrationen für NetSuite, Odoo, SAP S/4HANA, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Oracle Fusion und Xero. So fließen freigegebene Einkaufslisten ohne Medienbruch in die Beschaffung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein natives EU-Hosting. OpenBOM läuft auf AWS, standardmäßig in US-Regionen. Eine garantierte EU-Datenresidenz für Standardpläne ist nicht dokumentiert, die genaue Region wird auf der Sicherheitsseite nicht offengelegt, man muss beim Support nachfragen. Für Betriebe mit strengen DSGVO-Anforderungen oder Auftragsfertiger mit sensiblen Kundendaten ist das ein ernster Vorbehalt. Workaround: Enterprise-Plan mit dediziertem Hosting im eigenen AWS-Konto, das verlagert die Kontrolle, kostet aber Aufpreis und Cloud-Know-how.

Rein englische Oberfläche, kein deutscher Support. Es gibt kein deutsches Frontend und keinen deutschsprachigen Support. Für englischaffine Konstrukteure kein Problem, aber in Werkstatt und Einkauf, wo nicht alle fließend Englisch lesen, kann das die Akzeptanz bremsen. Schulung und interne Glossare helfen, ersetzen aber kein lokalisiertes Produkt.

Zwei Preisachsen erschweren die Kalkulation. Seats und Datensatz-Kontingent skalieren getrennt. Das ist flexibel, aber unübersichtlich: Ein Team kann genug Seats haben und trotzdem am Datensatz-Limit anstoßen, und umgekehrt. Wer die Gesamtkosten vorab sauber planen will, muss beide Achsen gegen das erwartete Produktwachstum durchrechnen.

On-Premises nur über Umwege. Eine klassische On-Premises-Installation gibt es nicht. Wer Daten zwingend im eigenen Rechenzentrum halten muss, findet hier keine Lösung, bestenfalls das dedizierte AWS-Hosting im Enterprise-Plan, was aber weiterhin Cloud ist.

Zu schlank für komplexe PLM-Szenarien. OpenBOM ist BOM- und leichtes PDM-Management, kein vollwertiges PLM. Tiefe Freigabe-Workflows, regulatorisches Compliance-Tracking, Qualitäts- und Anforderungsmanagement über den gesamten Produktlebenszyklus fehlen. Wer dorthin will, stößt an Grenzen und sollte gleich ein echtes PLM wie evaluieren.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein vollwertiges, regulatorisch belastbares PLM brauchst
Cloud-CAD mit eingebautem BOM- und Versionsmanagement willst
Ohnehin im Autodesk-Ökosystem arbeitest (CAD + Stückliste)
Mechanik in einem etablierten Desktop-CAD mit BOM konstruierst

Erwähnenswert ohne verlinkte Tool-Seite: SOLIDWORKS bringt mit dem PDM-Modul eine eigene Stücklistenverwaltung mit, ist aber teurer und an die Dassault-Welt gebunden; Duro und Propel sind cloudbasierte PLM-Alternativen mit Fokus auf Hardware-Startups; Excel bleibt für Kleinstbetriebe der eigentliche Wettbewerber, den OpenBOM ablösen will. OpenBOMs Position ist die Mitte: mehr als Excel, weniger als ein Konzern-PLM, und mit der breitesten CAD-Anbindung im Feld.

So steigst du ein

Schritt 1: Kostenlosen Plan auf openbom.com anlegen (E-Mail, keine Kreditkarte). Lade das CAD-Plug-in für dein CAD-System herunter, SOLIDWORKS, Fusion, Onshape, Inventor oder eines der weiteren unterstützten Systeme. Das Plug-in erscheint als Panel direkt in deiner CAD-Oberfläche.

Schritt 2: Öffne eine vorhandene Baugruppe und starte die BOM-Extraktion im Plug-in. OpenBOM liest die gesamte Baugruppenstruktur, alle Teile, Mengen, Attribute und Stücklistenpositionen, und erstellt daraus eine strukturierte, mehrstufige BOM in deinem Konto. Kein manuelles Tippen. Prüfe dabei früh, wie viele Datensätze deine Produktstruktur erzeugt, um das passende Kontingent abzuschätzen.

Schritt 3: Teile die BOM mit Einkauf oder Produktion, als Link (kostenlos für Leser) oder als Excel-Export. Im Professional-Plan kannst du Preise je Teil hinterlegen und Gesamtkostensummen direkt aus der CAD-Baugruppe berechnen. Ab dem Company-Plan aktivierst du Revisions- und Änderungsmanagement, sobald die ersten Konstruktionsänderungen nachvollziehbar dokumentiert werden müssen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Metallbauunternehmen mit 28 Mitarbeitenden in der Nähe von Bielefeld konstruiert Sonderanfertigungen in SOLIDWORKS. Bisher: Der Konstrukteur exportiert manuell eine Stückliste als PDF, der Einkäufer tippt die Positionen in Excel, der Fertigungsleiter bekommt eine Kopie, oft bereits mit veralteten Revisionen. Mit OpenBOM überträgt das SOLIDWORKS-Plug-in die BOM nach jeder Konstruktionsänderung mit einem Klick. Der Einkauf sieht die aktuelle Version sofort als kostenloser Leser, inklusive Preissumme aus hinterlegten Einstandspreisen. Drei Konstrukteure arbeiten auf Company-Seats mit CAD-Add-in, acht weitere Kollegen aus Einkauf und Fertigung lesen lizenzkostenfrei mit. Ergebnis: Übertragungsfehler praktisch eliminiert, Einkaufs-Anfragen gehen ein bis zwei Tage früher raus. Die rein englische Oberfläche wurde anfangs in einer kurzen internen Schulung mit einem zweisprachigen Spickzettel aufgefangen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: AWS, standardmäßig US-Regionen. Anbieter ist OpenBOM Inc. (USA). Eine garantierte EU-Datenresidenz für Standardpläne ist nicht öffentlich dokumentiert, vor dem Einsatz beim Support erfragen.
  • Verschlüsselung: Daten werden im Ruhezustand mit AES-256 und bei der Übertragung per TLS/HTTPS verschlüsselt.
  • Zertifizierungen: OpenBOM gibt SOC 2 Type II (uneingeschränktes Prüfungsurteil) an; die zugrunde liegende AWS-Infrastruktur ist u. a. nach ISO 27001 zertifiziert.
  • Zugriffskontrolle: Granulares Rechtemodell (kein Zugriff / Leser / Bearbeiter / Admin). Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) ab dem Company-Plan, SSO im Enterprise-Plan.
  • Dediziertes Hosting: Enterprise-Kunden können OpenBOM im eigenen AWS-Konto betreiben, sinnvoll, wenn Datenhoheit eine harte Anforderung ist.
  • Empfehlung für Unternehmen: Keine personenbezogenen oder besonders schutzwürdigen Daten in Stücklisten ablegen. Für DSGVO-sensible Betriebe vor dem Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, einen AVV anfragen und die EU-Datenresidenz bzw. das dedizierte Hosting klären.

Gut kombiniert mit

  • , als Cloud-CAD mit bidirektionaler Datenverbindung zu OpenBOM: Konstruktion und Versionierung im CAD, Stücklisten-, Einkaufs- und Revisionsmanagement in OpenBOM. Beide laufen ohne lokale Installation.
  • , wer im Autodesk-Ökosystem konstruiert, lässt OpenBOM die Stücklisten direkt aus der Fusion-Baugruppe ziehen und reichert sie um Einkaufs- und Lieferanteninformationen an, die Fusion selbst nicht abdeckt.
  • , sobald aus dem reinen Stücklistenmanagement ein vollständiger Produktlebenszyklus mit Freigaben und Compliance wird, ist Arena der Aufstiegspfad. OpenBOM eignet sich als Einstieg, Arena als Ziel für regulierte Branchen.

Unser Testurteil

OpenBOM verdient 3 von 5 Sternen. Für die klar umrissene Aufgabe, Stücklisten CAD-getrieben pflegen, ohne ein PLM einzuführen, liefert es überzeugend ab: Die CAD-Abdeckung ist die breiteste im Feld, das Modell mit unbegrenzt kostenlosen Lesern ist genau auf reale Fertigungsteams zugeschnitten, und die offene API mit ERP-Konnektoren hält den Datenfluss medienbruchfrei. Sterne kosten vor allem drei Punkte: das fehlende native EU-Hosting (ein hartes Ausschlusskriterium für viele deutsche Betriebe), die rein englische Oberfläche ohne deutschen Support und die intransparente Doppelstruktur aus Seat- und Datensatz-Preisen, die die Gesamtkosten erst beim Wachstum sichtbar macht. Für ein englischaffines Fertigungs-KMU mit gemischter CAD-Landschaft und unkritischer Datenlage ist OpenBOM eine pragmatische, faire Empfehlung. Wer DSGVO-Härte, deutsche Bedienbarkeit oder PLM-Tiefe braucht, schaut besser weiter.

Was wir bemerkt haben

  • Januar 2026, OpenBOM hat ein neues Preismodell eingeführt. Die Seats heißen jetzt „Professional Team” (ca. 30 USD/Seat/Jahr) und „Company” (ca. 90 USD/Seat/Jahr), CAD-Anbindung ist ein separates Add-in (ca. 25 USD/Seat/Jahr). Bestandskunden wurden vollständig zu ihren alten Konditionen grandfathered.
  • 2024–2026, Das Datensatz-Kontingent ist als eigene Preisachse neben den Seats etabliert. Wer Produktstrukturen wachsen lässt, sollte diese Achse aktiv im Blick behalten, der kostenlose Plan deckt nur 2.000 Datensätze ab, und das Limit wird in der Praxis schneller erreicht als die Seat-Grenze.
  • Mai 2026, Eine öffentlich dokumentierte EU-Datenresidenz für Standardpläne gibt es weiterhin nicht. Wer DSGVO-sauber arbeiten will, muss die Region beim Support erfragen oder den Enterprise-Pfad mit dediziertem AWS-Hosting gehen. Diese Lücke ist seit Längerem unverändert.

Quellen

  1. OpenBOM – Preisübersicht. https://www.openbom.com/pricing (abgerufen am 2026-06-20). Free-Plan bis 2.000 Datensätze kostenlos; Professional Team 30 USD/Seat/Monat (Jahresabrechnung) bzw. 55 USD monatlich; Company 90 USD/Seat/Monat (Jahresabrechnung) bzw. 165 USD monatlich. Unbegrenzte Leser-Zugänge ohne Zusatzkosten in allen Plänen..
  2. OpenBOM – Neues Preismodell 2026. https://www.openbom.com/blog/product-feature-updates/openbom-pricing-model-2026 (abgerufen am 2026-06-20). Das ab Januar 2026 gültige Preismodell entfernt die Mindestanzahl an Seats, führt unbegrenzte kostenlose Leserzugänge ein und lizenziert CAD-Add-ins (25 USD/Seat je CAD-System) sowie ERP-Integrationen als separate Erweiterungen. Bestandskunden bleiben zu alten Konditionen grandfathered..

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