Makersite
Makersite GmbH
KI-gestützte Product-Lifecycle-Intelligence-Plattform für Hersteller in Automotive, Elektronik und diskreter Fertigung. Makersite berechnet PCF, LCA und EPD aus Stücklisten- und Lieferantendaten, automatisiert Scope-3- und CBAM-Reporting und integriert sich tief in CAD/PLM-Systeme (Siemens Teamcenter, PTC Windchill). Hauptsitz in Stuttgart, geführt von Gründer und CEO Neil D'Souza, 2026 mit einer 60-Mio.-€-Series-B (Co-Lead: Lightrock und Partech) finanziert. Stärke: belastbare Tier-1/Tier-2-Datenpipelines für OEM-Anforderungen.
Kosten: Drei Pläne (Pro, Teams, Enterprise), alle mit individueller Preisgestaltung auf Anfrage. Jahreslizenz, jährlich im Voraus zahlbar. Kein Free Trial.
Kategorien
Stärken
- Catena-X-nativ: nahtloser PCF-Datenaustausch mit Automotive-OEMs über das Catena-X-Ökosystem
- KI-gestütztes Gap-Filling rechnet aus Teilinformationen belastbare Emissionsbilanzen
- PCF, LCA, EPD, Scope-3 und CBAM-Compliance in einer Plattform statt vier Einzeltools
- Tiefe CAD/PLM-Integration (Siemens Teamcenter, PTC Windchill) bringt Nachhaltigkeit ins Engineering
- Breite Materialdatenbasis aus etablierten Quellen, kombiniert mit eigenen Datensätzen
- Mit Mattermaps (ehemals Siemens SiGREEN) eigene Plattform für PCF- und Lieferketten-Datenaustausch im Haus
Einschränkungen
- Keine öffentliche Preisliste; echte Kosten erst nach Scoping-Gespräch kalkulierbar
- Kein Free Trial und kein Self-Service; Einstieg nur über Demo und Vertrag
- Primär auf Automotive, Elektronik und diskrete Fertigung ausgerichtet, andere Branchen profitieren weniger
- Material-Komponenten je Plan gedeckelt (Pro 2.000, Teams 4.000, Enterprise 50.000)
- Mattermaps-Integration (ehemals SiGREEN) frisch abgeschlossen, Produktwelten wachsen noch zusammen
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du bist Tier-1/Tier-2-Zulieferer und deine OEM-Kunden fordern produktbezogene PCF-Daten
- Du brauchst PCF, LCA und EPD für viele Produkte automatisiert statt manuell je Bauteil
- Du arbeitest mit komplexen Stücklisten und musst Scope-3-Emissionen entlang der Lieferkette belegen
- Du brauchst eine Plattform mit EU-Bezug und tiefer CAD/PLM-Integration für Engineering-Daten
Wann nein
- Du bist kleiner Mittelständler mit knappem Budget und brauchst nur eine grobe CO2-Bilanz
- Du willst nur ein einfaches CSRD-Reporting auf Unternehmensebene (nicht produktbezogen)
- Deine Branche hat keine PCF-Anforderungen entlang der Lieferkette
- Du willst ohne Vertrag und Onboarding sofort selbst loslegen
Kurzfazit
Makersite ist die richtige Wahl, wenn du Produkt-Emissionsdaten im industriellen Maßstab brauchst, nicht eine Bilanz pro Jahr, sondern Hunderte oder Tausende Produktdeklarationen, die deine OEM-Kunden über Catena-X anfordern. Die Plattform berechnet PCF, LCA, EPD und Scope-3-Emissionen direkt aus Stücklisten und Lieferantendaten, füllt Lücken per KI-Gap-Filling und reicht das Ergebnis als Catena-X-konformes Datenpaket weiter. Das ist eine andere Liga als die klassischen CO2-Rechner für die Unternehmensbilanz: Makersite arbeitet auf Bauteil- und Materialebene und integriert sich tief in Engineering- und PLM-Systeme. Das Preismodell (drei Pläne, alle auf Anfrage, kein Free Trial) und der enge Branchenfokus auf Automotive, Elektronik und diskrete Fertigung machen es allerdings zu einem Werkzeug für Hersteller mit echtem Lieferkettendruck, nicht für den kleinen Mittelständler, der nur eine grobe CO2-Bilanz braucht.
Für wen ist Makersite?
Tier-1- und Tier-2-Zulieferer in der Automobilindustrie: Die Kernzielgruppe. Wenn BMW, Mercedes oder VW über Catena-X verlangen, dass du den Product Carbon Footprint für jedes gelieferte Bauteil dokumentierst, ist Makersite genau dafür gebaut. Der native Catena-X-Anschluss erspart dir die manuelle Aufbereitung jedes Datensatzes.
Kunststoffverarbeiter und Komponentenhersteller: Wer viele Varianten mit unterschiedlichen Materialmischungen liefert, kann nicht jede einzeln von Hand bilanzieren. Makersite matcht Stücklisten gegen seine Materialdatenbank und berechnet PCF-Werte automatisiert über das gesamte Produktportfolio.
Engineering- und Ecodesign-Teams: Über die Integration in Siemens Teamcenter und PTC Windchill bringt Makersite Nachhaltigkeitsdaten direkt in den Konstruktionsprozess. Konstrukteure sehen schon beim Materialentscheid, welche Variante den niedrigeren CO2-Fußabdruck hat, statt erst im Nachhinein zu bilanzieren.
Nachhaltigkeits- und Compliance-Verantwortliche großer Hersteller: PCF, LCA, EPD, Scope-3 und CBAM-Compliance laufen in einer Plattform zusammen. Für Konzerne, die heute vier verschiedene Tools und Berater einsetzen, ist die Konsolidierung das eigentliche Argument.
Weniger geeignet für: Kleine Mittelständler mit knappem Budget (der Einstieg liegt im B2B-Enterprise-Segment), Unternehmen, die nur ein einfaches CSRD-Reporting auf Firmenebene brauchen (dafür sind
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Pro | auf Anfrage | 1 Nutzer, bis zu 2.000 Material-Komponenten, Multi-Tenant-Cloud. Für Berater und kleine Unternehmen |
| Teams | auf Anfrage | bis zu 10 Nutzer, bis zu 4.000 Material-Komponenten, technischer Support, Makersite-Connect-Integrationen, Multi-Tenant-Cloud |
| Enterprise | auf Anfrage | 10+ Nutzer, bis zu 50.000 Material-Komponenten, dedizierte Cloud, Enterprise-SLA, individuelle Integrationen (Aufpreis) |
| Free Trial | nicht verfügbar | - |
Einordnung: Makersite ist kein Self-Service-Tool, sondern eine Enterprise-Plattform mit klassischem B2B-Vertrieb. Alle drei Pläne haben individuelle Preise auf Anfrage, eine öffentliche Preisliste und einen kostenlosen Test gibt es nicht. Der Einstieg läuft immer über eine Demo und ein Scoping-Gespräch, in dem Nutzerzahl, Material-Komponenten, Datenquellen und Integrationen festgelegt werden. Lizenzen laufen jährlich und werden im Voraus per Überweisung bezahlt; Mehrjahreslizenzen und Mengenrabatte für Teams und Enterprise sind möglich. Für ein Unternehmen, das ohnehin externe Berater für jede einzelne PCF-Berechnung bezahlen müsste, rechnet sich die Plattform schnell, für jemanden, der nur eine Handvoll Bilanzen pro Jahr braucht, ist sie überdimensioniert.
Stärken im Detail
Catena-X-nativ, das ist der Kern. Die Automobilindustrie hat sich mit Catena-X auf einen gemeinsamen Datenraum für Lieferketten-Emissionen geeinigt. Makersite spricht dieses Protokoll direkt: PCF-Daten lassen sich als Catena-X-konforme Pakete an OEM-Kunden übertragen, ohne dass du sie manuell in das geforderte Format bringen musst. Für Zulieferer, deren Aufträge zunehmend an PCF-Nachweise gekoppelt sind, ist das kein Nice-to-have, sondern Geschäftsvoraussetzung.
KI-Gap-Filling löst das echte Problem. Die größte Hürde bei PCF-Berechnungen ist nicht die Mathematik, sondern fehlende Daten, kaum ein Lieferant liefert vollständige Emissionswerte für jedes Vorprodukt. Makersite füllt diese Lücken mit KI-Modellen, die aus Materialart, Herkunft, Prozessdaten und Branchen-Benchmarks belastbare Schätzwerte ableiten. Das ersetzt keine Primärdaten, macht aber überhaupt erst eine flächendeckende Bilanzierung möglich, statt an den Lücken zu scheitern.
Vier Disziplinen in einer Plattform. PCF, LCA, EPD und Scope-3-Reporting kommen sonst oft aus verschiedenen Tools mit getrennten Datenbanken. Makersite führt sie auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammen und ergänzt sie um CBAM-Compliance (CO2-Grenzausgleich der EU). Das reduziert Reibung, Doppelpflege und widersprüchliche Zahlen.
Tiefe CAD/PLM-Integration. Über Anbindungen an Siemens Teamcenter und PTC Windchill wandern Nachhaltigkeitsdaten dorthin, wo Produkte entstehen: ins Engineering. Konstrukteure können Materialalternativen schon im Entwurf nach CO2-Fußabdruck bewerten. Das ist der Unterschied zwischen nachträglicher Berichterstattung und tatsächlichem Ecodesign.
Industrielle Datenbasis. Makersite kombiniert Materialdaten aus etablierten Ökobilanz-Datenbanken mit eigenen Datensätzen und bildet darüber große Teile globaler Lieferketten ab. Die Breite dieser Basis ist der Grund, warum das Gap-Filling überhaupt belastbar funktioniert: Je mehr Vergleichsdaten vorliegen, desto verlässlicher lassen sich fehlende Emissionswerte abschätzen.
Eigene Plattform für den Datenaustausch. Mit der Übernahme von Siemens’ SiGREEN, das seit der vollständigen Eingliederung als Mattermaps firmiert, hat Makersite eine etablierte PCF- und Lieferketten-Datenaustauschplattform ins Haus geholt. Das stärkt die Position bei der Lieferantendatenerfassung und beim Datenaustausch entlang der Kette, ein Bereich, der für belastbare Scope-3-Bilanzen entscheidend ist.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine Preistransparenz. Alle drei Pläne haben individuelle Preise auf Anfrage, eine öffentliche Preisliste gibt es nicht. Du erfährst den echten Preis erst nach einem Vertriebsgespräch, und er skaliert mit Nutzerzahl, Material-Komponenten und Integrationen nach oben. Wer Budgetsicherheit vor dem Erstkontakt braucht, hat es schwer. Workaround: vor dem Demo-Termin Nutzerzahl, Produktanzahl und gewünschte Module intern klar definieren, sonst läuft das Scoping ins Offene.
Kein Free Trial, kein Self-Service. Anders als bei vielen SaaS-Tools kannst du dich nicht einfach registrieren und ausprobieren. Der Einstieg verlangt Demo, Vertrag und Onboarding. Für eine Plattform dieser Komplexität ist das nachvollziehbar, aber es erhöht die Einstiegshürde und verlängert die Entscheidungszeit spürbar.
Enger Branchenfokus. Makersite ist auf Automotive, Elektronik und diskrete Fertigung mit komplexen Stücklisten optimiert. Wer aus Lebensmittel, Textil, Bau oder Dienstleistung kommt, findet hier weniger passgenaue Datenmodelle und Workflows, andere Tools sind dann näher am Anwendungsfall. Workaround: für branchenfremde Felder spezialisierte Anbieter prüfen, statt Makersite zweckzuentfremden.
Mattermaps-Integration noch frisch. Die Übernahme von Siemens’ SiGREEN (seit 2026 als Mattermaps firmierend) erweitert das PCF-Netzwerk erheblich, ist als Eigentümerwechsel zwar abgeschlossen, aber produktseitig noch jung. Wie genau Makersite-Plattform und Mattermaps zusammenwachsen, wie sich Bestandskunden beider Seiten wiederfinden und welche Funktionen langfristig erhalten bleiben, klärt sich erst in der Praxis. Wer hier einsteigt, sollte den Integrationsstand im Gespräch konkret abfragen.
Gap-Filling bleibt Schätzung. Die KI-gestützte Lückenfüllung ist eine Stärke, aber Schätzwerte sind keine Primärdaten. Für besonders kritische oder regulatorisch geprüfte Deklarationen müssen Annahmen transparent dokumentiert und idealerweise durch Lieferantendaten ersetzt werden. Die Verlässlichkeit steht und fällt mit der Qualität der zugrunde liegenden Datenbasis.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| LCA-Daten und Supply-Chain-Risiko aus einer Hand brauchst (etablierter Branchenriese) | |
| Produktbezogenes Carbon Accounting schlanker und günstiger willst | |
| Nur das CSRD-/CO2-Reporting auf Unternehmensebene brauchst | |
| Ein flexibles CO2-Management mit Reduktionssteuerung suchst | |
| Lieferanten nach Nachhaltigkeit bewerten und auditieren willst |
Erwähnenswert ohne direkten Vergleich:
So steigst du ein
Schritt 1: Demo über makersite.io anfragen. Bereite deine Top-10-Produkte nach Umsatz vor und kläre intern, ob deine Kunden Catena-X-Anschluss haben, das entscheidet über die Integrationsstrategie und über das spätere Scoping.
Schritt 2: Stücklisten (BOM) aus ERP oder PLM importieren und Emissionsdaten zuordnen. Makersite matcht Materialien automatisch gegen seine Datenbank; fehlende Werte füllt die KI über Gap-Filling-Modelle mit Emissionsfaktoren aus etablierten Ökobilanz-Datenbanken und eigenen Datenquellen. Definiere früh, wo Primärdaten von Lieferanten nötig sind und wo Schätzungen akzeptabel sind.
Schritt 3: PCF-Deklaration exportieren, direkt als Catena-X-konformes Datenpaket für OEM-Kunden oder als ISO-14067-konformer Report für externe Verifizierer. Wer dauerhaft viele Produkte deklariert, sollte anschließend die CAD/PLM-Integration aufsetzen, damit Konstrukteure den CO2-Fußabdruck schon im Entwurf sehen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Kunststoffverarbeiter mit 600 Mitarbeitenden beliefert drei deutsche Tier-1-Zulieferer, die selbst von BMW und Mercedes Catena-X-PCF-Daten anfordern. Bislang dauerte eine manuelle PCF-Schätzung pro Bauteilgruppe rund vier Wochen, Materialien recherchieren, Emissionsfaktoren zusammensuchen, Lücken irgendwie überbrücken. Mit Makersite werden die Stücklisten direkt aus dem ERP importiert, das Gap-Filling ergänzt fehlende Lieferantenemissionen, und das fertige Datenpaket wird per Catena-X an die Tier-1-Kunden übertragen. Die ersten Pilotprodukte waren in sechs Wochen verfügbar, danach skalierte die Berechnung auf das gesamte Portfolio. Der eigentliche Hebel: Statt einzelne Bilanzen mühsam von Hand zu erstellen, kann das Nachhaltigkeitsteam jetzt auf neue OEM-Anfragen innerhalb von Tagen statt Wochen reagieren, und die PCF-Fähigkeit wird vom Engpass zum Verkaufsargument gegenüber den Auftraggebern.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: Makersite mit Hauptsitz in Stuttgart, gegründet und geführt von CEO Neil D’Souza. Der deutsche Sitz spricht grundsätzlich für einen EU-Bezug; das konkrete Hosting-Modell unterscheidet sich je nach Plan (Multi-Tenant-Cloud bei Pro/Teams, dedizierte Cloud bei Enterprise).
- Datenhosting: Pro und Teams laufen in einer Multi-Tenant-Cloud, Enterprise in einer dedizierten Cloud. Den genauen Serverstandort und die Region solltest du im Scoping-Gespräch und im Vertrag verbindlich klären, statt dich auf den Firmensitz zu verlassen.
- Zertifizierungen: Für Automotive-Lieferketten sind Standards wie ISO 27001 und TISAX häufig Pflicht. Frage den aktuellen Zertifizierungsstand direkt beim Anbieter ab und lass ihn dir belegen, bevor du sensible Stücklistendaten überträgst.
- Datennutzung: Verarbeitet werden Stücklisten-, Material- und Lieferantendaten. Diese sind oft wettbewerbssensibel, kläre im Vertrag, wie aggregierte Daten in die Benchmark-/Gap-Filling-Modelle einfließen und ob deine Daten anonymisiert weiterverwendet werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für eine Enterprise-Plattform mit B2B-Vertrieb Standard; im Vertrag explizit prüfen und mitschließen.
- Empfehlung für Unternehmen: Da Stücklisten und Lieferantenbeziehungen zu den sensibelsten Daten eines Herstellers zählen, gehören Hosting-Region, Zertifizierungen und Datenschutzvereinbarung früh ins Scoping, nicht erst in die Vertragsphase.
Gut kombiniert mit
, Sphera liefert tiefe LCA-Datenbanken und Supply-Chain-Risikodaten; Makersite nutzt solche Datenquellen ohnehin im Gap-Filling. Für Konzerne, die beide Welten brauchen, ergänzen sich Datenhoheit (Sphera) und Automatisierung im Produktmaßstab (Makersite). , Während Makersite auf Produkt- und Bauteilebene rechnet, deckt Tanso das CSRD- und CO2-Reporting auf Unternehmensebene ab. Beide zusammen schließen die Lücke zwischen Produktdeklaration und Konzernbilanz. , EcoVadis bewertet die Nachhaltigkeit deiner Lieferanten; diese Bewertung hilft einzuschätzen, wo Primärdaten verlässlich sind und wo Makersites Gap-Filling die größere Rolle spielen muss.
Unser Testurteil
Makersite verdient 4 von 5 Sternen. Für seine Kernzielgruppe, Hersteller in Automotive, Elektronik und diskreter Fertigung mit Catena-X-Druck, ist es eine der durchdachtesten Plattformen am Markt: produktbezogene Emissionsdaten im industriellen Maßstab, native Catena-X-Anbindung, KI-Gap-Filling für das echte Datenlückenproblem und tiefe PLM-Integration sind genau die richtigen Antworten auf die Anforderungen, die OEMs heute an ihre Zulieferer stellen. Der deutsche Hauptsitz in Stuttgart und die frische 60-Mio.-€-Finanzierung runden das Bild für den deutschen Markt ab. Den fünften Stern verliert Makersite durch das intransparente Preismodell (alle Pläne nur auf Anfrage), das Fehlen eines Trials oder Self-Service-Angebots und den engen Branchenfokus, der das Tool außerhalb der Fertigung wenig attraktiv macht. Auch die frische Mattermaps-Integration ist ein Unsicherheitsfaktor. Für den einen Job, den es macht, ist Makersite jedoch eine klare Empfehlung.
Was wir bemerkt haben
- 2026, Makersite hat eine Series-B-Runde über 60 Mio. € abgeschlossen, co-angeführt von Lightrock und Partech. Wichtig zur Einordnung: Hitachi Ventures, in älteren Quellen teils fälschlich als Lead genannt, war ein bestehender Series-A-Investor und hat sich an der Runde lediglich beteiligt. Das Kapital stärkt die Position als spezialisierte Product-Lifecycle-Intelligence-Plattform und finanziert den Ausbau von Datenbasis und Integrationen.
- April 2026, Makersite hat die Übernahme von Siemens’ SiGREEN-Plattform für PCF-Datenaustausch angekündigt (wirksam zum 1. Juni 2026). Die Übernahme ist inzwischen abgeschlossen, SiGREEN firmiert seither unter dem neuen Namen Mattermaps. Das erweitert das Netzwerk für Lieferketten-Emissionsdaten erheblich, die Zusammenführung der Produktwelten ist aber noch jung und sollte im Gespräch konkret hinterfragt werden.
- 2025/26, Der regulatorische Druck (EU-CBAM, CSRD, Catena-X-PCF-Anforderungen der OEMs) ist der eigentliche Markttreiber. Makersite profitiert direkt davon, dass PCF-Nachweise zunehmend zur Geschäftsvoraussetzung für Zulieferer werden, was auch erklärt, warum der Anbieter trotz B2B-Enterprise-Preismodell und ohne Free Trial wächst.
Quellen
- Makersite – Pricing. https://makersite.io/pricing (abgerufen am 2026-06-13). Drei Pläne (Pro, Teams, Enterprise) mit individueller Preisgestaltung, kein Free Trial, Jahreslizenz jährlich im Voraus per Überweisung, Material-Komponenten-Limits 2.000/4.000/50.000, Multi-Tenant- bzw. Dedicated-Cloud-Hosting.
- Makersite – Product Lifecycle Intelligence Platform. https://makersite.io (abgerufen am 2026-06-13). PCF, LCA, EPD, Scope-3, CBAM, KI-Ecodesign, CAD/ERP/PLM-Integration mit PTC Windchill und Siemens Teamcenter, Digital-Twin-Produktmodell; Kunden u. a. Lenovo, Microsoft, Cummins, Barco.
- StartingUp – Makersite sichert sich 60-Mio.-Euro-Series-B. https://www.starting-up.de/news/news-investments/makersite-sichert-sich-60-mio-euro-series-b-finanzierungsrunde.html (abgerufen am 2026-06-13). 60-Mio.-€-Series-B, co-angeführt von Lightrock und Partech; Hitachi Ventures als bestehender Series-A-Investor beteiligt; Hauptsitz Stuttgart, Gründer und CEO Neil D'Souza.
- Makersite – SiGREEN Becomes Mattermaps. https://makersite.io/press/sigreen-becomes-mattermaps-as-makersite-completes-ownership-transition/ (abgerufen am 2026-06-13). Übernahme von Siemens SiGREEN angekündigt April 2026 (wirksam 1. Juni 2026), abgeschlossen; SiGREEN firmiert nun als Mattermaps.
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Arthur Atlas
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