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Lightcast

Lightcast (ehem. Emsi Burning Glass)

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Lightcast (vormals Emsi Burning Glass) ist die führende Plattform für Labor Market Intelligence im angloamerikanischen Raum. Sie aggregiert weltweit über 18 Milliarden Arbeitsmarkt-Datenpunkte aus Stellenanzeigen, Profilen und Gehaltsdaten, analysiert mit Machine-Learning Skill-Trends und hilft Hochschulen, ihr Curriculum mit Arbeitsmarktanforderungen abzugleichen. Für den deutschen Markt nur eingeschränkt nützlich, die Datentiefe ist in den USA, UK und Australien hoch, im DACH-Raum deutlich dünner.

Kosten: Institutionelle Jahreslizenzen auf Anfrage, keine öffentliche Preisliste. Einstiegspreise für kleinere Hochschulen typisch ab ca. 8.000–15.000 USD/Jahr, je nach Modulen und Datenumfang. API-Zugang separat. Die Open-Skills-Taxonomie ist über API frei zugänglich (für Non-Profits kostenlos).

Stärken

  • Marktführer im angloamerikanischen Hochschulbereich für Curriculum Alignment und Akkreditierung
  • Open-Skills-Taxonomie mit 34.000+ definierten Skills in 30+ Kategorien, frei über API zugänglich
  • Skills Extractor: KI-gestütztes Parsen von Stellenanzeigen, Lebensläufen und Modulhandbüchern
  • Zeitreihenanalyse: Entwicklung der Nachfrage nach Kompetenzen über 3–5 Jahre
  • Benutzerfreundliche Dashboards (Analyst), kein Data-Science-Wissen für Basis-Analysen nötig
  • ISO-zertifiziert, GDPR- und CCPA-konform, mit AVV verfügbar

Einschränkungen

  • Deutsche Stellenanzeigen-Datenbasis deutlich lückenhafter als US/UK-Daten (gestaffelte Coverage-Tiers)
  • Keine öffentliche Preisliste, institutionelle Lizenz auf Anfrage, Einstieg selten unter 8.000 USD/Jahr
  • Datenhosting in den USA, AVV vorhanden, aber keine EU-Datenresidenz für die Software
  • Skill-Taxonomie und Berufsbezeichnungen stark angloamerikanisch geprägt
  • Keine deutschsprachige Oberfläche, kein deutschsprachiger Support
  • Für deutsche Fachhochschulen: DACH-Vergleichszahlen unvollständig, lokale Validierung nötig

Passt gut zu

Internationale Hochschulen und MBAs mit englischsprachigen Programmen und globalem Arbeitsmarktfokus Curriculum-Alignment-Projekte mit Vergleich zu US/UK-Unternehmen Langzeit-Trendanalysen, welche Skills in einer Disziplin über 5+ Jahre an Bedeutung gewinnen Personal- und Strategieabteilungen großer Konzerne mit internationaler Belegschaft

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst englischsprachige Studiengänge mit internationalem oder US/UK-Arbeitsmarktbezug
  • Du musst Curriculum-Relevanz für eine Akkreditierung datenbasiert belegen
  • Du willst Skill-Trends über mehrere Jahre verlässlich nachverfolgen
  • Du brauchst eine offene Skill-Taxonomie zum Anreichern eigener HR- oder Bildungssysteme

Wann nein

  • Dein Fokus liegt rein auf dem deutschen oder DACH-Arbeitsmarkt
  • Du brauchst eine deutschsprachige Oberfläche und deutschsprachigen Support
  • Dein Budget liegt unter ein paar Tausend Euro pro Jahr
  • Du verlangst EU-Datenresidenz für die gesamte Plattform

Kurzfazit

Lightcast ist die unangefochtene Nummer 1 für Labor Market Intelligence im angloamerikanischen Raum, und für Hochschulen, die ihr Curriculum am Arbeitsmarkt ausrichten oder eine internationale Akkreditierung belegen müssen, oft konkurrenzlos. Die Plattform wertet über 18 Milliarden Arbeitsmarkt-Datenpunkte aus 165 Ländern mit Machine-Learning aus und übersetzt sie in verständliche Dashboards und eine Skill-Taxonomie mit 34.000+ Einträgen. Der Haken für deutsche Anwender: Die Datentiefe ist in den USA, UK und Australien hoch, im DACH-Raum dagegen spürbar dünner, die Oberfläche und der Support sind ausschließlich englisch, und das Hosting liegt in den USA. Für rein deutsche Fragestellungen ist Lightcast deshalb selten die erste Wahl; für internationale Programme und globale Skill-Analysen dagegen das Referenzwerkzeug.

Für wen ist Lightcast?

Internationale Hochschulen und Business Schools: Wer englischsprachige Studiengänge mit globalem Arbeitsmarktbezug betreibt, MBA, Data Science, Finance, Engineering, bekommt mit Lightcast die belastbarste Datengrundlage, um Curriculum-Relevanz zu belegen. Die Module Analyst, Gap Analysis und Skillabi sind genau dafür gebaut.

Akkreditierungsverantwortliche: Für US-Akkreditierungen (HLC, SACSCOC) und internationale Programmakkreditierungen ist Lightcast eine etablierte Quelle. Skill-Gap-Reports lassen sich direkt als Anlage zum Selbstbericht verwenden, das spart Wochen manueller Recherche.

Studienberatung und Career Services: Das studentenseitige Tool Career Coach verknüpft Studiengänge mit realistischen Karrierepfaden und Gehaltsspannen. Für Hochschulen, die Employability messbar machen wollen, ist das ein konkreter Mehrwert in Marketing und Beratung.

Strategie- und Personalabteilungen großer Konzerne: Unternehmen mit internationaler Belegschaft nutzen Lightcast für Skill-Mapping, Standortanalysen (Location Quotient) und Personalplanung. 67 der Fortune 100 sind laut Anbieter Kunden, das zeigt, wo die Plattform ihre Heimat hat.

Entwickler und Datenteams: Die Open-Skills-Taxonomie und der API-Zugang erlauben es, eigene HR-, Bildungs- oder Recruiting-Systeme mit einer gepflegten Skill-Ontologie anzureichern, ohne sie selbst aufzubauen.

Weniger geeignet für: Hochschulen und Unternehmen mit rein deutschem oder DACH-Fokus (die lokale Datenbasis ist zu dünn), Anwender, die eine deutschsprachige Oberfläche und Support brauchen, kleine Institutionen mit knappem Budget, und alle, die EU-Datenresidenz für die gesamte Plattform verlangen.

Preise im Detail

AngebotPreisWas du bekommst
Open Skills (API)Kostenlos für Non-Profits / auf Anfrage kommerziellZugriff auf die Skill-Taxonomie (34.000+ Skills, 30+ Kategorien), Skills Extractor, Changelog
Education-Module (Analyst, Skillabi etc.)Institutionelle Jahreslizenz auf AnfrageDashboards, Curriculum/Program Alignment, Gap Analysis, Career Coach, Alumni Pathways
Data Delivery (API / Cloud / Warehouse)Auf AnfrageRohdaten via API, S3/GCS/Azure, Snowflake/BigQuery/Databricks
Professional ServicesAuf AnfrageBeratung und Analysen durch Lightcast-Ökonomen und Data-Science-Teams

Einordnung: Lightcast veröffentlicht keine Preisliste, das ist typisch für institutionelle B2B-Datenanbieter und macht den Direktvergleich schwer. Aus Erfahrungswerten liegen Einstiegslizenzen für kleinere Hochschulen meist im Bereich von 8.000 bis 15.000 USD/Jahr, größere Institutionen und Unternehmenslizenzen deutlich darüber. Die Open-Skills-Taxonomie ist der einzige niedrigschwellige Einstieg: Über die API ist sie frei zugänglich und für Non-Profits, die sie für gemeinnützige Zwecke nutzen, kostenlos. Wer nur die Skill-Ontologie braucht, kommt also ohne Lizenz aus. Für die wertvollen Analyse-Dashboards führt aber kein Weg an einer Jahreslizenz und einem Vertriebsgespräch vorbei, Budgetplanung ist hier kein Nebenposten.

Stärken im Detail

Marktführerschaft im Hochschulbereich. Lightcast ist im angloamerikanischen Bildungsmarkt der De-facto-Standard für Labor Market Intelligence. Über 1.000 Bildungseinrichtungen nutzen die Plattform, und die Module sind eng auf Curriculum-Design und Akkreditierungsverfahren zugeschnitten. Wer in diesem Kontext arbeitet, trifft auf eine ausgereifte, dokumentierte Lösung statt auf ein Nischenprodukt.

Die Open-Skills-Taxonomie ist ein Asset. Mit 34.000+ definierten Skills in 30+ Kategorien gehört Lightcasts Taxonomie zu den umfangreichsten gepflegten Skill-Ontologien überhaupt. Sie wird kontinuierlich aktualisiert, neue Skills kommen hinzu, veraltete fliegen raus, Terminologie wird vereinheitlicht, und ein öffentlicher Changelog dokumentiert die Änderungen. Dass sie über API frei zugänglich ist, macht sie zu einem Baustein, den auch andere Systeme einbinden können.

Skills Extractor als KI-Funktion. Das Tool parst Freitext, Stellenanzeigen, Lebensläufe, Modulhandbücher, und extrahiert die enthaltenen, nachgefragten Skills automatisch. Das ist der Kern des praktischen Nutzens: Statt manuell Kompetenzen aus Hunderten Dokumenten zu kodieren, liefert das Modell strukturierte Tags, die sich gegen die Taxonomie matchen lassen.

Zeitreihen statt Momentaufnahmen. Lightcast zeigt nicht nur, welche Skills heute gefragt sind, sondern wie sich die Nachfrage über 3 bis 5 Jahre entwickelt hat. Für strategische Entscheidungen, welche Kompetenzen ein Studiengang in fünf Jahren abdecken sollte, ist diese Trendperspektive wertvoller als jede Einzelaufnahme.

Niedrige Einstiegshürde bei den Dashboards. Das Analyst-Modul ist so gebaut, dass auch Mitarbeitende ohne Data-Science-Hintergrund Basis-Analysen durchführen können: Karten, Diagramme, Skill-Listen, Standortvergleiche. Die Rohdaten-Wege (API, Snowflake, BigQuery) stehen für Datenteams parallel bereit, die Plattform skaliert vom Klick-Dashboard bis zur Data-Warehouse-Integration.

Globale Breite. 165 Länder, 99 % des weltweiten BIP, 18 Milliarden Datenpunkte: Die schiere Reichweite ist beeindruckend und für internationale Fragestellungen ein echter Vorteil. Vier gestaffelte Global Data Sets gruppieren Länder nach Abdeckungstiefe, was gleichzeitig auf die größte Schwäche verweist.

Schwächen ehrlich betrachtet

Die DACH-Datenbasis ist dünn. Genau diese gestaffelten Coverage-Tiers sind der wunde Punkt für deutsche Anwender: Die Premium-Abdeckung gilt für USA, UK und Australien. Deutschland landet in einer niedrigeren Stufe, und die deutsche Stellenanzeigen-Basis ist spürbar lückenhafter. Wer Skill-Trends für den deutschen Arbeitsmarkt belastbar braucht, muss die Ergebnisse gegen lokale Quellen wie BERUFENET oder die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit validieren. Workaround: Lightcast für globale/internationale Vergleiche nutzen, lokale Quellen für DACH-Spezifika.

Keine Preistransparenz. Ohne öffentliche Preisliste lässt sich der Wert vor dem Vertriebsgespräch kaum einschätzen. Für eine Budgetfreigabe brauchst du zwingend ein Angebot, und kannst nicht „mal eben” einsteigen. Das ist branchenüblich, aber für kleinere Institutionen eine Hürde.

Englisch ohne Wenn und Aber. Oberfläche, Dokumentation und Support sind ausschließlich englisch. Berufsbezeichnungen, Skill-Labels und Branchensystematiken folgen angloamerikanischen Konventionen. Für deutsche Studiengänge mit deutschen Modulnamen entsteht ein Übersetzungs- und Mapping-Aufwand, der die Auswertung verlangsamt und Fehlerquellen einbaut.

US-Datenhosting. Die Software läuft auf US-Servern. Zwar ist Lightcast GDPR- und CCPA-konform und stellt einen AVV bereit, aber eine echte EU-Datenresidenz für die Plattform gibt es nicht. Für Hochschulen und Unternehmen mit strengen Datenschutzauflagen ist das vor dem Einsatz zu prüfen, gerade wenn personenbezogene Daten (z. B. Alumni-Outcomes) verarbeitet werden.

Overkill für rein lokale Fragen. Wenn du nur wissen willst, welche Kompetenzen im Umkreis von Stuttgart gefragt sind, ist Lightcast die teure und umständliche Antwort. Die Stärke der Plattform, globale Breite und Tiefe für englischsprachige Märkte, wird zum Ballast, sobald die Frage ausschließlich deutsch ist.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Marktdaten und Branchenstatistiken für DACH brauchst
KI-gestützte Marktintelligenz für Investment und Strategie willst
Skill- und Talent-Insights aus dem größten Berufsnetzwerk ziehst
Skill-Management und Personalentwicklung im HR-System brauchst
Enterprise-Workforce-Planung mit KI-Talentanalysen willst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Für den deutschen Arbeitsmarkt sind BERUFENET und die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit die naheliegendsten kostenlosen Primärquellen, das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) liefert fundierte Studien. International konkurriert Lightcast mit Anbietern wie Revelio Labs und LinkedIn Talent Insights. Lightcast bleibt für englischsprachige, international ausgerichtete Hochschul- und Skill-Analysen die erste Wahl, für rein deutsche Fragen ist die Kombination aus amtlichen Quellen und einer DACH-Marktdaten-Plattform meist treffsicherer und deutlich günstiger.

So steigst du ein

Schritt 1: Fordere eine Demo unter lightcast.io an. Für Hochschulen gibt es einen dedizierten Education-Bereich. Komme mit konkreten Beispielen ins Gespräch: für welchen Studiengang, welche Region und welchen Arbeitsmarkt du Daten brauchst. So lässt sich im Erstgespräch ehrlich abschätzen, ob die Coverage für deinen Kontext ausreicht, gerade bei DACH-Fokus solltest du hier kritisch nachfragen.

Schritt 2: Wenn eine Lizenz besteht, starte mit dem Analyst-Modul für eine erste Skill-Landschaft und nutze Gap Analysis bzw. Skillabi für das Curriculum-Matching: Gib die Modulnamen deines Studiengangs ein, lass Lightcast verwandte Kursbezeichnungen und Skill-Tags zuordnen und identifiziere Lücken zwischen Lehre und Arbeitsmarkt.

Schritt 3: Exportiere die Skill-Gap-Analyse als CSV oder PDF. Dieses Dokument lässt sich direkt als Anlage zum Selbstbericht im Akkreditierungsverfahren verwenden. Für DACH-Programme: Validiere die Ergebnisse zusätzlich mit lokalen Quellen, bevor du sie in offizielle Berichte übernimmst.

Ein konkretes Beispiel

Eine internationale Business School mit Sitz in Frankfurt und Master-Programmen in Finance und Data Analytics (Unterrichtssprache Englisch) nutzt Lightcast, um jährlich den Arbeitsmarktbezug ihres Curriculums zu dokumentieren. Konkret: Das Programm-Management exportiert eine Liste der 25 gefragtesten Skills für „Financial Analyst”- und „Data Scientist”-Stellen in London, New York und Frankfurt, gleicht sie mit den Lernzielen der Modulbeschreibungen ab und dokumentiert die Abdeckungsrate. Das Ergebnis geht als Anlage in den Jahresbericht an die internationale Akkreditierungsagentur. Zeitersparnis pro Akkreditierungszyklus: mehrere Wochen gegenüber manueller Recherche. Wichtig: Für die Frankfurter Stellen werden die Lightcast-Zahlen mit der Bundesagentur für Arbeit gegengeprüft, weil die deutsche Datenbasis dünner ist als die für London und New York, die Schule behandelt den DACH-Teil bewusst als validierungspflichtig.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA. Die Software läuft auf US-Servern, eine EU-Datenresidenz für die Plattform gibt es nicht. Datenlieferungen lassen sich technisch in Cloud-Umgebungen (S3, Google Cloud, Azure) und Data Warehouses (Snowflake, BigQuery, Databricks) einbinden, die regulatorische Verantwortung für deren Standort liegt dann beim Kunden.
  • Compliance: Lightcast gibt ISO-Zertifizierung sowie GDPR- und CCPA-Konformität an. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) ist verfügbar.
  • Datennutzung: Die zugrunde liegenden Arbeitsmarktdaten stammen aus öffentlich zugänglichen Stellenanzeigen und Profilen; aggregierte Daten enthalten in der Regel keine personenbezogenen Einzeldaten. Bei Alumni-Pathways-Auswertungen werden jedoch personenbezogene Beschäftigungsdaten verarbeitet, hier ist besondere Sorgfalt geboten.
  • Account/Vertrag: Zugang und Datenverarbeitung sind über die institutionelle Lizenz und den AVV geregelt; es gibt keine Selbstbedienungs-Registrierung für die Education-Module.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Institutionen vor dem Einsatz prüfen, ob die US-Datenverarbeitung mit den eigenen Datenschutzvorgaben vereinbar ist, insbesondere bei personenbezogenen Auswertungen. AVV abschließen, Standardvertragsklauseln dokumentieren und für sensible Verfahren eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen.

Gut kombiniert mit

  • , Lightcast liefert die internationale Skill- und Arbeitsmarktperspektive, Statista ergänzt belastbare Markt- und Branchendaten für den DACH-Raum. Zusammen decken sie globale Trends und lokale Marktgröße ab.
  • , für die schnelle Anreicherung von Lightcast-Befunden mit aktuellen, quellenbelegten Web-Informationen, etwa zu neuen Berufsbildern oder regulatorischen Entwicklungen, die noch nicht in den Stellenanzeigen-Daten sichtbar sind.
  • , als ergänzende Quelle für tagesaktuelle Talent- und Skill-Signale aus dem größten Berufsnetzwerk; nützlich, um Lightcasts aggregierte Trends mit konkreten Stellenprofilen abzugleichen.

Unser Testurteil

Lightcast verdient 3 von 5 Sternen. Als Werkzeug ist es exzellent: enorme Datenbreite, eine erstklassige Skill-Taxonomie, ausgereifte Module für Curriculum-Alignment und eine etablierte Rolle in der angloamerikanischen Akkreditierungswelt. Für internationale Hochschulen und global aufgestellte Unternehmen ist es zu Recht der Marktführer. Die zwei verlorenen Sterne sind aus der Perspektive unserer Leserschaft begründet: Für den deutschen und DACH-Markt ist die Datenbasis spürbar dünner, die Oberfläche und der Support sind ausschließlich englisch, es fehlt EU-Datenresidenz, und ohne öffentliche Preise bleibt der Einstieg eine Verhandlungssache mit vierstelligem bis fünfstelligem Jahresbudget. Wer englischsprachige, international ausgerichtete Programme oder eine globale Belegschaft hat, sollte Lightcast ernsthaft prüfen. Wer rein deutsch denkt, fährt mit amtlichen Quellen und einer DACH-Marktdaten-Plattform meist besser.

Was wir bemerkt haben

  • 2021, Emsi und Burning Glass Technologies fusionierten zu „Emsi Burning Glass”, 2022 erfolgte das Rebranding zur heutigen Marke Lightcast. Wer auf ältere Quellen oder Studien stößt, findet die Plattform noch unter den alten Namen, es handelt sich um dasselbe Produkt.
  • Mai 2026, Die Open-Skills-Taxonomie ist auf 34.000+ Skills in 30+ Kategorien angewachsen (frühere Angaben nannten rund 32.000). Der Zugang über API bleibt frei, für Non-Profits mit gemeinnützigem Zweck kostenlos, der niedrigschwelligste Weg, mit Lightcast-Daten zu arbeiten.
  • Mai 2026, Lightcast wirbt mit Abdeckung von 165 Ländern und 18 Milliarden Datenpunkten. Die vier gestaffelten Global Data Sets sind dabei der entscheidende Hinweis: Nicht jedes Land hat dieselbe Datentiefe. Deutschland liegt unterhalb der Premium-Tiers von USA, UK und Australien, eine Lücke, die sich seit Jahren nur langsam schließt.
  • Mai 2026, Eine EU-Datenresidenz für die Software gibt es weiterhin nicht; Hosting bleibt US-zentral. GDPR-Konformität und AVV sind vorhanden, aber für DSGVO-sensible Verarbeitung (etwa Alumni-Outcomes) bleibt eine eigene Prüfung Pflicht.

Quellen

  1. Lightcast – Produktübersicht. https://lightcast.io/ (abgerufen am 2026-06-20). Lightcast aggregiert mehr als 18 Milliarden Arbeitsmarkt-Datenpunkte aus 165 Ländern (99 % des weltweiten BIP) und zählt 1.000+ Bildungseinrichtungen sowie 67 der Fortune-100-Unternehmen zu seinen Kunden..
  2. Lightcast – Pricing. https://lightcast.io/products/pricing (abgerufen am 2026-06-20). Lightcast veröffentlicht keine öffentliche Preisliste; alle Angebote (Software-Abonnement, Consulting, API) werden individuell auf Anfrage angeboten und setzen ein Vertriebsgespräch voraus..

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