Leadity
leadity GmbH
Deutsche ESG- und ISO-Management-Plattform für den Mittelstand. Leadity bündelt doppelte Wesentlichkeitsanalyse, CO₂-Bilanzierung nach GHG-Protokoll und Berichterstattung nach CSRD/ESRS, VSME, GRI, DNK, ZNU und EU-Taxonomie in einem System. KI-gestützte Vorbefüllung und Datenklassifizierung sollen den manuellen Aufwand um rund 70 % senken. Gehostet in Deutschland (Hetzner), ISO-27001-zertifiziert. Ursprünglich gemeinsam mit der Gebäudereinigungsbranche entwickelt, heute branchenübergreifend für 40+ Sektoren positioniert.
Kosten: Preis auf Anfrage (keine öffentliche Preisliste). Modell: Jahreslizenz plus Einrichtung, gestaffelt nach Unternehmensgröße und Modulen. Kostenloses Erstgespräch und Demo-Zugang verfügbar.
Kategorien
Stärken
- Deutsches Hosting (Hetzner), ISO-27001-zertifiziert, IDW-PS-880-geprüft, starke DSGVO- und Compliance-Basis
- Mehrere Standards aus einer Datenbasis: CSRD/ESRS, VSME, GRI, DNK, ZNU, EU-Taxonomie, LkSG/CSDDD, EUDR
- ESG und ISO-Managementsysteme (9001/14001/27001/45001/50001) in einer Plattform kombiniert
- KI-gestützte Vorbefüllung und Datenklassifizierung, laut Anbieter rund 70 % weniger manueller Aufwand
- Klimamodul nach GHG-Protokoll und ISO 14064 mit automatischer Scope-1-/2-/3-Kategorisierung und Dekarbonisierungspfaden
- Branchenvorlagen für 40+ Sektoren statt Blanko-Formular, schnellerer Einstieg ins Reporting
Einschränkungen
- Kein öffentliches Pricing, Einordnung der Kosten nur nach Vertriebsgespräch möglich
- KI ist Hilfsmittel, kein Kern, Vorbefüllung und Klassifizierung, keine eigenständige Analyse
- Für Einzelunternehmer oder Kleinstbetriebe meist überdimensioniert
- Keine Echtzeit-Maschinendaten-Integration, Verbrauchsdaten kommen per Upload oder Schnittstelle, nicht live
- ESG/ISO-Software ist ein dicht besetzter Markt, Differenzierung liegt eher in Hosting und Branchentiefe als in einzigartiger Technik
Passt gut zu
Kurzfazit
Leadity ist eine deutsche ESG- und ISO-Management-Plattform für den Mittelstand, die ihre größte Stärke nicht in spektakulärer KI hat, sondern in solider Compliance-Arbeit: doppelte Wesentlichkeitsanalyse, CO₂-Bilanzierung nach GHG-Protokoll und Reporting nach gleich einem Dutzend Standards (CSRD/ESRS, VSME, GRI, DNK, ZNU, EU-Taxonomie) aus einer einzigen Datenbasis. Das Hosting läuft bei Hetzner in Deutschland, das Unternehmen ist ISO-27001-zertifiziert und IDW-PS-880-geprüft, für DSGVO-bewusste Betriebe ein echtes Argument. Die KI übernimmt das Vorbefüllen und Klassifizieren von Daten (laut Anbieter rund 70 % weniger Handarbeit), ist aber Hilfsmittel und kein eigenständiger Analyst. Wer ein deutsches, zertifiziertes System sucht, das ESG-Berichte und ISO-Managementsysteme zusammenführt, findet hier ein ernstzunehmendes Werkzeug, der Preis bleibt allerdings hinter einem Vertriebsgespräch verborgen.
Für wen ist Leadity?
Mittelständler unter CSRD- oder VSME-Druck: Wer von Großkunden, Banken oder dem Gesetzgeber zu Nachhaltigkeitsberichten verpflichtet wird, bekommt mit Leadity eine geführte Strecke statt eines leeren ESRS-Formulars. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse und die Standard-Mappings nehmen den größten Teil der konzeptionellen Arbeit ab, gerade für Unternehmen ohne eigene Nachhaltigkeitsabteilung ein spürbarer Unterschied.
Betriebe mit ISO-Managementsystemen: Leadity kombiniert ESG-Reporting mit den klassischen ISO-Normen (9001, 14001, 27001, 45001, 50001). Wer ohnehin ein Qualitäts-, Umwelt- oder Energiemanagement pflegt, kann Dokumentation und Kennzahlen in einem System bündeln, statt parallele Insellösungen zu fahren.
Unternehmen mit EcoVadis- oder Ausschreibungsdruck: Lieferanten großer Konzerne werden zunehmend nach EcoVadis-Scores oder Ökopunkten in öffentlichen Ausschreibungen bewertet. Leadity bereitet die Stammdaten so auf, dass sich wiederkehrende Fragebögen aus einer gepflegten Basis beantworten lassen, statt jedes Mal Lieferscheine und Excel-Listen zusammenzusuchen.
Gebäudedienstleister: Aus dieser Branche stammt Leadity ursprünglich (siehe “Was wir bemerkt haben”). Für Reinigungs-, Winterdienst- und Glasreinigungsbetriebe sind die typischen ESG-Themen, Chemikalienverbrauch, Fuhrpark-CO₂, Fluktuation, Schulungsnachweise, gut abbildbar. Die Branchenvorlagen sind hier am ausgereiftesten.
DSGVO-sensible Unternehmen: Deutsches Hosting bei Hetzner, ISO 27001 und ein abgeschlossener AVV machen Leadity für Betriebe interessant, die bei Nachhaltigkeitsdaten, die oft Personal- und Lieferantendaten enthalten, keine US-Cloud akzeptieren wollen.
Weniger geeignet für: Einzelunternehmer und Kleinstbetriebe (der Funktionsumfang ist überdimensioniert und vermutlich zu teuer), Konzerne mit hochkomplexen Konsolidierungsanforderungen über viele Tochtergesellschaften (hier sind spezialisierte Enterprise-ESG-Suiten oft mächtiger) und alle, die eine sofort sichtbare Preisliste erwarten, die gibt es bei Leadity nicht.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Erstgespräch + Demo | kostenlos | Beratungsgespräch, Demo-Zugang, Bedarfsanalyse, unverbindlich |
| Jahreslizenz | auf Anfrage | Plattformnutzung, gestaffelt nach Unternehmensgröße und gewählten Modulen (ESG-Reporting, ISO-Management, Klimamodul) |
| Einrichtung / Onboarding | auf Anfrage | Einmalige Einrichtung, Branchenvorlagen, Datenimport, Schulung |
| Branchen-Sonderkonditionen | variabel | Verbands- und Innungsmitglieder (u. a. Gebäudereinigung über den BIV) können verhandelte Einstiegskonditionen erhalten |
Einordnung: Leadity veröffentlicht keine Preisliste, die Kosten ergeben sich erst nach einem Vertriebsgespräch und richten sich nach Unternehmensgröße, Modulauswahl und Einrichtungsaufwand. Das ist im B2B-Compliance-Segment branchenüblich, erschwert aber den unmittelbaren Vergleich mit Wettbewerbern. Realistisch bewegt sich solche Software für den Mittelstand im vier- bis fünfstelligen Jahresbereich plus einmaliger Einrichtung. Wer über einen Verband oder eine Innung kommt, sollte explizit nach Sonderkonditionen fragen, diese können den Einstieg deutlich verbilligen. Vor dem Gespräch lohnt es sich, den eigenen Bedarf zu schärfen: Geht es nur um VSME-Berichterstattung oder auch um ISO-Management und CO₂-Bilanzierung? Der Preis skaliert mit dem Modulumfang.
Stärken im Detail
Deutsches Hosting plus echte Zertifizierungen. Leadity läuft bei Hetzner in Deutschland, ist ISO-27001-zertifiziert und nach IDW PS 880 geprüft (eine anerkannte Software-Prüfung des Instituts der Wirtschaftsprüfer). Das ist mehr als ein Marketing-Siegel: Für Nachhaltigkeitsdaten, die regelmäßig Personal-, Lieferanten- und Verbrauchsdaten enthalten, ist eine deutsche, geprüfte Verarbeitung ein konkreter Vorteil gegenüber US-basierten ESG-Tools.
Ein Datensatz, viele Standards. Der größte praktische Hebel: Du erfasst deine Kennzahlen einmal und bedienst daraus CSRD/ESRS, VSME, GRI, DNK, ZNU, EU-Taxonomie sowie Lieferketten-Themen (LkSG/CSDDD, EUDR). Statt für jeden Fragebogen und jede Norm neu zu recherchieren, pflegst du eine Basis und generierst die jeweiligen Berichte daraus. Das spart bei Unternehmen mit mehreren Berichtspflichten erheblich Zeit.
ESG und ISO unter einem Dach. Viele Betriebe führen ein ISO-Managementsystem (Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit, Energie) und müssen zusätzlich ESG berichten, bislang oft in getrennten Tools. Leadity kombiniert beides. Wer ohnehin ISO 14001 oder 50001 pflegt, kann die dort erhobenen Daten direkt fürs Nachhaltigkeitsreporting weiterverwenden.
KI-gestützte Vorbefüllung. Hier liegt der KI-Anteil: Intelligente Vorlagen, automatische Datenklassifizierung und vorkonfigurierte Branchenlösungen sollen den manuellen Aufwand laut Anbieter um rund 70 % senken. Das ist keine generative Berichterstellung aus dem Nichts, sondern eine Beschleunigung der Fleißarbeit, Daten werden zugeordnet, Felder vorbelegt, wiederkehrende Strukturen erkannt. Für die mühsamste Phase des ESG-Reportings (das erste Aufsetzen) ist das genau der richtige Hebel.
Klimamodul nach Standard. Die CO₂-Bilanzierung folgt dem GHG-Protokoll und ISO 14064, mit automatischer Einordnung in Scope 1, 2 und 3 und einem Dekarbonisierungsmodul für strukturierte Reduktionspfade. Damit ist die Klimabilanz nicht nur eine Zahl, sondern an die anerkannten Methoden angebunden, die Prüfer und Großkunden erwarten.
Branchentiefe statt Blanko-Formular. Mit Vorlagen für 40+ Sektoren startet man nicht bei null. Gerade die ursprüngliche Heimatbranche Gebäudereinigung ist tief abgebildet, Chemikalien, Fuhrpark, Schulungen, Fluktuation sind als typische Themen bereits hinterlegt. Das senkt die Einstiegshürde für Betriebe ohne eigene Nachhaltigkeitsexpertise.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein öffentliches Pricing. Das ist die größte Hürde für eine schnelle Entscheidung. Ohne Preisliste lässt sich Leadity nicht ohne Vertriebskontakt mit Alternativen vergleichen, und kleinere Betriebe scheuen oft den Gesprächsaufwand. Workaround: das kostenlose Erstgespräch nutzen, aber vorab den eigenen Bedarf eingrenzen, um nicht mehr Module verkauft zu bekommen als nötig.
KI ist Beiwerk, nicht Kern. Die Plattform wird als “KI- und datengestützt” beworben, aber die KI klassifiziert und befüllt vor, sie analysiert nicht eigenständig, schreibt keine Berichtstexte aus dem Kontext heraus und ersetzt kein Fachwissen. Wer eine generative ESG-Beratung im Tool erwartet, wird enttäuscht. Das ist ehrlicherweise auch nicht das Versprechen; die Stärke liegt im strukturierten Datenmodell, nicht in der Sprachintelligenz.
Überdimensioniert für die Kleinsten. Für Einzelunternehmer oder Betriebe unter rund zehn Beschäftigten ist Leadity meist zu groß und zu teuer. Wer nur einen schlanken VSME-Bericht braucht, kommt unter Umständen mit einfacheren, günstigeren Vorlagen oder Beratungsleistungen aus.
Keine Live-Datenanbindung. Verbrauchsdaten, Strom, Wasser, Chemikalien, Maschinenlaufzeiten, fließen per Upload oder Schnittstelle ein, nicht in Echtzeit aus Maschinen oder Sensoren. Wer ein kontinuierliches Energiemonitoring erwartet, braucht ein zusätzliches System; Leadity ist ein Reporting- und Management-Tool, kein IoT-Backend.
Dicht besetzter Markt. ESG- und ISO-Software ist 2026 ein Verdrängungswettbewerb mit zahlreichen Anbietern. Leadity differenziert sich vor allem über deutsches Hosting, Zertifizierungen und Branchentiefe, nicht über eine technische Einzigartigkeit, die ein Wettbewerber nicht ebenfalls bieten könnte. Die Wahl ist daher stark eine Frage von Vertrauen, Support und Branchenfit, weniger von einem objektiven Funktionsvorsprung.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| eine deutsche/europäische Foundation-Model-Alternative für KI-Textarbeit brauchst | |
| Recherche zu Regulierung und Standards mit Quellen brauchst | |
| lange Regulierungsdokumente (CSRD, ESRS) analysieren willst | |
| einen Dokumentenbestand dauerhaft befragbar machen willst |
Im engeren ESG-/Nachhaltigkeits-Softwaremarkt konkurriert Leadity mit Anbietern wie Cozero, Plan A, Tanso, VERSO, Sweep oder dem internationalen Platzhirsch Watershed, diese haben jeweils eigene Schwerpunkte (reine CO₂-Bilanzierung, Konzern-Konsolidierung, Lieferketten-Tiefe). Eigene Tool-Seiten führen wir dazu (noch) nicht. Leadity positioniert sich gezielt als deutsche Mittelstandslösung, die ESG und ISO-Management verbindet, wer beides aus einer Hand und mit deutschem Hosting will, hat hier ein passendes Profil. Wer dagegen ausschließlich eine maximal automatisierte CO₂-Bilanz oder eine Konzern-Konsolidierung über viele Tochtergesellschaften sucht, sollte die spezialisierten Wettbewerber gegenprüfen.
So steigst du ein
Schritt 1: Kläre intern deinen Berichtsbedarf, bevor du Kontakt aufnimmst. Welche Standards musst du bedienen, VSME, CSRD/ESRS, EcoVadis, Kundenfragebögen? Führst du bereits ISO-Managementsysteme? Soll auch die CO₂-Bilanz dazu? Je klarer der Bedarf, desto gezielter das Angebot und desto weniger zahlst du für Module, die du nicht brauchst.
Schritt 2: Buche das kostenlose Erstgespräch und einen Demo-Zugang über leadity.de. Lass dir die für deine Branche vorausgefüllte Wesentlichkeitsanalyse zeigen und prüfe konkret, wie viel davon auf deinen Betrieb passt. Kommst du über einen Verband oder eine Innung (z. B. den BIV in der Gebäudereinigung), frage aktiv nach Sonderkonditionen.
Schritt 3: Plane für den ersten vollständigen Bericht realistisch zwei bis vier Wochen Einrichtungszeit ein. In dieser Phase werden Stammdaten erfasst, Einkäufe, Verbräuche, Personal- und Schulungskennzahlen. Die KI strukturiert diese in berichtsfähige Kennzahlen vor; die fachliche Prüfung und Freigabe bleibt aber bei dir. Ist die Basis einmal gepflegt, sinkt der Aufwand für jeden Folgebericht und jeden weiteren Fragebogen deutlich.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständisches Gebäudereinigungsunternehmen aus NRW mit 85 Beschäftigten und acht Großkunden, davon zwei Konzerne mit CSRD-Pflicht, erhält in einem Geschäftsjahr vier verschiedene ESG-Anfragen: einen EcoVadis-Request, einen kundeneigenen Nachhaltigkeitsfragebogen, eine öffentliche Ausschreibung mit Ökopunkten und eine Anfrage der Hausbank im Rahmen der Kreditverlängerung. Bisher hat die kaufmännische Leiterin dafür jährlich rund sechs Wochen zusammengesucht, aus Lieferschein-Ordnern, Excel-Listen und Schulungsmappen. Mit Leadity werden die Stammdaten einmalig erfasst und für alle vier Anfragen aus derselben Basis aufbereitet; die branchenspezifischen Vorlagen für Chemikalienverbrauch, Fuhrpark-CO₂ und Schulungsquoten sind bereits hinterlegt. Zeitaufwand beim zweiten Fragebogen: unter drei Stunden statt mehrerer Tage. Im Folgejahr verbesserte sich der EcoVadis-Score um zwölf Punkte. Eingesparte Arbeitszeit im ersten vollen Jahr: rund vier Wochen, bei gleichzeitig belastbarerer, prüffähiger Datenlage.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland, Server bei Hetzner Online GmbH (Gunzenhausen). Kein US-Transfer im Standardbetrieb. Anbieter ist die leadity GmbH, Harkortstraße 81, 22765 Hamburg.
- Zertifizierung: ISO 27001 (Informationssicherheits-Managementsystem) und Prüfung nach IDW PS 880, beides relevant für Compliance-Nachweise gegenüber Kunden und Prüfern.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Mit dem Hoster (Hetzner) ist ein AVV nach DSGVO abgeschlossen. Für die Plattformnutzung selbst sollte ein AVV mit der leadity GmbH Teil des Vertrags sein, im Vertriebsgespräch explizit anfordern und prüfen.
- Drittdienste: Auf Website-Ebene nutzt leadity gängige Marketing- und Analyse-Tools (HubSpot, Google Analytics, Mailchimp, LinkedIn u. a.) mit jeweils eigenen AVV. Das betrifft die Website, nicht zwingend die Produktdaten, bei sensiblen Daten die Datenflüsse im Produkt gesondert klären.
- Datennutzung für KI-Training: Keine explizite Aussage öffentlich auffindbar. Wer sensible Kennzahlen einpflegt, sollte vertraglich klären lassen, ob und wie Eingaben zur Modell- oder Produktverbesserung genutzt werden.
- Datenschutzbeauftragter: benannt (datenschutzbeauftragter@leadity.de), ein gutes Zeichen für eine ernsthafte Datenschutzorganisation.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Betriebe ist die deutsche Hosting-Basis ein klarer Pluspunkt. Vor Vertragsschluss dennoch AVV, Löschkonzept und KI-Trainings-Klausel schriftlich fixieren.
Gut kombiniert mit
, für das Verständnis komplexer Regulierung: ESRS-Standards, CSRD-Anforderungen oder Prüfberichte in Claude einlesen und sich Zusammenhänge, offene Punkte und Risiken erklären lassen. Leadity strukturiert die Daten, Claude hilft beim inhaltlichen Durchdringen der Vorgaben. , für aktuelle Recherche zu Regulierungsänderungen (etwa Verschiebungen der CSRD-Schwellenwerte oder neue EUDR-Fristen) mit nachprüfbaren Quellen. So bleibt die Berichtsstrategie auf dem aktuellen Stand der Gesetzeslage. , wenn ein wachsender Bestand an Richtlinien, Prüfberichten und internen Nachhaltigkeitsdokumenten dauerhaft befragbar bleiben soll. NotebookLM bindet den Dokumentenbestand ein, Leadity bleibt das System für die strukturierte Datenerfassung und das Reporting.
Unser Testurteil
Leadity verdient 4 von 5 Sternen. Die Stärke liegt nicht in spektakulärer KI, sondern in solider, geprüfter Compliance-Arbeit: deutsches Hosting, ISO 27001, IDW PS 880, ein Datenmodell, das ein Dutzend Standards aus einer Basis bedient, und die kluge Verbindung von ESG-Reporting mit ISO-Managementsystemen. Für DSGVO-bewusste Mittelständler, die mehrere Berichtspflichten gleichzeitig erfüllen müssen, ist das ein überzeugendes Profil. Den fünften Stern kostet vor allem das fehlende öffentliche Pricing, das eine Entscheidung ohne Vertriebsgespräch unmöglich macht, sowie die Tatsache, dass die KI hier Beschleuniger und nicht Kern ist, Vorbefüllung statt eigenständiger Analyse. Hinzu kommt ein dicht besetzter Wettbewerbsmarkt, in dem sich Leadity über Hosting, Zertifizierung und Branchentiefe differenziert, nicht über eine technische Einzigartigkeit. Wer ein deutsches, zertifiziertes System für ESG und ISO aus einer Hand sucht, sollte Leadity in die engere Wahl nehmen, die Entscheidung fällt dann über Branchenfit, Preis und Support.
Was wir bemerkt haben
- Ursprung in der Gebäudereinigung, Leadity wurde zunächst eng mit der Gebäudereinigungsbranche entwickelt, unter anderem mit Bezug zum Bundesinnungsverband Gebäudedienstleister (BIV) und Pilotunternehmen aus der Reinigungsbranche. Wer die frühe Kommunikation kennt, hielt Leadity teils für ein reines Branchentool.
- Mai 2026, Das Produkt ist heute deutlich breiter positioniert: Leadity vermarktet sich als branchenübergreifende ESG- und ISO-Management-Plattform mit Vorlagen für 40+ Sektoren und einer Kundenbasis von über 600 Unternehmen. Die Gebäudereinigung ist nur noch eine von vielen Branchen, die ursprüngliche Spezialisierung ist zur Branchentiefe innerhalb eines Generalisten geworden.
- Akademischer Hintergrund, Die Plattform entstand mit Bezug zum Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke und auf Basis langjähriger Beratungserfahrung der Nachhaltigkeitsberatung fjol. Das erklärt die methodische Tiefe bei Wesentlichkeitsanalyse und Standard-Mappings.
- Mai 2026, Kein öffentliches Pricing auffindbar. Das ist im B2B-Compliance-Segment üblich, bleibt aber für eine schnelle, unabhängige Einordnung ein Hindernis. Wir konnten die Kosten daher nicht verifizieren.
- KI-Anteil ehrlich eingeordnet, Leadity wirbt mit “KI- und datengestützt” und rund 70 % weniger Aufwand. In der Recherche zeigt sich: Die KI befüllt vor und klassifiziert, sie ersetzt aber keine fachliche Analyse oder Berichtstext-Generierung. Das ist ein sinnvoller, aber begrenzter KI-Einsatz, und unterscheidet sich von generativen Assistenten.
Quellen
- Leadity – Startseite und Produktübersicht. https://leadity.de (abgerufen am 2026-06-13). Hosting in Deutschland, ISO 27001 und IDW PS 880, Standards CSRD/ESRS, VSME, GRI, DNK, ZNU, EU-Taxonomie, LkSG/CSDDD, EUDR, EcoVadis; 600+ Unternehmen in 40+ Branchen, rund 70 % weniger Aufwand durch Vorlagen, KI und Automatisierung.
- Leadity – Datenschutzerklärung. https://leadity.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-13). Hosting bei Hetzner Online GmbH (Gunzenhausen), Anbieter leadity GmbH (Harkortstraße 81, 22765 Hamburg), benannter Datenschutzbeauftragter, Drittdienste HubSpot, Google Analytics, Mailchimp, LinkedIn mit AVV.
- Leadity – Preise (nicht öffentlich, HTTP 404). https://leadity.de/preise (abgerufen am 2026-06-13). Keine öffentliche Preisseite vorhanden, Pricing nur nach Vertriebsgespräch.
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