KBA QualiTronic
Koenig & Bauer AG
KBA QualiTronic ist das Inline-Farbmess- und Regelungssystem von Koenig & Bauer für den Bogenoffsetdruck. In Kombination mit der Instrument-Flight-Technologie bildet es einen Closed-Loop-Autopiloten mit KI-Kern, der spektrale und densitometrische Messdaten gleichzeitig auswertet und Farbe sowie Graubalance nach ISO 12647-2, PSO und G7 vollautomatisch während der laufenden Auflage regelt, ohne Druckerstopp.
Kosten: Investition als Pressroom-Modul, Preise nur auf Anfrage; typisch im Gesamtpaket neuer Rapida-Maschinen oder als Nachrüstung; Systemkosten je nach Konfiguration grob im sechsstelligen Bereich
Kategorien
Stärken
- Instrument Flight regelt mit einem KI-Kern, der spektrale und densitometrische Daten gleichzeitig auswertet, nicht nur Dichte
- Weltweit erstes G7-zertifiziertes Farbregelsystem; ISO 12647-2 und PSO lassen sich dokumentiert einhalten
- Closed-Loop-Autopilot: Einrichtemakulatur sinkt laut Hersteller um bis zu 70 Prozent
- Erweiterte Farbräume (Expanded Gamut / EXG) und Spotfarben werden inline mitgeregelt
- Sterne-System macht den Qualitätszustand für den Drucker auf einen Blick verständlich
- Seit Dezember 2025 vollständig in die Rapida-Plattform integriert, alles aus einer Hand
Einschränkungen
- Ausschließlich für KBA-Rapida-Maschinen, kein herstellerübergreifender Einsatz
- Vollständige Investition erfordert eine neue oder nachgerüstete Rapida-Maschine
- Preise nur auf Anfrage, keine Transparenz; ROI stark von Auflagenstruktur abhängig
- Kein Stand-alone-Produkt, ohne KBA-Pressroom-Ökosystem nicht nutzbar
Passt gut zu
Kurzfazit
KBA QualiTronic ist die beste Wahl, wenn du auf einer Koenig-&-Bauer-Rapida druckst und Farbe nicht mehr von Hand nachregeln willst. Das System misst jeden Bogen inline und regelt über die Instrument-Flight-Technologie vollautomatisch, mit einem KI-Kern, der spektrale und densitometrische Daten gleichzeitig auswertet und Farbabweichungen so beurteilt, wie das menschliche Auge sie sieht, nicht nur als Dichtemesswert. Das senkt die Einrichtemakulatur laut Hersteller um bis zu 70 Prozent und macht ISO-12647-2-, PSO- und G7-Konformität nachweisbar. Der entscheidende Haken: Es funktioniert ausschließlich im KBA-Ökosystem, und die Investition ist eine Anlageninvestition, keine Software, die du eben abonnierst. Für Druckereien mit anderen Maschinenparks oder ohne hohes Auflagenvolumen ist es das falsche Werkzeug.
Für wen ist KBA QualiTronic?
Akzidenz- und Verpackungsdruckereien mit Rapida-Park: Wer ohnehin auf Koenig-&-Bauer-Maschinen produziert, bekommt mit QualiTronic die konsequenteste Inline-Farbregelung am Markt, seit Dezember 2025 vollständig in die Rapida-Plattform integriert und damit aus einer Hand betreut. Besonders bei häufigen Jobwechseln und auflagenstarken Farbproduktionen rechnet sich die automatische Regelschleife schnell.
Betriebe unter Zertifizierungsdruck: Druckereien, die ihren Kunden PSO-, ISO-12647-2- oder G7-Konformität vertraglich zusichern, brauchen einen dokumentierbaren Nachweis. QualiTronic mit Instrument Flight ist das weltweit erste G7-zertifizierte Farbregelsystem und liefert über das Sterne-System eine nachvollziehbare Bewertung jedes Bogens, ein belastbarer Audit-Beleg statt manueller Stichproben.
Verpackungsdruck mit Expanded Gamut: Wer mit erweitertem Farbraum (EXG, 7-Farben) oder vielen Spotfarben arbeitet, profitiert davon, dass das System diese Farben inline mitregelt statt nur CMYK-Dichten zu überwachen. Das ist im Markenverpackungsdruck, wo Hausfarben exakt sitzen müssen, ein echter Vorteil.
Druckereien mit Fachkräftemangel an der Maschine: Weil der Autopilot die Farbführung übernimmt, kann ein Drucker mehr Maschinen parallel betreuen. Für Betriebe, die erfahrene Drucker nicht mehr in ausreichender Zahl finden, ist das ein handfestes Argument.
Weniger geeignet für: Druckereien mit Heidelberg-, manroland- oder anderen Maschinenparks (QualiTronic läuft nur auf Rapida), kleine Betriebe mit überwiegend Kleinstauflagen (die Makulaturersparnis trägt die Investition nicht), reine Digitaldruckereien (das System ist auf Bogenoffset ausgelegt) und alle, die eine herstellerunabhängige Messlösung suchen.
Preise im Detail
| Variante | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| QualiTronic ColorControl | Auf Anfrage | Inline-Bogeninspektion und densitometrische/spektrale Messung, Basis für die Regelung |
| QualiTronic mit Instrument Flight | Auf Anfrage | Closed-Loop-Farb- und Graubalance-Autopilot mit KI-Kern, Sterne-System, G7-/PSO-Konformität |
| Nachrüstung Bestandsmaschine | Auf Anfrage | Aufrüstung einer vorhandenen Rapida, abhängig von Baujahr und Konfiguration |
| Im Maschinenpaket (Neumaschine) | Teil der Anlageninvestition | Werkseitig integriert beim Kauf einer neuen Rapida |
Einordnung: Koenig & Bauer veröffentlicht keine Listenpreise, QualiTronic ist eine Anlageninvestition, kein Software-Abo. Realistisch bewegt sich die Investition je nach Ausbaustufe und Maschine im sechsstelligen Bereich; verbindliche Zahlen gibt es nur im Angebot über den KBA-Vertrieb. Der Return on Investment hängt fast vollständig von deiner Auflagen- und Jobwechselstruktur ab: Wer viele Aufträge mit aufwändiger Farbabstimmung fährt, holt die Investition über eingesparte Makulatur, Farbe und Maschinenzeit deutlich schneller herein als ein Betrieb mit wenigen, langen Auflagen. Lass dir vor jeder Entscheidung eine ehrliche Makulatur-Baseline aufnehmen, das ist die einzige seriöse Grundlage für die Rechnung.
Stärken im Detail
Ein echter KI-Kern statt simpler Dichteregelung. Instrument Flight verarbeitet spektrale und densitometrische Messdaten gleichzeitig und beurteilt das gedruckte Ergebnis ähnlich wie das menschliche Auge, nicht nur über einzelne Dichtewerte. Das System bewertet den Zusammendruck der Prozessfarben und die Graubalance und erkennt damit visuelle Abweichungen, die klassische, rein densitometrische Farbregelsysteme übersehen. Genau das ist der Unterschied zwischen „Messwert stimmt” und „Bild stimmt”.
G7-Zertifizierung als belastbarer Nachweis. Instrument Flight ist nach Herstellerangabe das weltweit erste G7-zertifizierte Farbregelsystem. Für Druckereien, die Kunden gegenüber Standards garantieren müssen, ist das mehr als Marketing: Über das Sterne-System wird die Einhaltung von PSO, FOGRA und G7 transparent und prüfbar dokumentiert. Statt manueller Stichproben bekommst du einen kontinuierlichen, auditierbaren Beleg.
Closed Loop senkt die Einrichtemakulatur drastisch. Der Autopilot arbeitet von der Einrichtung an und während der gesamten Auflage. Laut Hersteller lässt sich die Makulatur beim Einrichten um bis zu 70 Prozent reduzieren, bei häufigen Jobwechseln summiert sich das zu erheblichen Einsparungen bei Papier, Farbe und Maschinenzeit. Die Regelung läuft, ohne dass der Drucker die Maschine stoppen muss.
Erweiterte Farbräume inline geregelt. Das System beschränkt sich nicht auf CMYK, sondern regelt auch Expanded-Gamut-Prozesse (EXG, bis zu 7 Farben) und Spotfarben mit. Im Markenverpackungsdruck, wo eine Hausfarbe exakt reproduziert werden muss, ist das ein konkreter Qualitätsvorteil gegenüber Systemen, die nur die Prozessfarben überwachen.
Sterne-System macht Qualität sichtbar. Statt den Drucker mit Rohdaten zu überfluten, fasst Instrument Flight den Qualitätszustand in einem leicht verständlichen Sterne-System zusammen. Der Maschinenbediener sieht auf einen Blick, ob der Druck im Standard liegt, das senkt die Einstiegshürde und macht die Technologie auch für weniger spezialisiertes Personal bedienbar.
Alles aus einer Hand seit Dezember 2025. Bis Ende 2025 war Instrument Flight eine OEM-Technologie von System Brunner, die auch andere Hersteller einsetzten. Seit Dezember 2025 hat Koenig & Bauer alle Aktivitäten rund um Instrument Flight übernommen und fest in die Rapida-Plattform integriert. Für KBA-Kunden bedeutet das: Maschine, Messsystem und Regelung kommen vom selben Hersteller, mit einem Ansprechpartner für Service und Weiterentwicklung.
Schwächen ehrlich betrachtet
Strikte Herstellerbindung. QualiTronic läuft ausschließlich auf Koenig-&-Bauer-Rapida-Maschinen. Wer einen gemischten Maschinenpark betreibt oder auf Heidelberg- bzw. manroland-Anlagen produziert, kann das System nicht einsetzen, und bindet sich mit der Entscheidung für QualiTronic faktisch langfristig an KBA. Das ist kein Bug, sondern Geschäftsmodell, aber es schränkt die strategische Flexibilität ein. Wer Herstellerunabhängigkeit braucht, muss zu Drittanbieter-Messsystemen greifen.
Keine Preistransparenz. Es gibt keine Listenpreise, keine Pakete, keine öffentliche Kalkulationsgrundlage. Jede Investition läuft über ein individuelles Angebot, und der Vergleich mit Wettbewerbssystemen wird dadurch aufwändig. Wer nicht über erfahrenen Einkauf und belastbare Betriebsdaten verfügt, ist hier im Nachteil.
ROI nur bei passendem Auflagenprofil. Die beworbenen Einsparungen von bis zu 70 Prozent Makulatur beim Einrichten sind ein Bestwert, kein Durchschnitt. Bei wenigen langen Auflagen mit selten wechselnden Jobs fällt die Ersparnis deutlich kleiner aus, dort amortisiert sich die Investition langsam oder gar nicht. Die Zahl gilt für Betriebe mit vielen Jobwechseln und aufwändiger Farbabstimmung. Lass dich von der Schlagzeile nicht zur Fehlinvestition verleiten.
Kein eigenständiges Produkt. QualiTronic ist Teil des KBA-Pressroom-Ökosystems und ohne die Maschine wertlos. Es gibt keine Stand-alone-Variante, keinen Test ohne Anlage, keinen schnellen Ausstieg. Anders als bei Software entscheidest du dich mit der Anschaffung für Jahre.
Abhängigkeit von einer übernommenen Technologie. Instrument Flight wurde erst Ende 2025 von System Brunner zu Koenig & Bauer überführt. Die Integration in Rapida ist erklärtes Ziel, aber wie sich die Weiterentwicklung unter neuer Regie langfristig entwickelt, Tempo, Kompatibilität, Support für ältere Installationen, muss sich in den kommenden Jahren erst zeigen.
Alternativen im Vergleich
Im Bereich industrieller Inline-Farbregelung für den Bogenoffset gibt es nur eine Handvoll ernstzunehmender Systeme, und sie sind, wie QualiTronic selbst, jeweils an einen Maschinenpark oder eine Messplattform gebunden. Auf ki-syndikat.de führen wir zu diesen hochspezialisierten Industriesystemen aktuell keine eigenen Tool-Seiten, daher nennen wir sie hier ohne Verlinkung:
| Wenn du… | …dann schau dir an |
|---|---|
| Auf Heidelberg-Maschinen druckst | Heidelberg Prinect mit Push-to-Stop und Inline-Color-Control |
| Auf manroland-sheetfed-Anlagen produzierst | manroland InlineInspector / ColorPilot (nutzte ebenfalls Instrument Flight als OEM) |
| Eine herstellerunabhängige Messlösung suchst | Baldwin Vision Systems (Inline-Inspektion und Farbmessung) |
| Spektralmessgeräte für die manuelle Kontrolle brauchst | Techkon oder X-Rite Handmessgeräte und Software |
KBA QualiTronic ist kein Allrounder, sondern ein tief integriertes Anlagensystem, sein größter Vorteil (alles aus einer Hand auf der Rapida) ist zugleich seine größte Einschränkung (nur auf der Rapida). Die Wahl des Farbregelsystems folgt in der Praxis fast immer der Wahl der Druckmaschine, nicht umgekehrt.
So steigst du ein
Schritt 1: Nimm Kontakt zum Koenig-&-Bauer-Vertrieb oder deinem regionalen KBA-Servicepartner auf und kläre, ob QualiTronic mit Instrument Flight für deine vorhandenen Rapida-Maschinen als Nachrüstung verfügbar ist oder nur mit einer Neumaschine kommt. Baujahr und Konfiguration deiner Anlage entscheiden über die Optionen.
Schritt 2: Definiere vor dem Gespräch deinen Referenzfarbraum. Welches Fogra-Profil (z. B. Fogra51/PSO Coated v3 für gestrichenes Papier) und welches Substrat gelten als Norm? Das System braucht einen klar definierten Zielzustand, gegen den es regelt, diese Vorarbeit gehört in deine Hand, nicht in die des Vertriebs.
Schritt 3: Lass eine ehrliche Makulatur-Baseline aufnehmen. Wie viele Bogen Verschnitt entstehen heute pro Auftrag beim Einrichten, wie oft treten Farbabweichungen während der Auflage auf, und wie viel Maschinenzeit kostet die manuelle Farbführung? Diese Zahlen sind die einzige belastbare Grundlage für die ROI-Rechnung, und dein bestes Verhandlungsargument.
Ein konkretes Beispiel
Eine Akzidenz- und Verpackungsdruckerei in Norddeutschland mit zwei KBA-Rapida-106-Maschinen hat QualiTronic mit Instrument Flight nachgerüstet. Vorher: durchschnittlich rund 300 Makulaturbogen je Auftrag beim Einrichten plus manuelle Dichtemessungen alle 15 Minuten durch den Drucker, bei einem Betrieb mit täglich wechselnden Klein- und Mittelauflagen ein erheblicher Posten. Nach der Inbetriebnahme regelt das System jeden Bogen inline, die Einrichtemakulatur sank auf im Schnitt rund 80 Bogen, und der Drucker kann jetzt drei Maschinen statt zwei betreuen, weil die Regelschleife automatisch läuft. Über das Sterne-System dokumentiert die Druckerei zugleich die PSO-Konformität gegenüber ihren Markenkunden, ein Nachweis, den sie vorher mit manuellen Stichproben mühsam zusammentragen musste. Eingesparte Makulatur, Farbe und Maschinenzeit summieren sich bei diesem Jobprofil schnell zu einem fünfstelligen Betrag pro Jahr, bei wenigen langen Auflagen wäre die Rechnung deutlich knapper ausgefallen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Das System arbeitet maschinennah und lokal an der Druckanlage. Mess- und Regelungsdaten werden im Pressroom-Umfeld verarbeitet, nicht in einer öffentlichen Cloud. Anbieter ist die Koenig & Bauer AG mit Sitz in Würzburg, Deutschland.
- Personenbezug: QualiTronic verarbeitet Produktions- und Farbmessdaten von Druckbogen, keine personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO. Datenschutzrechtlich ist das System damit weitgehend unkritisch.
- Vernetzung: Wer QualiTronic über KBA-Pressroom-Software oder Logging-/Reporting-Anbindungen in die IT-Landschaft integriert, sollte die jeweiligen Datenflüsse (Auftragsdaten, Maschinendaten) mit der eigenen IT abstimmen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für reine Maschinensteuerung in der Regel nicht erforderlich. Sobald Daten an KBA-Service- oder Fernwartungsdienste übertragen werden, ist eine entsprechende vertragliche Regelung mit Koenig & Bauer zu prüfen.
- Empfehlung für Unternehmen: Datenschutzrechtlich ist QualiTronic als Industrieanlage unproblematisch. Relevanter ist die IT-Sicherheit der Maschinenvernetzung, kläre Fernwartungszugänge und Netzwerksegmentierung mit deiner IT, wie bei jeder vernetzten Produktionsanlage.
Gut kombiniert mit
- KBA LogoTronic / Pressroom-Workflow, Die übergeordnete Auftrags- und Produktionssteuerung von Koenig & Bauer übergibt Auftragsdaten und Sollwerte an QualiTronic, sodass die Farbregelung direkt mit dem richtigen Zielzustand startet. Aus Auftragsvorbereitung und Inline-Regelung wird so eine durchgehende Kette.
- Fogra-/PSO-Zertifizierungsworkflow, QualiTronic liefert die Messdaten, die du für die jährliche PSO-Rezertifizierung brauchst. In Kombination mit einem strukturierten Prüfprozess (Medienkeile, Reporting) wird aus der Inline-Messung ein belastbarer Compliance-Nachweis.
- Spektral-Handmessgeräte (Techkon, X-Rite), Für die stichprobenartige Gegenkontrolle abseits der Maschine bleiben Handmessgeräte sinnvoll. Sie verifizieren unabhängig, was der Inline-Autopilot regelt, gerade in der Einführungsphase ein guter Vertrauensanker.
Unser Testurteil
KBA QualiTronic verdient 4 von 5 Sternen. Innerhalb seines Einsatzbereichs, Inline-Farbregelung auf Koenig-&-Bauer-Rapida-Maschinen, ist es eines der stärksten Systeme am Markt: der KI-Kern von Instrument Flight, der spektrale und densitometrische Daten gleichzeitig auswertet, die G7-Zertifizierung als belastbarer Standard-Nachweis und die seit Dezember 2025 vollständige Integration in die Rapida-Plattform sind echte Argumente. Die Makulaturersparnis ist real und für Betriebe mit vielen Jobwechseln substanziell. Den fünften Stern kostet die strikte Herstellerbindung (nur Rapida), die fehlende Preistransparenz und die Tatsache, dass der beworbene ROI stark vom Auflagenprofil abhängt, für kleine Betriebe oder gemischte Maschinenparks ist das Tool schlicht nicht gemacht. Wer aber ohnehin auf Rapida druckt und Farbqualität zur Kernkompetenz macht, bekommt hier ein ausgereiftes, zukunftssicheres System.
Was wir bemerkt haben
- Dezember 2025, Koenig & Bauer hat alle Aktivitäten rund um die Instrument-Flight-Technologie von System Brunner übernommen und fest in die Rapida-Plattform integriert. Was vorher als OEM-Lösung auch bei manroland sheetfed und Baldwin Vision Systems lief, kommt für KBA-Kunden jetzt aus einer Hand, ein strategischer Schritt, der die Herstellerbindung verstärkt, aber Service und Weiterentwicklung bündelt.
- März 2026, Koenig & Bauer hat Instrument Flight offiziell als exklusive Lösung für Farbbalance-Steuerung und Prozessstabilität im Bogendruck vermarktet. In der Kommunikation positioniert das Unternehmen die Technologie als „stärkstes Werkzeug am Markt” und betont, dass Maschine und Farbregelung jetzt aus einer Hand kommen.
- Allgemein, Die vom Hersteller genannte Makulaturreduktion von „bis zu 70 Prozent” ist ein Bestwert für Betriebe mit vielen Jobwechseln. In der Praxis variiert die tatsächliche Ersparnis stark mit Auflagen- und Jobstruktur, diese Zahl sollte nie ungeprüft in eine Investitionsrechnung übernommen werden.
- Historisch, Instrument Flight gilt als weltweit erstes G7-zertifiziertes Farbregelsystem. Diese Zertifizierung stammt aus der System-Brunner-Ära und wurde mit der Übernahme durch Koenig & Bauer in das KBA-Portfolio überführt.
Quellen
- Koenig & Bauer – Pressemitteilung Instrument Flight. https://www.koenig-bauer.com/de/newsroom/pressemitteilungen/artikel/koenig-bauer-bietet-mit-instrument-flightr-exklusive-loesung-fuer-farbbalance-steuerung-und-maximale-prozessstabilitaet-im-bogendruck (abgerufen am 2026-06-13). Koenig & Bauer hat im Dezember 2025 alle Instrument-Flight-Aktivitaeten von System Brunner uebernommen und vollstaendig in die Rapida-Plattform integriert; das System priorisiert die Graubalance, erkennt und korrigiert visuelle Abweichungen, die marktuebliche Farbregelsysteme uebersehen, reduziert Makulatur bei Jobwechseln und dokumentiert PSO-, FOGRA- und G7-Konformitaet ueber das Sterne-System..
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