Hexagon ProPlanAI
Hexagon Manufacturing Intelligence
KI-gestützte Automatisierung der NC-Programmierung als Funktion der CAM-Software ESPRIT EDGE. ProPlanAI extrahiert das Programmier-Know-how aus den eigenen historischen ESPRIT-Dateien eines Betriebs, trainiert sich daraus selbst und schlägt anschließend automatisch Bearbeitungsstrategien vor, laut Hexagon bis zu 75 % weniger Programmierzeit für wiederkehrende Geometrien. Seit ESPRIT EDGE 2025.2 (Juni 2025) allgemein verfügbar, ergänzt durch den natürlichsprachigen Hexagon Copilot.
Kosten: Add-on bzw. Bestandteil von ESPRIT EDGE (ab Version 2025.2), Preise auf Anfrage über Hexagon-Vertrieb oder autorisierte Esprit-Partner; Bereitstellung über Hexagon Nexus Cloud
Kategorien
Stärken
- Lernt aus den eigenen historischen ESPRIT-Programmen, Vorschläge spiegeln die tatsächlichen Betriebsstandards, nicht generische Lehrbuch-Strategien
- Senkt die Abhängigkeit von erfahrenen Programmierern: Einsteiger erstellen Programme auf dem Niveau ihrer routinierten Kollegen
- Maschinen- und kontextbewusst: berücksichtigt Aufmaß, Rohteilzustand und vorherige Bearbeitungsschritte
- Hexagon Copilot ergänzt mit natürlichsprachigem 24/7-Support für Einrichtung und Troubleshooting
- Für bestehende ESPRIT-EDGE-Betriebe minimaler Umstieg, keine neue CAM-Welt nötig
Einschränkungen
- Fest an ESPRIT EDGE gebunden, kein eigenständiges Tool, keine Anbindung an Fusion, Mastercam oder andere CAM-Systeme
- Erste Ausbaustufe fokussiert auf 2.5X-Fräsfeatures und Dreh-/Mehrkanal-Szenarien; nicht jede Bearbeitungsart wird gleich gut abgedeckt
- Braucht einen ausreichend großen, sauberen Bestand historischer Programme, bei Neueinsteigern oder sehr kleinen Werkstätten anfangs geringe Trefferquote
- Bereitstellung über die Hexagon Nexus Cloud, für Betriebe mit strikter On-Premise-Pflicht ungeeignet
- Preise nur auf Anfrage; kein öffentliches Pricing, Verhandlung mit Hexagon-Partner nötig
Passt gut zu
Kurzfazit
Hexagon ProPlanAI ist kein eigenständiges KI-Tool, sondern eine Automatisierungsfunktion innerhalb der CAM-Software ESPRIT EDGE. Der Ansatz ist klug: Statt mit einem generischen Modell zu arbeiten, extrahiert ProPlanAI das tatsächliche Programmier-Wissen aus den historischen ESPRIT-Dateien eines Betriebs und schlägt daraus Bearbeitungsstrategien vor, die zu den eigenen Standards passen. Für Werkstätten mit viel Wiederholteilgeschäft kann das die Programmierzeit spürbar senken und das Wissen erfahrener Programmierer konservieren. Die harte Einschränkung: ProPlanAI funktioniert ausschließlich mit ESPRIT EDGE und läuft über die Cloud-Plattform Hexagon Nexus. Wer ein anderes CAM-System fährt, On-Premise braucht oder noch keinen ordentlichen Datenbestand hat, profitiert wenig. Solide, aber stark an die ESPRIT-Welt gekettet, daher drei von fünf Sternen.
Für wen ist Hexagon ProPlanAI?
ESPRIT-EDGE-Bestandskunden: Die klare Zielgruppe. Wer ESPRIT EDGE ohnehin als CAM-System einsetzt, bekommt ProPlanAI seit Version 2025.2 als Erweiterung im vertrauten Umfeld, ohne neue Software, ohne Schnittstellen-Gefrickel. Der Hebel ist hier am größten, weil das System genau die Programme als Trainingsbasis nutzt, die der Betrieb über Jahre erzeugt hat.
Mittlere bis große Zerspanungsbetriebe: Betriebe mit fünf bis fünfzehn Programmierern und einem reichen Fundus an alten NC-Programmen profitieren am meisten. Je größer und konsistenter der Datenbestand, desto präziser werden die Vorschläge, und desto eher rechnet sich die Investition über die eingesparte Programmierzeit.
Werkstätten mit Wiederholteil-Charakter: Wer überwiegend ähnliche Bauteilfamilien fertigt, Flansche, Gehäuse, Wellen, Hydraulikkomponenten, sieht die versprochenen Zeitgewinne am ehesten. Bei reinen Einzelstücken und ständig neuen, ungewöhnlichen Geometrien fehlt der KI das Muster, aus dem sie lernen kann.
Betriebe mit Fachkräftemangel in der Programmierung: ProPlanAIs eigentliches Versprechen ist weniger Tempo als Wissenssicherung. Wenn der erfahrene Programmierer in Rente geht, steckt sein Know-how in den alten Programmen, und ProPlanAI macht es für jüngere Kollegen nutzbar. Das ist in der deutschen Zerspanung ein realer Schmerzpunkt.
Weniger geeignet für: Betriebe mit Fusion 360, Mastercam oder einem anderen CAM-System (für die ist
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| ESPRIT EDGE (Basis) | Auf Anfrage | CAM-Software als Lizenz oder Abo, Bereitstellung über Hexagon Nexus |
| ProPlanAI | Auf Anfrage | KI-gestützte Prozessplanung als Funktion ab ESPRIT EDGE 2025.2 |
| Hexagon Copilot | Auf Anfrage / im Paket | Natürlichsprachiger 24/7-Programmierassistent |
| Upgrade ESPRIT 2000 → EDGE | Auf Anfrage | Migrationspfad für Bestandskunden inkl. Zugriff auf ProPlanAI |
Einordnung: Hexagon veröffentlicht keine Listenpreise, weder für ESPRIT EDGE noch für ProPlanAI. Das ist im industriellen CAM-Segment branchenüblich, macht eine seriöse Kostenkalkulation aber schwierig, ohne ins Verkaufsgespräch zu gehen. Preise hängen von Lizenzmodell (Kauf vs. Abo), Anzahl der Arbeitsplätze, gewählten Maschinenpaketen und Supportstufe ab. Praktisch bedeutet das: Wer evaluieren will, kommt um den Kontakt zu einem autorisierten Esprit-EDGE-Partner in Deutschland nicht herum. Plane diesen Schritt früh ein und lass dir ProPlanAI mit den eigenen historischen Programmen demonstrieren, die Trefferquote auf den echten Daten ist die einzig belastbare Bewertungsgrundlage. Für ESPRIT-Bestandskunden ist die Eintrittshürde am niedrigsten, weil ProPlanAI auf der vorhandenen Lizenzbasis aufsetzt.
Stärken im Detail
Training mit den eigenen Daten statt generischem Modell. Der entscheidende Unterschied zu vielen KI-Tools: ProPlanAI lernt nicht aus einem anonymen Internet-Korpus, sondern aus den historischen ESPRIT-EDGE-Dateien des eigenen Betriebs. Das System extrahiert Bearbeitungsstrategien, Werkzeugwahl und Schnittparameter aus echten, bewährten Programmen. Die Vorschläge passen damit zu den Maschinen, Werkzeugen und Standards, die tatsächlich in der Halle stehen, nicht zu einem Lehrbuch-Idealfall.
Wissenssicherung gegen den Fachkräftemangel. In vielen deutschen Zerspanungsbetrieben hängt das Programmier-Know-how an wenigen erfahrenen Köpfen. ProPlanAI macht dieses implizite Wissen explizit: Es konserviert die Entscheidungen der Routiniers in einem Modell, das auch jüngere Programmierer nutzen können. Hexagon formuliert das offensiv als Kernnutzen, neue Programmierer erstellen Programme auf dem Niveau ihrer erfahrenen Kollegen.
Kontext- und maschinenbewusste Vorschläge. ProPlanAI arbeitet nicht featureblind. Es berücksichtigt Aufmaß, Rohteilzustand und vorherige Bearbeitungsschritte, um die nächste Operation sinnvoll vorzuschlagen. In der ersten Ausbaustufe liegt der Fokus auf 2.5X-Fräsfeatures sowie auf Dreh-, Mehrkanal- und Swiss-Type-Szenarien, die ESPRIT EDGE 2025.2 ohnehin gestärkt hat.
Hexagon Copilot als natürlichsprachige Ergänzung. Parallel zu ProPlanAI hat Hexagon den Copilot eingeführt, einen Assistenten, der per natürlicher Sprache rund um die Uhr bei Einrichtung, Bedienung und Troubleshooting hilft. Das senkt die Einstiegshürde gerade für weniger erfahrene Anwender und reduziert die Abhängigkeit von Support-Tickets bei Standardfragen.
Minimaler Umstieg für Bestandskunden. Wer schon mit ESPRIT EDGE arbeitet, muss kein neues System lernen. ProPlanAI ist seit 2025.2 Bestandteil der gewohnten Umgebung, und auch ältere ESPRIT-2000-Kunden können über einen definierten Pfad auf EDGE upgraden und so Zugang zur KI-Funktion bekommen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Komplette Bindung an ESPRIT EDGE. Das ist die härteste Einschränkung. ProPlanAI ist keine offene KI-Lösung, die sich in dein bestehendes CAM einklinkt, es ist eine Funktion innerhalb von ESPRIT EDGE. Wer Fusion 360, Mastercam, SolidCAM oder ein anderes System fährt, kann ProPlanAI schlicht nicht nutzen, ohne das CAM-System zu wechseln. Für solche Betriebe ist
Datenhunger bremst kleine Betriebe. ProPlanAI ist nur so gut wie der Datenbestand, aus dem es lernt. Ein Betrieb mit wenigen alten Programmen oder ein Neueinsteiger bekommt anfangs schwache Vorschläge, die KI hat schlicht zu wenig Muster. Faustregel aus der Praxis: mindestens 50 bis 100 repräsentative Programme je häufiger Bauteilfamilie, bevor sich die Ergebnisse lohnen. Bis dahin programmiert man weiter manuell und füttert das System parallel.
Cloud-Pflicht über Hexagon Nexus. Die Bereitstellung läuft über die Cloud-Plattform Hexagon Nexus. Betriebe mit strikter On-Premise-Anforderung, etwa aus Gründen der Datensouveränität, in der Wehrtechnik oder bei sensiblen Auftragsfertigern, stoßen hier an eine Grenze. Wer seine Programmierdaten grundsätzlich nicht in die Cloud geben will, ist mit einem klassischen On-Premise-CAM besser bedient.
Kein transparentes Pricing. Ohne Listenpreise lässt sich der Return on Investment vorab nur schwer abschätzen. Man muss in den Vertriebsprozess einsteigen, um überhaupt eine Zahl zu bekommen, das kostet Zeit und macht den Vergleich mit Alternativen aufwendiger.
75 % Zeitersparnis ist ein Bestwert, kein Durchschnitt. Die viel zitierte Zahl gilt für Standardgeometrien unter idealen Bedingungen, guter Datenbestand, saubere Postprozessoren, repetitive Teile. Bei gemischtem Teilespektrum oder anspruchsvollen 5-Achs-Aufgaben liegt der reale Gewinn deutlich niedriger. Hexagons Marketing nennt die Spitze; in der Halle landet man bei ehrlicher Betrachtung darunter.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Ein anderes CAM-System als ESPRIT fährst und KI-Programmierung willst | |
| CAD und CAM samt KI-/Automatisierungsfunktionen in einem Cloud-Tool brauchst | |
| Schwerpunkt auf Konstruktion und Generative Design legst | |
| Die gesamte Fertigungssteuerung digitalisieren willst (MES, nicht nur CAM) |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Mastercam (Marktführer bei der reinen CAM-Verbreitung, baut eigene KI-Funktionen aus), SolidCAM (stark bei integrierter CAD/CAM-Arbeit) und Siemens NX CAM (für komplexe 5-Achs- und Großserienfertigung). ProPlanAI spielt seine Stärke nur im ESPRIT-Ökosystem aus, der ehrlichste Vergleich ist deshalb nicht „ProPlanAI gegen anderes CAM”, sondern „ESPRIT EDGE mit ProPlanAI gegen dein aktuelles CAM mit dessen eigenen KI-Funktionen”. Wer nicht ohnehin in der ESPRIT-Welt lebt, sollte zuerst prüfen, ob ein CAM-übergreifender Ansatz wie CAM Assist nicht passender ist.
So steigst du ein
Schritt 1: CAM-System klären. Prüfe, ob ESPRIT EDGE euer primäres CAM-System ist oder werden soll, ProPlanAI ist untrennbar daran gebunden. Läuft im Betrieb Fusion 360, Mastercam oder ein anderes System, ist ein CAM-übergreifendes Add-on wie
Schritt 2: Vertrieb kontaktieren und Demo mit eigenen Daten verlangen. Wende dich an den Hexagon-Vertrieb oder einen autorisierten Esprit-EDGE-Partner in Deutschland. Frag nicht nur nach dem Preis, sondern lass ProPlanAI mit euren echten historischen NC-Programmen demonstrieren. Die Trefferquote auf den eigenen Daten ist die einzig belastbare Bewertungsgrundlage, eine Hochglanz-Demo mit fremden Bauteilen sagt wenig über euren Betrieb aus.
Schritt 3: Trainingsphase mit ausreichend Programmen starten. Speise mindestens 50 bis 100 repräsentative Programme je häufiger Bauteilfamilie ein, idealerweise aus euren produktivsten und saubersten Aufträgen. Achte darauf, dass die Postprozessoren korrekt konfiguriert sind, fehlerhafte Altprogramme bringen ProPlanAI fehlerhafte Muster bei. Je konsistenter die Datenbasis, desto verlässlicher die Vorschläge.
Ein konkretes Beispiel
Ein Lohnfertiger aus dem Schwarzwald mit acht CNC-Maschinen und sechs Programmierern setzt seit Jahren ESPRIT EDGE ein und fertigt überwiegend Hydraulikkomponenten und Getriebegehäuse in mittleren Serien. Das Programmier-Know-how steckt zu großen Teilen in zwei langjährigen Mitarbeitern, von denen einer 2026 in Rente geht. Nach dem Upgrade auf ESPRIT EDGE 2025.2 trainiert der Betrieb ProPlanAI mit rund 200 bewährten Altprogrammen der wichtigsten Bauteilfamilien. In der Folge erstellt ein neu eingestellter Programmierer für wiederkehrende Flansch- und Gehäuse-Geometrien Programme, die er anschließend nur noch prüft und verfeinert, statt sie von Grund auf aufzubauen. Bei diesen Standardteilen sinkt die Programmierzeit deutlich; bei Sonderaufträgen mit ungewöhnlicher Geometrie bleibt sie unverändert, weil die KI dort kein Muster hat. Der eigentliche Gewinn ist weniger die Zeitersparnis als die Tatsache, dass das Wissen des ausscheidenden Kollegen im System bleibt, und der Betrieb nicht von einem einzigen Schlüsselmitarbeiter abhängig ist.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Bereitstellung über die Hexagon Nexus Cloud, die auf Microsoft-Azure-Infrastruktur aufsetzt. Azure bietet EU-Rechenzentren (u. a. Deutschland, Niederlande); die konkrete Region sollte im Vertrag verbindlich festgelegt werden.
- Anbieter: Hexagon AB ist ein europäisches Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm (Schweden) und großer Präsenz in Deutschland, das ist gegenüber rein US-basierten Cloud-CAM-Anbietern ein Vorteil bei der DSGVO-Bewertung.
- Datennutzung: ProPlanAI trainiert auf den betriebseigenen historischen Programmen. Vor dem Einsatz sollte vertraglich geklärt werden, ob und in welchem Umfang diese Daten ausschließlich für den eigenen Mandanten genutzt werden und nicht in übergreifende Modelle einfließen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für die Cloud-Nutzung über Nexus ist ein AVV erforderlich, explizit beim Hexagon-Partner anfordern und die Speicher-Region darin fixieren.
- On-Premise: Eine echte On-Premise-Variante für ProPlanAI ist nicht vorgesehen. Betriebe mit zwingender lokaler Datenhaltung müssen ein anderes CAM-Konzept wählen.
- Empfehlung für Unternehmen: Da NC-Programme und Bauteilgeometrien sensibles Betriebs-Know-how sind, vor dem Einsatz die Cloud-Region, die Datennutzungsklauseln und den AVV sorgfältig prüfen. Für Auftragsfertiger mit Geheimhaltungspflichten der Kunden ist diese Prüfung Pflicht, nicht Kür.
Gut kombiniert mit
, wer Konstruktion und Fertigung trennt, kann Bauteile in Fusion 360 oder einem anderen CAD entwerfen und die Programmierung in ESPRIT EDGE mit ProPlanAI automatisieren. Die KI-Funktion sitzt dabei am Ende der Prozesskette. , für Betriebe, deren Schwerpunkt auf Maschinenbau und Konstruktion liegt: Inventor erzeugt die Geometrie, ESPRIT EDGE übernimmt die KI-gestützte NC-Programmierung. Sauberer Datenaustausch über neutrale Formate vorausgesetzt. , wer über die einzelne Maschine hinaus die gesamte Fertigung steuern will, kombiniert die CAM-Ebene (ESPRIT EDGE mit ProPlanAI) mit einem MES wie SAP Digital Manufacturing für Auftragssteuerung, Rückmeldung und Produktionsplanung.
Unser Testurteil
Hexagon ProPlanAI verdient drei von fünf Sternen. Der technische Ansatz ist überzeugend: Eine KI, die aus den eigenen historischen Programmen lernt und damit zu den realen Betriebsstandards passt, ist deutlich nützlicher als ein generisches Modell, und die Wissenssicherung gegen den Fachkräftemangel adressiert einen echten Schmerzpunkt der deutschen Zerspanung. Mit der allgemeinen Verfügbarkeit ab ESPRIT EDGE 2025.2 und dem ergänzenden Hexagon Copilot ist das Werkzeug aus der reinen Beta-Phase heraus. Was die beiden fehlenden Sterne kostet: die vollständige Bindung an ESPRIT EDGE, die Cloud-Pflicht ohne On-Premise-Option, das intransparente Pricing und der Datenhunger, der kleine Betriebe und Neueinsteiger anfangs ausbremst. Für ESPRIT-Bestandskunden mit gutem Datenfundus ist ProPlanAI eine klare Empfehlung zur Evaluierung. Für alle anderen ist die ehrliche Frage nicht „ProPlanAI ja oder nein”, sondern „wechsle ich dafür mein CAM-System”, und die Antwort lautet meistens nein.
Was wir bemerkt haben
- Juni 2025, ProPlanAI wurde mit ESPRIT EDGE 2025.2 auf der IMTS in Las Vegas (19. Juni 2025) allgemein verfügbar gemacht. Damit ist die Funktion aus dem ursprünglichen Beta-Status heraus, in dem sie zuvor nur wenigen Testbetrieben wie Rodin Machining zugänglich war.
- Juni 2025, Zeitgleich führte Hexagon den natürlichsprachigen Hexagon Copilot ein, der rund um die Uhr bei Programmierfragen unterstützt. Beide KI-Funktionen sind Teil der breiteren Nexus-Strategie, mit der Hexagon seine Werkzeuge auf eine gemeinsame Cloud-Plattform zieht.
- 2025, Die erste Ausbaustufe von ProPlanAI fokussiert auf 2.5X-Fräsfeatures sowie Dreh-, Mehrkanal- und Swiss-Type-Bearbeitung. Wer auf komplexe 5-Achs-Simultanbearbeitung hofft, sollte die aktuelle Feature-Abdeckung gezielt erfragen, der Funktionsumfang wächst schrittweise.
- Mai 2026, Hexagon veröffentlicht weiterhin keine Listenpreise für ESPRIT EDGE oder ProPlanAI. Wer evaluieren will, kommt am Verkaufsgespräch mit einem autorisierten Esprit-Partner nicht vorbei, eine bewusste Hürde, die den Direktvergleich mit Alternativen erschwert.
Quellen
- Hexagon Nexus – ProPlanAI Produktseite. https://nexus.hexagon.com/home/product/proplanai/ (abgerufen am 2026-06-20). ProPlanAI lernt vollautomatisch aus historischen ESPRIT-EDGE-Dateien des Betriebs, ohne dass Nutzer Regeln definieren müssen; unterstützt 2.5-Achs-Fräsen und Drehen (Beta); keine manuellen Regeln oder Nutzervorgaben erforderlich..
- Hexagon Nexus – ESPRIT EDGE Produktseite. https://nexus.hexagon.com/home/product/esprit-edge/ (abgerufen am 2026-06-20). ESPRIT EDGE 2025.2 ist verfügbar und unterstützt 2.5-Achs- bis 5-Achs-Bearbeitung; Version 2026.1 bringt weitere Verbesserungen bei Drehautomatisierung und Cloud-Konnektivität; Zugang über Hexagon Nexus Cloud..
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