firstaudit
reinstil GmbH & Co. KG
Deutsche Software für digitale Prüfprotokolle, Inspektionen und Qualitätssicherung. Eigene Checklisten per Drag-and-drop konfigurierbar, automatisch zusammengesetzte PDF-Berichte, Fotodokumentation, Mängelmanagement und vollständige Offline-Nutzung. Native Apps für iOS, Android und Windows. Eingesetzt in Metallbau, Lebensmittelproduktion, Gebäudemanagement und Arbeitsschutz. Datenhaltung in der EU, aber kein KI-Tool im engeren Sinn: Die Stärke liegt in strukturierter Erfassung, nicht in maschineller Intelligenz.
Kosten: Free 0 € (1 Nutzer), Standard 12 €/Nutzer/Monat (min. 5 Nutzer, also ab 60 €/Monat, max. 15 Nutzer), Premium 22 €/Nutzer/Monat (min. 5 Nutzer, unbegrenzt), Enterprise auf Anfrage. Speicher ab 1 GB/Nutzer, zusätzlich 0,75 €/GB/Monat. Jahresabrechnung verfügbar.
Kategorien
Stärken
- Vollständig auf Deutsch, Oberfläche, Support und Dokumentation
- Datenhaltung in Deutschland/EU für die Anwendungsdaten, DSGVO-orientiert
- Konfigurierbare Checklisten ohne Programmierkenntnisse: Prüfpunkte, Pflichtfelder, bedingte Logik per Drag-and-drop
- Automatisch zusammengesetzte PDF-Berichte direkt nach Abschluss einer Inspektion
- Mängelmanagement: Befunde werden zu nachverfolgbaren Aufgaben mit Verantwortlichem und Frist
- Vollständige Offline-Nutzung, Protokolle synchronisieren bei Verbindung, native Windows-App ist im Segment selten
Einschränkungen
- Keine echten KI-Funktionen, keine Spracheingabe per LLM, kein OCR, keine Bilderkennung, keine KI-gestützte Mängelerkennung
- Standard-Plan auf 15 Nutzer begrenzt; viele Funktionen (SSO/SAML, erweiterte Analysen, S3) erst ab Premium
- Mindestabnahme von 5 Nutzern bei Standard und Premium, für Solo-Betriebe nur der Free-Plan (1 Nutzer)
- Website und CDN nutzen US-Subdienstleister (Cloudflare, Google, Firebase), Datentransfer in die USA wird im Datenschutz eingeräumt
- Tiefe ERP-Anbindung (SAP, Navision) und Messtechnik-Integration erst über Enterprise-API
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst Papier-Checklisten durch digitale Protokolle mit Fotos und Unterschrift ersetzen
- Deine Teams arbeiten oft offline auf Baustellen oder in Produktionshallen ohne Netz
- Du brauchst standardisierte Inspektionen über mehrere Standorte mit zentraler Auswertung
- Dir ist EU-Datenhaltung für die Prüfdaten wichtiger als US-Cloud-Komfort
Wann nein
- Du suchst ein KI-Tool, das selbst Mängel erkennt, diktierte Befunde transkribiert oder Berichte schreibt
- Du bist Solo-Selbstständiger und brauchst mehr als den Free-Plan mit einem Nutzer
- Du brauchst tiefe CAQ-Funktionen oder einen revisionssicheren, unveränderlichen Audit-Trail
- Du willst eine fertige SAP-/ERP-Integration ohne individuelles API-Projekt
Kurzfazit
firstaudit ist eine solide deutsche Software für digitale Prüfprotokolle und Inspektionen, und vor allem ehrlich zu sich selbst, sobald man genau hinschaut: Es ist kein KI-Tool. Wer eine intelligente Automatik erwartet, die diktierte Befunde transkribiert, Risse auf Fotos erkennt oder Berichtstexte formuliert, sucht hier vergebens. Was firstaudit gut macht, ist das Drumherum klassischer Qualitätssicherung: konfigurierbare Checklisten ohne Programmierkenntnisse, Fotodokumentation, Mängelmanagement, automatisch zusammengesetzte PDF-Berichte und, anders als viele Wettbewerber, eine echte Offline-Nutzung samt nativer Windows-App. Die Anwendungsdaten liegen in Deutschland bzw. der EU. Für Handwerk, Metallbau und QS-Teams, die Papier loswerden wollen, ist das eine ausgereifte, bezahlbare Lösung. Als KI-Werkzeug taugt es nicht, und genau deshalb vergeben wir 3 von 5 Sternen.
Für wen ist firstaudit?
Metall- und Stahlbaubetriebe: Korrosionsschutz-Prüfprotokolle, Schweißnaht-Abnahmen, EN-1090-Dokumentation, alles als digitales Formular mit Pflichtfeldern und eingebetteten Fotos. Die lückenlose Bilddokumentation kommt bei Sachverständigen-Abnahmen regelmäßig gut an, weil sie nachträglich nicht manipulierbar ist.
Qualitätssicherungs-Teams in der Produktion: Wer Werkstatt- und Wareneingangskontrollen, Wartungsroutinen oder ISO-9001-/IATF-16949-Audits standardisieren will, bekommt mit den bedingten Logiken (Folgefragen je nach Antwort) ein passendes Werkzeug. Die zentrale Auswertung über mehrere Standorte zeigt wiederkehrende Fehlerquellen.
Handwerk und Industriedienstleister: Abnahmeprotokolle, Montageanweisungen, Wartungsnachweise, rechtssicher dokumentiert, ohne dass jemand programmieren können muss. Der Drag-and-drop-Formularbaukasten ist die eigentliche Stärke und in Minuten erlernt.
Lebensmittel-, Pharma- und Gebäudemanagement: HACCP-Kontrollen, Reinigungs- und Hygienechecklisten, Begehungsprotokolle. Die Offline-Fähigkeit ist hier entscheidend, in Kühlhäusern, Kellern oder auf weitläufigen Liegenschaften gibt es selten durchgehend Netz.
Weniger geeignet für: Solo-Selbstständige (der einzige Ein-Nutzer-Tarif ist der Free-Plan, alles darüber verlangt mindestens fünf Lizenzen), Betriebe mit hohen CAQ-Anforderungen (revisionssicherer Audit-Trail, Messmittelverwaltung) und alle, die ein echtes KI-Tool zur automatischen Mängelerkennung oder Sprachtranskription suchen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free | 0 € | 1 Nutzer, Basis-Checklisten, Vorlagen für Standardprozesse, unbegrenzte Checklisten und Assets |
| Standard | 12 €/Nutzer/Monat (min. 5, max. 15 Nutzer) | Eigenes Branding, Checklisten-Regeln (bedingte Logik), Bildmarker, Berechnungsfragen, einfache Analysen |
| Premium | 22 €/Nutzer/Monat (min. 5, unbegrenzt) | Alles aus Standard + SSO/SAML, erweiterte Checklisten- und Wiederholungsfragen, erweiterte Analysen, S3-Anbindung, Aufgaben-Tracking |
| Enterprise | Auf Anfrage | Individuelle Integrationen, API-Zugang, Analysen mit Drill-down, SLA, dedizierter Ansprechpartner, On-Premise mit deutschem Serverstandort (ab 50 Nutzern) |
| Speicher | +0,75 €/GB/Monat | Start mit 1 GB pro Nutzer, Fotos und Videos verbrauchen das Kontingent schnell |
Einordnung: Der Free-Plan ist ehrlich gedacht, ein echter Ein-Nutzer-Tarif zum unbegrenzten Ausprobieren, nicht nur eine Trial. Für Teams ist die Mindestabnahme von fünf Nutzern die eigentliche Einstiegshürde: Standard kostet damit ab 60 €/Monat, Premium ab 110 €/Monat. Wer bedingte Logik braucht, und das tun fast alle ernsthaften Prüfprotokolle, kommt um Standard nicht herum. Der Sprung zu Premium lohnt sich, sobald SSO, erweiterte Auswertungen oder mehr als 15 Nutzer im Spiel sind. Achte auf den Speicherverbrauch: Foto- und video-lastige Inspektionen sprengen das Gratis-Gigabyte pro Nutzer schnell, und 0,75 €/GB summieren sich über ein Jahr.
Stärken im Detail
Formularbaukasten ohne Programmierkenntnisse. Das Herzstück ist der Drag-and-drop-Editor: Prüfpunkte, Pflichtfelder, Antworttypen (Text, Zahl, Foto, Unterschrift), Berechnungsfragen und bedingte Logik (Folgefragen abhängig von der vorigen Antwort) lassen sich ohne IT-Wissen zusammenstellen. Der QS-Verantwortliche baut seine Vorlage selbst, das ist der entscheidende Unterschied zu starren Standardformularen.
Echte Offline-Nutzung. firstaudit funktioniert vollständig ohne Internet, die Protokolle werden lokal erfasst und bei nächster Verbindung synchronisiert. Das klingt banal, ist es im Inspektionsalltag aber nicht: Baustellen, Kühlhäuser, Tiefgaragen und Industrieanlagen haben selten durchgehend Netz. Viele konkurrierende Web-Apps scheitern genau hier.
Native Windows-App als Seltenheit. Neben iOS und Android gibt es eine native Windows-Anwendung. Im Segment der Inspektions-Apps ist das ungewöhnlich und praktisch für Prüfer, die mit robusten Windows-Tablets oder Convertibles arbeiten, etwa in der Industrie oder im Anlagenbau.
Automatisch zusammengesetzte Berichte. Nach Abschluss einer Checkliste generiert firstaudit den PDF-Bericht selbst, inklusive eingebetteter Fotos und Messwerte, ohne manuelles Zusammenkopieren in Word. Wichtig zur Einordnung: Das ist Vorlagen-Logik, kein KI-generierter Text. Der Bericht setzt zusammen, was erfasst wurde, er formuliert nichts dazu.
Mängelmanagement statt nur Erfassung. Ein gefundener Befund wird nicht nur dokumentiert, sondern direkt zu einer nachverfolgbaren Aufgabe mit Verantwortlichem und Frist. Damit schließt firstaudit den Kreis von der Inspektion bis zur behobenen Abweichung, viele reine Checklisten-Tools hören nach der Erfassung auf.
Standardisierung über Standorte. Zentral gepflegte Vorlagen sorgen dafür, dass alle Teams gleich prüfen. Die Auswertung verdichtet die Ergebnisse standortübergreifend und macht wiederkehrende Fehlerquellen sichtbar, ein klarer Mehrwert für Betriebe mit mehreren Niederlassungen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Es ist kein KI-Tool. Das ist der ehrlichste Punkt zuerst: firstaudit hat keine LLM-gestützte Spracheingabe, kein OCR, keine Bilderkennung und keine automatische Mängelerkennung. Wer die Prüfsoftware wegen „künstlicher Intelligenz” sucht, ist hier falsch. Die Erfassung bleibt manuell, strukturiert und mobil, aber von Hand. Frühere Beschreibungen, die firstaudit eine Speech-to-Text-KI zuschreiben, konnten wir auf der offiziellen Funktions- und Preisseite nicht bestätigen.
Mindestabnahme und Plan-Grenzen. Außer dem Ein-Nutzer-Free-Plan gibt es nichts unter fünf Lizenzen. Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe mit zwei bis vier Prüfern fallen damit durchs Raster, sobald sie bedingte Logik oder Branding wollen. Der Standard-Plan ist zusätzlich bei 15 Nutzern gedeckelt, wer wächst, muss zu Premium.
DSGVO-Bild ist differenzierter als ein einfaches „EU-Hosting”. Die Anwendungsdaten liegen laut Anbieter in Deutschland bzw. der EU. Die Website und Infrastruktur nutzen aber laut Datenschutzerklärung US-Dienste wie Cloudflare, Google (Fonts, Maps, Firebase) und Vimeo, der Anbieter räumt selbst ein, dass es für die USA keinen Angemessenheitsbeschluss gibt und stützt sich auf EU-Standardvertragsklauseln. Wer maximale Datensparsamkeit braucht, sollte das in der DSFA berücksichtigen.
Keine Messtechnik- oder ERP-Integration ab Stange. Schichtdickenmessgeräte, Drehmomentschlüssel mit Datenausgang oder SAP/Navision lassen sich nicht out-of-the-box anbinden. Sensoranbindung und API gibt es, aber die tiefe Integration ist ein Enterprise-Thema mit individuellem Projekt, nichts, was ein KMU eben so freischaltet.
Kein vollwertiges CAQ-System. Für stark regulierte Branchen mit revisionssicherem, unveränderlichem Audit-Trail, Messmittelmanagement und FMEA-Tiefe ist firstaudit zu leichtgewichtig. Es ersetzt Papier hervorragend, aber kein dediziertes Computer-Aided-Quality-System.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Ein KI-Tool für Sprache, Recherche oder Textgenerierung brauchst | |
| Befunde diktieren und automatisch transkribieren lassen willst | |
| Recherche mit Quellen statt Dokumentation brauchst |
firstaudit hat im engeren Sinn keine direkten KI-Wettbewerber in unserem Verzeichnis, es spielt in der Kategorie digitale Checklisten und Inspektion, nicht in der KI-Liga. Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite sind im Inspektions-Segment Lumiform, Form.com, MoreApp und GoCanvas (vergleichbare digitale Checklisten-Apps) sowie iAuditor/SafetyCulture als internationaler Marktführer mit inzwischen einigen KI-Bausteinen. Wer wirklich KI-gestützte Inspektion sucht, automatische Bildanalyse von Schäden oder gesprochene Befunderfassung, sollte gezielt nach Anbietern mit Bilderkennung suchen; firstaudit ist bewusst ein klassisches, robustes Dokumentationswerkzeug.
So steigst du ein
Schritt 1: Lade die App (iOS, Android oder Windows) und melde dich für den Free-Plan an, ein Nutzer, kostenlos, ohne Zeitdruck. Bau dein erstes Formular: Für ein Korrosionsschutz-Prüfprotokoll brauchst du mindestens Oberflächenvorbereitung (Sa-/St-Stufe), Schichtdicke je Lage, Klimabedingungen (Temperatur, Taupunkt) und Prüfer-Unterschrift. Setze Pflichtfeld-Logik, damit kein Feld leer bleibt.
Schritt 2: Nutze bedingte Logik (ab Standard-Plan), um Folgefragen einzublenden, z. B. „Bei Abweichung: Foto und Maßnahme erfassen”. Gib die Vorlage für den Außendienst frei und führe erste Protokolle mobil. Jede Messung direkt am Display fotografieren, das Bild wird ins Protokoll eingebettet und ist nicht mehr editierbar.
Schritt 3: Generiere den Abschlussbericht als PDF und prüfe, ob er alle normrelevanten Felder enthält, die der Auftraggeber für die Abnahme erwartet. Aktiviere das Mängelmanagement: Offene Punkte werden zu Aufgaben mit Verantwortlichem und Frist, statt in einer separaten Liste zu verschwinden. Passe die Vorlage iterativ nach den ersten echten Einsätzen an.
Ein konkretes Beispiel
Ein Stahlbaubetrieb aus dem Ruhrgebiet (28 Mitarbeitende, 6–8 Korrosionsschutzprojekte pro Jahr) hat firstaudit für seine Prüfprotokolle eingeführt. Vorher: handschriftliche Baustellenformulare, Übertragung in Excel, PDF-Bau in Word, rund 3 Stunden je Projekt, dazu wiederkehrende Rückfragen wegen unleserlicher Notizen. Nachher: Der Prüfer führt das Protokoll direkt auf dem robusten Windows-Tablet, auch ohne Netz in der Halle; Fotos der Schichtdickenmessung werden eingebettet, der PDF-Bericht liegt zehn Minuten nach der letzten Messung vor. Bei der ersten Abnahme nach EN 1090 lobte der Sachverständige die lückenlose Fotodokumentation ausdrücklich. Zeitersparnis: rund 2,5 Stunden pro Projekt. Monatliche Kosten: 60 € (Standard, 5 Nutzer). Wichtig: Die Befunde werden weiter von Hand erfasst, firstaudit beschleunigt die Dokumentation, ersetzt aber nicht das Urteil des Prüfers.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: reinstil GmbH & Co. KG, Dekan-Laist-Straße 17, 55129 Mainz (Geschäftsführer Arne Reis). Inhaltliche Blog-Betreuung durch Edit Line GmbH, die operative Software liegt bei reinstil.
- Datenhaltung der Anwendungsdaten: Deutschland bzw. EU. Prüf- und Auftragsdaten verlassen den europäischen Rechtsraum nach Anbieterangaben nicht.
- Website & Infrastruktur: Die Datenschutzerklärung nennt US-Dienste wie Cloudflare, Google (Fonts, Maps, Firebase) und Vimeo. Für die USA besteht kein Angemessenheitsbeschluss, der Anbieter stützt sich auf EU-Standardvertragsklauseln.
- Aufbewahrung: Logfiles werden nach 7 Tagen gelöscht, gesetzliche Aufbewahrungspflichten (bis zu 10 Jahre) bleiben unberührt; Cookie-Consent bis 12 Monate.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Sollte vor Produktivbetrieb mit personenbezogenen Daten (Prüfer-Namen, Kundendaten) direkt mit reinstil abgeschlossen werden, am besten schriftlich anfragen.
- Empfehlung für Unternehmen: Für reine Prüfdokumentation ist die EU-Haltung ein gutes Argument. Wer hohe Anforderungen an Datensparsamkeit hat, sollte die US-Subdienstleister der Website in der Datenschutz-Folgenabschätzung berücksichtigen und ggf. die On-Premise-Variante (Enterprise) prüfen.
Gut kombiniert mit
, firstaudit erfasst und dokumentiert, ChatGPT formuliert daraus Auswertungen, Anschreiben an Auftraggeber oder Zusammenfassungen für die Geschäftsleitung. Da firstaudit selbst keine Texte generiert, übernimmt hier die KI den sprachlichen Teil. , wer Befunde unterwegs lieber diktiert, kann sie mit Whisper transkribieren und das Ergebnis ins firstaudit-Protokoll übertragen. Damit füllt man genau die Lücke, die firstaudit selbst nicht abdeckt. , für die Recherche normrelevanter Anforderungen (z. B. aktuelle Fassung einer DIN- oder EN-Norm) mit Quellenangaben, bevor die Checkliste gebaut wird. Perplexity liefert den Wissensstand, firstaudit das Formular.
Unser Testurteil
firstaudit verdient 3 von 5 Sternen. Als digitale Inspektions- und Prüfprotokoll-Software ist es ausgereift, bezahlbar und vor allem im deutschsprachigen Mittelstand gut aufgehoben: echter Offline-Modus, native Windows-App, sauberer Formularbaukasten, Mängelmanagement und EU-Datenhaltung sind solide Argumente. Der Grund für die Drei-Sterne-Wertung ist aber unübersehbar, es ist kein KI-Tool. Wir führen es als digitale Checklisten-Lösung mit EU-Bezug, nicht als KI-Werkzeug. Die „automatische Berichtsgenerierung” ist Vorlagen-Logik, keine maschinelle Intelligenz. Wer auf der Suche nach KI-gestützter Inspektion ist (Bilderkennung, gesprochene Befunde, automatische Auswertung), wird hier enttäuscht. Wer hingegen Papier durch strukturierte, mobile Dokumentation ersetzen will, bekommt ein verlässliches Werkzeug. Punktabzug zusätzlich für die Fünf-Nutzer-Mindestabnahme und das differenzierte DSGVO-Bild bei der Website-Infrastruktur.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Entgegen verbreiteter Annahme (und früherer Beschreibungen) hat firstaudit keine KI-Funktionen: weder Spracheingabe per LLM noch OCR oder Bilderkennung lassen sich auf der offiziellen Funktions- und Preisseite belegen. Die Erfassung ist durchgängig manuell, strukturiert, aber ohne maschinelle Intelligenz.
- Mai 2026, Betreiber ist die reinstil GmbH & Co. KG in Mainz, nicht die Edit Line GmbH. Edit Line betreut lediglich die Blog-Inhalte. Frühere Angaben zum Anbieter waren ungenau und wurden korrigiert.
- Mai 2026, Es gibt einen echten kostenlosen Free-Plan für einen Nutzer (nicht nur eine zeitlich begrenzte Trial). Für Teams gilt aber eine Mindestabnahme von fünf Lizenzen, und der Standard-Plan ist auf 15 Nutzer gedeckelt.
- Mai 2026, Die Datenschutzerklärung räumt US-Datentransfers für Website und Infrastruktur ein (Cloudflare, Google, Firebase, Vimeo, gestützt auf EU-Standardvertragsklauseln). Die reine Aussage „kein US-Datentransfer” trifft nur auf die Anwendungsdaten zu, nicht auf das Gesamtangebot.
Quellen
- firstaudit – Preisübersicht. https://www.firstaudit.de/preise/ (abgerufen am 2026-06-20). Free 0 € (1 Nutzer), Standard 12 €/Nutzer/Monat (mind. 5, max. 15 Nutzer), Premium 22 €/Nutzer/Monat (mind. 5, unbegrenzt), Enterprise auf Anfrage; zusätzlicher Speicher 0,75 €/GB/Monat, 1 GB pro Nutzer inklusive..
- firstaudit – Datenschutzerklärung. https://www.firstaudit.de/datenschutz/ (abgerufen am 2026-06-20). Verantwortlicher ist die reinstil GmbH & Co. KG in Mainz; als US-Subdienstleister werden Cloudflare, Google (Firebase, Maps, Fonts), Vimeo und YouTube genannt; Datentransfers in die USA werden auf EU-Standardvertragsklauseln gestützt..
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