Factorial HR
Everyday Software, S.L.
HR-Software für kleine und mittlere Unternehmen aus Barcelona, stark im DACH-Markt vertreten. Deckt Zeiterfassung, Abwesenheitsverwaltung, digitale Personalakten, Lohnvorbereitung und Qualifikationsmanagement ab. Seit 2024/25 mit eingebautem KI-Assistenten (Factorial One), KI-Recruiting und KI-gestützten Auswertungen erweitert. Günstiger Einstiegspreis und Self-Service-Zugang ohne langen Onboarding-Prozess machen Factorial zur Alternative für KMU, die Personio zu komplex oder zu teuer finden.
Kosten: Ab 8 €/Nutzer/Monat. Modularer Aufbau: Factorial Core in jedem Plan, Module (Zeit, Talent, Finanzen, IT) à la carte. Genaue Preise nach Anfrage, gestaffelt nach Team-Größe und gewählten Modulen. 14-tägiger Testzugang ohne Kreditkarte.
Kategorien
Stärken
- EU-Hosting und DSGVO-konforme Verarbeitung, Serverstandort innerhalb der EU
- Transparenter Einstiegspreis ab 8 €/Nutzer/Monat und Self-Service-Test ohne Verkaufsgespräch
- Modularer Aufbau: nur zahlen, was man nutzt (Zeit, Talent, Finanzen, IT)
- Factorial One, KI-Assistent mit berechtigungsabhängiger Suche über alle HR-Daten
- KI-Recruiting: automatische Stellenbeschreibungen, Kandidaten-Matching, CV-Zusammenfassung
- Qualifikationsmanagement: Zertifikate, Ablaufdaten und automatische Erinnerungen
- Deutschsprachige Oberfläche und deutschsprachiger Support
Einschränkungen
- DATEV-Anbindung weniger ausgereift und tief als bei Personio
- KI-Funktionen sind eingebaute Komfort-Features, kein eigenständiges Alleinstellungsmerkmal
- Weniger umfangreiche Workflow-Automatisierungen bei komplexen HR-Prozessen
- Modulares Pricing kann bei vielen Zusatzmodulen schnell teuer werden
- KI-Auswertungen noch jung, Qualität der Insights schwankt
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du suchst eine HR-Software für ein KMU mit EU-Hosting und deutschem Support
- Du willst HR-Verwaltung und KI-Komfortfunktionen aus einer Hand statt mehrerer Tools
- Du brauchst einen schnellen, transparenten Einstieg ohne langes Sales-Onboarding
- Du verwaltest Zertifikate, Schulungen und Ablaufdaten, die überwacht werden müssen
Wann nein
- Du brauchst eine tiefe, ausgereifte DATEV-Lohnintegration für die Steuerberatung
- Du suchst ein eigenständiges KI-Tool, Factorials KI ist HR-Beiwerk, kein Kern
- Dein Unternehmen ist ein Großkonzern mit komplexen Genehmigungs-Workflows
- Du willst nur ein einzelnes Feature und scheust modulare Aufpreise
Kurzfazit
Factorial ist eine solide HR-Software für kleine und mittlere Unternehmen, und im Gegensatz zu vielen US-Wettbewerbern mit EU-Hosting und deutschem Support. Die Software deckt das HR-Tagesgeschäft (Zeiterfassung, Abwesenheiten, digitale Personalakten, Lohnvorbereitung) zuverlässig ab und ist günstiger und schneller einzuführen als der DACH-Platzhirsch Personio. Seit 2024/25 hat Factorial KI eingebaut: Factorial One beantwortet als berechtigungsbewusster Assistent Fragen quer durch die HR-Daten, das Recruiting-Modul generiert Stellenbeschreibungen und fasst Lebensläufe zusammen, und Auswertungen werden KI-gestützt aufbereitet. Wichtig zur Einordnung: Diese KI ist Komfort, kein Kern, wer ein eigenständiges KI-Werkzeug sucht, ist hier falsch. Wer eine schlanke, DSGVO-freundliche HR-Plattform mit netter KI-Schicht obendrauf will, bekommt für den Preis viel geboten. Bei tiefer DATEV-Integration und komplexen Workflows zieht Personio davon.
Für wen ist Factorial HR?
KMU mit 5–100 Mitarbeitenden: Der Kernmarkt. Wer aus Excel-Tabellen, E-Mail-Urlaubsanträgen und Papier-Personalakten herauswachsen will, bekommt mit Factorial eine vollständige HR-Plattform zum Self-Service-Preis. Der Einstieg ist deutlich niedrigschwelliger als bei Enterprise-Lösungen, kein Sales-Marathon, kein sechsstelliges Setup-Projekt.
Betriebe, die KI ohne Extra-Tool wollen: Factorial One sitzt direkt in der HR-Plattform und beantwortet Fragen wie „Wie viele Überstunden hat Team Vertrieb diesen Monat?“ oder fasst 1:1-Gespräche zusammen, berechtigungsabhängig, sodass eine Mitarbeiterin nur sieht, was sie sehen darf. Für HR-Teams, die keine separate KI-Lizenz beschaffen wollen, ist das ein bequemer Mehrwert.
Recruiting-lastige Teams: Wer regelmäßig einstellt, profitiert vom KI-Recruiting: automatische Stellenausschreibungen, Kandidaten-Matching und CV-Zusammenfassungen beschleunigen die Vorauswahl. Das ersetzt keinen Recruiter, nimmt aber die mechanische Sichtarbeit ab.
Betriebe mit Zertifikatspflicht: Hundeschulen, Pflegedienste, Handwerksbetriebe, Sicherheitsfirmen, überall, wo Sachkundenachweise, Erste-Hilfe-Kurse oder Schulungen mit Ablaufdatum überwacht werden müssen, spielt das Qualifikationsmanagement mit automatischen Erinnerungen seine Stärke aus.
Weniger geeignet für: Großkonzerne mit komplexen, mehrstufigen Genehmigungs-Workflows (dafür ist Workday gebaut), Unternehmen mit Anspruch auf eine ausgereifte DATEV-Lohnintegration (Personio und DATEV sind hier weiter), und alle, die ein eigenständiges, leistungsfähiges KI-Tool suchen, Factorials KI ist eine HR-Komfortschicht, kein KI-Produkt für sich.
Preise im Detail
| Plan / Baustein | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Factorial Core | ab 8 €/Nutzer/Monat | In jedem Paket enthalten: Mitarbeiterverzeichnis, On-/Offboarding-Vorlagen, digitale Unterschriften, digitale Personalakte, individuelle Benachrichtigungen |
| Modul Zeit | Aufpreis | Abwesenheitsverwaltung, Zeiterfassung, Schichtplanung, Projektzeiterfassung |
| Modul Talent | Aufpreis | Leistungsbeurteilung, Recruiting (inkl. KI), Schulungen, Engagement-Umfragen, Zielverfolgung |
| Modul Finanzen | Aufpreis | Spesenmanagement, Beschaffung, Projektmanagement, Reisekostenabrechnung |
| Modul IT | Aufpreis | Geräteverwaltung (MDM), IT-Inventar, SaaS-Management, Cybersecurity/EDR |
| Custom / Enterprise | Auf Anfrage | Individuell zusammengestellte Pläne, höhere Limits, Premium-Support |
Einordnung: Der genannte Einstiegspreis von 8 €/Nutzer/Monat gilt für Factorial Core, also die Grundverwaltung. Realistisch wird es für die meisten KMU teurer, sobald Module wie Zeit, Talent oder Finanzen dazukommen, denn Factorial rechnet modular und à la carte ab. Das ist ehrlich gesagt zweischneidig: Wer nur HR-Grundverwaltung braucht, zahlt wenig; wer die volle Bandbreite (inkl. KI-Recruiting und Auswertungen) will, landet schnell bei einem Vielfachen. Genaue Preise gibt es nur per Anfrage, was den anfangs transparenten Eindruck wieder relativiert. Faustregel: Für ein typisches KMU mit zwei bis drei Modulen liegt man bei rund 10–15 €/Nutzer/Monat, vergleichbar mit Personio, aber mit niedrigerer Einstiegshürde. Den 14-tägigen Test ohne Kreditkarte sollte man nutzen, um die tatsächlich benötigten Module zu identifizieren, bevor man kauft.
Stärken im Detail
EU-Hosting als echter Standortvorteil. Factorial verarbeitet und hostet Daten innerhalb der EU. Für eine HR-Software, also ein System voller besonders sensibler personenbezogener Daten, ist das ein gewichtiges Argument gegenüber US-Anbietern. Anbieter ist mit Everyday Software, S.L. zwar eine spanische Firma, aber die Verarbeitung bleibt im EU-Raum, ein AVV ist verfügbar.
Schneller, transparenter Einstieg. Anders als bei klassischen Enterprise-HR-Suiten gibt es einen 14-tägigen Self-Service-Test ohne Kreditkarte und einen veröffentlichten Einstiegspreis. Man muss kein Sales-Gespräch durchlaufen, um überhaupt loszulegen. Für KMU, die HR-Software „mal eben ausprobieren“ wollen, senkt das die Hemmschwelle erheblich.
Factorial One, KI-Assistent mit Berechtigungsbewusstsein. Der eingebaute KI-Agent beantwortet Geschäftsfragen direkt aus den HR-Daten („Wie viele Überstunden? Wann läuft Zertifikat X ab? Fasse das letzte 1:1 zusammen“) und liefert dabei nur das, was der jeweilige Nutzer auch sehen darf. Das spart das manuelle Zusammensuchen aus Reports, und ist datenschutzseitig ordentlich gelöst, weil die Antworten an die Zugriffsrechte gekoppelt sind.
KI-Recruiting beschleunigt die Vorauswahl. Im Talent-Modul generiert die KI Stellenbeschreibungen, markiert Top-Matches unter den Bewerbungen und erstellt sofortige Lebenslauf-Zusammenfassungen. Bei vielen Bewerbungen ist das ein realer Zeitgewinn in der mechanischen Sichtphase, die finale Entscheidung trifft weiterhin der Mensch.
Modularität als Kostensteuerung. Man zahlt für das, was man nutzt. Ein Betrieb, der nur Abwesenheitsverwaltung und Personalakten braucht, schleppt nicht das ganze Talent- und Finanzpaket mit. Diese Granularität ist für kleine Teams oft günstiger als All-inclusive-Lizenzen.
Qualifikationsmanagement mit automatischen Erinnerungen. Zertifikate, Schulungsnachweise und Ablaufdaten lassen sich pro Mitarbeitendem hinterlegen; Factorial erinnert automatisch per E-Mail vor Ablauf. Für regulierte Branchen mit Nachweispflicht ist das ein Compliance-Werkzeug, das echte Bußgeld- und Haftungsrisiken senkt.
Schwächen ehrlich betrachtet
KI ist Beiwerk, nicht Kern. Das muss man klar sagen: Factorial ist eine HR-Software mit eingebauter KI, kein KI-Produkt. Factorial One ist praktisch, aber kein Ersatz für einen leistungsfähigen Assistenten wie ChatGPT oder Claude. Die KI-Auswertungen sind noch jung, und die Qualität der „Insights“ schwankt, wer datengetriebene HR-Analytik auf hohem Niveau erwartet, wird die Grenzen schnell spüren. Workaround: KI-Funktionen als Komfort betrachten, nicht als Entscheidungsgrundlage; tiefere Analysen weiterhin in spezialisierten Tools machen.
DATEV-Anbindung schwächer als bei Personio. Für den deutschen Markt ist die Lohnabrechnung über DATEV der Knackpunkt. Factorial bietet zwar Lohnvorbereitung und Export, die Tiefe und Ausgereiftheit der DATEV-Integration reicht aber nach unserem Eindruck nicht an Personio heran. Workaround: Vor dem Kauf konkret mit dem eigenen Steuerbüro klären, ob der Factorial-Export reibungslos in deren DATEV-Workflow passt.
Modulares Pricing kann teuer werden. Der niedrige Einstiegspreis verschleiert, dass die wirklich nützlichen Funktionen (Zeit, Talent inkl. KI-Recruiting, Finanzen) Aufpreise sind. Wer mehrere Module bucht, zahlt schnell ein Vielfaches des beworbenen Einstiegspreises, und die genauen Modulpreise stehen nicht offen, sondern kommen erst auf Anfrage. Workaround: Im 14-Tage-Test exakt ermitteln, welche Module man braucht, und das Gesamtangebot schriftlich einholen.
Komplexe Workflows stoßen an Grenzen. Mehrstufige Genehmigungsketten, individuelle Compliance-Workflows oder konzernweite Organisationsstrukturen sind nicht Factorials Stärke. Für Mittelständler reicht es; ab einer gewissen Komplexität wird man Einschränkungen bemerken, die bei Workday oder Personio besser gelöst sind.
Daten zur Modellverbesserung, Transparenz nötig. Laut Datenschutzhinweisen kann Factorial Interaktionsdaten zur Verbesserung der eigenen Vorhersagemodelle nutzen, betont dabei aber Anonymisierung/Disassoziierung. Das ist bei einer HR-Software ein Punkt, den man im AVV und in den Einstellungen genau prüfen sollte, gerade weil es um Personaldaten geht.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Tiefe DATEV-Lohnintegration und DACH-Marktführung willst | Personio |
| Die Lohnabrechnung direkt beim Steuerberater abwickelst | DATEV |
| Eine Großkonzern-HR-Suite mit komplexen Workflows brauchst | Workday |
Erwähnenswert ohne (oder mit anderem Schwerpunkt als) HR-Software hier: HRworks und Kenjo (deutsche KMU-HR-Alternativen mit DACH-Fokus), Sage HR und Lexware (klassische Buchhaltungs-Nähe), sowie internationale Anbieter wie Deel oder Rippling (stark bei verteilten Teams und Global Payroll, aber US-zentriert). Factorials Position ist klar: günstiger und schlanker Einstieg als Personio, mit eingebauter KI als Bonus, aber nicht so tief in der deutschen Lohn- und DATEV-Welt verankert. Wer die DATEV-Integration zur Kernanforderung macht, sollte Personio ernsthaft gegenrechnen.
So steigst du ein
Schritt 1: Auf factorialhr.de den 14-tägigen Test ohne Kreditkarte starten. Lege zuerst nur Factorial Core an (Mitarbeiterverzeichnis, Personalakten) und prüfe im Test gezielt, welche Module du wirklich brauchst, so vermeidest du, später für ungenutzte Funktionen zu zahlen.
Schritt 2: Für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter eine digitale Personalakte anlegen und vorhandene Zertifikate mit Ablaufdaten eintragen (z. B. Sachkundenachweis, Erste-Hilfe-Kurs, Schulungsbelege). Konfiguriere die Erinnerungszeiträume (z. B. 90 und 30 Tage vor Ablauf), damit Factorial automatisch warnt.
Schritt 3: Factorial One ausprobieren, stelle dem KI-Assistenten echte Fragen aus deinem Alltag („Wie viele offene Urlaubstage hat Team X?“, „Fasse die letzten Leistungsgespräche zusammen“) und prüfe, ob die Antworten korrekt und nur im Rahmen der Berechtigungen erfolgen. Lade dann das Team ein, damit Mitarbeitende ihre eigenen Dokumente selbst hochladen und Anträge stellen können.
Ein konkretes Beispiel
Eine Hundetagesstätte mit 8 Mitarbeitenden in Bayern hat alle Sachkundenachweise (§11 TierSchG), Erste-Hilfe-Zertifikate und internen Schulungsbelege in Factorial erfasst. Die Einrichtung kostete rund zwei Stunden. Seitdem kommen automatische Erinnerungen drei Monate vor Ablauf, die Inhaberin muss keine Excel-Liste mehr manuell prüfen. Beim letzten Veterinäramts-Besuch wurden alle Belege direkt aus dem System als PDF exportiert und vorgelegt. Neu seit diesem Jahr: Die Inhaberin nutzt Factorial One, um vor der Monatsabrechnung schnell zu fragen, wer wie viele Überstunden angesammelt hat, statt das aus der Zeiterfassung herauszurechnen. Aufwand pro Monat: nahezu null Verwaltungszeit für Zertifikatsüberwachung. Kosten: rund 56 € pro Monat für das gesamte Team (Core plus Zeit-Modul).
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Innerhalb der EU. Daten werden im EU-Raum gehostet und verarbeitet. Anbieter ist Everyday Software, S.L. (Factorial HR), Carrer de Llacuna 56, Barcelona, Spanien.
- Datennutzung: Factorial kann Interaktionsdaten zur Verbesserung der eigenen Vorhersagemodelle und Algorithmen nutzen, betont dabei aber, dies nur in anonymisierter bzw. disassoziierter Form zu tun. Bei KI-gestützten Funktionen (z. B. Transkription von Videocalls) wird auf Qualitätsverbesserung und internes Training verwiesen, hier lohnt ein genauer Blick in die Einstellungen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar. Die Liste der Unterauftragsverarbeiter ist Teil des AVV und auf Anfrage einsehbar.
- KI & Berechtigungen: Factorial One liefert berechtigungsabhängige Antworten, Nutzer sehen nur Daten, auf die sie ohnehin Zugriff haben. Laut Anbieter werden Unternehmensdaten nicht mit Dritten geteilt; Konformität mit dem EU AI Act wird angeführt.
- Empfehlung für Unternehmen: Da es um besonders sensible Personaldaten geht, vor Einführung den AVV abschließen, die Datennutzungs-Einstellungen prüfen und gegebenenfalls eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen. Das EU-Hosting ist ein klarer Pluspunkt gegenüber US-HR-Tools, ersetzt aber nicht die sorgfältige Konfiguration.
Gut kombiniert mit
- DATEV, Factorial bereitet Lohndaten vor und exportiert sie; die eigentliche Lohnabrechnung und steuerliche Verarbeitung läuft beim Steuerberater über DATEV. Vor dem Setup mit dem Steuerbüro den Export-Workflow abstimmen.
- Personio, eher Konkurrent als Ergänzung, aber für Unternehmen im Wachstum relevant: Wer aus Factorial herauswächst und tiefere DATEV-Integration oder komplexere Workflows braucht, hat in Personio den naheliegenden Umstiegspfad im DACH-Markt.
- ChatGPT oder Claude, für anspruchsvolle Textarbeit (Arbeitszeugnisse, Stellenanzeigen-Feinschliff, Richtlinien-Entwürfe), die über Factorials eingebaute KI hinausgeht. Factorial liefert die Daten und Struktur, das spezialisierte Sprachmodell den ausformulierten Text.
Unser Testurteil
Factorial HR verdient 3 von 5 Sternen. Als HR-Software für KMU ist es solide, schlank und mit EU-Hosting plus deutschem Support gut für den DACH-Markt aufgestellt, der Einstieg ist günstiger und unkomplizierter als bei Personio. Die seit 2024/25 eingebauten KI-Funktionen (Factorial One, KI-Recruiting, KI-Auswertungen) sind ein ehrlicher Mehrwert und sauber an die Berechtigungslogik gekoppelt. Den vollen Sternezuwachs verhindern aber zwei Dinge: Erstens ist die KI Komfortschicht, kein eigenständiges KI-Produkt, wer hier ein leistungsfähiges KI-Werkzeug erwartet, sucht am falschen Ort. Zweitens bleibt die DATEV-Lohnintegration hinter Personio zurück, und das modulare Pricing wird mit jedem Zusatzbaustein schnell teuer und intransparent. Für ein KMU, das eine bezahlbare, DSGVO-freundliche HR-Plattform mit netter KI obendrauf sucht, ist Factorial eine vernünftige Wahl, aber kein Selbstläufer gegenüber den etablierten DACH-Alternativen.
Was wir bemerkt haben
- 2024–2025, Factorial hat KI breit in die Plattform eingebaut: den Assistenten Factorial One (berechtigungsbewusste Suche und Zusammenfassungen über alle HR-Daten) sowie KI-Funktionen im Recruiting (automatische Stellenbeschreibungen, Kandidaten-Matching, CV-Zusammenfassung). Das verschiebt Factorial von der reinen Verwaltungssoftware Richtung „HR mit KI-Komfort“, bleibt aber bewusst eine eingebaute Schicht, kein eigenständiges KI-Produkt.
- 2025, Das Pricing wurde stärker auf ein modulares À-la-carte-Modell umgestellt (Factorial Core plus Module für Zeit, Talent, Finanzen, IT). Der beworbene Einstiegspreis ab 8 €/Nutzer/Monat ist dadurch nur der Grundbaustein; nützliche Funktionen kosten Aufpreis, und genaue Modulpreise gibt es erst auf Anfrage.
- Mai 2026, Das EU-Hosting bleibt ein Pluspunkt: Anbieter ist die spanische Everyday Software, S.L., Daten werden im EU-Raum verarbeitet, ein AVV ist verfügbar. Gegenüber den vielen US-zentrierten HR-Tools ist das für DSGVO-bewusste KMU weiterhin ein klares Unterscheidungsmerkmal.
Quellen
- Factorial HR – Preisseite. https://factorialhr.de/preise (abgerufen am 2026-06-20). Factorial startet ab 8 Euro pro Nutzer und Monat; modularer Aufbau mit wählbaren Zusatzmodulen (Zeit, Talent, Finanzen, IT); genaue Modulpreise nur auf Anfrage; 14-tägiger Testzugang ohne Kreditkarte..
- Factorial HR – Datenschutzseite. https://factorialhr.de/datenschutz (abgerufen am 2026-06-20). Anbieter ist Everyday Software, S.L., Carrer de Llacuna 56, Barcelona; Daten werden in der EU gehostet und innerhalb des EU-Gebiets verarbeitet..
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