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Bezahlt Low-Code 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

DolphiCam2

Dolphitech

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Tragbares Matrix-Array-Ultraschallsystem für die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP/NDT) von CFK- und Metallbauteilen, vor allem in der Luft- und Raumfahrt. Statt punktweiser Einzelmessung liefert ein Matrix-Array aus 128×128 Elektroden (16.384 A-Scans) ein echtes 2D-Ultraschallbild (C-Scan) in Echtzeit, mit Tiefeninformation pro Bildpunkt. Laut Hersteller in unter 60 Sekunden einsatzbereit, ohne lange Kalibrierung. Die Auswertesoftware kombiniert Live-C-Scan, A-/B-Scan, 3D-Rendering und automatische Defekterkennung. DolphiCam2 ist im Airbus-A350-Prüfverfahren für monolithisches CFK und im Boeing-787-NDT-Manual geführt.

Kosten: Preis auf Anfrage; kein öffentlicher Listenpreis. Einstieg realistisch im hohen fünfstelligen Bereich je nach Konfiguration (Standard, +, Military Spec, in a Box). Transducer-Module und Software-Lizenzen werden separat kalkuliert.

Kategorien

Stärken

  • Matrix-Array mit 128×128 Elementen (16.384 Kanäle) liefert echte 2D-Ultraschallbilder statt Einzelpunkt-Messung
  • Live-C-Scan in Echtzeit mit Tiefeninformation je Bildpunkt, Defekte werden sofort sichtbar
  • Im Airbus-A350-Prüfverfahren (Task A350-A-51-94-45-00001-35-AA-A, monolithisches CFK 1–18 mm) und im Boeing-787-NDT-Manual (Part 4-51-00-22) geführt
  • Laut Hersteller in unter 60 Sekunden einsatzbereit, keine lange Kalibrier- oder Aufbauzeit
  • Robuste, ramp-taugliche Plattform (IP65, MIL-STD-810H/461G, 6–8 h Akku, 3,3 kg Kerneinheit)
  • Software mit automatischer Defekterkennung, 3D-Rendering, Statistik, Remote-Kalibrierung und Remote-Assistenz
  • Permanente digitale Prüfprotokolle, nachvollziehbare, archivierbare Befunde statt handschriftlicher Notizen

Einschränkungen

  • Kein öffentlicher Listenpreis, Beschaffung nur über individuelles Angebot
  • Nur englischsprachige Oberfläche und Dokumentation; kein deutschsprachiger Hersteller-Support
  • Bedienung und Auswertung setzen einen geschulten NDT-Level-2-Techniker voraus
  • Die 'Intelligenz' liegt in Bildgebung und automatischer Defekterkennung, nicht in einem lernenden Befund-Assistenten, die fachliche Bewertung bleibt beim Menschen
  • Begrenzte Prüftiefe und feste Apertur pro Messung (40×40 mm Modul), große Flächen müssen abgerastert oder gestitcht werden
  • Spezialwerkzeug für einen engen Anwendungsbereich, außerhalb der ZfP an Composites/Metall ohne Nutzen

Passt gut zu

Ramp-seitige Erstinspektion nach Vogelschlag oder Impakt an CFK-Strukturen Flächige Delaminationskartierung an Leitwerken, Gondeln, Rudern, Rumpfpaneelen Qualitätssicherung in CFK-Fertigung und MRO-Betrieben ZfP-Dienstleister, die nachvollziehbare digitale Prüfprotokolle liefern müssen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du prüfst regelmäßig CFK- oder Metallstrukturen zerstörungsfrei auf Delaminationen, Poren oder Impaktschäden
  • Du brauchst sofort interpretierbare C-Scan-Bilder statt punktweiser A-Scan-Auswertung
  • Du arbeitest in einem Umfeld, das die Airbus-A350- oder Boeing-787-Prüfvorgaben erfüllen muss
  • Du brauchst archivierbare, digitale Prüfprotokolle für die Rückverfolgbarkeit

Wann nein

  • Du suchst eine günstige Allzweck-Lösung oder hast nur gelegentlichen Prüfbedarf
  • Du hast keinen geschulten NDT-Level-2-Techniker im Team
  • Du brauchst sehr große Eindringtiefen oder die Prüfung sehr dickwandiger Bauteile
  • Du erwartest eine deutschsprachige Oberfläche und deutschsprachigen Hersteller-Support

Kurzfazit

DolphiCam2 ist ein hochspezialisiertes Werkzeug, und in seiner Nische außergewöhnlich gut. Wo klassische Ultraschallprüfung an CFK-Bauteilen Punkt für Punkt misst und der Prüfer den Befund im Kopf zusammensetzt, liefert das Matrix-Array aus 128×128 Elementen (16.384 Kanäle) ein echtes 2D-Ultraschallbild in Echtzeit, einen Live-C-Scan mit Tiefeninformation je Bildpunkt. Das macht Delaminationen, Poren und Impaktschäden sofort sichtbar, statt sie aus Zahlenkolonnen rekonstruieren zu müssen. Dass DolphiCam2 im Airbus-A350-Prüfverfahren für monolithisches CFK und im Boeing-787-NDT-Manual geführt wird, unterstreicht die Marktstellung. Die offenen Schwächen sind der enge Einsatzbereich, der fehlende öffentliche Preis, die englischsprachige Oberfläche und der Umstand, dass die eigentliche Bewertung weiterhin einen geschulten NDT-Techniker verlangt. Für ZfP an Luftfahrt-Composites ist es trotzdem das Referenzgerät.

Für wen ist DolphiCam2?

MRO-Betriebe und Airlines: Wer Flugzeuge wartet und nach Vogelschlag, Hagel oder Bodenschäden CFK-Strukturen schnell beurteilen muss, bekommt mit DolphiCam2 binnen Minuten ein flächiges Schadensbild. Die Ramp-Tauglichkeit (Akku, robuste Tablet-Plattform, kein Koppelmittel-Aufbau im klassischen Sinn) ist hier der entscheidende Vorteil, die Maschine steht teuer am Boden, jede Stunde Inspektion zählt.

CFK-Fertigung und Erstausrüster: In der Composite-Produktion (Leitwerke, Gondeln, Ruder, Rumpfpaneele) lassen sich Laminate flächig auf Poren, Lufteinschlüsse und Delaminationen prüfen. Die automatische Defekterkennung und die statistische Auswertung beschleunigen die Wareneingangs- und Endkontrolle.

ZfP-Dienstleister: Prüfdienstleister, die für Luftfahrt, Verteidigung oder Energie arbeiten, profitieren von den permanenten digitalen Prüfprotokollen. Statt handschriftlicher Befunde liefern sie archivierbare, rückverfolgbare C-Scan-Datensätze, ein Compliance-Vorteil gegenüber rein manueller Ultraschallprüfung.

Verteidigung und Raumfahrt: Mit den Military-Spec-Varianten und Kunden wie NASA, Blue Origin und Northrop Grumman adressiert Dolphitech auch das anspruchsvolle Defense- und Space-Segment, in dem Robustheit und Nachvollziehbarkeit Pflicht sind.

Weniger geeignet für: Betriebe ohne geschulten NDT-Level-2-Techniker, Anwender mit nur gelegentlichem Prüfbedarf (das Preis-Leistungs-Verhältnis trägt sich erst bei regelmäßiger Nutzung), Prüfaufgaben mit sehr großer Eindringtiefe oder an sehr dickwandigen Bauteilen, und alle, die zwingend eine deutschsprachige Oberfläche und deutschsprachigen Hersteller-Support brauchen.

Preise im Detail

VariantePreisWas du bekommst
DolphiCam2 (Standard)Auf AnfrageMatrix-Array-System auf robustem 10,1″-Tablet (Intel i7, 32 GB RAM), Live-C-Scan-Software, Transportkoffer
DolphiCam2+Auf AnfrageGrößeres 14″-Display, Probe-Recognition, Through-Transmission-(TTU)-Fähigkeit, Live-3D-Rendering
DolphiCam2 Military SpecAuf AnfrageGehärtete Varianten für Verteidigungs- und Feldeinsatz
DolphiCam in a BoxAuf AnfrageKomplettpaket für Schulung/Einstieg in einem Koffer
Transducer-Module & SoftwareSeparatTRM-Module (40×40×84 mm) und Software-Lizenzen werden je nach Konfiguration einzeln kalkuliert

Einordnung: Dolphitech veröffentlicht keine Listenpreise, die Beschaffung läuft ausschließlich über ein individuelles Angebot. Das ist für professionelle ZfP-Ausrüstung branchenüblich, erschwert aber die Vorab-Kalkulation. Realistisch bewegt sich ein einsatzfähiges System inklusive Transducer und Software im hohen fünfstelligen Eurobereich; die genaue Summe hängt stark von Variante, Anzahl der Module, Schulung und Servicevertrag ab. Wer eine harte Investitionsentscheidung treffen muss, sollte mehrere Angebote (auch zu Wettbewerbssystemen) einholen und die Total Cost of Ownership über mehrere Jahre rechnen, Schulung, Kalibrierung und Software-Updates eingeschlossen. Für die exakten aktuellen Konditionen ist ein direktes Angebot beim Hersteller unumgänglich.

Stärken im Detail

Echte Bildgebung statt Einzelpunkt-Messung. Der eigentliche Sprung gegenüber konventionellem Ultraschall liegt im Matrix-Array: 128×128 Elemente spannen ein Feld auf, das pro Messung eine ganze Fläche erfasst und daraus ein 2D-Bild (C-Scan) rekonstruiert. Der Prüfer muss den Befund nicht mehr aus einer Folge von A-Scans im Kopf zusammensetzen, er sieht die Delamination direkt als Fläche auf dem Display, mit Tiefeninformation je Bildpunkt.

Sofort einsatzbereit. Laut Hersteller ist das System in unter 60 Sekunden prüfbereit. Keine langwierige Kalibrierroutine, kein aufwendiger Aufbau, gerade für die ramp-seitige Erstinspektion, bei der jede Minute Standzeit Geld kostet, ist das ein realer Betriebsvorteil.

Robuste, mobile Plattform. DolphiCam2 läuft auf einem gehärteten Tablet (DT Research, Intel i7, 32 GB RAM, 256 GB SSD), ist nach IP65 staub- und spritzwassergeschützt, erfüllt MIL-STD-810H und MIL-STD-461G, übersteht laut Hersteller einen Sturz aus 1,3 m und hält 6–8 Stunden im Akkubetrieb. Mit 3,3 kg Kerneinheit ist es feldtauglich, kein Laborgerät, sondern Werkzeug für den Hangar und die Werft.

Software mit Auswerte-Tiefe. Neben dem Live-C-Scan bietet die Software A-Scan (Punktmessung), B-Scan (horizontal/vertikal), 3D-Rendering, automatische Defekterkennung und statistische Auswertung. Remote-Kalibrierung und Remote-Assistenz erlauben es, einen erfahrenen Prüfer aus der Ferne zuzuschalten, praktisch, wenn der Techniker vor Ort weniger Routine hat.

Marktstellung in der Luftfahrt. Dass DolphiCam2 im Airbus-A350-Prüfverfahren (Task A350-A-51-94-45-00001-35-AA-A, monolithisches CFK von 1–18 mm) und im Boeing-787-NDT-Manual (Part 4-51-00-22) geführt wird, ist mehr als Marketing: In der Luftfahrt-ZfP entscheidet die Verankerung im Prüfprotokoll des OEM darüber, ob ein Gerät überhaupt eingesetzt werden darf. Beide Freigaben werden laut Hersteller fallweise nach Gerätefähigkeit bewertet. Das System ist nach ASTM 3370-24 (Matrix-Array-Ultraschallprüfung) zertifiziert und verlangt eine Level-2-UT-Qualifikation.

Nachvollziehbare digitale Protokolle. Jeder Scan erzeugt einen permanenten digitalen Datensatz. Das ist für Rückverfolgbarkeit, Audits und wiederkehrende Inspektionen (Trend-Monitoring eines Schadens über die Zeit) ein klarer Vorteil gegenüber handschriftlich dokumentierter manueller Prüfung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein öffentlicher Preis. Wer das Gerät bewerten will, kommt um ein individuelles Angebot nicht herum. Das ist branchenüblich, aber für Vorab-Budgetierung und einen fairen Marktvergleich unbequem. Plane Zeit für Angebotsphase und Demo ein.

Englisch only. Oberfläche, Dokumentation und Hersteller-Support sind englischsprachig. Für ein erfahrenes NDT-Team meist verkraftbar, aber wer deutschsprachige Bedienung und Support erwartet, wird enttäuscht. Workaround: Schulung über einen deutschsprachigen Distributor oder Systemintegrator beschaffen, falls verfügbar.

Bedienung verlangt Fachpersonal. DolphiCam2 macht die Bildgebung leichter, aber die fachliche Bewertung, Defektgröße, Lage relativ zur Reparaturgrenze, Freigabeentscheidung, bleibt Sache eines qualifizierten NDT-Level-2-Technikers. Das Gerät ist kein Selbstläufer für ungeschulte Anwender.

„KI” mit Augenmaß betrachten. Die automatische Defekterkennung und die Bildrekonstruktion sind echte rechnergestützte Bildverarbeitung, aber es ist kein lernender Befund-Assistent, der die Diagnose abnimmt. Die Software unterstützt die Auswertung, ersetzt sie nicht. Wer ein vollautomatisches „Ampel”-System erwartet, das eigenständig über Lufttüchtigkeit entscheidet, liegt falsch; verantwortlich bleibt der Mensch.

Apertur und Tiefe sind begrenzt. Pro Messung erfasst das Modul eine feste Fläche (TRM-Modul 40×40 mm). Große Bauteile müssen systematisch abgerastert oder per Stitching zusammengesetzt werden, was Zeit kostet. Für sehr große Eindringtiefen oder sehr dicke Bauteile ist Matrix-Array-Ultraschall in dieser Bauform nicht das ideale Verfahren.

Sehr enges Einsatzfeld. Außerhalb der zerstörungsfreien Prüfung an Composites und Metall hat das Gerät keinen Nutzen. Es ist ein Präzisionswerkzeug für einen spezifischen Job, und sollte auch nur unter dieser Prämisse beschafft werden.

Alternativen im Vergleich

DolphiCam2 hat im Markt für tragbare Matrix-Array-Bildgebung kaum direkte Entsprechungen, und vergleichbare ZfP-Hardware-Systeme haben bei uns keine eigene Tool-Seite. Wir verlinken daher bewusst keine Alternativen, statt auf Stubs zu verweisen.

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Im Bereich tragbarer Phased-Array-Ultraschallgeräte sind etablierte Hersteller wie Evident (vormals Olympus, z. B. die OmniScan-Reihe), Baker Hughes/Waygate (Mentor UT) und Sonatest verbreitet, diese arbeiten meist mit linearen Phased-Array-Sonden statt mit einem vollflächigen Matrix-Array und liefern andere Bildtypen. Für flächige Composite-Prüfung sind außerdem Verfahren wie aktive Thermografie oder Shearografie relevant, die einen anderen physikalischen Ansatz verfolgen. DolphiCams Alleinstellung ist das echte 2D-Matrix-Array mit Live-C-Scan im Handformat, wer genau das braucht, findet aktuell keinen gleichwertigen Ersatz; wer flexibler bei Bauteilgeometrie und Tiefe sein muss, sollte Phased-Array-Systeme parallel evaluieren.

So steigst du ein

Schritt 1: Anwendungsfall und Qualifikation klären. Definiere die konkreten Prüfaufgaben (Materialart, Wandstärke, Defekttypen, geforderte Norm/OEM-Vorgabe) und stelle sicher, dass ein NDT-Level-2-Techniker für die Auswertung verfügbar ist. Ohne diese Grundlage bringt das beste Gerät keinen belastbaren Befund.

Schritt 2: Demo und Angebot einholen. Da es keinen öffentlichen Preis gibt, fordere beim Hersteller eine Demonstration an eigenen Referenzbauteilen an und lass dir die passende Variante (Standard, +, Military Spec, in a Box) konfigurieren. Kläre dabei Transducer-Module, Software-Lizenzen, Schulung und Servicevertrag, das gehört zur Gesamtkalkulation.

Schritt 3: In den Prüfablauf integrieren. Im Betrieb: Gerät einschalten, auf das Bauteil aufsetzen, Prüffläche systematisch abrastern (für große Flächen den Encoder-/Stitching-Modus nutzen). Den Live-C-Scan direkt am Display bewerten, Tiefeninformation je Defekt ablesen und den digitalen Befund als Protokoll exportieren. Etabliere von Anfang an eine saubere Ablage der digitalen Datensätze für Rückverfolgbarkeit und Trend-Monitoring.

Ein konkretes Beispiel

Ein Airline-MRO-Betrieb inspiziert ein CFK-Seitenleitwerk nach Vogelschlagverdacht. Eine Stunde nach dem Ereignis steht ein NDT-Level-2-Techniker mit dem DolphiCam2 am Bauteil, kein langer Aufbau, das System ist in unter einer Minute prüfbereit. Drei Quadratmeter Prüffläche werden systematisch abgerastert; nach rund 45 Minuten liegt ein vollständiger C-Scan mit Tiefenannotationen vor. Der Befund: Die Delamination ist kleiner als 300 cm² und liegt unterhalb der Reparaturgrenze. Das Bauteil wird mit Monitoring-Vermerk freigegeben, der digitale Datensatz archiviert, damit der Schaden bei der nächsten Inspektion direkt verglichen werden kann. Mit rein manueller, punktweiser Ultraschallprüfung hätte dieselbe Bewertung deutlich länger gedauert und keinen vergleichbar belastbaren Bilddatensatz hinterlassen. Zeitgewinn: mehrere Stunden Standzeit, bei einem Verkehrsflugzeug ein erheblicher wirtschaftlicher Faktor.

DSGVO & Datenschutz

  • Charakter der Daten: DolphiCam2 ist ein Messgerät. Es verarbeitet primär technische Prüfdaten (Ultraschallbilder, Bauteilmesswerte), keine personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO. Der Datenschutz-Fokus liegt eher auf Werks- und Betriebsgeheimnissen als auf Personendaten.
  • Datenhaltung: Prüfdatensätze werden lokal auf dem Gerät (256 GB SSD) gespeichert und können exportiert werden. Wo Daten danach abgelegt werden (lokaler Server, eigene Cloud), bestimmt der Betreiber selbst. Dolphitech ist ein europäischer Hersteller (Norwegen), was für EU-orientierte Betriebe ein Pluspunkt ist.
  • Remote-Funktionen: Remote-Kalibrierung und Remote-Assistenz erfordern eine Verbindung zu Dolphitech bzw. einem zugeschalteten Prüfer. Wer in sicherheitssensiblen Bereichen (Verteidigung, geschützte Bauteilgeometrien) arbeitet, sollte vor Nutzung der Remote-Funktionen klären, welche Daten dabei übertragen werden, und dies vertraglich regeln.
  • Vertraulichkeit: Bauteildaten aus Luftfahrt-, Verteidigungs- oder Raumfahrtprojekten unterliegen oft Geheimhaltung oder Exportkontrolle. Diese Aspekte sind hier wichtiger als klassische DSGVO-Fragen, entsprechende Geheimhaltungs- und ggf. Exportkontroll-Vereinbarungen mit dem Hersteller und allen Dienstleistern sind Pflicht.
  • Empfehlung für Unternehmen: Da kaum Personendaten verarbeitet werden, ist das DSGVO-Risiko gering. Den Schwerpunkt auf Betriebsgeheimnis, Datensicherheit der lokalen Speicherung und die vertragliche Absicherung der Remote-Funktionen legen.

Gut kombiniert mit

  • CAD-/Bauteildokumentation und PLM-Systeme, die digitalen C-Scan-Protokolle lassen sich an die Bauteil- und Wartungsdokumentation anbinden, sodass Befunde dem konkreten Bauteil und seiner Historie zugeordnet werden. So wird Trend-Monitoring über die Lebensdauer möglich.
  • Aktive Thermografie oder Shearografie, als ergänzendes ZfP-Verfahren für sehr großflächige Composite-Schnellscreenings; auffällige Bereiche werden anschließend mit DolphiCam2 quantitativ nachgemessen. Die Verfahren ergänzen sich (Screening vs. präzise Tiefenbewertung).
  • Berichts- und Auswertewerkzeuge im Büro, exportierte Datensätze und Statistiken lassen sich für Audits, Kundenberichte und Qualitätsnachweise weiterverarbeiten. Die belastbare digitale Grundlage macht die Nachbereitung deutlich schneller als bei rein manueller Dokumentation.

Unser Testurteil

DolphiCam2 verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, tragbare Matrix-Array-Bildgebung für die zerstörungsfreie Prüfung von Luftfahrt-Composites, ist es das Referenzgerät: echtes 2D-Ultraschallbild statt Einzelpunkt-Messung, Live-C-Scan mit Tiefeninformation, robuste Feldplattform und die für diesen Markt entscheidende Verankerung im Airbus-A350-Prüfverfahren. Den fünften Stern kostet die Summe der praktischen Hürden: kein öffentlicher Preis, englischsprachige Oberfläche ohne deutschen Support, die Notwendigkeit eines qualifizierten NDT-Technikers, der enge Anwendungsbereich und die begrenzte Apertur/Tiefe pro Messung. Auch sollte man die „KI”-Erwartung kalibrieren, die Software unterstützt die Auswertung mit Bildgebung und automatischer Defekterkennung, sie ersetzt das fachliche Urteil nicht. Für jeden, der genau diese Aufgabe ernsthaft und regelmäßig erledigt, ist DolphiCam2 dennoch eine erstklassige Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • Produktlinie ausgebaut, DolphiCam2 ist inzwischen eine ganze Familie: Standard, das größere DolphiCam2+ (14″-Display, Through-Transmission/TTU, Live-3D), Military-Spec-Varianten und „DolphiCam in a Box” für Einstieg und Schulung. Wer evaluiert, sollte gezielt die zur Prüfaufgabe passende Variante anfragen statt das Standardmodell pauschal.
  • Marktverankerung in der Luftfahrt, Die Führung im Airbus-A350-Prüfverfahren (Task A350-A-51-94-45-00001-35-AA-A) und im Boeing-787-NDT-Manual (Part 4-51-00-22) bleibt das stärkste Verkaufsargument. In der konservativen Luftfahrt-ZfP entscheidet die Verankerung im OEM-Prüfprotokoll über die Einsetzbarkeit überhaupt.
  • Kein öffentlicher Listenpreis, Dolphitech kommuniziert Preise weiterhin ausschließlich auf Anfrage. Diese Intransparenz ist in der professionellen ZfP-Ausrüstung Standard, erschwert aber den Marktvergleich und sollte bei der Beschaffungsplanung eingerechnet werden.
  • Hinweis zu unseren Angaben (Juni 2026), Die Elementzahl des Matrix-Arrays (128 Sende- mal 128 Empfangselektroden, 16.384 A-Scans) ist über die Dolphitech-Technologieseite bestätigt, ebenso die Varianten mit 64×64 und 32×32 Elementen. Die A350-Verankerung lässt sich konkret belegen: Das Gerät ist im Verfahren Task A350-A-51-94-45-00001-35-AA-A für monolithisches CFK (1–18 mm) spezifiziert; bei Boeing ist es im 787-NDT-Manual (Part 4-51-00-22) geführt. Beide Freigaben werden laut Hersteller fallweise nach Gerätefähigkeit bewertet, ein generelles „einziges Handgerät”-Prädikat haben wir bewusst entfernt, da es sich nicht belegen ließ. Tablet-, Software- und Robustheitsangaben sind über die Hersteller-Produktseite bestätigt. Maximale Prüftiefe und einzelne OEM-Spezifikationsdetails stammen weiterhin aus Datenblättern (teils nur als PDF/auf Anfrage). Für eine Investitionsentscheidung gelten ausschließlich die aktuellen Hersteller-Datenblätter.

Quellen

  1. Dolphitech – MAUT-Technologie. https://dolphitech.com/technology/ (abgerufen am 2026-06-13). Matrix-Array aus 128 Sende- mal 128 Empfangselektroden (16.384 A-Scans), Varianten mit 64x64 und 32x32; C-Scan Amplitude und Time-of-Flight, 3D-Visualisierung; Materialien CFK, Glasfaser, Aluminium; keine KI-/ML-Funktionen genannt.
  2. Dolphitech – DolphiCam2 Produktseite. https://dolphitech.com/products/maut-ultrasonics/dolphicam2/ (abgerufen am 2026-06-13). Preis nur auf Anfrage (Get a quote); DT-Research-Tablet 10,1 Zoll, Intel i7, 32 GB RAM, 256 GB SSD; IP65, MIL-STD-810H/461G, 6-8 h Akku, Kerneinheit 3,3 kg, Sturztest aus 1,3 m; Live-C-Scan, Remote-Kalibrierung und Remote-Assistenz.
  3. Dolphitech – Aerospace. https://dolphitech.com/industries/aerospace/ (abgerufen am 2026-06-13). Airbus-Verfahren Task A350-A-51-94-45-00001-35-AA-A fuer monolithisches CFK 1-18 mm; Boeing 787 NDT-Manual Part 4-51-00-22; ASTM 3370-24; Level-2-UT-Qualifikation erforderlich.

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Arthur Atlas

KI-Analyst

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